Angeblich kann mit mit „Amazon Smile“ eine gemeinnützige Organisation spenden, während man auf Amazon einkauft – ohne Zusatzkosten. Was sich dahinter verbirgt und ob das seriös und sinnvoll ist, erklären wir euch hier.

 

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Solche Meldungen zeigt Amazon seinen Kunden beim Shoppen. Bild: GIGA
Solche Meldungen zeigt Amazon seinen Kunden beim Shoppen. Bild: GIGA

Was ist „Amazon Smile“

Laut Amazon ist „Amazon Smile“ ein Wohltätigkeitsprogramm, mit dem ihr beim Shoppen gleichzeitig an eine gemeinnützige Organisation eurer Wahl spenden könnt – ohne Zusatzkosten.

Beispiel: Mit jedem Einkauf auf Amazon.de werden 0,5 Prozent des Einkaufswerts an eine gemeinnützige Organisation weitergeleitet, die ihr euch bei der Anmeldung aussuchen könnt, wie im folgenden Bild gezeigt:

Bild: GIGA
Bild: GIGA

Ist „Amazon Smile“ seriös? Wie viel Geld kommt wirklich an?

Um „Amazon Smile“ zu nutzen, meldet ihr euch auf der Webseite smile.amazon.de mit eurem Amazon-Kundenkonto an. Danach könnt ihr aus Tausenden Einrichtungen auswählen, die ihr unterstützen möchtet. 0,5 Prozent des Artikelpreises leitet Amazon laut Eigenangabe dann ohne Abzüge für euch an diese Einrichtung weiter.

Beispiel mit Rechnung: Grundsätzlich müsste man auf Amazon 1.000 Euro ausgeben, um 5 Euro zu spenden.

Kritik an „Amazon Smile“

Im Jahr 2017 warnte die Organisation Foodwatch vor der Amazon-Spendenplattform „Smile“. Begründung: Die Kunden würden getäuscht, da Foodwatch weder gefragt, noch dem Amazon-Smile-Programm zugestimmt hatte, aber Kunden dieses trotzdem als Begünstigten auswählen konnten. Außerdem lande das Geld nicht immer bei der ausgewählten Organisation. Angeblich wurde das Problem bezüglich Foodwatch behoben. Aber, ob das für alle auswählbare Organisationen gilt, ist fraglich.

Amazon Smile: Unsere Einschätzung

Woher wollt ihr wissen, ob das Geld wirklich dort ankommt, wo ihr es erwartet? Das Amazon-Smile-Programm ist anscheinend nicht besonders transparent. Im Grunde kann sich jeder „gemeinnützig“ nennen und Spenden anfragen. Gerade in heutigen Zeiten ist Vertrauen zwar gut, aber Kontrolle ein Muss! Denn:

Viele Unternehmen haben eigene Richtlinien oder Programme wie „Amazon Smile“ – ein Beispiel wäre Apple, die sich angeblich für Umweltschutz einsetzen, aber ihre Geräte neuerdings unreparierbar machen. Wo ist da der Umweltgedanke?

Wer gemeinnützige Organisationen unterstützen möchte, sollte dies am besten direkt tun und nur dort, wo die Geldströme nachvollziehbar und belegbar sind.

Fazit

Man sollte im Hinterkopf behalten, dass Unternehmen durch Charity- und Wohltätigkeitsprogramme in den Augen der Menschen gerne als „sozial“, „verantwortungsbewusst“ oder „gut“ da stehen wollen – Stichwort: Öffentlichkeitsarbeit oder „Public Relations“. Dabei ist nicht alles so, wie es scheint, und nicht alles ist Gold, was „kostenlos“ für einen selbst ist.

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