Steve Jobs

Beschreibung

Steve Jobs (* 24. Februar 1955; † 5. Oktober 2011) gilt als eine der populärsten Figuren der modernen Computerwelt. Er gehörte zusammen mit Steve Wozniak und Ronald Wayne zu den Gründern des kalifornischen iPhone-, iPod- und Mac-Herstellers Apple. Aufgrund seiner schillernden Präsenz, sowie der kreativen Ideen, die sich im Mac, dem iPod, iPhone und iPad geäußert haben, und somit die gesamte Technikwelt verändert haben, gilt Steve Jobs bis heute als das prägende Gesicht des Herstellers Apple, sowie als eine der Koryphäen der gesamten Technikwelt.

Jobs, Sohn eines syrischen Politik-Studenten und einer Amerikanerin, wurde am 24. Februar 1955 in San Francisco geboren. Aus finanziellen Gründen gaben ihn seine leiblichen Eltern zur Adoption frei, so dass er bereits kurz nach der Geburt von Paul Reinhold Jobs und Clara Jobs adoptiert wurde. Schon in der frühen Kindheit zeigten sich erste Anzeichen für Jobs Genialität und Kreativität. Aufgewachsen in der Nähe von Silicon Valley, in direkter Nachbarschaft zu vielen Ingenieuren von Intel und HP, fand Jobs bereits in jungen Jahren sein Interesse an der Elektro-IT-Industrie.

Steve Jobs Lebenslauf: Studienabbruch und Apple-Gründung

Mit 17 erlangte Steve Jobs den High School-Abschluss. Ein am Reed College, Portland, angefangenes Studium beendete er jedoch nicht, arbeitete stattdessen mehrere Jahre beim inzwischen in die Insolvenz gegangenen Unternehmen Atari. Während seiner Zeit bei Atari lernte Jobs Steve Wozniak und Ronald Wayne kennen, mit denen er 1976 die Apple Computer Company in der Garage von Steve Jobs gründete. In den kommenden Jahren entwickelte Apple mit den Computern Apple I und Apple II Geräte, die großen Anklang auf dem Markt der Home-Computer fanden. Während der Apple III-Computer nicht an den Erfolg der Vorgängermodelle anknüpfen konnte, folgte mit Apple Lisa der erste PC mit Maus, einem Betriebssystem und einer grafischen Benutzeroberfläche. Aufgrund seines hohen Einführungspreises von 10.000 US-Dollar blieb auch Apple Lisa der kommerzielle Erfolg verwehrt. Apple Lisa galt jedoch als Fundament für den ein Jahr später erscheinenden Macintosh. Mit Apple Macintosh gelang Steve Jobs und Apple der Durchbruch. Bis heute tragen von Apple hergestellte Computer das Präfix Mac in ihrer Bezeichnung, z. B. beim Mac mini oder MacBook.

Steve Jobs Projekte: NeXT, Apple, Pixar

1986 stampfte Steve Jobs mit NeXT eine weitere Computerfirma aus dem Boden. Zudem investierte er mehrere Millionen Dollar in die Pixar Animation Studios. Als das Unternehmen 1995 mit Toy Story einen ersten Kinohit landen konnte, wurde Jobs mit dem Börsengang von Pixar endgültig zum Milliardär. Aus der Produktion von Pixar stammen weitere Animations-Highlights wie Cars, Findet Nemo oder Wall-E. Nach dem Aufkauf Pixars durch Walt Disney 2006 wurde Steve Jobs als Pixar-Geschäftsführer in den Verwaltungsrat von Disney aufgenommen. Seine Pixar-Anteile machten Jobs zudem nach der Übernahme zum größten Einzelaktionär bei Walt Disney.

Nachdem NeXT von Apple aufgekauft wurde, arbeitete Jobs zunächst als Berater, im weiteren Verlauf dann als Geschäftsführer von Apple. Unter seiner Führung wurden für das wirtschaftlich schwankende Unternehmen diverse Sparmaßnahmen durchgeführt. Aus der technischen Basis von NeXT-Produkten, z. B. der Technik aus NeXTStep wurde das Mac OS X entwickelt. Auch das heute verwendete OS X weist noch Bestandteile aus NeXTStep auf.

Steve Jobs und der iPod, das iPhone und iPad verändern die Welt

Hat Apple mit der Einführung des Macintosh bereits in den Achtziger Jahren für eine Wandlung der Technikwelt gesorgt, folgten die nächsten Paukenschläge Anfang des neuen Jahrtausends. Der tragbare Musikplayer iPod, sowie die Medienverwaltung iTunes sorgten für eine wesentliche Veränderung des Musikgeschäfts. Insbesondere die erstmalig legale Verfügbarkeit von MP3s im großen Stil über den iTunes Store prägen die Musikindustrie bis heute. Zudem sind die tragbaren Geräte iPhone und iPad aus der heutigen Gesellschaft nicht mehr wegzudenken.

Steve Jobs und der Krebs: Tod mit 56

Bereits 2004 musste sich Steve Jobs einer Tumor-Operation unterziehen. In den folgenden Jahren wurde kontinuierlich über Steve Jobs’ Gesundheitszustand spekuliert. Insbesondere seine immer wiederkehrenden Auszeiten und sein besorgniserregender Gewichtszustand gaben immer wieder Anlass für Spekulationen. Das letzte große Projekt war die Planung von Steve Jobs 80-Meter-Yacht “Venus”. Kurz vor seinem Tod folgte zudem die Versöhnung von Steve Jobs und Bill Gates, dem Gründer von Microsoft und jahrelangem direkten Erzrivalen auf dem Computermarkt. Am 5. Oktober 2011 erlag Steven Paul Jobs nach jahrelangem Kampf seiner Krebserkrankung.

Während bereits 1999 mit Die Silicon Valley Story (Pirates of Silicon Valley) ein Film über die Entstehungsgeschichte von Apple, sowie die Rivalität mit Microsoft veröffentlicht wurde, erscheint noch 2013 die Verfilmung von Steve Jobs Biografie mit Ashton Kutcher in der Hauptrolle in den Kinos.

“Being the richest man in the cemetery doesn't matter to me ... Going to bed at night saying we've done something wonderful... that's what matters to me.“
Eines der prägendsten Steve Jobs Zitate, aus The Wall Street Journal

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Alle Artikel zu Steve Jobs
Steve Jobs steht für den bahnbrechenden Erfolg bei Apple. Was Jobs ausgemacht hat und wie er es an die Spitze der IT-Welt gebracht hat, erfahrt ihr hier.

Inhaltsverzeichnis

  1. 31.07.2013
    Video of the Day: Steve Jobs präsentiert WiFi
  2. 10.06.2013
    Warum Apple Apple heißt: Lee Clow über Steve Jobs und seine Namensidee
  3. 27.05.2013
    Steve Jobs’ Familie spendet seit Jahren anonym
  4. 21.05.2013
    Steve Jobs Meinung zu Intel-Stickers (Video) + Tipp zum Entfernen
  5. 24.02.2013
    Video of the Day: Lustigste Momente von Steve Jobs
  6. 24.02.2013
    Happy Birthday Steve!
  7. 21.11.2012
    Steve Jobs’ UFO-Campus verzögert sich bis 2016
  8. 07.11.2012
    Pixar: Hauptgebäude wird zum “Steve Jobs Building”
  9. 31.10.2012
    Pogoplug Mobile für iOS und Android zum Preis von 29,95 Euro bei iBood
  10. 03.10.2012
    Steve Jobs: Idee fürs iPad schon im Jahr 1983
  11. 02.10.2012
    Video of the Day: Steve Jobs Wachsfigur bei Madame Tussauds
  12. 12.09.2012
    Vid of the day: Die Wiedergeburt des Steve Jobs
  13. 04.08.2012
    iPad mini: Steve Jobs war “sehr aufgeschlossen”
  14. 10.07.2012
    Woz witzelt: “Steve Jobs wurde bei Microsoft wiedergeboren”
  15. 03.07.2012
    Steve Jobs und die Dreierregel: Dünner, schneller, leichter
  16. 18.05.2012
    Apple-Ratsmitglied über Steve Jobs’ “iCar”-Träume und Wohnzimmer-Pläne
  17. 09.05.2012
    Jobs und Zuckerberg: Unreife Pulloverfetischisten
  18. 03.05.2012
    “1984″-Nachfolger “1944″: Steve Jobs als Franklin D. Roosevelt (Update)
  19. 20.04.2012
    Abwerbe-Absprachen: Apple, Google und Co. müssen sich vor Gericht verantworten
  20. 14.04.2012
    Brasilianische Stadt benennt Straße nach Steve Jobs
  21. 09.02.2012
    FBI veröffentlicht Akte über Steve Jobs (Update)
  22. 01.02.2012
    Neil Young über Musik-Qualität: “Steve Jobs hörte zu Hause Vinyl”
  23. 25.01.2012
    Rede zur Lage der Nation: Obama erwähnt Steve Jobs als Positivbeispiel für US-Unternehmer
  24. 24.01.2012
    Fotografie: Steve Jobs zeigte Interesse an Lichtfeldkamera
  25. 14.01.2012
    John Sculley: “Ich habe Steve Jobs nie gefeuert”
  26. 07.01.2012
    Steve-Jobs-Puppe: Apple kann Verkauf möglicherweise nicht stoppen
  27. 02.01.2012
    Steve Jobs als detailgetreue Spielzeugfigur
  28. 22.12.2011
    Posthum Grammy für Steve Jobs
  29. 19.12.2011
    Vid of the Day: Steve Jobs – Billion Dollar Hippy [Doku]
  30. 07.11.2011
    Steve Jobs: Zwei lange Interviews aus dem Jahr 1995
  31. 02.11.2011
    Video: 75-minütiges Interview mit Steve Jobs aus 1995
  32. 12.10.2011
    Steve Jobs: Beisetzung und Gedenken
  33. 07.10.2011
    Steve Jobs’ Vermächtnis: Die Apple University
  34. 06.10.2011
    Steve Jobs ist verstorben
  35. 25.08.2011
    Steve Jobs: Rücktritt als Apple-CEO – Tim Cook wird Nachfolger
  36. 03.08.2011
    Steve Jobs’ Auszeit: Jobs konzentriert sich auf größere Entscheidungen – Arbeitsteilung mit Tim Cook funktioniert
  37. 20.07.2011
    Steve Jobs: Apple-Verwaltungsratsmitglieder sprechen angeblich über Nachfolger
  38. 08.07.2011
    Apples bunte Patentwelt: Stylus und Frisbee-Transfer
  39. 28.06.2011
    Apple-Entwicklerkonferenz: Kanton Valley, App-Killer, Job-Börse und Steve Jobs
  40. 17.06.2011
    Ex-Apple-CEO: John Sculley spricht über Apple
  41. 12.06.2011
    Steve Jobs trägt Berliner Modelabel
  42. 06.06.2011
    WWDC 2011: Keynote mit Steve Jobs live im macnews.de-Ticker
  43. 10.04.2011
    Google wollte Steve Jobs als CEO
  44. 24.03.2011
    Avie, Bertrand, Jean-Marie, Jon: Who comes NeXT?
  45. 22.03.2011
    iTunes-Monopol: Steve Jobs unter Eid
  46. 08.03.2011
    Hilfe von außen, Teil 2
  47. 03.03.2011
    Der Tag, an dem das iPad 2 erschien
  48. 02.03.2011
    Jobs plant angeblich Auftritt heute Abend
  49. 25.02.2011
    Die zehn Gebote des Steve Jobs
  50. 19.02.2011
    IT-Promi-Treff: Steve Jobs sitzt neben Barack Obama
  51. 15.02.2011
    Jobs-Nachfolge, Teil 4: Der gemütliche Stratege
  52. 11.02.2011
    10 Milliarden US-Dollar Verlust: Gerüchte sorgten für AAPL-Crash
  53. 11.02.2011
    Steve Jobs: Meetings auch während Auszeit
  54. 09.02.2011
    Jobs-Nachfolge, Teil 3: Der jugendliche Veteran
  55. 01.02.2011
    Netgear-CEO übt scharfe Kritik an Steve Jobs
  56. 26.01.2011
    Jobs-Nachfolge, Teil 1: Der gnadenlose Langweiler
  57. 20.01.2011
    Besondere Strahlentherapie: Steve Jobs ließ sich 2009 in der Schweiz behandeln
  58. 04.01.2011
    Victoria Beckham, Steve Jobs und Stephen Baldwin
  59. 29.12.2010
    iPad 2 mit zusätzlicher CDMA-Version und USB-Port?
  60. 21.12.2010
    Steve Jobs unter den 5 größten “Wohlstands-Erzeugern”
  61. 20.12.2010
    Steve Jobs Action-Figur für 2.500 US-Dollar versteigert
  62. 13.12.2010
    Steve Jobs als Spielzeugpuppe
  63. 09.12.2010
    Apple schuldet Steve Jobs 37,91 US-Dollar
  64. 08.12.2010
    Steve Jobs zum zweiten Mal CEO des Jahrzehnts
  65. 04.12.2010
    Steve Jobs ist Liebling der Angestellten
  66. 27.10.2010
    Aus dem Nähkästchen: Jobs zürnte
  67. 13.10.2010
    Special über Leben von Steve Jobs im US-Fernsehen
  68. 15.09.2010
    Steve Jobs mit Ninjasternen: Apple dementiert Berichte über Problem am Flughafen
  69. 02.09.2010
    Aktivierungs-Schummelei: Google widerspricht Steve Jobs
  70. 19.08.2010
    Steve Jobs darf alte Villa abreissen und sich ein neues Haus bauen
  71. 06.08.2010
    Schlange stehen für Pizza: Steve Jobs kriegt keinen Platz
  72. 05.04.2010
    Steve Jobs im Apple Store
  73. 13.03.2010
    Steve Jobs: Platz 136 in der Rangliste der Milliardäre 2010
  74. 31.01.2010
    Steve Jobs: Nächste iPhone Generation mit Killer-Features
  75. 31.07.2009
    Pic of the Day: Steve Jobs
  76. 23.06.2009
    Steve Jobs auf dem Apple-Firmengelände gesichtet
  77. 15.01.2009
    Presseschau: Stimmen zu Steve Jobs’ Auszeit
  78. 05.01.2009
    Brief von Steve Jobs: Entspannende Grüße zur Keynote
  79. 09.12.2008
    Steve Jobs wählt Werbespot-Songs persönlich aus
  80. 09.06.2008
    Nichts als die Wahrheit: Steve Jobs stellt das iPhone 3G vor
  81. 29.10.2003
    Halloween-Vorschlag: Wie Steve Jobs “anziehen”

