Boxen von JBL, Bose, Teufel und Soundcore: In dieser aktuellen Übersicht stellen wir euch die besten tragbaren Lautsprecher mit Bluetooth vor, die für unter 200 Euro im Handel zu finden sind.

Die hier besprochenen Bluetooth-Lautsprecher sind dank eingebautem Akku mobil einsetzbar, man kann sie also mehrere Stunden ohne Stromanschluss betreiben. Auch wenn manche Modelle eine Klinkenbuchse besitzen, ist die wichtigste Quelle für Musik und Sprache die drahtlose Verbindung per Bluetooth (Reichweite: ca. 10 Meter). Als Quellgeräte kommen Handys, Tablets, Laptops und MP3-Player mit Bluetooth in Frage. Größere BT-Lautsprecher werden zuweilen auch „Boombox“ oder „Ghettoblaster“ genannt.

Anker Soundcore Motion Boom Plus

Preis-Tipp Aktuell ein Boombox-Bestseller bei Amazon: Der Soundcore Motion Boom Plus (bei Amazon anschauen) kommt aus dem Hause Anker – einem bekannten Zubehörhersteller, der unter Sparfüchsen beliebt ist. Der knapp 39 cm breite „Ghettoblaster“ gehört schon zu den mittelgroßen Boxen und ist daher mit einem Tragegriff versehen. Zum Lieferumfang gehört auch ein praktischer Tragegurt, der bei Bedarf an den stabilen Ösen befestigt werden kann.

Ein tragbarer Bluetooth-Lautsprecher mit dem Modellnamen Anker Soundcore Motion Boom Plus steht im Freien auf dem Boden. Die Sonne scheint, im Hintergrund sind Graffiti an einer Wand zu sehen.
Der Soundcore Motion Boom Plus von Anker bietet viel Leistung für wenig Geld (Bildquelle: GIGA)

Ich war auf Anhieb erstaunt, wie ordentlich das Gerät verarbeitet ist. Nicht vergessen: wir befinden uns in der Preisklasse unter 200 Euro, da ist mit allerlei Kompromissen zu rechnen. Nicht so beim Soundcore Motion Boom Plus, der auch in Sachen Klangqualität den teureren Konkurrenten den Kampf ansagt. Druckvoll, mit schön gestaffeltem Bass, dynamischen Mitten und glasklaren Höhen – da kommt Freude beim lauten Musikhören auf. Auch wenn man aufdreht, bleibt die Wiedergabe stabil. Erst bei extremen Pegeln wird der Bass elektronisch zurückgeregelt.

Detailaufnahme der Anschlüsse auf der Rückseite des Soundcore Motion Boom Plus: USB-C (Ladeanschluss), USB-A (zum Laden von Handys) und 3,5-mm-Klinke als Eingang für externe Zuspieler (Bildquelle: GIGA)
Anschlüsse auf der Rückseite des Soundcore Motion Boom Plus: USB-C (Ladeanschluss), USB-A (zum Laden von Handys) und 3,5-mm-Klinke als Eingang für externe Zuspieler (Bildquelle: GIGA)

Gut zu wissen: Auch wenn es sich um einen „China-Hersteller“ handelt, ist hier das Klischee vom schlechten Software-Support nicht erfüllt. Anker bietet eine gute Handy-App mit Einstellungen für den Soundcore Motion Boom Plus an, die bei meiner ersten Inbetriebnahme gleich mal ein Firmware-Update für verbesserte Höhenwiedergabe aufgerufen hat. In der Tat wirkte der Hochton nach dem Update etwas abgerundeter und weniger scharf. Ich habe für den Gebrauch in der Wohnung aber dennoch die Höhen per Equalizer noch etwas abgesenkt, das finde ich auf Dauer angenehmer. Wer aber die Box öfters im Freien verwendet, wird die lebendige Grundeinstellung zu schätzen wissen – sie setzt sich auch auf einige Meter Entfernung gut gegen Umgebungsgeräusche durch.

Der Akku hält bis zu 20 Stunden, je nachdem wie laut man hört. Ein passendes USB-C-Ladegerät (bei Amazon anschauen) gehört nicht zum Lieferumfang des Lautsprechers, ein USB-C-Kabel ist aber dabei.

