Im Jahr 2018 kündigte Entwickler Techland mit Dying Light 2 eine von Fans heiß erwartete Fortsetzung des Zombie-RPGs an. Doch bei Techland läuft es laut einigen Mitarbeitern alles andere als rund.

 

Dying Light 2

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Dying Light 2

Ursprünglich sollte Dying Light 2 im Frühjahr 2020 erscheinen, doch im Januar 2020 verschob das verantwortliche Studio den Release auf unbestimmte Zeit. Laut einem Bericht von TheGamer steht es nicht gut um das Projekt. Mehrere ehemalige und auch noch bei Techland angestellte Mitarbeiter berichten von einer chaotischen Produktion, die sie auf schlechtes und vor allem sprunghaftes Management zurückführen.

Dying Light 2: Gameplay-Trailer (E3 2019)

„Totales Chaos“

Laut einer Quelle von TheGamer soll die Produktion bei Techland das totale Chaos und wenig zielgerichtet sein. Als Grund dafür werden die sich ständig ändernden Entscheidungen durch Creative Director Adrian Ciszewski und CEO Paweł Marchewka genannt. Eine Quelle sagte dazu:

„Es gibt jede Menge Beispiele, bei denen jemand für ein vorgegebenes Feature verantwortlich ist, aber Ciszewski und Marchewka ändern das einfach wegen irgendeines schwachsinnigen Grundes, weil sie irgendwas in einem anderen Spiel gesehen haben, das anders funktioniert.“

Es soll bei Techland ein „Running Gag“ sein, dass bei der Entwicklung von Dying Light 2 nichts abgesegnet wird, nicht mal der Name gelte als fix. Entwickler müssen häufig Dinge erneut machen, die noch vor einem Monat genehmigt wurden „weil der CEO seine Meinung wegen etwas, das er im Internet gesehen hat, änderte.“

Gerade Marchewka wird von mehreren Quellen für seinen „autokratischen“ Führungsstil kritisiert. Außerdem sei er für Feedback mit Wortlauten wie „Das sieht einfach schlecht aus“ und „Dieser Charakter sieht schwul aus“ bekannt. Das ist neben homophob auch noch wenig hilfreich.

Unsichere Zukunft für Dying Light 2

Laut dem Bericht haben in den letzten Monaten etwa 5 Prozent des 400 Mitarbeiter starken Teams das Unternehmen verlassen. Neueinstellungen gab es aber keine, das Management sperre sich gegen diese Idee und sei auch sonst nicht daran interessiert, an der Situation des Projektes etwas zu ändern.

TheGamer behandelt noch weitere Aspekte, die Probleme bei Techland betreffen, zu denen sich auch Marchewka direkt äußert.