Video of the Day: Steve Jobs präsentiert WiFi

Heute nehmen wir viele Dinge als selbstverständlich hin. WLAN beispielsweise gehört heutzutage bei Computern natürlich zur Standardausstattung. Was wären Notebooks, Smartphones und Tablets auch ohne WLAN? Ein MacBook Air ohne WLAN? Unvorstellbar!

1999 präsentierte Steve Jobs mit dem iBook G3 (“Clamshell”) das erste Consumer-Gerät mit integrierter WLAN-Karte. Ein magischer und witziger Moment, denn Jobs surfte während der ganzen Präsentation bereits kabellos. Das Publikum merkte dies aber erst, als Jobs plötzlich mit dem iBook G3 herumwanderte und weiterhin online war. Spätestens als er dann auch noch einen Hula-Hoop-Reifen zur Hand nahm, hatte jeder der Anwesenden verstanden, was hier gerade vorgestellt wird. Die Ära des Mobile Computing hatte begonnen.

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Warum Apple Apple heißt: Lee Clow über Steve Jobs und seine Namensidee

Lee Clow ist der Kopf hinter den wichtigsten Apple-Werbekampagnen: Die iPod-Silouetten, der Slogan „Think different“ und der ikonische Spot „1984“. Kürzlich sprach er über seine Arbeit mit und seine Bewunderung für Steve Jobs und den Ursprung des Namens Apple.

Clow ist einer der bekanntesten Personen der Werbebranche, nicht zu unrecht wird der Chef der Agentur TBWA/Worldwide auch als Guru seiner Zunft bezeichnet. Er war ein langjähriger Freund von Jobs, die beiden haben seit den Achtziger Jahren zusammen gearbeitet und auch den ersten Macintosh gemeinsam vermarktet.

Damals habe Jobs bereits erkannt, dass man den Kunden nicht mit technischem Fachvokabular überfordern darf. Die Bedienungsanleitung für den Macintosh wurde nicht von Entwicklern oder Ingenieuren geschrieben, sondern von Werbefachleuten. So wollte er sicherstellen, dass auch der durchschnittliche Anwender die Technologie bedienen kann.

Gleichzeitig wusste Jobs schon lange, dass diese ganzen neuen Geräte für die Menschen beängstigend und fremd waren. Viele Konsumenten wussten mit den neuartigen Kisten nichts anzufangen und fürchteten sich vor der Technik. Das galt natürlich für den Macintosh ebenso wie für den Apple I und die folgenden Modelle.

Also mussten die Anwender beruhigt werden mit etwas, das sie kennen, mögen und dem sie instinktiv vertrauen. Es gibt viele Legenden darüber, wie Jobs auf den Namen Apple kam. Manche glauben, er habe als Hippie in einem Apfelbaumgarten gelebt und dort die Inspiration gehabt. Andere meinen, die Namensgebung sei auf das gemeinsame Verspeisen eines Apfels mit Wozniak in Jobs’ Garage zurückzuführen.

Apple: Ein sagenumwobener Name

Clow hat seine eigene Theorie, basierend auf langjähriger Freundschaft zu Jobs und intensiver Zusammenarbeit. Er geht davon aus, dass dieser den Namen Apple wählte, weil er etwas vertrautes, harmloses repräsentiert.

Wenn eine neue Technologie, die das Leben der Menschen verändern soll, nicht auch noch einen fremdartigen Namen hat, könnte man sie einfacher akzeptieren. Diese Überlegung habe Steve vielleicht nicht bis ins letzte Detail durchdacht, vermutet Clow, aber sein Instinkt führte ihn zum richtigen Schluss.

Ein anderer Elektronikriese hat damals ähnliche Probleme. Der Name Tokyo Tsoshiu Kogyo KK klingt weder sonderlich vertraut, noch in irgendeiner Weise „heimelig“. Sony dagegen, so heißt der Konzern heute, klingt nach Sonne und sagt sich in jeder Sprache ganz leicht. Diese Änderung hatte vermutlich einen nicht unerheblichen Anteil an dem Erfolg des Unternehmens.

In Anlehnung an dieses Manöver habe auch Jobs einen Namen gewählt, der nicht nur simpel und verständlich ist, sondern die fortschrittlichen Produkte den Konsumenten einen Schritt näher bringt.

Übrigens: Clow war es auch, der Steve Jobs davon überzeugen wollte, den Text zu Apples Werbespot „Here’s to the crazy ones“ selbst zu sprechen. Der Spot sollte Apple in einer sehr schwachen Phase wieder nach vorne bringen, zu neuen Höchstleistungen motivieren. Damit richtete er sich ebenso an die Mitarbeiter wie an die Konsumenten.

Nach stundenlangem Diskutieren brachte Jobs das schlagende Argument: Wenn die Leute denken, dass es um mich geht und nicht um Apple, haben wir es versaut. Trotzdem gibt es eine Aufnahme, in welcher nicht Richard Dreyfuss, sondern der ehemalige Apple-CEO selbst den Text spricht.

(via Businessinsider)

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Steve Jobs’ Familie spendet seit Jahren anonym

In einem Interview sprach Laurene Powell Jobs, Witwe des langjährigen Apple-CEO Steve Jobs, über das karitative Engagement ihrer Familie. Seit über 20 Jahren spenden sie für wohltätige Zweck, blieben dabei stets im Hintergrund.

„Wir unterstützen das Wirken anderer, wo wir können“, so Powell Jobs in der New York Times, „und wir hängen nicht gerne unser Namensschild an solche Aktionen“.

Anders als viele Größen der Tech-, aber auch anderer Branchen, die weitaus öffentlicher mit ihrem Engagement umgehen. Bill Gates ist heute vor allem für seine Bemühungen bekannt, diverse Krankheiten innerhalb der nächsten Jahrzehnte komplett auszurotten. Warren Buffet rief bekanntermaßen Größtverdiener dazu auf, mit ihm die Hälfte ihres Vermögens an wohltätige Zwecke zu spenden. Steve Jobs hielt sich stets zurück und nahm an solchen Bekenntnissen nicht teil.

Laurene Powell Jobs kann vor allem so anonym bleiben mit ihren vielfältigen Projekten und Spenden, weil sie keine Stiftung mit einem wohltätigen Zweck gegründet hat. Statt dessen betreibt sie eine privatwirtschaftliche Organisation, eine Art GmbH. Die muss keine öffentlichen Spendenberichte einreichen, kann flexibler mit ihrem Geld umgehen und profitable Investitionen tätigen. Auch Zuwendungen an politische Parteien sind möglich.

Steve Jobs wurde häufig dafür kritisiert, dass er trotz seines schier unermesslichen Reichtums (vor allem in Form von Anteilen an Apple und dem Disney-Konzern) niemals so stark mit wohltätigem Engagement in Erscheinung trat, wie seine Kollegen. Der Vergleich mit Bill Gates liegt nahe, ebenfalls ein Tech-Titan, aber mit vermeintlich weiteren Spendierhosen.

Nun scheint es aber viel mehr so, als hätte die Familie von Steve Jobs sich mit ihren karitativen Tätigkeiten lediglich außerhalb des Lichtes der Öffentlichkeit bewegt.

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Steve Jobs Meinung zu Intel-Stickers (Video) + Tipp zum Entfernen

PC-Nutzer kennen das Problem: Auf jedem neuen Notebook oder Desktop-PC prangen eine Reihe von Aufklebern. Über Jahre durfte „Intel Inside“ auf keinem der Neugeräte fehlen. Warum gibt es bis heute eigentlich keine derartigen „Verschönerungen“ bei Macs?

Intel Inside – eine der bekanntesten Werbekampagnen der PC-Branche. Auch wenn diese mittlerweile der Vergangenheit angehört, geblieben sind noch immer unschöne Aufkleber (Sticker) von Intel, AMD und Co, die jedes Neugerät verschandeln. Einzig Apple verwehrte sich diesem Trend bis zum heutigen Tage. Warum eigentlich? Immerhin ist es ein offenes Geheimnis, dass sich Intel diese Form des Marketings jahrelang ordentlich etwas kosten lies. Jeder Hersteller profitiert insofern monetär vom Aufkleber-Wahn.

Die Antwort darauf gab im August 2007 niemand Geringerer als Steve Jobs persönlich. Auf die Frage eines Journalisten entgegnete er zunächst ironisch mit der Begründung, Apple möge die eigenen Aufkleber lieber – wohlwissend, dass keine solchen auf den Geräten zu finden sind. Ernsthaft führt Steve weiter aus, dass Apple keinen Sinn darin sehe. Jeder wisse, dass Apple Intel-Prozessoren einsetze. Warum den Kunden also nochmals damit penetrieren. Viel wichtiger wäre der Inhalt, die einzigartige Kombination von Hard- und Software. Phil Schiller (Vizepräsident Produktmarketing) greift die Frage auf und verweist auf die eingangs erwähnte Problematik: Der Kunde wünscht kein mit Aufklebern und Junkware verunstalteten Rechner.

