Mit „Amazon Smile“ könnt ihr bei eurem Amazon-Einkauf gleichzeitig an eine gemeinnützige Organisation spenden  – ohne Zusatzkosten. Was sich dahinter verbirgt und ob das seriös und sinnvoll ist, erklären wir euch hier.

Hinweis: Amazon stellt das Amazon-Smile-Programm zum 20. Februar 2023 ein. Danach wird man keine Organisationen mehr an seinen Amazon-Einkäufen beteiligen können.

Was ist „Amazon Smile“

„Amazon Smile“ ist ein Wohltätigkeitsprogramm, mit dem ihr beim Shoppen gleichzeitig an eine gemeinnützige Organisation eurer Wahl spenden könnt – ohne Zusatzkosten. Mit jedem Einkauf auf der Webseite smile.amazon.de werden 0,5 Prozent des Einkaufswerts an eine gemeinnützige Organisation weitergeleitet, die ihr euch bei der Anmeldung aussuchen könnt, wie im folgenden Bild gezeigt:

Mit „Amazon Smile“ kann man beim Einkauf eine kleine Summe einer Organisation spenden. (Bildquelle: GIGA)
Mit „Amazon Smile“ kann man beim Einkauf eine kleine Summe einer Organisation spenden. (Bildquelle: GIGA)

So kauft ihr über Amazon Smile ein

Um bei Amazon-Käufen einen kleinen Beitrag zu spenden, meldet ihr euch einfach auf der Amazon-Smile-Webseite an:

  1. Öffnet für eure Amazon-Einkäufe die Webseite smile.amazon.de statt amazon.de.
  2. Meldet euch mit eurem Amazon-Login an.
  3. Wählt dann beim Kauf eine der Organisationen aus, die ihr unterstützen möchtet.

Ist „Amazon Smile“ seriös?

Um „Amazon Smile“ zu nutzen, meldet ihr euch auf der Webseite smile.amazon.de mit eurem Amazon-Kundenkonto an. Danach könnt ihr aus Tausenden Einrichtungen auswählen, die ihr unterstützen möchtet. 0,5 Prozent des Artikelpreises leitet Amazon laut Eigenangabe dann ohne Abzüge für euch an diese Einrichtung weiter.

Beispiel mit Rechnung: Wenn ihr auf Amazon 100 Euro ausgebt, spendet ihr 0,5 Euro – also 50 Cent.

Kritik: Kommt das Geld wirklich an?

Im Jahr 2017 warnte die Organisation Foodwatch vor der Amazon-Spendenplattform „Smile“. Begründung: Die Kunden würden getäuscht, da Foodwatch weder gefragt, noch dem Amazon-Smile-Programm zugestimmt hatte, aber Kunden dieses trotzdem als Begünstigten auswählen konnten. Außerdem lande das Geld nicht immer bei der ausgewählten Organisation. Angeblich wurde das Problem bezüglich Foodwatch behoben. Aber, ob das für alle auswählbare Organisationen gilt, ist fraglich.

Fazit zu Amazon Smile

Letztlich kann niemand so einfach prüfen, ob eine Spende wirklich ankommt, wenn sie über Dritte läuft. Sinnvoller wäre es dann direkt an eine Organisation zu spenden, die man unterstützen möchte. Allerdings weiß man auch dort nicht wirklich, wofür das Geld dann tatsächlich eingesetzt wird.

Außerdem sollte man wissen, dass Unternehmen durch Charity- und Wohltätigkeitsprogramme in den Augen der Menschen gerne als „sozial“, „verantwortungsbewusst“ oder „gut“ da stehen wollen – Stichwort: Öffentlichkeitsarbeit oder „Public Relations“. Dabei ist nicht alles so, wie es scheint, und nicht alles ist Gold, was „kostenlos“ für einen selbst ist.

Wer Gutes tun will, kann dann sicher sein, dass geholfen wurde, wenn er die Auswirkungen selbst erlebt hat. Beispiel: Einer Dame über die Straße helfen. Ansonsten ist es eine Vertrauensfrage, ob man der jeweiligen Organisation vertraut oder nicht.

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