Aldi verkauft seit Donnerstag zwei neue Gaming-PCs über seinen Online-Shop. In der Vergangenheit waren die Spiele-Rechner bereits innerhalb weniger Minuten ausverkauft – doch nun ist der Bann endlich gebrochen.

 
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Update:

Wer sich in den letzten Monaten einen Gaming-PC von Aldi sichern wollte, musste früh aufstehen. Der Startschuss im Online-Shop fiel stets um 7 Uhr, kurze Zeit später war die Aktionsware bereits wieder vergriffen. Kein Wunder, schließlich waren Gaming-Rechner mit potenter Grafikkarte während der Hardware-Krise sehr gefragt und aufgrund der astronomischen GPU-Preise konnten PC-Spieler auf diese Weise sogar Hunderte Euro sparen.

Inzwischen hat sich das Blatt jedoch gewendet. Grafikkarten werden von Woche zu Woche günstiger – und das scheint sich auch auf den Verkauf der Aldi-Rechner auszuwirken. Denn auch einen Tag nach dem Verkaufsstart sind beide Rechner noch im Online-Store vorhanden. Es scheint langsam wieder Normalität in den PC-Markt einzukehren.

Originalartikel:

Gaming-PCs bei Aldi: Zwei neue Medion-Rechner im Angebot

In der jüngsten Vergangenheit konnte Aldi oftmals grandiose Erfolge mit dem Verkauf von Gaming-PCs feiern. Kein Wunder, die Grafikkartenkrise sorgte dafür, dass die Preise für die Hardware explodierten, sodass der Griff zum Fertig-Rechner für viele die einzige Möglichkeit war.

Doch das ändert sich langsam. Seit dem Jahreswechsel befinden sich die Preise aktueller Modelle von Nvidia und AMD im freien Fall. Von Woche zu Woche werden Grafikkarten günstiger – doch Aldi scheint weiterhin am Fertig-PC-Konzept festhalten zu wollen. Ab dem 31. März 2022 um 7:00 Uhr verkauft der Discounter über den Online-Shop zwei neue Gaming-PCs: den Medion Erazer Engineer P10 für 1.299 Euro und den Medion Erazer Engineer X20 für 1.999 Euro.

Aber lohnt sich der Kauf noch immer? Werfen wir einen Blick hinter die Seitenabdeckung und finden es heraus:

PC-Modell Medion Erazer Engineer P10 Medion Erazer Engineer X20
Prozessor Intel Core i5-11400 (6 Kerne, 12Threads @ max. 4,4 GHz) Intel Core i7-12700K (12 Kerne, 20 Threads @ max. 5,0 GHz)
Grafikkarte Nvidia GeForce RTX 3060 Ti Nvidia GeForce RTX 3070
Arbeitsspeicher 16 GB DDR4 @ 2.933 MHz 32 GB DDR4 @ 3.200 MHz
Massenspeicher 1 TB PCIe-SSD + 2 TB HDD 1 TB PCIe-SSD + 1 TB HDD
Betriebssystem Windows 11 Home Windows 11 Home
Konnektivität WLAN & Bluetooth WLAN & Bluetooth
Anschlüsse
  • 2x USB 3.2 Gen 1
  • 2x USB 2.0
  • 1x USB 3.2 Gen 2 x 2 (Typ-C)
  • 2x USB 3.2 Gen 1 (Typ-A)
  • 1x LAN (RJ45)
  • 1x HDMI 2.1
  • 3x DisplayPort 1.4
  • 2x Audio Jack
  • 1x Optical S/PDIF OUT
  • 2x USB 3.2 Gen 1
  • 4x USB 2.0
  • 1x USB 3.2 Gen 2 x 2 (Typ-C)
  • 4x USB 3.2 Gen 1 (Typ-A)
  • 1x USB 3.2 Gen 2 (Typ-A)
  • 1x LAN (RJ45)
  • 1x HDMI 2.1
  • 3x DisplayPort 1.4
  • 2x Audio Jack
  • 1x Optical S/PDIF OUT
Garantie 3 Jahre Herstellergarantie 3 Jahre Herstellergarantie
Abmessungen / Gewicht 20,9 x 38,1 x 39,0 cm / 12 kg 20,9 x 38,1 x 39,0 cm / 12 kg
Besondere Features
  • Gratis dazu: kabelgebundene Maus + Tastatur
  • Übertaktungsfähig dank K-Prozessor + Z690-Motherboard
  • Wasserkühlung
  • Gratis dazu: kabelgebundene Maus
Preis 1.299 Euro (im Aldi-Shop anschauen) 1.999 Euro (im Aldi-Shop anschauen)

Um Aldi ranken sich allerlei Mythen und Legenden. Ein paar davon klären wir für euch in unserem Video auf:

7 Fakten über Aldi, die ihr nicht kanntet Abonniere uns
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Nur einer der beiden Aldi-PCs lohnt sich wirklich

Wir haben beide Systeme mit ähnlichen Komponenten digital nachgebaut, um herauszufinden, ob sich mit dem Kauf der Fertig-PCs tatsächlich Geld sparen lässt. Das Ergebnis: Wer sich den günstigeren Medion Erazer Engineer P10 selbst zusammenbaut, zahlt drauf. Die Komponenten kosten zusammen aktuell 1.327,31 Euro (Stand: 01.04.2022 via geizhals). Hier lässt sich mit dem Kauf des Fertig-PCs ein paar Euro sparen.

Beim teureren Medion Erazer Engineer X20 sieht es hingegen etwas anders aus. Die einzelnen Komponenten kosten aktuell 1.912,22 Euro (Stand: 01.04.2022 via geizhals), sodass sich der Kauf des Aldi-PCs aus finanzieller Sicht nicht wirklich lohnt. Kunden müssen knapp 90 Euro drauflegen.

Der PC-Eigenbau steckt voller Tücken:

Insgesamt ist der Engineer P10 also für alle Sparfüchse auch nach dem Abebben der Grafikkartenkrise immer noch einen Blick wert, während sich der Kauf des Engineer X20 nicht lohnt. Wer sich den günstigen Gaming-PC schnappen will, sollte sich nächsten Donnerstag den Wecker etwas früher stellen. Wir gehen davon aus, dass der Engineer P10 schon wenige Minuten nach dem Verkaufsstart wieder vergriffen sein könnte. Das war zumindest bei anderen Aldi-Aktionen stets der Fall.