Danke Apple (ernsthaft)!

Tipp: Aufkleber rückstandlos von Notebooks, Blu-ray-Playern etc. entfernen

Übrigens: Möchte man derartige Aufkleber rückstandlos vom Gerät entfernen, so gibt es hierfür einen einfachen Trick. Zuletzt durfte der Autor dieser Zeilen dies eindrucksvoll anhand eines Blu-ray-Players unter Beweis stellen.

  1. Zunächst entfernt man so gut wie möglich den Aufkleber per Hand. Unter Umständen hilft auch ein Föhn. Doch Vorsicht: Zu heiß sollte es nicht werden. Im Zweifelsfall das Heißluftgebläse lieber weglassen.
  2. Danach greifen wir zu einem Tuch und befeuchten es leicht mit Öl. Geeignet ist beispielsweise jedes Speiseöl. Von aggressiven Lösungsmitteln sollte man jedoch lieber die Finger lassen. Damit rubbeln wir über die Klebereste des Aufklebers und entfernen diese.
  3. Um den leichten Ölfilm zu entfernen, greifen wir zum Tuch mit etwas Spülmittel. Darüberwischen und mit einem trockenen Tuch endreinigen – fertig!

„Sticker-Video“ via Cult of Mac.

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Happy Birthday Steve!

Heute vor 58 Jahren wurde Steven „Steve“ Paul Jobs geboren – Sohn, Adoptivkind, Ehemann, Vater, Freund, Unternehmer, Visionär und letztlich ein sterbender Mensch. Über Apples Mitbegründer wurde nahezu alles gesagt, geschrieben und berichtet. An seinem Ehrentag lassen wir ihn deshalb selbst nochmals zu Worte kommen und halten uns vornehm zurück.

Steve Jobs verstand etwas vom Wesen der Typografie, belegte an der Universität einen Kalligrafie-Kurs und nutze dieses Wissen schlussendlich im späteren Verlauf bei der Schaffung des Macintosh. Schließlich war es der Mac, der erstmals ein gleichmäßiges Schriftbild nutze und das Desktop Publishing begründete – eine Revolution.

Was für eine Fügung: Die folgenden Film-Fundstücke, versehen mit originalen Tonaufnahmen von Steve Jobs, verwenden die Technik der „kinetischen Typografie“ – ein sich bewegender Text, zusammengefügt zu beeindruckenden Videoanimationen. Dabei wirken diese Beispiele nicht verspielt, sind klar, rein, ästhetisch. Mit anderen Worten: Steve hätten sie sichtlich gefallen.

Thoughts on Life – Gedanken über das Leben

Think Different

Die Regeln des Erfolgs

Stay hungry – Stay foolish

Everything else is secondary.

Steve: Alles Gute zum Geburtstag, wo auch immer du ihn heute feiern wirst. Und nochmals Danke für deinen Besuch auf diesen kleinen, verrückten Planeten.

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Steve Jobs’ UFO-Campus verzögert sich bis 2016

Aus Dokumenten, die Apple der Stadt Cupertino übermittelte, ergibt sich, dass die Bauarbeiten an dem neuen Unternehmensgelände sich verzögern werden. Vor dem Jahr 2014 wird auf dem Gelände nichts passieren, zuvor muss der Hersteller noch Bericht über die Umweltbeeinträchtigungen seines Vorhabens erstatten.

Bei Bloomberg liest man, dass mit viel Glück sogar schon im kommenden Jahr mit dem Bau beginnen könnte. „Aber nur, wenn alles glatt geht“, so David Brand, Mitglied der Stadtverwaltung in Cupertino.

Eigentlich wollte Apple schon in diesem Jahr den ersten Spatenstich auf dem 712.247 Quadratmeter großen Areal tätigen. Bis 2015 sollte dort ein Gebäudekomplex entstehen, der an ein UFO erinnert. Der futuristische Bau soll den Unterlagen zufolge mit ein paar marginalen Änderungen bis 2016 fertiggestellt werden.

Das setzt voraus, dass die Stadtverwaltung das Vorhaben schnell durchwinkt und die Anwohner keinerlei Rechtsbehelfe gegen die Baugenehmigung einlegen. Aus dem revidierten Antrag ergebe sich, dass Apple weitere Gebäude als Lagerräume und für Parkplätze errichten wolle. Für bis zu 14.200 Mitarbeiter sollen 10.500 PKW-Stellplätze entstehen.

Unverändert bleibe der Plan für den enormen vierstöckigen Hauptkomplex, das mit weit über 260.000 Quadratmeter eines der größten Gebäude der Erde wird.

In Cupertino weiß man inzwischen um die große Popularität der von ihnen veröffentlichten Pläne des neuen Apple-Campus. Aus diesem Grund wartet man mit der Freigabe der Dokumente noch bis nach Thanksgiving. Dann werde die Stadt mit zusätzlichen Servern versuchen, dem Ansturm der informationsgierigen Apple-Fans stand zu halten.

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Pixar: Hauptgebäude wird zum “Steve Jobs Building”


In Gedenken an Steve Jobs hat das auf Computeranimation und CGI spezialisierte Pixar Animation Studio ihr Hauptgebäude in Emeryville, Kalifornien in das Steve Jobs Building umgetauft.

Ein entsprechendes Bild wurde am 5. November von Junn Lee auf Twitter (via iMore) veröffentlicht. Jobs spielte eine wichtige Rolle in der Unternehmensgeschichte und war unter anderem ein früher Finanzier.

 

Jobs hatte auch großen Teil zum Entwurf und Design des Gebäudes beigetragen. Wie Pixar Times schreibt, war es beispielsweise seine Idee, dass das Gebäude ein großes Atrium bekommt. Der Gedanke war, dass sich die Mitarbeiter dort zufällig über den Weg laufen, um an gemeinsamen Ideen zu arbeiten.

Mit dem Schriftzug über dem Haupteingang gedenkt Pixar damit einer der wichtigsten Personen seiner Geschichte.

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Pogoplug Mobile für iOS und Android zum Preis von 29,95 Euro bei iBood

iBood bietet heute das Modul zum Preis von 29,95 Euro an. Pogoplug ermöglich das einfache Abrufen von Musik, Videos oder anderen Dateien vom Smartphone oder Tablet aus.  

Pogoplug Mobile

Mit Pogoplug Mobile können Daten von externen Festplatten oder einer SD-Karte einfach auf mobile Geräte gestreamt werden. Dazu muss das Modul mit dem Router über ein Ethernet-Kabel verbunden und dann eine externe Festplatte angeschlossen oder eine SD-Karte eingesteckt werden. Der nächste Schritt ist die einfach Konfiguration auf der Webseite von Pogoplug. Und schon können zahlreiche Medientypen passwortgeschützt von mobilen Endgeräten mit iOS und Android abgerufen werden. Die notwendigen Apps stehen kostenlos zum Download bereit. 5 GB Speicherplatz sind kostenlos.

Weitere Details:

  • Typ: Pogoplug Mobile
  • Anwendungen: Xbox 360, Playstation 3, iPhone, Android, Blackberry, Palm, iPad
  • Laufwerkanschluss: USB 2.0
  • Laufwerkformate: NTFS, FAT32, HFS +, EXT2, EXT3
  • Netzwerkanschluss: Gigabit Ethernet, Wireless (802.11 b / g / n)
  • Web-Browser: Safari, Firefox, Internet Explorer 8 und höher, Chrome.
  • Betriebssysteme: MS Windows XP, Vista, Windows 7, Mac OS 10.4 und höher (Intel und PowerPC), LinuxAnwendungen: Xbox 360, Playstation 3, iPhone, Android, Blackberry, Palm, iPad
  • Stromversorgung: 100-240V, 50/60Hz
  • Garantie: 2 Jahre

Lieferumfang: Pogoplug Mobile, Ethernet-Kabel, Netzkabel, Bedienungsanleitung

Angebot

Das Modul kann heute für 29,95 Euro bei iBood bestellt werden. Die Versandkosten betragen 5,95 Euro. Das Angebot ist nur heute gültig und solange der Vorrat reicht. Voraussichtliches Versanddatum ist der 12. November 2012.

 

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Steve Jobs: Idee fürs iPad schon im Jahr 1983

Im Jahr 1983 – also noch vor der Einführung des ersten Macintosh – sprach Steve Jobs auf einer Design-Konferenz in Aspen über die Zukunft des Computers. Rückblickend traf er ziemlich genaue Vorhersagen – und schien schon damals eine Vision fürs iPad zu haben.

Apples Strategie sei sehr simpel, erklärte Steve Jobs den Konferenzteilnehmern: Das Unternehmen wolle einen “unglaublich tollen Computer in ein Buch packen, das man mit sich herumtragen kann und man innerhalb von 20 Minuten lernt, wie man es bedient”. Das Gerät wolle Apple mit einer Funkverbindung ausstatten, so dass man keine Kabel benutzen muss. Man könne dann “mit allen diesen großen Datenbanken und anderen Computern” kommunizieren.

Rückblickend ist diese Vision mit dem iPad Wirklichkeit geworden. Jobs irrte sich eigentlich nur bezüglich des Zeitplans: Damals erklärte er, dass Apple diesen Plan noch im selben Jahrzehnt verwirklichen wolle. Zum Teil entsprachen schon die ersten PowerBooks der Idee, allerdings fehlte es ihnen an entsprechender Simplizität und der drahtlosen Netzwerk-Anbindung.

Von der “iPad-Vision” berichtete Jobs im Rahmen der an seinen Vortrag angeschlossenen Fragerunde. Darüber hinaus machte der Apple-Mitgründer auch einige weitere Vorhersagen, die recht genau waren: Eines Tages würden Menschen mehr Zeit mit einem Computer als mit ihrem Auto verbringen, die Beziehung mit Computern würde eines Tages deutlich enger sein – im Jahr 1983 entspräche sie noch einem “ersten Date” -, Computer würden eine neue Art der Kommunikation bieten, so dass man eines Tages überall auf der Welt drahtlos elektronische Post abrufen kann und so weiter.

Auch auf Spracherkennung kam Jobs zu sprechen: Es sei wichtig, zu unterscheiden, ob ein Computer “nur” die gesprochenen Worte erkenne oder auch die Sprache selbst verstehe. Letzteres sei sehr schwierig. Dass das heute immer noch gilt, zeigt uns Siri.

Der komplette Vortrag und die anschließende Fragerunde sind als Aufzeichnung bei Life, Liberty, and Technology erhältlich.

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Video of the Day: Steve Jobs Wachsfigur bei Madame Tussauds

Bei Madame Tussauds in Hong Kong lässt sich seit wenigen Tagen eine Wachsfigur bestaunen, die den Apple-Mitgründer Steve Jobs darstellt.

Für umgerechnet 193.400,- US-Dollar wurde in mehr als drei Monaten Arbeit das Gesicht anatomisch korrekt modelliert und tausende Haare einzeln per Hand angebracht. Die mit typischen schwarzen Rollkragen-Pullover, Levis 501 Jeans und New Balance Turnschuhen ausgestattete Wachsfigur lässt sich noch bis zum 26. November bei Madame Tussauds in Hong Kong bestaunen bevor sie ihre Reise nach Bangkok und Shanghai antritt.

Steve Jobs Wachsfigur

Steve Jobs Wachsfigur

Steve Jobs Wachsfigur

Steve Jobs Wachsfigur

Steve Jobs Wachsfigur

Steve Jobs Wachsfigur

 

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Vid of the day: Die Wiedergeburt des Steve Jobs

Apple ist immer für eine Überraschung gut – ob das in diesem “Vid of the day” skizzierte Szenario heute Abend wirklich zu sehen sein wird, bleibt aber dennoch äußerst fraglich. Auch wenn man hier über Dahingeschiedene zu schmunzeln genötigt wird – Steve hätte ganz bestimmt auch herzlich gelacht. 

