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Festplatte am Mac formatieren: Dateisysteme und Methoden

Flavio Trillo
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Ob externe oder interne Festplatten — beim Formatieren sollte man nicht nur auf die Sicherheit, sondern auch aufs Dateisystem achten. Vor allem, wenn das Medium mit Windows-Anwendern gemeinsam genutzt werden soll.

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Apple führte 1985 sein proprietäres Dateisystem HFS (Hierarchical Filesystem, heute HFS+) ein. Windows-PCs und die meisten im Handel erhältlichen externen Festplatten verwenden entweder FAT32 oder NTFS (letzteres ist seit 2001 verbreitet). Ein Mac-Betriebssystem kann jedoch nur auf HFS+-Festplatten installiert werden. OS X kann aber auch Datenträger lesen, welche in FAT32 oder NTFS formatierte wurden.

NTFS-Datenträger zu beschreiben ist dem Apple-Betriebssystem allerdings nur mögliche, wenn ein zusätzlicher NTFS-Treiber von einem Drittanbieter installiert wird. Wer auch Schreibzugriff auf seine NTFS-Partitionen haben möchte, kann dafür beispielsweise Paragons NTFS for Mac nutzen, dieses ist bis Mac OS X 10.10 Yosemite sogar kostenlos erhältlich.

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Festplatte am Mac formatieren – Die Dateisysteme

Was also tun, wenn man einen USB-Stick, eine externe Festplatte oder eine SD-Karte formatieren muss oder will? Zu allererst öffnen wir das Festplattendienstprogramm, die zentrale Anlaufstelle in OS X für alles, was mit Formatieren und Partitionieren zu tun hat.

Hier wählen wir in der linken Spalte den zu formatierenden Datenträger. Anschließend legt ein Klick auf den Tab „Löschen“ die Optionen frei. Hier kommt es jetzt zur Gretchenfrage: Welches Format ihr für den Datenträger wählt, hängt davon ab, wozu er dienen soll. Zunächst eine Erklärung der Auswahlliste:

  • Mac OS Extended (Journaled): HFS+ mit „Journaling“. Änderungen am Datenträger werden in eine Art Tagebuch geschrieben, sodass im Falle eines Fehlers oder Ausfalls ein Verlust möglicherweise verhindert werden kann.
  • Mac OS Extended (Journaled, Verschlüsselt): Wie oben, aber mit einer Verschlüsselung für externe Laufwerke, die mit der von FileVault für interne Festplatten identisch ist.
  • Mac OS Extended (Groß-/Kleinschreibung und Journaled): HFS+, welches Dateinamen wie „datei.txt“ von „DATEI.txt“ unterscheidet. Das ist unüblich und kann bei manchen Programmen zu Fehlern führen. Nur verwenden, wenn man sicher ist, dass man es benötigt!
  • Mac OS Extended (Groß-/Kleinschreibung, Journaled, Verschlüsselt): Wie oben, mit FileVault-Verschlüsselung auf dem externen Datenträger.
  • MS-DOS-Dateisystem (FAT): FAT32, der Vorgänger von NTFS. Vom Mac aus kann der Zugriff auf solche Festplatten langsamer sein, als bei HFS+. Darüber hinaus gilt ein Sepicherlimit von 4 GB pro Datei.
  • ExFat: Eine gute Wahl, wenn mehrere Plattformen auf den Datenträger zugreifen sollen. Mac- und Windows-kompatibel und ohne das 4-GB-Limit. Unterstützung unter Linux durch FUSE.

Welches Dateisystem für Mac & Windows?

Kommt der jeweilige Datenträger ausschließlich im Mac zum Einsatz, ist Mac OS X Extended (Journaled, wahlweise Verschlüsselt), also HFS+ das Format der Wahl. Das gleiche gilt für Time-Machine-Laufwerke. Apple empfiehlt hierfür, den ersten oder zweiten Eintrag zu wählen. Kann man jedoch nicht ausschließen, dass Windows-User einmal unkompliziert auf die Daten zugreifen sollen, sollte man sich für MS-DOS-Dateisystem (FAT), also FAT32 entscheiden. Dieses System hat allerdings den kleinen Nachteil, dass es mit Dateien größer als 4 GB nichts anfangen kann.

Ebenfalls kommt das Format exFAT in Frage. Es wurde von Microsoft entwickelt und auf Flash-Speicher zugeschnitten. Anders als FAT32 unterliegt es nicht dem 4-GB-Limit für einzelne Dateien. Außerdem kann es sowohl von aktuellen Windows- als auch Mac-Systemen problemlos gelesen und beschrieben werden. Wer ebenfalls Linux-Systeme betreibt muss sich jedoch mit FUSE oder einem zusätzlichen exFAT-Treiber begnügen.

Wie ihe seht, hat jedes Format seine Vor- und Nachteile. Die Entscheidung sollte man also stets von dem Anwendungszweck und Nutzerkreis abhängig machen.

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