Oculus-Rift-Preis: Was wird die Brille (in Deutschland) kosten?

Johannes Kneussel
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Fans von Virtual Reality und 3D fragen sich nicht nur, wann die Oculus Rift in Deutschland erscheinen wird, sondern auch, wie hoch der Preis ausfallen wird. Kann sich jeder bald eine Oculus Rift leisten oder bleibt das Technik-Gadget den Wohlbetuchteren unter uns vorbehalten? Update: Mittlerweile hat Oculus VR den Preis und den ungefähren Release bekanntgegeben.

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Oculus-Rift-Preis: Was wird die Brille (in Deutschland) kosten?

Was genau wird die Oculus Rift kosten? Die Entwicklerversion war günstiger, als man zunächst vielleicht annehmen mag. 350 Dollar musste man für ein solches Gerät bezahlen, welches die grundlegende Hardware bereits beinhaltet. Wie sich nun aber herausgestellt hat, lag dieser krass massiv unter dem der Endkundenversion (siehe Update unten für mehr Informationen).

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Update 6. Januar 2016: Offizieller Preis bekanntgegeben

Nun ist es offiziell. Lange wurde spekuliert, was die Oculus Rift kosten wird. Gerechnet wurde mit vielem der tatsächliche Preis dürfte mit 599 US-Dollar (ohne Steuern) bzw. 699 Euro (mit Steuern in Europa bzw. in Deutschland) noch einmal ein gutes Stück über dem liegen, was viele gehofft haben. Der Einstieg in die Welt des VR wird also, zumindest anfänglich, alles andere als günstig. Auch Portokosten kommen natürlich noch dazu, und die sind nach Deutschland auch nicht allzu gering – so werden insgesamt 741 Euro fällig. Zollgebühren sind immerhin bereits inbegriffen. Auch, wenn man bedenkt, dass man dafür auch noch einen sehr leistungsfähigen PC benötigt, um Spiele und Co. auch wirklich flüssig darstellen zu können.

Immerhin ist der Lieferumfang recht umfangreich. So findet man in der Box:

  • Head-Mounted-Display
  • Tracking-Sensor
  • Xbox-One-Controller
  • Kabel und Fernbedienung
  • zwei Spiele, namentlich: EVE: Valkyrie und Lucky’s Tale

Erwarten dürft ihr das Paket mit dem VR-Gestell und sämtlichem Zubehör dann irgendwann zwischen März und Mai 2016.  Wann das Gerät auch bei Amazon und Co. auftauchen wird – und dort hoffentlich auch günstiger – wissen wir noch nicht. 

Beschwerden über Preispolitik

Der Aufschrei bei Fans und Presse war groß, als der offizielle Preis der Rift bekanntgegeben wurde. Vor allem die Kosten, die anfallen, wenn man die VR-Brille in Europa vorbestellen möchte, haben sich gewaschen. Laut Oculus VR, genauer gesagt dem Mitarbeiter Palmer Luckey, macht die Firma mit der Brille aber keineswegs Gewinn, so würde man das HMD sogar subventionieren und es müsste eigentlich weit über 1.000 US-Dollar kosten:

Ursprünglicher Artikel: 

So ist es nicht verwunderlich, dass es wegen all dieser Unklarheiten auch verschiedene Vermutungen gibt: Von 200 bis 350 Dollar ist alles im Gespräch. Wahrscheinlich wird die Brille nicht weit über 400 Dollar kosten. Einen Preis von 200 Dollar können wir uns aber nicht so recht vorstellen und gehen von um die 400-500 Dollar aus.

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Preis: mehr als 350 US-Dollar

Palmer Luckey, der Gründer von Oculus, hat vor einigen Tagen etwas Klarheit in die Spekulationen um den Preis gebracht. Leider allerdings nicht unbedingt im Sinne der Endverbraucher. In einem Interview wurde er gefragt, ob der Preis von 300-350 US-Dollar, der eine Zeit lang angepeilt war, noch aktuell ist:

You know, I'm going to be perfectly honest with you. We're roughly in that ballpark... but it's going to cost more than that. And the reason for that is that we've added a lot of technology to this thing beyond what existed in the DK1 and DK2 days.