In Anlehnung an den Auftritt eines Tupac-Hologramms auf dem Coachella Festival erscheint hier plötzlich ein virtueller Steve Jobs – kurz nachdem Tim Cook den Laden übernommen und das Ende der Jobs-Ära verkündet hat. Aufwendig animiert und mit professioneller Musik hinterlegt, ist das Video eine nette Einstimmung auf den heutigen Abend. Denn: Das iFhone 5 wird beworben!

Damit reiht sich das Video schön in die Liste der übrigen Apple-Parodien, die Kollege Sebastian vor ein paar Wochen zusammengestellt hat.

Nicht vergessen: Mittwoch ist iPhone-Tag! Wir begleiten das (echte) Apple-Event mit einer Live-Show und einem Ticker – es lohnt sich also in jedem Fall, vorbeizuschauen!

Danke an Twitter-User @flyingapplenews für diesen Tipp!

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iPad mini: Steve Jobs war “sehr aufgeschlossen”

Während Apple in der Öffentlichkeit keine Details zu unveröffentlichten Produkten preisgibt, sind heute im Rahmen des Rechstreits zwischen Apple und Samsung einige interne Details ans Tageslicht gekommen. So dachte unter anderem Eddy Cue im Januar 2011, dass es Zeit für ein 7″ iPad sei und erwähnte dies auch in einer internen Mail.

Wie diverse Berichte von The Verge und AllThingsD zeigen, hatte Eddy Cue, Senior Vice President of Internet Software and Services, besagte Mail an sein Team verschickt.

“Ich glaube, dass es einen Markt für ein 7″-Tablet geben werde und das wir eins anbieten sollten”, so Cue in der Mail, die Scott Forstall heute im Zeugenstand vorgelegt wurde. Weiter schrieb Cue, dass er Steve Jobs die Pläne seit Thanksgiving mehrmals vorgelegt habe und er zuletzt “sehr empfänglich” gewesen sein soll.

In der Mail hatte Eddy Cue einen Artikel eines Reporters weitergeleitet, der über ein 7″ Galaxy Tab von Samsung berichtet. Cue habe das Tablet selbst ausprobiert und stimmt der Meinung des Reports in vielen Punkten zu.

Update:
CNET hat den Inhalt der oben genannten E-Mail veröffentlicht.

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Woz witzelt: “Steve Jobs wurde bei Microsoft wiedergeboren”

Microsoft tut sich schwer auf dem Mobilmarkt, die Platzhirsche heißen Apple und Google. Dabei fallen die Kritiken für die jüngsten Produkte aus Redmond eigentlich recht positiv aus. So auch die Einschätzung des Apple-Mitgründers Steve Wozniak: Die jüngsten Entwicklungen entsprächen Steve Jobs‘ Philosophie.

Weiterhin Sympathien für Kim Dotcom

Steve Wozniak, genannt “Woz”, sprach auf einer Konferenz des chilenischen Telekommunikations-Anbieters Entel zu diversen Themen. Er zeigte erneut Sympathien für den Megaupload-Mitgründer Kim Dotcom, der sich nach der Schließung der Website einem Strafverfahren ausgesetzt sieht. Laut Wozniak sei Megaupload letztendlich nichts anderes gewesen als viele Cloud-Festplatten-Anbieter, der Betreiber sei für Urheberrechtsverletzungen nicht verantwortlich gewesen.

Intelligente Spracherkennung als die Zukunft

Auch äußerte sich der Apple-Mitgründer zur Zukunft der IT-Industrie. Allgemein denke er nicht zu sehr über die Zukunft nach, da sich kaum vorhersagen lasse, was in fünf Jahren geschehen werde. Allerdings glaubt er, dass künstliche Intelligenz in Zukunft deutlich weiter verbreitet sein werde – er wünscht sich ein Gerät wie einen iPod nano am Handgelenk, das ständig mit dem Internet verbunden ist und seine Sprachkommandos versteht – und zwar auch dann, wenn er sich verspricht oder grammatikalische Fehler macht. Googles Project Glass gehe in diese Richtung, er habe das Gerät aber noch nicht ausprobieren können und könne sich deshalb nicht wirklich dazu äußern.

Microsoft zuletzt wie Steve Jobs

Die wohl interessantesten Aussagen machte Wozniak jedoch zu Microsoft: Viele Leute meinten, dass das Unternehmen aus Redmond zuletzt gar keine Erfolge vorweisen konnte. Das sei aber nicht so, immerhin sei beispielsweise die Spielekonsole Xbox sehr erfolgreich.

Auch sehe er bei Microsoft eine interessante Entwicklung: Die Nokia-Smartphones mit dem Betriebssystem Windows Phone 7 sähen so gut aus und hätten ein so hübsches Betriebssystem. Das sei das, was sich Steve Jobs immer vorgestellt habe, die Verbindung von Kunst und Technologie. “Ich habe deswegen schon den Witz gerissen, dass Steve Jobs bei Microsoft wiedergeboren wurde”, so Woz.

Auch an Microsofts Tablet Surface sei er deshalb interessiert: “Ich will eins haben, ich möchte eins benutzen, aber ich ziehe es vor, Dinge erst dann zu bewerten, wenn ich sie wirklich kenne und nicht, wenn ich nur darüber gelesen habe.” Er sei aber glücklich darüber, wie sich Microsoft entwickle; so etwas sei in dem Unternehmen lange nicht mehr passiert.

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Steve Jobs und die Dreierregel: Dünner, schneller, leichter

Warum genau es so ist, weiß man nicht. Aber die Zahl drei besitzt für uns eine Art magische Kraft. Sie fasziniert, fesselt und scheint ein ganz tief im Gehirn verwurzeltes Belohnungszentrum anzusprechen. Das wusste auch Steve Jobs und ließ seine Präsentationen und Produkte stets der Dreierregel folgen.

„Ein iPod, ein Telefon, ein Internetgerät“ — wie ein Mantra wiederholt Jobs diesen Dreiklang auf der Bühne. Zur Macworld 2007 stellt er der Öffentlichkeit auf diese Weise das iPhone vor, das gleich drei Wünsche auf einmal erfüllt.

Schnitt, vorspulen zum Jahr 2010: Steve präsentiert das iPad als „Drittes Glied“ der Kette zwischen iPhone und Laptop. Nach wie vor gibt es den Tablet-Rechner in drei grundlegenden Varianten. Mit 16, 32 und 64 Gigabyte Speicher.

Einverstanden, nicht immer hält sich Apple an die Dreierregel. Schließlich gibt es zwei verschiedene Ausführungen des MacBook Air. Auch der iMac ist in nur zwei Größen erhältlich. Aber man kann sie nur sinnvoll einsetzen, wenn man verstanden hat, dass sie kein Allheilmittel ist. Als das iPad 2 im letzten Jahr das Licht der Welt erblickt, ist es natürlich „dünner, leichter, schneller“.

Wenn man einmal drauf achtet, findet man überall Beispiele für den „Dreiertrick“. Nicht zuletzt auch in der Theologie — etwa in Gestalt der Dreifaltigkeit im Christentum. Der Vater, der Sohn und der heilige Geist. Die heiligen drei Könige, drei Tage vergehen zwischen der Kreuzigung Jesu und der Auferstehung.

Abraham Lincoln benutzte in der Gettysburg Address während des Amerikanischen Bürgerkrieges die bekannte Wendung „Life, liberty and the pursuit of happiness“. „Wein, Weib und Gesang“ wären weit weniger verlockend, fehlte eines der Bestandteile einfach. Ähnlich wie vom goldenen Schnitt lassen wir uns von der Drei verzaubern. Die Liste lässt sich beliebig fortführen.

Man sieht, Steve Jobs ist keinesfalls der Erfinder der Dreierregel und ein Patent darauf wird er ebenfalls nicht anmelden können. Er hat sie nur meisterlich genutzt, um das Publikum zu fesseln, ein angenehmes Einkaufserlebnis zu gestalten und die Produkte effektvoll in Szene zu setzen.

Irgendwie wohnt uns allen ein Bedürfnis nach Symmetrie und Balance inne. Nun könnte man entgegnen, dass auch die Zahl 60 ganz hervorragend symmetrisch und geradezu grandios ausbalanciert sei: Teilbar durch 2, 3, 4, 5 und 6 — bestens geeignet also, um die Basis unserer Zeitrechnung zu bilden.

Ganz zu schweigen von der Zahl 16, deren stete Präsenz im Software-Bereich dem vielseitigen Hexadezimalsystem geschuldet ist. Doch ist die Drei die kleinste, mit der sich ein solch ausgeglichenes Bild verbinden lässt.

Das wird auch Tim Cook nicht entgangen sein und bei allen Unterschieden zwischen seinem Vortragsstil und dem des verstorbenen Jobs — wir werden wohl nicht zum letzten Mal ein neues iPhone, iPad oder MacBook Pro zu Gesicht bekommen haben, das „dünner, leichter und schneller“ ist als sein Vorgänger. Einfach mal drauf achten.

Wer alle Beispiele für die Dreierregel in diesem Text findet, gewinnt Schirm, Charme und eine Melone.

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Apple-Ratsmitglied über Steve Jobs’ “iCar”-Träume und Wohnzimmer-Pläne

Mickey Drexler, Chef der US-Einzelhandels-Kette J. Crew und Apple-Verwaltungsratsmitglied, plauderte kürzlich über Steve Jobs, Tim Cook und im Allgemeinen über Apple. Jobs habe sich gewünscht, eines Tages ein Auto zu entwerfen, so Drexler. Apples nächstes Ziel sei allerdings “das Wohnzimmer”.

Der Design-Fetischist Steve Jobs

Steve Jobs hatte sich in seiner Karriere nicht nur dem Äußeren der eigentlichen Apple-Produkte gewidmet. Der langjährige Apple-CEO hatte sich auch um die Gestaltung der Apple Retail Stores gekümmert und beispielsweise eine Yacht entworfen. Selbst während seiner langen Krankheit soll sich der im letzten Jahr verstorbene Apple-Mitgründer über das seiner Meinung nach unansprechende Design von medizinischen Geräten beschwert haben.

Kein Wunder also, dass sich Jobs auch über das Äußere von Autos Gedanken machte. Steve Jobs fuhr mit einem Mercedes SL55 AMG ein schmuckes Auto und verglich Apple einst stolz mit BMW. In Erinnerung bleibt auch ein Werbespot für die Integration eines weißen iPod in einen schneeweißen Volkswagen New Beetle.

Drexler: Jobs’ Traum war ein “iCar”

Mickey Drexler verriet im Rahmen der Konferenz “Innovation Uncensored” von Fast Company, dass Jobs gerne im Bereich Autos aktiv geworden wäre: “Schauen Sie sich die Autoindustrie an, die ist in Amerika eine Tragödie. Wer designt diese Autos? Steves Traum vor seinem Tod war es, ein ‘iCar’ zu designen”, so Drexler.

Dass Apple unter Jobs’ Führung eines Tages zu einem Autohersteller geworden wäre, ist natürlich unwahrscheinlich, denkbar wäre aber eine Kooperation mit einem Hersteller gewesen. Jobs hätte sich angesichts dessen wohl auch gerne mit dem Ferrari-Chef Luca di Montezemolo unterhalten, der Ende letzten Monats den Apple-Campus und Jobs’ Nachfolger Tim Cook besuchte.

Tim Cooks’ schweres Erbe – Wohnzimmer als nächstes Ziel

Dexler verriet auch, dass er Tim Cook nicht gerade um seinen Job beneide. Der bestmögliche Job sei es, ein Unternehmen zu übernehmen, dem es schlecht geht. “Übernehme nie ein Unternehmen, dem es sehr gut geht. Wissen Sie, ich liebe Tim Cook, aber ich würde seinen Job nicht wollen!”, so Drexler über das schwere Erbe, das Cook von Jobs im letzten Jahr antreten “musste”.

