Auch wenn sie gerne als Polfilter abgekürzt werden, ist die richtige Bezeichnung Polarisationsfilter. Sie werden in der Fotografie gegen bestimmte Störeffekte durch „falsches Licht“ eingesetzt. Wir erklären hier, wie sie funktionieren und wofür man sie nutzt.

Der Hauptzweck eines Polfilters ist – salopp gesagt – polarisiertes Licht auszufiltern und lediglich unpolarisierte Wellen durchzulassen. Das wird einerseits genutzt, um störende Reflexionen an nichtmetallischen Oberflächen auszublenden und andererseits, um Farben kräftiger wirken zu lassen.

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Wie funktionieren Polfilter?

Zur besseren Verständlichkeit vereinfachen wir das Prinzip etwas. Physikalisch gesehen schwingt das Licht in Wellenform. In der Natur kommen dabei die verschiedenen Wellen alle gleichzeitig verteilt vor. Nun gibt es das Phänomen, dass schräg auf reflektierende Flächen wie etwa Wasser oder Glas auftreffendes Licht teilweise aufgetrennt wird. Diese Auftrennung erfolgt nach der Polarisationsrichtung. Metallische Oberflächen polarisieren das auftreffende Licht nicht.

Man kann sich das so vorstellen, als ob die Fläche ein Lochmuster hat, das nur Licht durchlässt, das in einem ganz bestimmten Winkel kommt (der von der Wellenlänge abhängt). Alles andere Licht wird wieder zurückgeworfen und dabei auch polarisiert.

Polfilter sind in der Fotografie nun dafür da, dieses polarisierte Licht aus der Gesamtmenge des sichtbaren Lichtes auszufiltern. Die Filter sind dabei in einem gewissen Winkel zur Lichtstrahlung ausgerichtet beziehungsweise können dazu ausgerichtet werden.

Ganz stark vereinfacht, stellt euch einen Polfilter als ganz eng nebeneinander angeordnete Gitterstäbe vor. Stehen die Stäbe waagerecht, dann kommen nur Lichtwellen durch, die wie Wasserwellen schwingen: Eine breite, waagerechte Front nähert sich in Auf- und Ab-Bewegungen. Dreht man nun den Polfilter um 90 Grad und die Stäbe stehen senkrecht, käme dieses Licht nicht durch und jenes nur Licht könnte passieren, das ebenfalls um 90 Grad zur Horizontalen gedreht ist.

Wie man sich das vorstellen kann, zeigt die oben zu sehende Animation. Dort wird ein Polfilter um 90 Grad gedreht, während er sich vor einem Computerbildschirm befindet. Diese Monitore sind in der Regel mit einer dünnen Polfilter-Folie überzogen, um Reflexionen zu minimieren. Sobald der Polfilter davor um 90 Grad zur Achse des Monitor-Filters verschoben wird, kommt gar kein Licht mehr durch.

Ganz ohne jeden Filter kommt das Kickstarter-Projekt FOMOcamera aus, das Unterstützer sucht:

FOMOcamera (Kickstarter Video)
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Wozu werden Polfilter eingesetzt?

Die obige, vereinfachte Erklärung sollte zeigen, wie durch Polfilter Licht mit einer bestimmten Ausrichtung blockiert werden kann. Dieses „polarisierte Licht“ wird entweder durch Reflexionen erzeugt oder kommt in gewissen Maße auch natürlich vor. Es ist beispielsweise Bestandteil eines blauen Himmels und trägt wesentlich zu dessen Helligkeit bei. Nutzt man nun an seiner Kamera einen Polfilter, dann werden diese Lichtbestandteile ausgefiltert und der Himmel scheint plötzlich ein kräftigeres, satteres Blau zu haben.

Reflektierende Oberflächen polarisieren das Licht, wodurch besonders Lichtreflexe so stark wirken können, dass sie in Bildern stören. Um das zu verhindern werden auch Polarisationsfilter eingesetzt. Im richtigen Winkel ausgerichtet, können sie die störenden Lichtreflexe verhindern. Dadurch können beispielsweise auch Fensterscheiben durchsichtig werden, die vorher nur als spiegelnde Fläche zu sehen waren. Und wenn man eine Wasseroberfläche fotografiert, sieht man durch den Polfilter endlich, was sich unter der Oberfläche befindet, anstatt nur den reflektierten Himmel knipsen zu können.

Filter können euren Bildern ganz neue Möglichkeiten eröffnen. Ihr bekommt . Dort findet ihr auch , das neben einem Polfilter auch einen UV-Filter sowie einen Graufilter enthält.

Wie man an der Erklärung sieht, ist es nicht einfach damit getan, einen Polfilter vor die Kamera zu schrauben. Er muss auch im richtigen Winkel zum Licht ausgerichtet werden. Ihr könnt den Polfilter drehen, während ihr kontrolliert, was die Kamera „sieht“. Das wird beispielsweise auch bei der Fotografie von Regenbögen gemacht. Die bestehen eigentlich komplett aus polarisiertem Licht und verschwinden im Polfilter. Es sie denn, ihr dreht ihn um 90 Grad. Nun wird umgebendes Himmelslicht gefiltert und besonders der Regenbogen tritt klar hervor.

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