Ein PDF bearbeiten - mit diesen Programmen geht es!

Marco Kratzenberg
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Um ein PDF-Datei zu bearbeiten, stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Manche sind trickreich, andere erstaunlich einfach und komfortabel. Und zum Glück sind viele gratis. So könnt Ihr ein PDF bearbeiten!

Ein PDF bearbeiten - mit diesen Programmen geht es!

Solange die Datei nicht passwortgeschützt ist, könnt Ihr letztendlich auch jedes PDF bearbeiten. Allerdings benötigt Ihr für die perfekte Bearbeitung ein Programm von Adobe, mit dem sie professionell erstellt und bearbeitet werden können. Dieses Programm ist ziemlich teuer. Doch es gibt eine ganze Reihe von Tools und Programmen, mit denen man ein PDF bearbeiten kann. Ihr könnt Teile darin ausblenden, überschreiben, neue Seiten einfügen oder überflüssige Seiten löschen. Hier die Tools...

PDF bearbeiten mit LibreOffice

LibreOffice ist einer der kostenlosen Konkurrenten der MS-Office-Suite. Ihr könnt damit nahezu alles tun, was auch MS-Office kann. Dazu gehört auch das Öffnen und Speichern von originalen MS-Dateien. Aber, und das ist weniger bekannt, LibreOffice öffnet auch PDF-Dateien!

 

Dabei bleiben Inhalte und sogar das Layout erhalten. Ihr könnt eine PDF-Datei in LibreOffice öffnen und bearbeiten. Je nach Ausgangslage könnt Ihr darin wie in einer normalen Word-Datei arbeiten. Wenn hier von Ausgangslage die Rede ist, dann bedarf das einer Erklärung. Viele PDF-Dateien wurden in einem Office-ähnlichen Programm erstellt und bestehen aus Text, Bildern und Layout. Andere sind aber nur das Ergebnis eingescannter oder am Computer hergestellter Bilder. Diese Bilder mögen vielleicht Text enthalten, aber der ist nicht einfach zu verändern. Wenn also ein Tool so eine Datei öffnet, habt Ihr als Ergebnis trotzdem nur ein Bild, das Ihr dann noch irgendwie bearbeiten müsst. Wenn LibreOffice also ein PDF bearbeiten soll, dann muss dessen Grundlage schon eine Office-Datei gewesen sein.

Auch solche Dateien kann LibreOffice ändern. Und es kann so ein PDF bearbeiten, indem Ihr beispielsweise existente Elemente der Datei verschiebt, übermalt oder neue hinzufügt. LibreOffice öffnet solche Dokumente in seinem Modul LibreOffice Draw. Anschließend werden die Dateien entweder im LibreOffice- oder im PDF-Format gespeichert und beinhalten nun alle Änderungen.

PDF bearbeiten und umwandeln im PDF Converter Elite

Der PDF Converter Elite ist ein kommerzielles Programm, mit dem man zwar nicht direkt ein PDF bearbeiten, aber dafür sorgen kann, dass es sich in allen üblichen Officeprogrammen öffnen lässt.

Das Programm schafft in nahezu perfektem Maße, was andere immer wieder versprechen. Es lädt eine beliebige PDF-Datei und konvertiert sie dann in verschiedene Formate wie etwa das von MS-Word. Excel, OpenOffice oder in HTML. Selbst wenn die Grundlage der Dateien Bilder waren, kann man danach das PDF bearbeiten. Denn ein OCR-Modul sorgt mit seiner Texterkennung dafür, dass der Text aus den Bildern extrahiert und dann im richtigen Layout konvertiert wird.

Nach der Konvertierung entspricht das Ergebnis zu fast 100 Prozent dem Original. Jetzt kann man die Datei etwa in Word öffnen, das PDF bearbeiten, Änderungen vornehmen und sogar neue Bilder und Texte einfügen und dann das Ganze wieder als PDF speichern. Denn der PDF Converter Elite bringt auch gleich einen “PDF-Drucker” mit, der mit jedem druckfähigen Programm auch PDFs erzeugen kann. Wer das mal ausprobieren will und nicht mehr als 3 Seiten eines PDF bearbeiten muss, kann die Testversion eine Woche dazu nutzen.