Drexler befeuert derweil außerdem die Gerüchte um einen Apple-Fernseher: Apple habe heute “zehn Produkte”, “in naher Zukunft” werde sich das Unternehmen “mit dem Wohnzimmer” befassen.

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Jobs und Zuckerberg: Unreife Pulloverfetischisten

Das Bild von Steve Jobs auf der Bühne ist den meisten von uns noch präsent: Dunkler Rollkragenpulli, blaue Jeans und weiße Turnschuhe. Ähnlich leger hält Facebook-CEO Mark Zuckerberg seine Dienstgarderobe. Für Manche ist das ein Zeichen mangelnder Reife und lässt sie an seiner Tauglichkeit als Unternehmenschef zweifeln. Was für ein ausgemachter Unsinn!

Facebook will demnächst mit einem so genannten „IPO“ („initial public offering“, zu Deutsch „Börsengang“) eine Reihe von Investoren anlocken. Diese werden auf diversen Veranstaltungen in verschiedenen US-Großstädten mit Statistiken und Schnittchen umworben. Dazu gehört neben Präsentationen und Prosecco natürlich auch persönlicher Kontakt zur Management-Ebene.

Zuckerberg erscheint zu diesen Meet-and-Greets, wenn überhaupt, gern in seinem typisch lockeren Outfit. Kapuzenpullover, verschlafene Frisur und- Augenblick, wir sind doch hier nicht bei „Vogue“! Was kümmert uns also das äußere Erscheinungsbild eines CEO?

Auch Steve Jobs eigenwillige Kluft sorgte zunächst für hochgezogene Augenbrauen. Mark Zuckerberg musste sich jüngst vorwerfen lassen, nicht die nötige Reife für seine Position mitzubringen.

Michael Pachter, Analyst bei Wedbush Securities, war der erste, der eine Kaufempfehlung für die kommende Facebook-Aktie aussprach. Er äußerte sich gegenüber Bloomberg über Zuckerbergs Kleidung und seine Art, mit den potentiellen Investoren umzugehen.

„Er zeigt Investoren, dass es ihm eigentlich egal ist. Er wird sich nicht verändern und statt dessen tun, was er immer getan hat. Ich halte das für ein Zeichen mangelnder Reife“.

Er solle diesen Menschen, die er immerhin um viel Geld bittet, den nötigen Respekt entgegenbringen. Für den Posten des Produktmanagers, Verantwortlicher für die Benutzeroberfläche oder die Funktionen der Plattform sei er bestens geeignet. „Ich bin aber nicht sicher, ob er der Richtige ist für die Position des Unternehmensleiters“, so Pachter.

Kein Zweifel, wenn es um viel Geld geht und viele Investoren gefunden werden sollen, ist mit einer erhöhten Anzug-Dichte im Raum wohl zu rechnen. Ein Kapuzenpulli und Jeans fallen da sicherlich auf. Doch wie kommt man auf die Idee, von der Garderobe auf Respekt zu schließen?

Was, wenn man einmal von Oberflächlichkeiten und falsch verstandener Etikette absieht, haben Kleidungsstücke eigentlich mit Führungsqualitäten zu tun? Ist ein Schlipsträger besser geeignet, einen Börsengang zu managen als ein Schluffi? Sicherlich stimmt das so pauschal nicht, ebenso wenig wie umgekehrt. Nur weil sich jemand leger gibt und den junggebliebenen Manager mimt, heißt das noch lange nicht, dass er die enorm komplexen und vielschichtigen Aufgaben eines CEO locker meistert.

Was aber, wenn sich jemand, wie im Falle Zuckerberg, bereits mehr als fähig gezeigt hat? Seine Qualitäten unter Beweis gestellt und mehr als nur Anhaltspunkte dafür gegeben hat, dass er wenn nötig in des Kaisers neuen Kleidern das Ruder sicher führen würde? Müssen wir dann wirklich noch an verstaubten Benimmregeln festhalten?

Ob Facebook nach dem Börsengang unter seinem eigenwilligen, vielleicht sogar exzentrischen CEO wird leiden müssen, bleibt abzuwarten. Steve Jobs hat wohl auf eindrucksvolle Weise gezeigt, dass Aktionäre und Investoren sich deswegen kein Kopfzerbrechen machen brauchen. Apple war und ist trotz oder gerade wegen eines Rollkragenpulli-Trägers ganz weit vorn.

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“1984″-Nachfolger “1944″: Steve Jobs als Franklin D. Roosevelt (Update)

Apples “1984″-Werbespot ist legendär. Bisher weitgehend unbekannt ist aber ein “Nachfolger” der Fernsehwerbung für den ersten Macintosh: Auf einer Website ist jetzt der nur für Apple-Mitarbeiter konzipierte Kurzfilm “1944″ aufgetaucht – in dem Steve Jobs die Rolle des US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt übernimmt.

Während in “1984” eine Läuferin einen Vorschlaghammer in eine Leinwand wirft, auf der der “Große Bruder” aus George Orwells gleichnamigem Roman zu sehen ist, greift “1944″ den Kampf der Alliierten Truppen gegen die Achsenmächte des Zweiten Weltkriegs auf. In beiden Fällen ist das übermächtige “Böse” der damalige Apple-Hauptkonkurrent IBM.

Die Website NetworkWorld zeigt das Video exklusiv auf ihrer Website. Der erste Ausschnitt zeigt Steve Jobs‘ Auftritt als “FDR“, danach folgt das gesamte Video, für das Apple damals 50.000 US-Dollar ausgegeben haben soll. Den Film ließ Apple für das Treffen aller Apple-Verkaufsmitarbeiter auf Hawaii drehen, das 1984 statt fand. NetworkWorld hat das Video von Craig Elliott erhalten, der von 1985 bis 1996 bei Apple gearbeitet hat.

Unten eingebettet ist die 2004er-Version des “1984″-Werbespots – in der die Läuferin einen iPod trägt.

Update: Mittlerweile lässt sich auch das “1944″-Video einbetten:

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Abwerbe-Absprachen: Apple, Google und Co. müssen sich vor Gericht verantworten

Ende 2010 einigten sich Apple, Google, Intel und andere IT-Unternehmen mit dem US-Justizministerium in einem Streit um Abwerbe-Absprachen. Das Thema hat sich seitdem aber nicht erledigt: Fünf Ingenieure haben die Unternehmen in den USA verklagt, eine Zurückweisung der Klage hat das mit dem Fall befasste Gericht nun abgelehnt.

Die Kläger werfen den Unternehmen vor, die Job-Chancen ihrer Mitarbeiter durch die Abwerbe-Absprachen verringert und ihr Gehalt künstlich niedrig gehalten zu haben. Zwischen den Unternehmen, zu denen auch Adobe, Intuit, Pixar und Lucasfilm gehören, soll es Absprachen gegeben haben, keine Mitarbeiter voneinander abzuwerben.

Unter anderem soll der letztes Jahr verstorbene Apple-CEO Steve Jobs im Jahr 2007 eine Mail an den damaligen Google-CEO Eric Schmidt geschickt haben, in der er sich über ein Abwerben eines Apple-Entwicklers beschwerte. Er würde sich freuen, wenn Googles Anwerbungs-Abteilung damit aufhörte. Schmidt habe die Mail dann intern mit der Anweisung weitergeleitet, solche Vorgänge zu beenden. Googles Personalchef soll sich dann bei Steve Jobs entschuldigt haben, der Mitarbeiter, der den Entwickler abgeworben hatte, sei entlassen worden.

Zu diesem Zeitpunkt war Schmidt noch ein Mitglied des Apple-Verwaltungsrates – die Unternehmen waren im Jahr 2007 noch keine direkten Konkurrenten. Dennoch spricht vieles dafür, dass hinter dem Vorgang mehr als eine unternehmerische Freundschaft besteht.

Die mit dem Fall befasste Bezirksrichterin Lucy Koh kann wohl auch deshalb die Behauptung der sieben beklagten Unternehmen nicht nachvollziehen, dass es ein Zufall sei, dass die Firmen miteinander insgesamt sechs geheime Vereinbarungen innerhalb von zwei Jahren mit einem vergleichbaren Inhalt abschlossen. Es spreche viel dafür, dass es sich um ein kollusives Zusammenwirken und eben keinen Zufall handle.

In der Einigung mit dem US-Justizministerium Ende 2012 verpflichteten sich die Unternehmen lediglich, entsprechende Vereinbarungen in Zukunft zu unterlassen – sie erklärten aber gleichzeitig, dass sie nichts Unerlaubtes getan hatten. Die heutigen Kläger glauben allerdings, dass den Mitarbeitern der Unternehmen durch die Vereinbarungen in der Vergangenheit Millionen an potentiell höheren Löhnen verloren gingen. Dementsprechend fordern sie nun Schadensersatz.

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Brasilianische Stadt benennt Straße nach Steve Jobs

The Stadt Jundiai in Brasilien hat dank der Eröffnung des ersten südamerikanischen Werks des Apple-Zulieferers Foxconn deutlich an Bekanntheit und Wohlstand gewonnen. Als Zeichen der Dankbarkeit wird nun eine Straße umbenannt – in die “Avenida Steve Jobs”.

Die Straße, die ab sofort den Namen des Apple-Gründers trägt, führt auf den Anhanguera Highway, an dem sich auch das Foxconn-Werk befindet. Apple produziert dort die iOS-Geräte iPhone und iPad. Seit kurzem darf Apple die lokal hergestellten Geräte in Brasilien auch verkaufen. So lassen sich hohe Importzölle vermeiden.

Die Entscheidung, mit dem Straßennamen den verstorbenen Apple-CEO zu huldigen, reiht sich in eine lange Liste posthumer Auszeichnungen ein. In den vergangenen Monaten übertrafen sich verschiedene Unternehmen mit Ehrungen. Unter anderem enthüllte eine ungarische Software-Firma eine lebensgroße Bronzestatue und Disney widmete seinen Film “John Carter” dem Apple-Gründer.

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FBI veröffentlicht Akte über Steve Jobs (Update)

Das Federal Bureau of Investigation (FBI) hat heute eine Akte über den im Oktober verstorbenen Apple-Gründer Steve Jobs aus dem Jahr 1991 veröffentlicht. Grund der Nachforschungen des FBI war eine mögliche Position unter der damaligen Regierung von George H.W. Bush.

Aufgetan wurde der 191-seitige Bericht von Gawker. Welche Tätigkeit Jobs konkret angeboten wurde ist nicht bekannt. Nur dass es sich um eine Position im Rat für auswärtige Wirtschaftsbeziehungen (“President’s Export Council“) gehandelt haben soll, kann dem Bericht entnommen werden.

Dem Dokument ist beispielsweise zu entnehmen, dass Jobs im Jahr 1985 nicht gefeuert wurde, sondern das Unternehmen aufgrund “anderer Gründe unter ungünstigen Gegebenheiten” verlassen hat. Auch Jobs’ “Reality Distortion Field” findet – wie sein früherer Drogenkonsum – in dem Dokument des Öfteren Erwähnung:

Several individuals commented concerning past drug use on the part of Mr. Jobs.

Several individuals questioned Mr. Jobs' honesty stating that Mr. Jobs will twist the truth and distort reality in order to achieve his goals. They also commented that, in the past, Mr. Jobs was not supportive of (redacted) (the mother of his child born out of wedlock) and their daughter; however, recently has become supportive.

Darüber hinaus ist auch die Rede von einer Bombendrohung im Jahre 1985. Im Rahmen seiner Tätigkeiten für Pixar hatte Jobs von 1988 bis 1990 eine “Top Secret Security Clearance”, wofür genau er diese benötigte ist nicht bekannt.

