Auch wenn Streaming-Angebote boomen, für viele von uns ist es immer noch am schönsten, die gewünschte Musik als MP3 „offline“ in der eigenen Bibliothek zu haben. Um eine stattliche MP3-Sammlung aufzubauen, muss man noch nicht einmal auf die oftmals illegalen Inhalte von P2P-Tauschbörsen zurückgreifen – das Netz wimmelt nur so von legalen Websites, auf denen man massenweise Musik kostenlos downloaden kann. Im Folgenden stellen wir euch die zehn besten Download-Quellen für kostenlose Musik aus dem Netz vor.

Die 5 besten Webseiten für kostenlose MP3-Downloads findet ihr auch in unserem Video:

Top 5 Websites für legale Mp3-Downloads

1. Musik kostenlos downloaden und hören bei last.fm

last.fm ist die wohl größte Musikdatenbank weltweit. Hunderttausende User lassen über das soziale Netzwerk ihren Musikgeschmack protokollieren und erhalten von last.fm Musiktipps, personalisierte Radiostationen und Songschnipsel zum Reinhören. Viele Künstler geben Ihre Musik oder einzelne Songs aber auch zum kompletten Download als MP3 über last.fm frei. Auf einer eigenen Unterseite listet der Anbieter aller herunterladbaren Songs. Auf der linken Seite lassen sich Musikgenres eingrenzen, angemeldete User bekommen sogar Download-Empfehlungen auf Basis ihres Musikgeschmacks.

Zu den Gratis-MP3s bei last.fm

2. jamendo.com

jamendo.com ist ein Portal für lizenzfreie Musik. Viele Künstler fühlen sich von der Musikindustrie nicht vertreten und veröffentlichen ihre Musik zur freien Nutzung, Verbreitung und Bearbeitung unter den so genannten Creative Commons-Lizenzen. Das heißt nicht, dass diese Musik schlechter ist – sie ist aufgrund der fehlenden Marketingmacht der Musikindustrie schlichtweg weniger bekannt. Bei jamendo findet man ein gigantisches Archiv mit kostenloser Musik, die man entweder als Stream und über Radiostationen anhören oder in den meisten Fällen direkt herunterladen kann – dafür ist ein Login notwendig. Es dürfte keine Musikrichtung geben, die nicht durch jamendo abgedeckt wird. Content Creator können Musik auf jamendo außerdem preiswert lizenzieren.

Zu jamendo.com

3. Soundcloud

Nach dem Niedergang von MySpace kam erstmal ganz lange nichts (außer Facebook) - aber inzwischen steht dort neben Bandcamp (s.u.) noch Soundcloud. Das schwedisch-Berliner Startup hat sich zu einer der wichtigsten Plattformen für Musiker entwickelt - jeder kann Tracks hochladen, woanders einbinden, sie verkaufen oder eben gratis zur Verfügung stellen. Leider gibt es nicht direkt eine Suche nach den kostenlosen Songs, doch unter dem Tag „free“ sind auch Hunderte Gratis-Downloads zu finden. Achtet auf den „Download“- oder „Free Download“-Button unter den einzelnen Tracks - u.a. von Avicii, diverse Remixe von großen Namen und Original-Material, seitenweise zum Durchstöbern.

Zu den Gratis-MP3s bei Soundcloud

4. Bandcamp

Ähnlich wie bei Soundcloud gibt es auch bei Bandcamp keine echte Suche nach kostenlosen Tracks - aber unter dem Stichwort „Free download“ sind haufenweise Gratis-Tracks versammelt (oft als „Name your Price“ eingestellt, wo man aber auch 0 eingeben kann). Bandcamp ist eine Plattform, über die Musiker ihre Musik direkt verkaufen können, ohne Plattenlabel oder Vertriebe, insofern sind vor allem Indie- und unabhängige Künstler vertreten – aber auch hier gibt es einiges zu entdecken.

Zu den Gratis-MP3s bei Bandcamp

5. Amazon

Auch der Onlineshopping-Gigant hat, zumindest auf seiner US-Seite, laufend wechselnde Gratis-MP3s im Programm. Allerdings benötigt man ein Amazon-Konto, um die kostenlosen MP3s herunterladen zu können. Verfügt man über eines, kann es sich lohnen, ab und zu vorbeizuschauen.

Zu den Gratis-MP3s bei Amazon

6. ReverbNation

Ähnlich wie MySpace sollte ReverbNation Nachwuchsbands zu mehr Bekanntheit verhelfen. Doch im Gegensatz zum Erstgenannten ist das Portal noch heute erfolgreich und jede Menge junger Bands bieten hier ihre Songs als kostenlose MP3-Downloads an, um ihre Bekanntheit zu steigern. Grund genug, einmal vorbeizuschauen, denn bei ReverbNation ist von Pop über Indie, Electronica und HipHop für jeden Musikgeschmack etwas dabei.

Zu ReverbNation

7. Archive.org

Das Internet-Archiv, das in der Wayback-Machine auch alte Versionen des World Wide Webs gespeichert hat, enthält verschiedene Musik-Sammlungen, die unter Public-Domain- oder Creative-Commons-Lizenz stehen. Zum einen gibt es das Live Audio Archive, in dem sich über 95.000 Bootlegs, also Live-Mitschnitte von bekannten und weniger bekannten Bands finden. Zum anderen gibt es in der Rubrik Netlabels über 20.000 Tracks von Creative-Commons-Künstlern, die auf Netlabels veröffentlicht wurden - von Elektronik bis Indie. Eine sehr gute Quelle für GEMA-freie Musik.

Zu den Netlabels bei Archive.org

8. Tonspion.de

Viele Künstler bieten Ihre Musik nur auf der eigenen Homepage oder irgendwo verstreut im Netz an. Die Redaktion von Tonspion.de sammelt nun schon 10 Jahre lang diese Tracks, gibt Tipps, wie genau man die kostenlosen Songs herunterladen kann, schreibt Reviews zu den Songs und bindet die Nutzer ein. Jeder angemeldete User kann die Songs bewerten und Kommentare hinzufügen, Lieblingskünstler speichern und Download-Empfehlungen auf Basis des eigenen Musikgeschmacks erhalten. Somit ist tonspion.de die bekannteste und größte Adresse in Deutschland für ein redaktionell betreutes Archiv von kostenlosen MP3-Downloads.

Zu den Gratis-MP3s bei Tonspion.de

9. Hypemachine

Hypemachine ist ein Aggregator von (meist englischsprachigen) Musik-Blogs, die über neue Songs schreiben, und zeigt also an, welche Tracks gerade viel diskutiert und heiß sind. Die Suchfunktion erlaubt das Abrufen einer Vielzahl von Künstlern, einzig die Navigation ist manchmal etwas verwirrend, wann man jetzt auf der Hypemachine-Seite bleibt und wann man zu dem jeweiligen Blog kommt (auf den Satz am Ende klicken: „Posted xx minutes ago...“!). Aber Achtung, nicht alle Songs in dieser Fundgrube können heruntergeladen werden, viele stehen auch nur zum Anhören online - da muss man schon etwas wühlen, in dieser Hypemachine.

Zu Hypemachine

10. Free Music Archive

Das Free Music Archive verzeichnet Tausende von Tracks unter Creative-Commons-Lizenz - eine riesige Wundertüte quer durch alle Genres. Von den wenigsten Künstlern hat man gehört, aber das muss qualitativ nichts heißen. Getragen wird das ganze von einigen US-Radio-Stationen, die die freien Inhalte ihrer Sendungen hier einspeisen.

Zu Free Music Archive

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