Android-Sicherheit: 12 Tipps zum Schutz (Android Essentials)

Android-Smartphones und Tablets sind nicht nur Alleskönner, sie speichern auch jede Menge sensibler Daten. Trägt man diese ständig mit sich herum, passiert es schnell, dass ein Fremder Zugriff auf das Gerät bekommt oder es verloren geht. Wie kann man seine Daten in so einem Fall schützen? Was tut man gegen Malware und Viren? Worauf muss man beim Installieren achten? Unsere 12 Tipps zum Thema Android-Sicherheit.

Android-Sicherheit: 12 Tipps zum Schutz (Android Essentials)

Damit es nicht passiert, dass Unbekannte Zugriff auf die privaten Fotos von Weihnachts- und Familienfeiern bekommen, bietet Android verschiedene Möglichkeiten, die privaten Daten zu schützen. Einige Tipps möchten wir Euch heute vorstellen.

Natürlich gilt vor allem: Je weniger sensible Daten auf dem Gerät, desto besser. Absolute Android-Sicherheit gibt es nicht.

Wie schütze ich meine Daten?

Regel #1: Das Gerät niemals unbeaufsichtigt herumliegen lassen

Wer sein Android-Smartphone oder Tablet einfach herumliegen lässt, während nicht vertrauenswürdige Personen in der Nähe sind, der sollte nichts zu verbergen haben.

Wie heißt es doch so schön: “Gelegenheit macht Diebe”. Der einfachste Schutz der Daten liegt darin, sie nicht jedem frei zugänglich zu machen.

Regel #2: Benutze die Lockscreen-Sicherung

Android bietet die Möglichkeit, Lockscreen-Muster, PIN- oder Passwort-Eingaben beim Entsperren des Gerätes einzufordern.

Dies hält Neugierige davon ab, direkten Zugriff auf den Homescreen und die Daten des Nutzers zu bekommen und dient als Abschreckung für Personen, die sich heimlich das Smartphone nehmen und ansehen.

Lockscreen Widgets

In den Android-Sicherheitseinstellungen lassen sich die Lockscreen-Sicherung und die Zeitdauer, bis das Gerät gesperrt wird, einstellen

Regel #3: Den Play Store PIN einrichten

Hat ein Unbefugter bereits Zugriff auf das Gerät, besteht die Gefahr, dass es teuer wird. Vor allem, wenn Kreditkartendaten in Apps wie dem Play Store hinterlegt sind.

Um andere davon abzuhalten, das eigene Geld auszugeben, kann im Play Store ein PIN eingerichtet werden, der eingegeben werden muss, bevor ein Kauf getätigt werden kann. Die Einstellung findet Ihr im Play Store unter Einstellungen -> PIN festlegen oder ändern. Nach Eingabe des PINs muss nun die Option “PIN für Käufe verwenden” gesetzt werden.

Allgemein gilt: Bankdaten auf Smartphones sind ein Risikofaktor. Alleine in Europa sollen laut dem Firewall-Hersteller Check Point über 36 Millionen Euro in die Hände von Kriminellen geraten sein, indem sie durch Malware Zugriff auf den von der Bank gesendeten SMS-Verifizierungscode und damit auch auf das Konto des Betroffenen bekamen.

Die meisten Apps, die Bankdaten speichern oder nutzen, bieten eine Sicherheitsoption durch PIN- oder Passwortschutz (Bsp.: S-Banking) Diese sollte unbedingt genutzt werden.

Regel #4: Eine Sicherheits-App installieren.

Security-Apps wie Lookout oder Avast! Mobile Security  bieten neben dem Schutz vor Schadsoftware auch die Möglichkeit, ein verlorenes oder gestohlenes Gerät aus der Ferne zu orten oder zu löschen.

Hier kommt es auf Schnelligkeit an. Die ersten Stunden, nachdem ein Gerät gestohlen wurde, sind die wichtigsten. Kriminelle sind schnell dabei, wenn es darum geht, sensible Daten zu extrahieren oder das Gerät zu löschen, um es zu verkaufen.

Mit einer auf dem Gerät eingerichteten Security-App besteht nach Geräteverlust immerhin noch eine Chance, das Gerät durch Ortung wiederzufinden, oder wenigsten den Zugriff auf private Daten zu verhindern.

Wheres My Droid

Einen besonders großen Funktionsumfang bietet die App Wheres My Droid. Sie ist speziell für den Zweck der Wiederbeschaffung von Android-Geräten geschrieben und bietet unter anderem Benachrichtigungen über einen SIM-Wechsel und die Möglichkeit, aus der Ferne Kamerafotos zu machen, um den Dieb zu entlarven.

Regel #5: Installiere keine Apps von Drittanbietern

Unter Android können Apps aus jeder beliebigen Quelle installiert werden. Diese Freiheit birgt ein großes Risiko. Nicht jede App, die man in Foren wie XDA oder auf mehr oder weniger dubiosen Drittanbieterseiten findet, ist ungefährlich. Man kann davon ausgehen, dass der größte Prozentsatz von Malware ihren Weg nicht durch den Play Store oder den Amazon App-Shop auf Android-Geräte gefunden hat.

Um möglichst sicher zu sein, nicht Malware zum Opfer zu fallen, sollten nur Apps aus dem Play Store und dem Amazon App-Shop installiert werden, jedoch nicht ohne Beachtung der nächsten Regel.

Nichts mehr verpassen? Dann folge GIGA Android bei Facebook, Google+ oder Twitter!

Weitere Themen: Android

Neue Artikel von GIGA ANDROID

GIGA Marktplatz