Neben obigen Details haben die FBI-Mitarbeiter auch diverse Bekannte und Freunde von Jobs befragt. Die Aussagen dieser nicht näher genannten Personen zeigen aber, dass “Freunde” in einigen Fällen etwas übertrieben ist:

(Redacted) advised that he has been acquainted with Mr. Jobs since (redacted). He characterized Mr. Jobs as a deceptive individual who is not completely forthright and honest. He stated that Mr. Jobs will twist the truth and distort reality in order to achieve his goals.

und:

They further stated that Mr. Jobs has integrity as long as he gets his way.

Für alle, die sich die 191 Seiten selbst ansehen wollen, hier das vollständige Dokument:

Update:
Wie Boston.com vom US Handelsministerium in Erfahrung bringen konnte, wurde Jobs die Stelle nicht nur angeboten, er war während der Präsidentschaft von George H.W. Bush Mitglied des Rates. Die unbezahlten Mitglieder treffen sich mindestens zweimal im Jahr, um den Präsidenten zu beraten.

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Neil Young über Musik-Qualität: “Steve Jobs hörte zu Hause Vinyl”

Der kanadische Rock-Musiker Neil Young hat ein Problem mit digitaler Musik: Die Dateien, die Kunden auf ihren iPods und Smartphones speichern, seien einfach von zu schlechter Qualität. Auch Steve Jobs, ein Pionier in Sachen legaler Musik-Downloads, habe das so gesehen – und zu Hause nur Vinyl-Schallplatten gehört.

In einem Interview mit All Things D erklärte Young, dass er die Art Kunst, die er seit 50 Jahren praktiziere, “retten” wolle. “Wir leben im digitalen Zeitalter, und leider degradiert das Musik statt sie zu verbessern”, ärgerte sich Young. Und damit meint er nicht die mutmaßlich negativen Auswirkungen raubkopierter Musik. Letztere habe das Radio ersetzt, “so verbreitet sich Musik”.

Es geht Young eher darum, dass Musik-Fans auch dann, wenn sie für Musik bezahlen, die Musik nur als MP3-Datei hören, in der nur fünf Prozent der Daten der Originalaufnahme enthalten seien. Kunden müssten sich zwischen Qualität und Komfort unterscheiden, “doch sie sollten diese Wahl nicht treffen müssen.” Fans sollten sich dagegen wehren und eine “Occupy Audio”-Bewegung gründen.

Young wünscht sich daher, dass Geräte für digitale Musik in Zukunft einen größeren Anteil der Daten abspielen, die in der Originalaufnahme enthalten sind. Von wem sollen diese Geräte aber stammen? “Von einem reichen Typ”, so Young.

Hätte Steve Jobs länger gelebt, ist sich Young sicher, hätte Apple ein solches Produkt veröffentlicht. Zwar sei Jobs ein Pionier digitaler Musik gewesen, und sein Erbe sei enorm. “Aber wenn er nach hause ging, hörte er Vinyl. Und man muss glauben, dass er, wenn er länger gelebt hätte, das getan hätte, was ich nun versuche.”

Audio-CDs lassen sich mit Hilfe des “Apple Lossless”-Format schon so in iTunes importieren, dass nur ein geringer Teil der Daten verloren geht. Auch bietet Apple im iTunes Store heute Musik in höherer Qualität an, als das früher der Fall war: Mit iTunes Match lässt sich beispielsweise jeder Titel in einer 256-Kilobit-pro-Sekunde-Qualität herunterladen. Für Musik-Fans, die auch heute noch auf analoge Schallplatten setzen, ist natürlich auch das nicht genug.

Bild: All Things D

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Rede zur Lage der Nation: Obama erwähnt Steve Jobs als Positivbeispiel für US-Unternehmer

Auf der Gästeliste der “Rede zur Lage der Nation” des US-Präsidenten Barack Obama stand auch der Name von Laurene Powell Jobs. Tatsächlich saß die Witwe des verstorbenen Apple-Chefs Steve Jobs im Publikum – und Obama nannte ihren Mann als Positivbeispiel für amerikanische Unternehmer.

Obama sprach davon, dass eine beständige Volkswirtschaft eine solche sei, in der “wir das Talent und die Genialität von jeder einzelnen Person im Land” fördern. “Das bedeutet, dass Frauen das gleiche Geld für die gleiche Arbeit bekommen sollten. Es bedeutet, dass wir jeden unterstützen sollten der arbeiten will, sowie jeden Risikofreudigen und Unternehmer, der der nächste Steve Jobs werden will.”

Offiziell erhielt Powell Jobs die Einladung von Obamas Frau Michelle. Sie saß hinter der First Lady auf einem Balkon des Repräsentantenhauses.

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Fotografie: Steve Jobs zeigte Interesse an Lichtfeldkamera

Laut seiner * plante Steve Jobs, den Fernseher-, Lehrbuch- und Fotografie-Markt zu revolutionieren. Ob er bei Letzterem nur an eine verbesserte Smartphone-Kamera oder an mehr dachte, ist nicht überliefert – allerdings soll er sich mit dem Chef von Lytro, einem Hersteller so genannter Lichtfeldkameras getroffen haben.

Die Besonderheit von Lichtfeldkameras ist, dass sie nicht nur ein zweidimensionales, sondern das “4-D-Lichtfeld” ihrer Umgebung aufnehmen, sich also nicht nur die Position und Intensität eines Lichtstrahls, sondern auch dessen Richtung “merken”. Für die Aufnahme ist so keine Fokussierung nötig, was bedeutet, dass sich diese nachträglich auf ein beliebiges Objekt vornehmen lässt.

Im Buch “Inside Apple“, das am morgigen Mittwoch erscheint, berichtet der Autor Adam Lashinsky von einigen Hintergrund-Geschehnissen beim Mac-, iPhone- und iPad-Hersteller. So auch über Steve Jobs’ Interesse an Lichtfeldkameras: Ein bei 9 to 5 Mac veröffentlichter Auszug beschreibt, wie der Lytro-CEO Ren Ng erfuhr, dass Steve Jobs ihn treffen wolle.

Ng rief den damaligen Apple-Chef an, um sich mit ihm in seinem Haus in Palo Alto zu treffen, wo sich die beiden Manager über Fotografie und Produktdesign unterhielten. Jobs soll Ng dann gebeten haben, dass dieser ihm in einer E-Mail mitteilen sollte, wie Apple und Lytro nach seiner Vorstellung zusammenarbeiten könnten. Ob dem dann konkretere Pläne folgten, ist allerdings – noch – nicht bekannt.

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John Sculley: “Ich habe Steve Jobs nie gefeuert”

Der ehemalige Apple-CEO John Sculley äußert sich in einem Interview mit der BBC erleichtert über die Wahrheiten, die Walter Issacson in seiner Biographie über den verstorbenen Steve Jobs ans Licht brachte. Die beiden Männer hätten eine ausgezeichnete Beziehung gehabt und Sculley habe Jobs nie gefeuert.

“Apple war der profitabelste Computerhersteller der Welt. Der Mythos, dass ich Steve gefeuert und Apple zerstört habe, ist nicht wahr“, sagte Sculley in einem Interview am Rande der Consumer Electronics Show in Las Vegas der BBC. John Scully wurde 1983 von Jobs persönlich rekrutiert und verließ seine damalige Position bei Pepsi, um seine Erfahrungen im Marketing bei Apple einzubringen. Erst als es in Jahr 1985 mit der Weiterentwicklung des Macintosh zu wirtschaftlichen und perspektivischen Problemen kam, schlug die Stimmung zwischen den beiden Männern um.

Es sei die Entscheidung des Aufsichtsrats gewesen, die Vorstellungen und Arbeitsweise von Steve Jobs nicht weiter zu tragen und Jobs von seinem Posten abzuberufen. “Jobs kam mit seinen Ideen ein paar Jahre zu früh“, gibt Sculley in dem Interview zu bedenken. John Sculley verließ selbst erst im Jahr 1993 das Unternehmen, nachdem der Aufsichtsrat entschied, sich von dem damaligen CEO zu trennen. Seither tritt Sculley als Investor in verschiedenen Tech-Unternehmen sowie auch in der Politik auf.

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Steve-Jobs-Puppe: Apple kann Verkauf möglicherweise nicht stoppen

Der neueste Verkaufsschlager eines chinesischen Herstellers heißt Steve Jobs. Er ist 30 Zentimeter groß, aus Kunststoff und kostet 100 US-Dollar – wenn Apple das zulässt. Eine Unterlassungserklärung haben Cupertinos Anwälte bereits in China zugestellt.

Bereits im November 2010 ist der Hersteller M.I.C. Gadget Store aus Hongkong mit seiner Steve-Jobs-Puppe gescheitert und durfte sie nach Apples Einschreiten nicht verkaufen. Nun aber, nach dem Tod des Apple-Gründers, könnte sich die Rechtslage verändert haben, analysiert die Seite Paid Content. In allen bis auf 12 US-Bundesstaaten werden Persönlichkeitsrechte nicht mehr über den Tod einer Person hinaus gewährt. Folglich könnte sich Apples Warnung gegenüber den chinesischen Hersteller “In Icon“ als leere Drohung entpuppen.

Während sich Hersteller, Fans und Medien noch über die Fragen des Rechts und des schlechten Geschmacks streiten, ist die Puppe inzwischen bei ebay aufgetaucht. Für umgerechnet etwa 100 Euro wird sie direkt aus Hongkong verschifft.

(Bild: in icons)

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Steve Jobs als detailgetreue Spielzeugfigur

Vor gut einem Jahr hat M.I.C. Gadget eine Spielzeugpuppe “Steve Jobs” herausgebracht. Das hat Apples Anwälten aber nicht gefallen, und so musste die Produktion der handbemalten Figur eingestellt werden. Jetzt versucht es ein weiterer Shop. Die Figur ist beeindruckend detailgetreu, aber nicht billig.

Die neue Puppe von rund 30 Zentimetern Größe soll ab Februar für 100 Dollar zu haben sein, und zwar bei in icons. Die Firma hat für die Fotos der Figur bekannte Portraitbilder von Steve Jobs überzeugend nachgestellt – das ganz oben dürfte jedem von der Biografie bekannt sein.

Einige Fotos kannst Du in hoher Auflösung als Wallpaper herunterladen.

Vielleicht hat das Unternehmen Glück und bekommt nicht sofort eine Abmahnung. Bei der Puppe von M.I.C. Gadget haben sich die Anwälte daran gestört, dass Persönlichkeits- und Markenrechte verletzt werden.

Bei der Figur von in icons scheint ein Apple-Logo nirgends aufzutauchen, die abgebildeten Produkte iPhone, iPad und Mac sind nicht im Lieferumfang enthalten.
Darauf weist die Homepage ausdrücklich hin:

Somit werden zumindest die Markenrechte nicht berührt.

Die Spielzeugpuppe von in icons – pietätlos oder eine nette Erinnerung an den verstorbenen Apple-Mitbegründer?

Eine Steve Jobs-Statue vom ungarischen Bildhauer Erno Toth steht übrigens seit Mitte Dezember in Budapest. Das Softwareunternehmen Graphisoft hat sie vor dem eigenen Hauptquartier aufgestellt (Bild unten). Grund: Der Apple-Mitbegründer habe nach einer Begegnung auf der CeBIT 1984 die Produkte von Graphisoft, darunter ArchiCAD, in seinem weltweiten Distributionsnetz gefördert haben.

Laut Firmenchef Viktor Varkonyi soll die Figur den “Spirit” von Steve Jobs verkörpern. Es sei die erste Statue, die den Apple-Mitbegründer würdigt.

