Den Demogorgon kennen die meisten von euch aus der erfolgreichen US-Mystery-Serie „Stranger Things“, die unlängst in die zweite Staffel startete. Nicht ganz so bekannt ist der Ursprung des Namens. Wer oder was ist eigentlich ein Demogorgon? Wir verraten es euch!

Ist der Demogorgon wirklich tot? Schaut euch hier den spannenden Trailer offiziellen Trailer zur zweiten Staffel von Stranger Things an: 

Stranger Things: Offizieller HD-Trailer zu Staffel 2.

In Stranger Things ist der Demogorgon das mysteriöse Monster, das die Einwohner der Kleinstadt Hawkins terrorisiert. Das gesichtslose Ungeheuer verschleppt die Bewohner, allen voran den Jungen Will Byers, und entführt sie in die geheimnisvolle Parallel-Dimension Upside Down. Als Wills Freunde sich auf die Suche nach ihrem verschwundenen Freund machen, suchen sie nach einem Namen für den Entführer. Inspiriert vom Fantasy-Rollenspiel „Dungeons & Dragons“ nennen sie ihn schließlich einfach Demogorgon.

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Demogorgon aus Stranger Things: Woher kommt der Name?

Der Demogorgon ist ein mächtiger Dämonenfürst in dem Fantasy-Rollenspiel „Dungeons & Dragons“. Genaugenommen ist es einer der mächtigsten Gegner im D&D-Universum: Er ist extrem stark, kann Gegner mit seinem Blick hypnotisieren und Feinde allein schon mit seinem Anblick zur Verzweiflung treiben. Sein peitschenähnlicher Schwanz entzieht Lebensenergie und wer eines seiner Tentakel berührt, beginnt auf der Stelle zu verwesen.

So sieht das zweiköpfige Ungetüm in Dungeons & Dragons aus:

Beschrieben wird der Demogorgon in der D&D-Mythologie als 6 Meter großes Ungetüm mit dem Oberkörper eines Affen und dem Unterleib eines Reptils. Statt Armen hat er mächtige Tentakel, auf seinen Schultern thronen zwei Pavian-Köpfe mit eigenen Namen und einer individuellen Persönlichkeit: Aameul und Hethradiah. Die beiden bekriegen sich ständig, wobei Aameul die Täuschung bevorzugt, während Hethradiah auf blinde Zerstörungswut setzt.

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Warum ist gerade der Demogorgon der Endgegner?

Dass die Jungs aus Stranger Things den Namen Demogorgon für den gefürchteten Gegner wählen, ist natürlich kein Zufall. Stranger Things spielt bekanntlich in den 80er-Jahren und weist auch zahlreiche Referenzen zu diesem Jahrzehnt auf. Von vielen Kritikern wird Stranger Things auch als Liebeserklärung an die 80er bezeichnet. Da darf natürlich eine popkulturelle Anspielung auf den Rollenspiel-Boom der damaligen Zeit nicht fehlen.

In den 80ern waren Tabletop-Rollenspiele wie Dungeons & Dragons bei Jugendlichen sehr populär, wahrscheinlich weil Videospiele gerade erst am Anfang ihres Siegeszugs standen. In diesen Rollenspielen übernimmt jeder Spieler die Rolle eines fiktiven Helden und erlebt zahlreiche Abenteuer.

Das Spiel läuft im Prinzip wie eine interaktive Geschichte ab, deren Ausgang man beeinflussen kann: Der Spielleiter ist der Erzähler, der die Herausforderungen beschreibt – die Spieler reagieren darauf, indem sie erzählen, wie „ihre“ Helden sich verhalten. Am Ende eines Abenteuers steht oft ein besonders schwerer Gegner – wie eben der Demogorgon aus Stranger Things.

Demogorgon in der Mythologie

Wenn man es ganz genau nimmt, haben sich aber auch die Erfinder von Dungeons & Dragons nur inspirieren lassen. Der Demogorgon stammt eigentlich aus der griechischen Mythologie. Dort bezeichnet er einen mächtigen Demon aus der Unterwelt, dessen Name nicht ausgesprochen wurde. Auch in der Literatur taucht der Demogorgon auf: Unter anderem in dem englischen Vers-Epos „Paradise Lost“ von John Milton sowie bei Voltaire und in dem Roman „Moby Dick“.

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