Dropbox Business: Leistungen, Kosten, Einsparmöglichkeiten, Sicherheit

Marco Kratzenberg

Während das Dropbox-Basic-Konto nach wie vor kostenlos ist, werden die Nutzer von Dropbox Business zur Kasse gebeten. Das frühere „Dropbox für Teams“ bietet dafür aber auch Einiges – und das hört nicht beim riesigen bis unendlichen Speicherplatz auf.

Dropbox Business richtet sich an Firmen, deren Mitarbeiter einen großen Platzbedarf haben und die ihre Daten gemeinsam nutzen und bearbeiten wollen. Die Teamlösung dieses Cloud-Speichers gibt es in verschiedenen Ausführungen und Preisen. Was ihr zahlen müsst, hängt einerseits vom Bedarf und der Nutzerzahl ab, andererseits aber auch von der Zahlungsweise.

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Was bietet Dropbox Business?

Dropbox Basic bietet 2 Gigabyte Speicherplatz und selbst bei normaler privater Nutzung stößt man da schnell an die Grenzen. Als Privatperson könnte man da auf Dropbox Plus umsteigen und zahlt dann knapp 100 Euro pro Jahr für immerhin 1 Terabyte Speicherplatz und einige Zusatzfunktionen.

Profis fehlen dann noch immer die Teamfunktionen und außerdem ist das für eine Firma zu wenig Platz. Aus diesem Grund gibt es das Angebot Dropbox Business. Gestaffelt in drei unterschiedliche Tarife, bietet dieser Cloud-Speicher bereits in der günstigsten Variante, Dropbox Business Standard, pro Nutzer 2 Terabyte Platz, eine Office-365-Integration, das „Online-Office“ Dropbox Paper sowie eine Reihe anderer Zusatzfeatures.

Die nächste Stufe nennt sich Dropbox Business Advanced. Sie bietet alle Features der kleineren Version, darüber hinaus aber „So viel Speicherplatz, wie Sie brauchen“. De facto also unendlichen Speicherplatz für alle anfallenden Daten. Zusätzlich bekommen die Kunden hier jede Menge professioneller Features zur Einbindung von Dropbox in die Firmenabläufe. Beispielsweise Administrationsfunktionen, die Verfolgung von Dateivorgängen oder eine Steuerung zur Gerätezulassung.

Dropbox Business Enterprise steht nur auf Nachfrage zur Verfügung. Hier werden individuelle Lösungen angeboten, die unter anderem die Netzwerksteuerung, Kontoerfassungen und Schulungen umfassen.

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Kosten und Einsparmöglichkeiten bei Dropbox Business

Voraussetzung für Dropbox Business ist eine Mindestzahl von 3 Nutzern, wobei jeder Nutzer einzeln abgerechnet wird. Gezahlt wird also pro Nutzer, pro Monat für mindestens 3 Nutzer. Die Preise bei Dropbox Business Standard und Advanced unterscheiden sich natürlich, aber nicht so sehr, wie man erwarten könnte.

Allerdings sind die auf der Webseite abgebildeten Preise nicht die „Endpreise“. Tatsächlich handelt es sich dabei um die günstigste Variante – unter der Voraussetzung einer jährlichen Vorauszahlung und ohne Umsatzsteuer.

Bei jährlicher Vorauszahlung kostet jeder Nutzer monatlich 10 Euro. Da mindestens 3 Nutzer dafür nötig sind, betragen die Kosten also 360 Euro. Zusammen mit der Umsatzsteuer addiert sich der Mindestpreis also auf 428,40 Euro – für Dropbox Business Standard.

Für Dropbox Business Advanced werden unter gleichen Voraussetzungen netto 540 Euro fällig, denn da kostet jeder Nutzer schon 15 Euro pro Monat. Kommt die Umsatzsteuer hinzu, so müssen 642,60 Euro gezahlt werden.

Das sind aber die günstigen Preise, die bei einer Vorauszahlung für 12 Monate anfallen. Rechnerisch spart man damit circa 17 Prozent. Wie das im Vergleich bei einer monatlichen Zahlweise aussieht, seht ihr in dieser Tabelle:

Dropbox Business Standard Advanced
Mindestnutzerzahl 3 3
Monatl. Preis bei jährlicher Vorauszahlung 10 Euro pro Nutzer = 30 Euro 15 Euro pro Nutzer = 45 Euro
Preis bei monatl. Zahlung 12 Euro pro Nutzer = 36 Euro 18 Euro pro Nutzer = 54 Euro
Kosten pro Jahr, jährliche Zahlung, inkl. USt. 428,40 Euro 642,60 Euro
Kosten pro Jahr, monatliche Zahlung, inkl. USt. 514,08 Euro 771,12 Euro

Bei beiden Varianten erhöht sich der Preis in der gleichen Staffel. Jeder zusätzliche Nutzer von Dropbox Business Standard schlägt also mit weiteren 10 Euro pro Monat zu Buche, bei Dropbox Business Advanced kostet er weitere 15 Euro.

Dropbox-Warnung und Kritik

Wegen verschiedener Vorkommnisse stand Dropbox immer wieder mal im Licht der Öffentlichkeit. Man muss sich klar machen, dass es sich um ein US-Unternehmen handelt, das aufgrund der zweifelhaften NSA-Gesetzgebung gezwungen ist, den Sicherheitsbehörden vollen Zugriff zu geben.

Das Problem bei Dropbox ist nicht nur, dass sich die Firma dabei bislang immer sehr kooperativ verhalten hat, ohne nur die geringste Abwehr zu zeigen. Dropbox greift auch selbst auf die Daten von Kunden zu und sperrt sie aus, wenn ihnen nicht gefällt, was sie sehen. Edward Snowden hat schon früh von Dropbox gewarnt und auch heute empfehlen Sicherheitsexperten immer noch, dass man alle Daten selbst verschlüsseln sollte, die man bei Dropbox ablegt. Eine passende Software dazu ist BoxCryptor. Allerdings ist diese Methode nicht unbedingt praktikabel für die Teamarbeit in Dropbox Business.

Eine Firma sollte sich überlegen, wem sie ihre Daten anvertraut. Und da es nicht nur bei der verwendeten Software selbst immer wieder zu Sicherheitslücken kam, sondern im Endeffekt auch alle Firmendaten im Ausland landen, sollte man diesen Schritt vorher gründlich abwägen.

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