(Screenshots von inicons.com, Statuen-Foto von Szabolcs Dudas/Graphisoft)

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Posthum Grammy für Steve Jobs

Steve Jobs mit iPod
Die US-amerikanische National Academy of Recording Arts and Sciences zeichnete gestern Nacht Steve Jobs posthum mit einem Grammy der Kategorie “Trustees Award/Special Merit Award” aus. Der Apple-Mitgründer erhält diese besondere Verdienstauszeichnung für seinen “herausragenden Beitrag zur Musikindustrie”.

“iPod und iTunes haben die Verbreitung von Musik revolutioniert”, so die Begründung der Jury.

Die kommende 54. Grammy-Verleihung findet in der Nacht auf den 12. Februar statt und wird in der Nacht zum 13. Februar hierzulande ausgestrahlt.

Hier die Erstvorstellung des iPods aus dem Jahre 2001:

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Vid of the Day: Steve Jobs – Billion Dollar Hippy [Doku]

Steve Jobs
Unser heutiges Vid of the Day ist eine knapp einstündige Dokumentation der BBC über Apple-Mitgründer Steve Jobs. Kurz nach Jobs Tod im Oktober begann die BBC Videos und Interviews für “The Billion Dollar Hippy” zusammenzutragen um Einblick in das Leben des Visionärs zu geben. Das fertige Werk ist folgend eingebunden und auch über BBCs iPlayer-App abrufbar.

BBC iPlayer (Global) (AppStore Link)
QR-Code
BBC iPlayer (Global)
| Preis: Gratis

Foto via Jalopnik.

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Steve Jobs: Zwei lange Interviews aus dem Jahr 1995

Das Jahr 1995 war für Steve Jobs offenbar ein sehr redseliges: In der jüngeren Vergangenheit sind gleich zwei Video-Interviews mit dem im Oktober verstorbenen Apple-Chef aufgetaucht, die jeweils über eine Stunde lang sind. Eines von beiden kommt in den USA sogar in einige Kinos.

1995 war Jobs CEO der Unternehmen NeXT und Pixar, Apples CEO war Michael Spindler, der seinerseits kurz vorher John Sculley abgelöst hatte. Wegen Differenzen mit Sculley hatte Jobs Apple im Jahr 1985 verlassen müssen und gründete in Folge dessen den Computer-Hersteller NeXT. Auch zehn Jahre nach seinem Weggang hatte Jobs viel über den Mac-Hersteller zu sagen, den er zusammen mit Steve Wozniak und Ronald Wayne gegründet hatte – auch wenn er nicht absehen konnte, dass er nur ein Jahr später durch die Übernahme von NeXT zu Apple zurückkehren sollte.

In diesem Jahr gab Jobs einerseits ein knapp 75-minütiges Interview mit der Computerworld Information Technology Awards Foundation, in dem er sich kritisch über John Sculley, seine Kindheit in Kalifornien und die Leidenschaft äußerte, die ein erfolgreicher Unternehmer haben müsse. Das Interview hat Computerworld sowohl als komplettes Video als auch in Teilen veröffentlicht.

Ein weiteres Interview gab Jobs im selben Jahr dem Journalisten und früheren Apple-Mitarbeiter Robert Cringley für die Serie “Triumph of the Nerds” des Fernsehsenders PBS. Im Fernsehen waren jedoch nur rund 10 Minuten des insgesamt 70-minütigen Interviews zu sehen.

Der Regisseur der Fernsehserie erinnerte sich nach Jobs’ Tod Anfang Oktober an das Interview und fand eine Aufzeichnung des kompletten Interviews auf einer Videokassette in seiner Garage. Nach einer Aufarbeitung werden einige US-Kinos das Interview in voller Länge am 16. und 17. November zeigen. Ein Ausschnitt des Interviews ist seit geraumer Zeit bei YouTube zu sehen – in diesem äußert sich Jobs zur Herkunft der grafischen Benutzeroberfläche, die der erste Macintosh populär machte.

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Video: 75-minütiges Interview mit Steve Jobs aus 1995

Steve Jobs Interview mit Computerworld 1995
Am 20. April 1995, zwei Jahre vor seiner Rückkehr zu Apple, gab Steve Jobs als CEO von NeXT der “Computerworld Information Technology Awards Foundation” ein knapp 75 Minuten langes Interview über seine Kindheit, sein Leben, Apple, NeXT und seine Einschätzung der Tech-Industrie. Die uneditierte Version des Videointerviews ist folgend eingebunden. Ein zehnseitiges Transcript des Interviews findet sich hier.

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Steve Jobs: Beisetzung und Gedenken

Steve Jobs wurde letzten Freitag in kleinem Kreise im Alta Mesa Memorial Park in Palo Alto Kalifornien beigesetzt. Wie Bloomberg berichtet, starb Jobs am vergangenen Mittwoch gegen Mitternacht (MESZ) infolge eines neuroendokrinen Tumors. Dieser entstand aufgrund von Metastasen des Bauchspeicheldrüsentumors, gegen den Jobs seit 2004 kämpfte. Wie Tim Cook in einer Email an die Apple-Mitarbeiter ankündigte, wird Apple am 19. Oktober um 10 Uhr lokaler Zeit auf dem Campus-Gelände eine Gedenkfeier für Steve Jobs abhalten, an der ausschließlich Apple-Mitarbeiter teilnehmen können.

Team, Like many of you, I have experienced the saddest days of my lifetime and shed many tears during the past week. But I've found some comfort in the extraordinary number of tributes and condolences from people all over the world who were touched by Steve and his genius. And I've found comfort in both telling and listening to stories about Steve. Although many of our hearts are still heavy, we are planning a celebration of his life for Apple employees to take time to remember the incredible things Steve achieved in his life and the many ways he made our world a better place. The celebration will be held on Wednesday, October 19, at 10 a.m. in the outdoor amphitheater on the Infinite Loop campus. We'll have more details on AppleWeb closer to the date, including arrangements for employees outside of Cupertino. I look forward to seeing you there. Tim

In der folgenden Retrospektive von Bloomberg geben Googles Eric Schmidt, Netscape-Gründer Marc Andreessen und Walt Mossberg vom Wall Street Journal ihre Eindrücke und Meinungen über den Impact und das Vermächtnis von Steve Jobs wieder.

Die amerscheinende, von Steve Jobs persönlich authorisierte und somit einzige wird einen seltenen und dementsprechend äußerst interessanten Einblick in das Leben des Silicon-Valley-Pioniers geben. So sollen darin viele Fragen beantwortet werden, unter anderem, warum Jobs fast immer einen schwarzen Rollkragen-Pullover trug (siehe auch Vorabdruck im aktuellen Spiegel).

Im Zuge einer Reise nach Japan in den frühen 1980er Jahren fragte Jobs den Vorstandsvorsitzenden von Sony, Akio Morita, warum jeder Sony-Arbeiter eine Uniform trägt. Laut Morita mangelte es nach dem Krieg an Kleidung. Unternehmen wie Sony musste ihren Angestellten Arbeitskleidung bereitstellen, welche sich über die Jahre zu einer Art Uniform, Markenzeichen und Ausshängeschild entwickelte. Auch verstärkt diese Uniform die Bindung zwischen Angestellten und dem Unternehmen.

Jobs gefiel diese Idee. Er beschloss diese Art der Bindung auch für Apple einzusetzen.

Sonys Uniformen wurden vom bekannten Designer Issey Miyake entworfen. Jobs gefiel die Sony-Uniform bestehend aus einer Weste mit abnehmbaren Ärmeln so sehr, dass er Miyake beauftragte, Uniformen für Apple zu designen.

Jobs kehrte mit ein paar Probestücken und Entwürfen in die USA zurück und präsentierte sie der Apple-Führung. Diese war der Idee jedoch gar nicht angetant. “Oh man, did I get booed off the stage. Everybody hated the idea“, so Jobs.

Im Zuge der Zusammenarbeit wurden Jobs und Miyake Freunde. Auch wenn es keine Uniform für Apple-Mitarbeiter geben sollte, gefiel Jobs der Gedanke einer Uniform, auch für sich selbst. Seine Uniform hätte zwei Vorteile. Zum einen wäre sie besonders im täglichen Arbeitsleben sehr zweckmäßig und zum anderen könnte man dadurch sehr gut eine gewisse Handschrift bzw. einen gewissen Stil vermitteln.

So fragte Jobs Miyake, ob er ihm ein paar schwarze Rollkragen-Pullover, die ihm so gefallen, anfertigen könnte. Miyake lieferte kurz darauf an die hundert Stück. Jobs war begeistert: “That's what I wear. I have enough to last for the rest of my life.”

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Steve Jobs’ Vermächtnis: Die Apple University

Im Mai beschrieb ein Fortune-Artikel den Arbeitsalltag bei Apple. Alles drehe sich um Steve Jobs, hieß es damals. Doch die “Apple University” bereite die Mitarbeiter auf die Zeit nach einem möglichen Führungswechsel vor. Die Los Angeles Times berichtet nun, dass eben diese “Universität” Jobs’ Philosophie bei Apple weiterleben lassen soll.

Fortune berichtete seinerzeit, dass Steve Jobs einst den Dekan der Management-Fakultät der US-Elite-Universität Yale für die Apple University engagiert habe. Doch scheint sich die Apple-eigene Schule nicht nur zum Ziel gesetzt haben, betriebswirtschaftliches Wissen zu vermitteln. Der Los Angeles Times zufolge habe Jobs “seit Jahren” penibel daran gearbeitet, was in der Zeit nach ihm zu tun sei.

Apples DNA für künftige Generationen

Es handle sich bei der Apple University um ein lange Zeit geheim gehaltenes Projekt, das Apple-Mitarbeitern beibringen soll, “so wie Steve Jobs zu denken”. Ein ehemaliger Apple-Manager, der nicht namentlich genannt werden möchte, erklärte der Zeitung, dass Jobs “über sein Vermächtnis” nachgedacht habe. “Die Idee war, das, was Apple einzigartig macht, zum Teil eines Forum zu machen, das diese DNA auf zukünftige Generationen an Apple-Mitarbeitern übertragen kann.” Kein anderes Unternehmen habe eine Universität mit dem Auftrag, so tief in die Wurzeln dessen zu gehen, was das Unternehmen so erfolgreich mache.

Auch der Analyst Tim Bajarin, zwischenzeitlich selbst Apple-Berater, glaubt, dass Jobs vor allem daran gedacht habe, “dass Apple mit keinem anderen Unternehmen der Welt vergleichbar” sei. “Es wurde ziemlich klar, dass Apple Bildungsmaterial brauchte, damit Apple-Mitarbeiter lernen konnten, so zu denken und so Entscheidungen zu treffen, als seien sie Steve Jobs.” Der Yale-Professor Joel Podolny, der dieses Projekt leitete, soll auch andere Apple-Manager wie den heutigen CEO Tim Cook als Dozenten eingesetzt haben. Immerhin hat nicht nur Jobs, sondern auch Cook in der Vergangenheit wichtige Entscheidungen getroffen.

Joel Podolny: Von Yale zu Apple

Podolny habe die Arbeit im Jahr 2008 aufgenommen – kurz bevor sich Jobs zum zweiten Mal eine gesundheitsbedingte Auszeit nehmen musste. Der Professor verließ dafür sogar Yale, um “mit dem modernen Thomas Edison” arbeiten zu können. Podolny habe selbst auf dem Apple II sein erstes Programm geschrieben und sich in seiner akademischen Karriere auch vor seiner Verpflichtung durch Jobs der Studie der Apple-Führung gewidmet. Unternehmens-Universitäten seien zwar in den 1990er-Jahren aus der Mode gekommen, da sie als zu teuer und bürokratisch galten. Jobs habe die Idee aber nie verworfen und sich dafür eingesetzt, dass die Art, wie Apples und Pixars Unternehmer arbeiten, studiert werden sollte.

