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Bildschirmzeit für Kinder begrenzen? Das sind die Tipps der Experten

Wie lang sollte mein Kind am Smartphone sein? (© GettyImages / YakobchukOlena)
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Wir alle verbringen mehr und mehr Zeit vor unseren Bildschirmen. Kein Wunder, dass sich das auch im Verhalten von Kindern und Jugendlichen niederschlägt. Doch wie viel Bildschirmzeit ist für die Jüngeren überhaupt gesund? Experten geben dazu nun Tipps.

Viele von uns kennen wohl die Anziehungskraft von digitalen Geräten: Sei es der Fernseher, die Konsole oder das Smartphone. Oft wirft der richtige Umgang damit Fragen auf und führt nicht selten zu Diskussionen – ob zu Hause oder in der Schule. Forschende der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. haben sich ebenfalls mit diesem Thema beschäftigt. Sie betonen, dass es für Kinder und Jugendliche besser ist, wenn sie weniger Zeit vor Bildschirmen verbringen (Quelle: DGKJ). Doch wie viel Bildschirmzeit ist gut und ab wann wird es kritisch? Das erklären wir euch im Detail.

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Laut Experten: Auch passive Bildschirmzeit ist gefährlich

Schlafprobleme, Konzentrationsschwierigkeiten, aber auch Verlust von Empathie und eine steigende Sucht nach Videospielen – das sind nur einige der Folgen, die ein zu hoher Konsum digitaler Medien mit sich bringen kann. In ihrem medizinischen Leitfaden zeigen die Expertinnen und Experten, wie der Umgang in den verschiedenen Altersgruppen gesund gehandhabt werden kann:

  • unter 3 Jahren: Die Kleinsten sollten von jeglicher Bildschirmnutzung ferngehalten werden. Dazu zählt ebenso passiver Konsum, beispielsweise wenn Eltern vor dem Kind am Handy sind.
  • 3 bis 6 Jahre: Nur an einzelnen Tagen und höchstens 30 Minuten, wobei die Eltern präsent sein sollten. Besprecht im Nachhinein die Inhalte.
  • 6 bis 9 Jahre: An einzelnen Tagen höchstens 30 bis 45 Minuten (in der Freizeit), besprecht weiterhin die Inhalte mit euren Kindern. Von Internetzugang und einer eigenen Spielekonsole wird abgeraten.
  • 9 bis 12 Jahre: Höchstens 45 bis 60 Minuten in der Freizeit vor einem Bildschirm, weiterhin bestenfalls mit Begleitung der Eltern. Frühestens ab 9 Jahre sollte ein Kind ein Smartphone mit begrenztem Internetzugang besitzen.
  • 12 bis 16 Jahre: Maximal 1 bis 2 Stunden Bildschirmnutzung pro Tag, spätestens bis 21 Uhr. Der Internetzugang sollte nach wie vor beschränkt sein. Reflektiert zusammen mit den Jugendlichen, wie sie sich im Umgang mit den Geräten und Medien fühlen.
  • 16 bis 18 Jahre: Die Bildschirmzeit kann auf 2 Stunden pro Tag angehoben werden. Jedoch sollte auf eine gemeinsame Reflexion des Medienkonsums nicht verzichtet werden.
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Ich habe für 6 Wochen mein Smartphone gefastet. Wie das geklappt hat, zeige ich euch im Video:

Sechs Wochen ohne Smartphone: Sarah probiert das Handyfasten Abonniere uns
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Bildschirmzeit: Achtet auf eine gesunde Balance

Während diese Leitlinie sicherlich wertvolle Empfehlungen bietet, ist deren Umsetzung in der Praxis nicht immer einfach – insbesondere in Familien mit Kindern unterschiedlichen Alters. Es ist wichtig zu beachten, dass nicht nur die Menge der Bildschirmzeit relevant ist, sondern ebenso die Art der konsumierten Inhalte.

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Zusätzlich ist die Balance zwischen Bildschirmzeit und anderen Aktivitäten entscheidend. Wenn Kinder soziale Kontakte pflegen, Sport treiben oder andere Interessen verfolgen, wird die Bildschirmzeit oft weniger problematisch. Bleibt stets im Gespräch mit euren Kindern und achtet auf eine ausgewogene Nutzung.

Ein schwarzes Kind hat einen gelben Basketball in der Hand und zeigt auf den Sportplatz.
Sport kann eine gute Abwechslung zum Medienkonsum sein (Bildquelle: Imago / Westend61)

Weitere Tipps zum Umgang mit digitalen Medien

Neben dem altersspezifischen Leitfaden gibt die Gruppe der Expertinnen und Experten allgemeine Tipps für einen transparenten Umgang mit digitalen Medien. Auch Utopia hat sich mit diesem Thema beschäftigt und einige Ratschläge parat, die teilweise in eine ähnliche Richtung gehen. Wir haben nun im Folgenden beide Quellen zusammengefasst:

  1. Klärt einander auf: Nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern sollten ihr Nutzungsverhalten reflektieren und miteinander teilen, was sie am Bildschirm tun. Das hilft, um zu verstehen, welche Bedürfnisse beide Seiten mit der digitalen Nutzung befriedigen.
  2. Eltern sind Vorbilder. Eltern sollten sich bewusst sein, dass sie Vorbilder für ihre Kinder sind. Sie sollten nicht nur fragen, was ihre Kinder online tun, sondern auch (kritisch) darüber nachdenken, wie ihr eigenes Verhalten die Kinder beeinflusst.
  3. Beim Essen sind Bildschirme tabu! Gerade bei gemeinsamen Mahlzeiten sollten alle auf die Nutzung digitaler Medien verzichten. Das fördert die Kommunikation innerhalb der Familie.
  4. Verteufelt digitale Medien nicht. Erklärt euren Kindern, wann die Nutzung digitaler Medien notwendig und sinnvoll ist. So lernen sie, digitale Ressourcen verantwortungsbewusst und sinnvoll zu nutzen.
  5. Holt euch im Notfall professionelle Hilfe, wenn ihr merkt, dass die gesunde Balance verloren geht und eure Kinder digitale Medien übermäßig nutzen. So könnt ihr verhindern, dass sie darunter leiden.

In weiteren Artikeln erklären wir euch, wie ihr die Bildschirmzeit in eurem Smartphone einstellen könnt:

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