PDFs bearbeiten mit dem PDF-XChange Editor

Der PDF-XChange Editor ist Freeware und zählt zu den besten Programmen, mit denen man ein PDF bearbeiten kann. Wenn erkennbarer Text vorhanden ist, könnt Ihr diesen markieren oder neuen Text hinzufügen. Es ist allerdings nicht möglich, Text einfach fließend zu ändern und das Grundlayout zu erhalten.

Dazu muss man sich dann einiger Tricks bedienen. Man kann Text mit der Hintergrundfarbe abdecken und neuen Text bzw. geänderten Text einfügen. Auch lassen sich grafische Elemente ausschneiden und verschieben. Am Ende wird dann alles als neue PDF-Datei gespeichert. Einfach, schnell, effektiv!

PDF ändern in Word: Vorher konvertieren

Wer Wert darauf legt, eine PDF-Datei in Microsoft Word zu ändern, der muss sie vorher ins richtige Format bringen. Der Free PDF to Word Doc Converter soll das ermöglichen. Die Bedienung des Programms ist einfach (trotzdem es englischsprachig ist) und die Ergebnisse sind oft gar nicht schlecht. Das klappt natürlich nicht immer!

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Winload Free PDF to Word Doc Converter Video

Gerade wenn das Ausgangsdokument eigentlich keine texthaltige Office-Datei, sondern eine Grafik war, geht das meist daneben. Mit diesen Grafiken kann man in Word wenig anfangen. Da ist LibreOffice auf jeden Fall vorzuziehen. Aber wenn es geklappt hat, ist das Ergebnis ein kompatibles Word-Dokument, dass Ihr wie jede andere Word-Datei auch ändern könnt. Für wirklich gute Ergebnisse sollte man das oben vorgestellte Programm PDF Converter Elite nutzen. Es kann nahezu jedes PDF so konvertieren, dass Ihr in Word, Excel und ähnlichen Programmen ein PDF bearbeiten könnt.

PDF ändern: Seiten umstellen, löschen, einfügen komprimieren

Wenn es eher darum geht, ein PDF elementar zu ändern, dann heißt die Waffe der Wahl PDF Shaper. Das kleine Tool kann Text aus einer PDF-Datei extrahieren, kann die Bilder herausholen und ebenfalls eine PDF-Datei in Word-kompatible RTF-Dateien konvertieren.

Außerdem kann das Tool aber eine PDF-Datei in ihrem Aufbau ändern. Es kann die Dateien in einzelne Seiten aufsplitten und diese später in anderer Reihenfolge oder mit zusätzlichen Seiten wieder zu einem PDF verschmelzen. Dadurch ist es möglich, die komplette Struktur der PDF-Datei zu bearbeiten. Und wenn Ihr mit keiner der vorherigen Methoden einen gewünschten Text ändern könnt, dann schreibt man ihn einfach neu, verseht ihn mit den extrahierten Grafiken und schiebt ihn mit diesem Tool wieder an die richtige Stelle.

Google Docs: PDFs online bearbeiten und OCR in Bildern

Es gibt eine gute, kostenlose Möglichkeit, seine PDF-Dateien online in editierbare Vorlagen umzuwandeln. Der Trick beruht auf der Möglichkeit, Dateien in Eurem Google Drive in Google Docs öffnen zu lassen.

Um dieses Feature nutzen zu können, braucht Ihr natürlich ein Googlekonto. Das ist kostenlos und schnell angemeldet. Dann loggt Ihr Euch auf Google Drive ein.

  • Dort könnt Ihr sofort mit der Maus eine PDF-Datei oder eine Grafik hochladen, indem Ihr die Datei(en) einfach auf die Browseroberfläche zieht.
  • Als nächstes klickt Ihr mit der rechten Maustaste auf die Datei und öffnet damit das Kontextmenü.
  • Dort wählt Ihr – wie im Bild oben zu sehen – “Öffnen mit” und danach “Google Docs”.

Damit habt Ihr quasi den Befehl gegeben, die hochgeladene Datei durch eine Texterkennung zu jagen, um ihre Inhalte als ein editierbares Googledokument zu speichern. Das funktioniert auf ähnliche Weise auch mit Bildern die Text enthalten.

Wie man sieht, ist die Texterkennung nicht perfekt, aber sie hilft auf jeden Fall. Besonders bei deutlich erkennbarem Text.

Weitere Themen: PDF-XChange Editor, PDF Shaper, PDF Converter Elite, Microsoft Word 2013, Microsoft Word 2010, The Document Foundation

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