Die WWDC 2012 brachte unter anderem aktualisierte Varianten des 13″ und des 15″ MacBook Pro – neben dem Next Generation MacBook Pro. Die neuen Modelle bekommen zwar kein neues Design oder Retina Display, unter der Haube hat sich aber einiges verändert. Schlechte Nachrichten für Fans des Bügelbretts: Das 17″ MacBook Pro wird nicht mehr von Apple angeboten.
Neue Prozessoren
Wenig überraschend hat Apple die neuen Geräten die jüngste Ivy-Bridge-Generation von Intels Core-i5- und -i7-Prozessoren ausgestattet. Das 13″ MacBook Pro wird mit 2,5 GHz i5-Prozessor oder 2,9 GHz i7-CPU ausgeliefert. In beiden Fällen handelt es sich um Dual-Core-Chips.
Das 15″ MacBook Pro besitzt hingegen Quad-Core-CPUs der i7-Reihe in den Ausführungen 2,3 und 2,6 GHz. Beim großen 15″-Modell kann optional ein 2,7-GHz-Prozessor gewählt werden.
Alle Prozessoren verfügen über Intels Turbo-Boost-Funktion, die eine maximale Taktfrequenz – je nach Basistakt – von bis zu 3,7 Gigahertz ermöglicht.
Arbeitsspeicher und Grafik
Auch in Sachen Arbeitsspeicher hat sich Apple nicht lumpen lassen: Die neuen Chips sind 1.600 Megahertz schnell, insgesamt können bis zu 8 Gigabyte ausgewählt werden. In Sachen Grafik gibt es neben der im Ivy-Bridge-Chip integrierten GPU Intel HD Graphics 4000 den NVIDIA-Grafikchip GeForce GT 650M, der mit bis zu 1 Gigabyte Video-Speicher für eine entsprechende Leistungsfähigkeit sorgen soll. Dieser NVIDIA-Chip bleibt dabei allerdings den 15″-Modellen vorbehalten.
An den Auflösungen hat sich nichts geändert: Das kleine MacBook Pro ist weiterhin auf 1.280×800 Bildpunkte limitiert, während beim 15″ Modell standardmäßig 1.440×900 Pixel an der Tagesordnung stehen. Optional kann das große MacBook Pro auch mit einem höher auflösendem Panel mit 1.680×1.050 Pixeln geordert werden. Dann besteht auch die Wahl zwischen einem hochglanz oder blendfreiem Display.
Schnittstellen: Endlich auch USB 3.0
Letztes Jahr spendierte Apple (fast) allen Macs eine Thunderbolt-Schnittstelle – die zwar sehr schnell ist, für die es aber bisher nur wenige und sehr teure Hardware gibt. Viele Hersteller, speziell im PC-Markt, setzten statt Thunderbolt eher auf USB 3.0. Jetzt unterstützt auch Apple die jüngste Version der weit verbreiteten Schnittstelle: Die neuen MacBook-Pro-Modelle verfügen weiterhin über einen Thunderbolt-Anschluss, aber eben auch über jeweils zwei USB-3.0-Anschlüsse, an denen sich natürlich auch ältere USB-Geräte betreiben lassen.
Festplatten und SSD
Was die Datenspeicher angeht, hat sich Apple beim klassischen MacBook Pro noch nicht von den rotierenden Scheiben verabschiedet. Hier gibt es je nach Modell 500 oder 750 GB in der Standardausstattung, optional kann diese jedoch gegen eine schnelle SSD mit bis bis zu 512 GB ausgetauscht werden.
Preise bleiben gleich
Trotz aller Neuerungen hat sich Apple gegen eine Preiserhöhung entschieden: Sowohl das Basis-Modell des 13-Zoll-MacBook Pro als auch das das Basis-Modell des 15-Zoll-Geräts kosten genauso viel wie ihre Vorgänger. Die Preise des 13″ MacBook Pro starten bei 1.249 Euro, wer zum 15″ greift muss mindestens 1.879 Euro auf den Tisch legen.
Überraschend ist, dass es kein neues 17-Zoll-MacBook Pro gibt – offenbar hat sich Apple dagegen entschieden, weiterhin ein so großes Gerät anzubieten. High-End-Kunden sollen sich wohl eher für das neue Next Generation MacBook Pro entscheiden.
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