Vorteile:

  • Mittelgroß und entsprechend laut …
  • … aber trotzdem vergleichsweise günstig
  • Robust gebaut und wasserdicht

Nachteile:

  • Hochton etwas zu brillant

JBL Go 3

Wenn es nicht um den höchsten Musikgenuss geht, sondern eher um Hörbücher, Podcasts oder Radionachrichten, dann reicht auch ein günstiger Bluetooth-Lautsprecher im Hosentaschenformat. In der Liga spielt der sympathisch aussehende JBL Go 3 (bei Amazon anschauen), der immerhin bis zu 5 Stunden am Stück durchhält. Klanglich kann er die meisten in Smartphones eingebauten Lautsprecher locker schlagen und ist so gesehen eine nützliche kleine Anschaffung.

JBL Go 3 (Bildquelle: JBL)
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Das kleine Gehäusevolumen (Abmessungen: 8,7 × 7,5 × 4,1 cm, 209 Gramm) setzt dem Klang natürliche Grenzen, vor allem beim Bass – wer Musik in ganzer Vielfalt erleben will, muss sich ein deutlich größeres Modell holen. Zum Vorgängermodell, dem JBL Go der ersten Generation, findet ihr einen ausführlichen Testbericht auf GIGA.

Vorteile:

  • Kompakt mit gutem Klang (vor allem für „Talkradio“ z. B. Podcasts, Hörspiele)
  • Niedriger Preis

Nachteile:

  • Zu klein für ernsthaften Musikgenuss

JBL Flip 6

Das dürfte einer der beliebtesten Bluetooth-Lautsprecher überhaupt sein: Der JBL Flip 6 (bei MediaMarkt anschauen) kann auf eine Reihe erfolgreicher Vorgänger zurückblicken, die den guten Ruf amerikanischen Marke gefestigt haben. Auch mir war der Flip 6 auf Anhieb sympathisch, das fängt schon bei der praktischen Trageschlaufe an. Diese Box will raus, das unterstreicht auch das voll auf Outdoor optimierte Design: Grobes und unverwüstliches Gewebe, dicke Gummiränder, fest integrierte und gut tastbare Buttons, wasser- und staubgeschützt nach IP67. Zugegeben, für den Hochglanz-Schreibtisch oder ein stilvolles Wohnzimmer gibt's passendere Modelle. Der JBL gesellt sich am liebsten zu Rucksack, Gravelbike und Skateboard – dafür spricht auch der unterstützte Standard Bluetooth 5.1, der im Freien eine Reichweite von bis zu 40 Metern verspricht (in der Praxis sind eher 20 Meter zu erwarten).

Der Bluetooth-Lautsprecher JBL Flip 6 ist ausgesprochen robust (Bildquelle: GIGA)
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Der Klang ist voll, spaßbetont und kräftig im Bass – für die doch überschaubare Gehäusegröße (17,8 × 6,8 × 7,2 cm; 550 Gramm) eine solide Darbietung. Die insgesamt lebendige Abstimmung kann in Innenräumen auf Dauer anstrengend wirken, im Freien ist sie hingegen von Vorteil, da sich der Flip 6 so gegen Umgebungslärm durchsetzt.

Vorteile:

  • Lebendiger Sound mit kräftigem Bass
  • Besonders Outdoor-tauglich

Nachteile:

  • Design eher sportlich als edel

Mein Favorit für den Gebrauch in den eigenen vier Wänden: Der Bose Soundlink Flex (bei Saturn anschauen) sieht schick und erwachsen aus. Die geringe Bautiefe und der nach vorne gerichtete Sound machen ihn zu einem idealen Kandidaten für eine freie Stelle im Bücherregal. Die Klangqualität hat mich vom ersten Song an überzeugt: Das ist der fast schon sagenumwobene Bose-Sound, der sich nie unangenehm aufdrängt, sich mit jeder Musikrichtung arrangiert und größer klingt, als die Box aus der er kommt. Im direkten Vergleich (im Innenraum) mit dem JBL Flip 6 tendiere ich zum Bose Soundlink Flex, da wirken die meisten Stücke (z. B. „Dreams“ von Fleetwood Mac, gehört auf Amazon Music Unlimited) für mein Empfinden eine Spur runder.

