Familienkalender-Apps eignen sich gut dafür, zu mehreren Personen auf einfache Weise Termine über das Internet abzustimmen. Jeder kann seine Termine eintragen und sieht, was die anderen vorhaben. GIGA hat euch die besten Familienplaner-Apps herausgesucht, die bereits kostenlos das Wichtigste bieten.

Bei einem Familienkalender als App sollte man auf ein paar grundlegende Dinge achten. So gibt es zwar durchaus kostenlose Familienplaner, die sich allerdings über Werbeeinblendungen finanzieren. Und auf diese Werbung hat man keinen Einfluss. Die kann als absolut unpassend für Kinder sein, oder zu Ärger führen, wenn sie lautstark losgeht, während ein Kind in der Schulklasse einen Termin einträgt.

Apps, die auf euer Handy müssen - Android & iOS Abonniere uns
auf YouTube

Familienplaner mit Extras: FamilyWall

FamilyWall ist mehr als eine einfache Familienkalender-App. Hier kann man nicht nur Termine abgleichen, sondern erhält schon in der werbefreien kostenlosen Version einen familieninternen Messenger, Einkaufs- und Aufgabenlisten dazu. Die Premium-Version geht dann deutlich über die Features eines Familienplaners hinaus und bietet beispielsweise noch einen „Familienlokalisator“ oder einen Mahlzeitenplaner.

Wer nur einen Familienkalender sucht, wird mit der Gratisversion gut zurechtkommen und braucht sich dann nicht einmal damit herumzuschlagen, etwa einen gemeinsamen Google-Kalender für mehrere Personen freigeben zu müssen.

Wer allerdings seinen Familienkalender mit Google oder Outlook synchronisieren will, der braucht die Premium-Version, die pro Monat (für die gesamte Familie) 4,99 US-Dollar oder 44,99 Dollar im Jahr kostet. Bisweilen gibt es auch Rabatt-Aktionen, mit denen das Abo dann 39,99 Dollar im Jahr kostet.

Jedes erwachsene Familienmitglied muss ein Konto bei FamilyWall anlegen, wo dann der gemeinsame Familienkalender verwaltet wird. Für Kinder gibt es eine Ausnahme. Diese können ohne E-Mail-Adresse von einem Erwachsenen der Familiengruppe hinzugefügt werden.

Die Kalenderfunktionen selbst sind durchdacht und ähneln jenen aus Standardanwendungen wie dem Google-Kalender. Termine können farbig markiert und wiederholt werden. Sie können individuell einzelnen Personen zugeordnet werden, wobei mehrere Erinnerungen möglich sind. Außerdem lassen sich Orte, Fotos oder Notizen hinzufügen.

Um also einen Familienkalender zu führen, eignet sich die App hervorragend. Und sicher wird der eine oder andere merken, dass die Premium-Features ihn auf Ideen bringen, wie man einen Familienplaner noch besser nutzen kann.

FamilyWall gibt es als Android- und iPhone-App

FamilyWall: Happy Organization

FamilyWall: Happy Organization

Entwickler: family & Co
FamilyWall Familienorganisator

FamilyWall Familienorganisator

Entwickler: Family & Co

FamilyWall – Vor- und Nachteile:

  • Gratisversion ist werbefrei
  • Kein externer Kalender von Google oder Outlook nötig
  • Kinder können ohne E-Mail angemeldet werden
  • Interner Messenger
  • Teilbare Einkaufs- und Todo-Listen
  • Premium-Version nur über relativ teures Abo
  • Registrierungspflicht zur Nutzung

Tipp: Die gleiche App gibt es von T-Mobile Austria als „Smart Family“ und österreichische Kunden können das Abo dort für 1,99 Euro pro Monat abschließen.

Smart Family (AT)

Smart Family (AT)

Entwickler: T-Mobile Austria
Smart Family (AT)

Smart Family (AT)

Entwickler: T-Mobile Austria GmbH

Nur das Nötigste – share(d)

Wie schon die Vorherige Familien-App kommt auch „share(d)“ aus Frankreich. Sie nutzt einen gemeinsamen Kalender, bietet ebenfalls Einkaufs- und Todo-Listen sowie eine ganze Reihe zusätzlicher Funktionen, von denen viele aber ebenfalls ein Premium-Konto voraussetzen.

Bei der Nutzung solcher Familienplaner kommt es wesentlich darauf an, was man eigentlich braucht. In der Basisversion ist share(d) werbefrei, bietet einen Kalender, jeweils (nur) eine Todo- und Einkaufsliste sowie einen gemeinsam verwendbaren Speicherplatz für Fotos (50 MB statt 8,5 GB), Adressen (5 Kontakte statt unbegrenzt) und sonstige Dokumente (30 MB statt Premium: 1,5 GB). Pro Minat darf man nur 5 „Events“ anlegen – das ist zu wenig.

share(d) ist tatsächlich eher etwas für kleinere Gruppen, die sich nur ab und zu synchronisieren. Die Basis-Fähigkeiten sind spärlich und zwingen dazu, sich irgendwann ein Premium-Abo zu holen. Das kostet dann mindestens 47,99 Euro pro Jahr und löst zwar endlich die Bremsen der App, aber man zahlt auch für viel Unnötiges.

Gleichzeitig ist die App in vielen Belangen leider zu umständlich. Das fängt schon damit an, dass jeder Nutzer ein E-Mail-Konto haben muss, was für viele Kinder einfach noch nicht nötig ist.

https://play.google.com/store/apps/details?id=com.coot

https://apps.apple.com/app/share-d-lapp-familiale/id1345299534

share(d) – Vor- und Nachteile:

  • Werbefrei
  • Kostenlose Basis-Version
  • Kein externer Kalender mit Freigaben nötig
  • Einkaufs- und Todo-Liste
  • Familienchat
  • Speicherplatz für gemeinsame Dokumente
  • Umständlich in der Bedienung
  • Auch Kinder brauchen eine E-Mail-Adresse
  • Gratis nur 5 Kalendereinträge pro Monat
  • Gratis nur eine Todo- beziehungsweise Einkaufsliste
  • Teures Abo mit überflüssigen Features

Fazit

Wer nach einem guten und nicht zu teuren Familienkalender sucht, muss Geduld haben und viel ausprobieren. Grundsätzlich gilt natürlich, dass jeder andere Ansprüche hat und deswegen unsere Empfehlungen womöglich gar nicht passen.

Aber dass sie werbefrei sein sollten, bestätigen auch die Rezensionen in den App-Stores. Vor allem auch dann, wenn man die Familienplaner gemeinsam mit schulpflichtigen Kindern nutzen will.

Man sollte solche Apps auch immer hinsichtlich ihres praktischen Nutzens mit mehreren Personen ausprobieren und sich nicht scheuen, untaugliches über Bord zu werfen. Niemand braucht Apps, bei denen Benachrichtigungen und Erinnerungen gar nicht oder erst Stunden später kommen. Ebenso wenig wie eine App, die Probleme beim Synchronisieren hat.

Und schließlich muss man auch daran denken, dass man sich möglicherweise mit der Wahl einer App von einem Unternehmen beziehungsweise Anbieter abhängig macht, der irgendwann seinen Laden zumacht – und dann geht die Suche von vorne los.