Verbraucherschützer warnen vor einem teuren Winter. Kaum sinken die Temperaturen nahe Null, geht die Sorge vor der Abrechnung um – kein Wunder, schließlich waren Preise für Strom, Öl und Gas kaum je höher als aktuell. Beim Sparen helfen Smart-Home-Einrichtungen – und ein paar gute alte Kniffe, die jeder kennen sollte.

Strom, Gas, Heizöl – die Energiepreise klettern in diesem Jahr teils auf ungeahnte Höhen – und der Winter naht. Da ist es kein Wunder, dass Verbraucher sich um die Jahresabsrechnung im kommenden Jahr sorgen. Wer auf Heizöl angewiesen ist, zahlt sogar schon jetzt horrende Preise. Wer sparen will, hat es in dieser Situation nicht leicht. Eine Ausrüstung fürs Smart Home kann aber helfen.

Smart Home: Schlaue Thermostate helfen beim Geld sparen

Bei den Heizkosten helfen smarte Thermostate. Auch herkömmliche Drehregler heizen zwar oft automatisch entsprechend der Einstellung der Zentralheizung, sind aber weniger flexibel. Der große Vorteil smarter Thermostate: Sie lassen sich oft auch von unterwegs per App steuern. So könnt ihr etwa bestimmte Räume vorheizen, bevor ihr euch nach Feierabend auf den Heimweg macht.

Gesteuert werden die einzelnen Thermostate über eine Smart-Home-Zentrale. Über diese könnt ihr oft auch die Heizung zeitlich programmieren – alles per App. Wenn ihr eure persönlichen Wohlfühltemperaturen für die einzelnen Räume gefunden habt, braucht ihr euch anschließend nur noch im Ausnahmefall um die Heizung kümmern.

Wichtig ist: Entweder entscheidet ihr euch schon beim ersten Kauf für das System eines Herstellers oder ihr solltet auf Kompatibilität achten. Nicht jeder Produzent verwendet für sein System den gleichen Standard.

Wer noch keine Smart-Home-Ausrüstung besitzt, muss allerdings erst einmal Geld in die Hand nehmen. Bis sich das rentiert, können im Normalfall einige Jahre vergehen. Im jüngsten Thermostate-Test von 2019 rechnet die Stiftung Warentest damit, dass sich die Investitionen nach fünf bis sechs Jahren rechnen.

Bei den aktuell stark gestiegenen Energiepreisen könnte es aber schneller gehen. Das hängt auch davon ab, ob ihr grundlegende Heizregeln bisher schon angewendet habt. Wer sonst immer gegen daueroffene Fenster anheizt, kann natürlich viel mehr sparen.

Aufs richtige Heizen kommt es an

Wie viel ihr heizt, hat im Winter wohl den größten Einfluss auf die Höhe eurer Nebenkostenabrechnung. Nicht in jedem Raum muss es immer sommerwarm sein. Zimmer, in denen man sich viel aufhält wie Wohn- oder Arbeitszimmer, sollten die wärmsten in Haus oder Wohnung sein. Küche und Bad sowie das Schlafzimmer können problemlos weniger beheizt werden.

Aber: Zu wenig zu heizen kann nach hinten losgehen. Es kann euch teurer zu stehen kommen, einen ausgekühlten Raum voll aufzuheizen, statt eine niedrigere, aber ausreichende Temperatur dauerhaft zu halten.

Mit einigen Tipps lässt sich bares Geld sparen: Heizkörper sollten korrekt entlüftet werden, damit sie effizient arbeiten. Ist beim Heizen ein Gluckern in den Rohren zu hören, ist in der Regel zu viel Luft im Heizwasser-Kreislauf. Heizkörper sollten außerdem möglichst nicht durch Vorhänge oder Möbel verdeckt sein und sauber gehalten werden. Entsprechende Bürsten findet ihr online oder in der Haushaltsabteilung größerer Supermärkte.

Achtung gilt auch beim Lüften: Offene oder undichte Fenster oder Türen sind natürlich Gift für die Heizkosten. Darum gilt: Entweder heizen oder lüften. Ideal mehrmals am Tag durch Stoßlüften etwa 5 Minuten bei weit offenem Fenster für frische Luft sorgen. Währenddessen dreht ihr die Heizungen ab. In beheizten Räumen sollten die Fenster nicht über längere Zeit auf Kipp stehen.

Strom sparen im Alltag

Smarte Elektrogeräte lassen sich heutzutage oft programmieren. So könnt ihr etwa euren Router über Nacht herunterfahren um etwas Strom zu sparen. Nutzt Steckerleisten mit Schalter oder Aufsätze für eure Steckdose, damit Standby-Geräte nicht permanent unnötig Strom ziehen. Smarte Steckdosen lassen sich ebenfalls ins heimische System integrieren.

Auch Ikea hat ein eigenes Smart-Home-Angebot parat. Was die Produkte können, sehr ihr im Video:

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Bei einigen Einzelgeräten könnt ihr mit wenigen Einstellungen den Energieverbrauch reduzieren. Der Klassiker: Passt die Kühlschranktemperatur an. Standardmäßig kühlen viele Geräte auf 4°C runter. Auch bei 5 oder 6°C halten sich aber viele Lebensmittel lange genug und ihr spart aufs Jahr gerechnet einige Euro.

Auch Spül- und Waschmaschinen sowie Trockner gehören in den meisten Haushalten zum Stromfresser-Repertoire. Moderne Geräte unterstützen Sparen mit einem Eco-Modus. Der ist speziell darauf ausgerichtet, Ressourcen zu schonen.

Stromtarife: Wer nicht vergleicht, verliert

Strom sparen kann natürlich dabei helfen, die Kosten im Zaum zu halten. Unnötig verbrauchte Energie sollte man immer gering halten. Entscheidend ist aber die Wahl des richtigen Anbieters und Tarifs. Derzeit ist die Situation nicht unbedingt einfach, denn die Preise steigen in der ganzen Branche.

Der örtliche Grundversorger, meist eine der teureren Varianten, kann aktuell die bessere Wahl sein, weil in der Regel eine längere Preisbindung besteht als bei Discount-Anbietern. Wie immer gilt: Verbraucher sollten Angebote vergleichen, um den individuell passenden Tarif zu finden. Worauf ihr dabei achten solltet, erfahrt ihr in unserem Artikel.