Der Präsident der Bundesnetzagentur gibt Entwarnung. Er rechnet diesen Winter nicht damit, dass bei der Gasversorgung in Deutschland „etwas schiefgeht“. Die Speicher werden auch im Frühjahr noch gut gefüllt sein. Mit dem sparsamen Umgang sollten die Deutschen aber weitermachen.

Bundesnetzagentur: Kein Gasmangel in Deutschland

Nach Angaben von Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, wird es diesen Winter nicht zu einer Gasmangellage kommen. Bei „aller Restunsicherheit“ rechnet er nicht damit, dass diesen Winter „noch etwas schiefgeht“, wie Müller in einem Interview erläutert. Auch am Ende des Winters werden die deutschen Gasspeicher noch zu mehr als 50 Prozent gefüllt sein. Die Bundesnetzagentur will sich jetzt auf den nächsten Winter vorbereiten.

Der Zielsetzung der Bundesregierung nach sollen die Gasspeicher Anfang Februar 2023 noch zu 40 Prozent gefüllt sein. Der Bundesnetzagentur zufolge sei es „nicht realistisch“, dass das Ziel verfehlt werden könnte (Quelle: Bild.de).

Mit dem sparsamen Gas-Umgang sollte die Bevölkerung dennoch weitermachen. Alles andere wäre laut Müller nicht nur „sehr teuer, sondern auch unsolidarisch“. Jede Kilowattstunde, die jetzt eingespart wird, muss nicht teuer im Sommer erneut eingekauft werden, um die Speicher für den kommenden Winter wieder vollzubekommen.

Müller geht auch von einem Ende der Preisschwankungen aus. Es würde viel dafür sprechen, dass ein Preisplateau für die nächsten ein bis zwei Jahre erreicht ist. Trotz des Kriegs in der Ukraine und dem weggefallenen Gas aus Russland kostet der Energieträger aktuell wieder so viel wie im Dezember 2021.

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Deutsche Gasspeicher zu 91 Prozent gefüllt

Wegen eines milden Winters ist der Füllstand deutscher Gasspeicher derzeit höher, als es in den Jahren 2017 bis 2021 im Durchschnitt der Fall war. Am 8. Januar 2023 lagen die Speicherstände bei 91,2 Prozent, vor genau einem Jahr waren es nur 52,4 Prozent (Quelle: Zeit.de).