And it's not a matter of ‘oh we're selling more, we can make more money!' it's just the reality that when you make this thing you have to decide what tradeoffs you're going to make; are you going to optimize for absolute lowest price possible, even if it's gonna be a lower quality experience? Or do you try to say ‘you know what, this is the first consumer VR headset that were going to be pushing out to people. We need to put a stake in the ground and say: this is the best possible experience that we were able to make. No compromises were made in terms of quality'. Get the cost down as much as you can on that experience, but make it so that the Rift is something that everybody wants to use to the best of your ability.

It would really suck if you put something out there and people were like ‘ah man... the Rift is good, but it's not quite there', you know? ‘If only it was a little better, if the lenses were a little better, if the resolution was a little better, if the screens had been a little bit better, then it would be great because you'd you'd say ‘god, we could have just charged a little more and put a little bit more money into custom hardware and actually achieve that'.

Luckey sagt also, dass die Consumer-Variante aller Voraussicht nach etwas mehr als 350 US-Dollar kosten wird. Das liegt daran, dass man den Anspruch hat, dem Nutzer eine sehr gute Erfahrung zu bieten – mit besserer Technik. Dies wirke sich letztendlich auch auf den Preis aus. Der Preis dürfte also eher in Richtung 400-450 Dollar gehen.

Oculus Rift in Europa noch teurer?

Man kann mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass der Dollarpreis (ohne Steuer) wieder einmal dem Europreis (mit Steuer) entsprechen wird oder ihn sogar übersteigt, wie wir das zuletzt immer wieder mit Smartphones und anderen Technik-Gadgets gesehen haben. Iribe, der Chef von Oculus, hat Ende Mai bekannt gegeben, dass eine Rift inklusive dazu passendem und ausreichend dimensioniertem Rechner um die 1500 Dollar kosten wird: “n the $1,500 range.“ Wenn man davon ausgeht, dass ein schneller PC um die 1000 Dollar kostet, dann könnte ein Preis von 400-500 Dollar (und damit wohl auch Euro) für die Rift durchaus zutreffen. Luckeys Aussagen unterstreichen diesen Fakt noch zusätzlich.

Mittlerweile gibt es auch zahlreiche Konkurrenzprodukte zur Rift, die sich aktuell ebenfalls in der Entwicklung befinden, dabei ist nicht nur Sony mit dem Project Morpheus zu nennen, sondern auch HTC und Valve, die den VR-Markt mit der HTC Vive revolutionieren wollen: HTC Vive: Release Date und Preis im Überblick.

Übrigens: Auch auf der offiziellen Präsentation der Consumer-Variante im Juni 2015, kurz vor der E3, erfuhr man keine neuen Informationen bezüglich des Preises. Günstig wird ein Paket aus Brille, Tracking-System, VR-Controllern und eventuell noch unterstütztem Xbox-One-Controller allerdings keinesfalls werden. Wir müssen uns aber noch etwas gedulden, bis wir wissen, wie viel Geld wir auf die hohe Kante legen müssen. 400 Euro werden es mindestens.

Bildergalerie Oculus Rift - Consumer Version

3D für weniger Geld mit Alternativen

Wer nicht auf die Oculus Rift warten kann, einfach nicht genügend Geld dafür aufbringen können wird oder schon jetzt einen Eindruck von der zukunftsweisenden Technologie erhalten möchte, kann sich schon einmal die sehr günstige Google Cardboard ansehen, wenn er denn ein Android-Smartphone besitzt, welches mit NFC ausgestattet ist.

Dabei handelt es sich um ein Pappgestell, in welches man sein Smartphone packt, um sich dieses schließlich auf die Nase zu setzen. Bequem ist der Karton zwar nicht, aber die 3D-Effekte sind bereits auf diese Art und Weise beeindruckend.

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