Der Bose Soundlink Flex überzeugt durch seinen ausgewogenen Klang (Bildquelle: GIGA)
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In der mir vorliegenden hellgrauen Variante sind die Beschriftungen auf den Buttons im Dunkeln nur schwer zu erkennen. Zudem sind die Bedienelemente auch nicht so gut zu ertasten, wie etwa beim JBL Flip 6. Unerklärlich ist, warum Bose beim Soundlink Flex noch auf Bluetooth 4.2 (aus dem Jahr 2014, Reichweite bis zu 9 Meter) setzt. Das neuere Bluetooth 5.1 unterstützt theoretisch eine deutlich größere Reichweite (bis zu 40 Meter). Dafür ist ein Mikrofon eingebaut, man kann den Bose Soundlink Flex als Meeting-Lautsprecher nutzen, was ihn für mich auch zum idealen Gadget fürs Home-Office macht.

Vorteile:

  • Ausgewogener und angenehmer Klang
  • Gutes Produktdesign (passend für Wohnräume)
  • Freisprechfunktion dank Mikrofon

Nachteile:

  • Unterstützt nur Bluetooth 4.2

Teufel Boomster Go

Der Teufel Boomster Go für 99 Euro (UVP) hat sich im GIGA-Test die Wertung 86 Prozent verdient. Die robuste Box passt in große Hosentaschen (z. B. einer Cargohose) und läuft bis zu 10 Stunden mit einer Akkuladung.

Teufel Boomster Go mit Trageschlaufe (Bildquelle: GIGA)

 

Der Klang hat eine leichte Höhenbetonung und einen für die Größe recht kräftigen Oberbass. Alles in allem ein auf Hörspaß getrimmter Lautsprecher, der sich auf der Picknickdecke, in der Werkstatt oder am Fahrrad wohlfühlt. Zur Befestigung bietet sich das GoPro-kompatible Gewinde (¼ Zoll) auf der Rückseite an. Das Design ist allerdings nicht perfekt, denn der Boomster Go lässt sich trotz seines quaderförmigen Formats nicht so gut hochkant aufstellen.

Vorteile:

  • Lebendiger Klang, hohe Maximallautstärke
  • Leichte Bedienung mit gummierten Tasten
  • Wasserdicht und stoßfest
  • Kopplung mit weiterem Boomster Go möglich

Nachteile:

Teufel Rockster Go

Teufel ist eine verhältnismäßig kleine Marke aus Berlin, die sich schon vor vielen Jahren mit THX-Surround-Sets großen Respekt unter Heimkinos-Fans erarbeitet hat. Mit gelungenen Bluetooth-Lautsprechern wie dem Teufel Boomster (2017) zeigte der Hersteller bereits, dass man es auch im Bereich der tragbaren Boxen mit den ganz großen Namen locker aufnehmen kann. Der Rockster Go für 149 Euro (UVP) konnte im GIGA-Test stattliche 85 % abräumen.

Teufel Rockster Go (links) und Rockster Cross (Bildquelle: GIGA)

Der 700 Gramm schwere Lautsprecher ist robust und wasserdicht, sein spassbetonter Klang tönt druckvoll und für die Größe (21 × 11 × 6 cm) ausgesprochen laut, wenn es mal sein muss. Der große Bruder des Rockster Go ist übrigens der Rockster Cross, der mit einem Preis von 349 Euro aber deutlich mehr kostet. Das Design ist bei beiden Modellen recht markant mit ungewöhnlicher Gehäuseform und roten Linien – manchen gefällt's, andere wollen's doch eher zurückhaltend.

Vorteile:

  • Spielt laut, ohne zu verzerren – ein echtes Kraftpaket
  • Passt in jeden Rucksack
  • Robust gebaut und wasserdicht

Nachteile:

  • Zu markantes Gehäusedesign

Bluetooth-Lautsprecher-Test: So wurden die Empfehlungen ausgewählt

Alle hier besprochenen Bluetooth-Boxen habe ich selbst genutzt. Zu einigen der Produkte findet ihr hier auf GIGA ausführliche Testberichte, die beim jeweiligen Modell verlinkt sind. Die Testmuster wurden uns dabei meist von den Herstellern zur Verfügung gestellt. Zusätzlich werden Lautsprecher vorgestellt, die besonderes Lob von Kunden und Fachpresse erhalten haben und sich für einen Kauf empfehlen.

Auch in der Preisklasse bis 500 Euro sind einige gute Bluetooth-Lautsprecher zu finden:

Weitere Tipps und nützliche Infos zu Bluetooth-Lautsprechern findet ihr in unserem Ratgeber:

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