Pixar und HP als Vorbilder

Als Vorbild nahm er sich deshalb sein – bis zum Verkauf an Disney – zweites Unternehmen, dessen Mitarbeiter regelmäßig an eigenen Schulungen teilnahmen. “Er hatte das Universitäts-Konzept bei Pixar, und er hat daran geglaubt”, so ein weiterer, nicht namentlich genannter früherer Apple-Manager.

Ein Vorbild sei auch das Beispiel von Bill Hewlett und David Packard gewesen, deren größte Erfindung nicht ihre Taschenrechner, sondern das Unternehmen HP gewesen sei. Die beiden Gründer hätten den Kern der Firma in den Werten des “HP-Weges” (“The HP Way”) genau definiert. Die Apple University solle ihrerseits Apples Werte vermitteln: Verantwortung, Hingabe bis ins Detail, Perfektionismus, Simplizität und Geheimhaltung.

Bild (von Podolny): Harvard University Gazette

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Steve Jobs ist verstorben

Kein schönes Omen: Einen Tag nach der Vorstellung des iPhone 4s erlag Steve Jobs seiner Krebserkrankung. Zeit um ihm ein paar Zeilen zu widmen und ihm etwas Respekt zukommen zu lassen für seine großartige Arbeit.

Heute ist wohl ein Tag, an dem wir Android-User etwas den Apple-Liebhabern beistehen und den kleinen Schlagabtausch beider Seiten beiseite legen sollte. Steve Jobs ist tot. Der Mitbegründer von Apple und Computer-Pionier verlor den Kampf gegen den Krebs am gestrigen Tag. Das der einstige Frontmann der riesigen Firma aus Cupertino nicht mehr der Gesündeste war, war in letzter Zeit nicht mehr von der Hand zu weisen. Doch gegönnt hätte man es ihm, das er es doch noch schafft wieder auf die Beine zu kommen.

Zeit für ein kleines Resümee. 1976 bereits wurde Apple gegründet. In den 70ern war der Konzern einer der ersten Hersteller von Personal Computern. Mit einem Wert von 153,29 Millarden ist Apple zudem die wertvollste Marke der Welt. Das hat man auch zum großen Teil Jobs zu verdanken. Vor Allem durch die Mac-Reihe und des sehr beliebten Mac OS Betriebssystems war Apple eine großartige Zukunft gesichert. Auch die Musikplayer der iPod-Familie bekräftigten die Firma und ebneten den Weg zu einer wahren mobilen Multimedia-Evolution.

Die Rede ist hier selbstverständlich vom iPhone. Dieses hatte zwar nicht unbedingt eine High-End-Hardware zum damaligen Zeitpunkt vorzuweisen, aber dafür eine nie zuvor da gewesene Benutzerfreundlichkeit Die eingängige Menüführung des Betriebssystems, so wie die geniale Multitouch-Oberfäche läuteten eine neue Smartphone-Ära ein. Und man kann sagen, was man will. Ohne Apple, ohne Steve Jobs, wären wohl heutige Handys und Tablets nicht das, was sie nun sind. Auch unsere Kollegen con macnews.de ehren ihn in einem Artikel.

Deshalb kann man nur den Hut vor Steve Job´s Lebenswerk ziehen. Er hat wahrlich schon glanzvolle Meisterwerke der mobilen Welt hervorgebracht. Möge er in Frieden ruhen.

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Steve Jobs: Rücktritt als Apple-CEO – Tim Cook wird Nachfolger

Steve Jobs ist als Apple-CEO zurückgetreten. Dies verkündete er in einer öffentlichen Mitteilung an das Unternehmen. Seit Januar hatte sich der Apple-Mitgründer bereits zum dritten Mal eine gesundheitsbedingte Auszeit nehmen müssen. Jobs bleibt dem Unternehmen jedoch als Vorsitzender des Verwaltungsrats (“Chairman of the Board”) erhalten, sein Nachfolger als CEO ist der bisherige Chief Operating Officer Tim Cook.

Jobs beginnt die Mitteilung mit den Worten, dass er schon immer gesagt habe, dass irgendwann der Tag kommen werde, an dem er den Erwartungen und Pflichten als Apples CEO nicht mehr gerecht werden könne. Wenn dies soweit sei, würde er der Erste sein, der es Apple wissen lassen. Leider sei dieser Tag nun gekommen.

Dann die entscheidenden Worte: “Ich trete hiermit als CEO zurück.” Sollte der Verwaltungsrat das wollen, würde er gerne Vorsitzender und Mitglied des Rates “und Apple-Mitarbeiter” bleiben. Was seine Nachfolge betrifft, schlägt er dringend vor, “unseren Nachfolgeplan” durchzuführen und Tim Cook als Apple-CEO zu wählen. Beiden Anliegen ist der Verwaltungsrat bereits nachgekommen: Apples CEO ist nunmehr Cook, Jobs ist neuer Vorsitzender des Rates. Cook hatte Jobs wie in den anderen gesundheitsbedingten Auszeiten bereits im Tagesgeschäft vertreten.

“Ich glaube, dass Apples hellste und innovativsten Tage noch vor uns liegen”, so Jobs weiter. Er freue sich darauf, diese Tage zu sehen und den Erfolg in einer neuen Rolle zu begleiten. “Ich habe einige der besten Freunde meines Lebens bei Apple kennen gelernt, und ich danke euch allen für die vielen Jahre, in denen ich an eurer Seite arbeiten konnte”, so die abschließenden Worte des Briefs, den Jobs mit “Steve” unterzeichnet.

Jobs hatte Apple im Jahr 1976 zusammen mit Steve Wozniak und Ronald Wayne gegründet und verließ das Unternehmen aufgrund von Differenzen mit dem CEO John Sculley im Jahr 1985. 1996 kehrte er durch die Übernahme seines neuen Unternehmens NeXT zu Apple zurück, seit 1997 war er Apples CEO.

Im Jahr 2004 musste sich Jobs erstmals eine gesundheitsbedingte Auszeit nehmen, in der er wegen eines heilbaren Tumors an der Bauchspeicheldrüse behandelt wurde. 2009 folgte eine mehrmonatige Auszeit, in der Jobs eine neue Leber erhielt. Seit Januar diesen Jahres hatte sich Jobs erneut aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen. Was ihm heute fehlt, ist nicht bekannt.

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Steve Jobs’ Auszeit: Jobs konzentriert sich auf größere Entscheidungen – Arbeitsteilung mit Tim Cook funktioniert

Die dritte gesundheitsbedingte Auszeit des Apple-CEO Steve Jobs ist mittlerweile auch die längste: Am 17. August wird es sieben Monate her sein, dass Jobs das Tagesgeschäft an den Chief Operating Officer Tim Cook übergeben hat. Es scheint, als habe sich Apple mit der Situation mittlerweile ganz gut arrangiert: Das Unternehmen arbeitet weiter, der Börsenkurs erreicht Rekordhöhen, und Jobs soll weiterhin in alle wichtigen Entscheidungen involviert sein – kümmert sich aber nicht mehr um jedes Detail.

Dritte und längste Auszeit

Die Website der kalifornischen Zeitung San Jose Mercury News befasst sich in einem Artikel mit Jobs’ Gesundheitszustand und der heutigen Situation bei Apple. Jobs’ erste gesundheitsbedingte Auszeit umfasst lediglich zweieinhalb Monate im Jahr 2004, in denen er eine Operation wegen einer Krebserkrankung vornehmen ließ. Ab Januar 2009 folgte eine zweite, sechsmonatige Auszeit, in der Jobs eine neue Leber erhielt.

Was dem Apple-CEO in seiner bislang längsten Auszeit fehlt, ist nicht bekannt. Jobs erklärte im Januar lediglich, dass der Apple-Verwaltungsrat ihm eine “medizinisch begründete Abwesenheit” gewährt habe und er sobald wie möglich zurückkehren wolle. Seitdem trat Jobs viermal öffentlich auf – zur Präsentation des iPad 2 im März, zur Eröffnung der Worldwide Developers Conference im Juni, bei einem Abendessen mit dem US-Präsidenten Barack Obama und bei einer Anhörung vor dem Stadtrat von Cupertino über eine Erweiterung des Apple-Campus.

Jobs auf Apple-Campus immer “virtuell anwesend”

Der Creative-Strategies-Analyst Tim Bajarin erklärte gegenüber der San Jose Mercury News, dass er glaube, dass Jobs sich in einem Erholungsprozess befinde. Im Juni habe er nicht viel anders ausgesehen als im März – wobei sich anmerken lässt, dass Jobs bei beiden Präsentationen sehr abgemagert und nicht wirklich gesund wirkte. Bajarin glaubt, dass Jobs in diesen Tagen einfach mehr Ruhe brauche und zu Hause sein müsse.

Der Analyst spricht der Zeitung zufolge öfters mit Führungspersönlichkeiten bei Apple. Er berichtet, dass Jobs auf dem Apple-Campus zwar nicht regelmäßig physisch anwesend sei. Die meiste Zeit nehme er allerdings “virtuell” Einfluss und rufe regelmäßig an, um mit Tim Cook, den anderen Managern zu sprechen. Allerdings konzentriere er sich nicht mehr auf das “Mikromanagement”, das sich auch auf kleinste Details wie die Campus-Cafeteria beziehe. Stattdessen konzentriere er sich eher auf sein Management-Team und größere Entscheidungen.

Aufteilung Jobs/Cook bisher ein Erfolgskonzept

Der Baylock-Robert-Van-Analyst Joel Achramowicz berichtet, dass Cook das Tagesgeschäft leite, während Jobs immer noch “involviert” sei. Das sei eine unkonventionelle Herangehensweise – in anderen Unternehmen würde der CEO sich komplett zurückziehen und das Geschäft an einen anderen übergeben. Allerdings sei Apple eben Apple. Und diese Strategie scheint ganz gut zu funktionieren: Die Apple-Produkte sind erfolgreich, Apple verkündete jüngst ein neues Rekordquartal. Der Kurs der Apple-Aktie erreichte kürzlich ein Rekordhoch. Während Negativmeldungen über Jobs’ Gesundheit das Wertpapier in der Vergangenheit abstürzen ließen, scheint die Börse nicht mehr ganz so empfindlich auf entsprechende Nachrichten zu reagieren.

Dennoch dürften sich sowohl Apple-Mitarbeiter als auch Aktionäre lieber eine frühere als spätere Rückkehr des CEO wünschen. Der Apple-Sprecher Steve Dowling erklärte der Zeitung gegenüber allerdings lediglich, dass Jobs eine gesundheitlich begründete Auszeit nehme. “Wie wir bereits zuvor gesagt haben, bleibt er weiterhin in große strategische Entscheidungen involviert.”

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Steve Jobs: Apple-Verwaltungsratsmitglieder sprechen angeblich über Nachfolger

Während Apple unter der Führung des CEO Steve Jobs ein Rekordquartal nach dem anderen feiert, bleibt die Sorge um den Gesundheitszustand des Apple-Mitgründers. Sollte sich dieser nicht verbessern, wird das Unternehmen irgendwann einen Nachfolger finden müssen. Jüngsten Berichten zufolge soll es bereits entsprechende Treffen einiger Verwaltungsratsmitglieder gegeben haben.

Das Wall Street Journal (via Mac Rumors), das gewöhnlich gut über Interna von Unternehmen informiert ist, zitiert “eine Person”, die “die Denkweise des Rates” kenne. Einige Mitglieder des Verwaltungsrates hätten sich mit verschiedenen auf Manager spezialisierte Personalvermittlern getroffen, um Nachfolgepläne zu beraten. Auch hätten sie diesbezüglich Kontakte mit mindestens einem größeren IT-Unternehmen aufgenommen.

Allerdings sei es nicht expliziter Zweck der Treffen gewesen, in Kürze einen Nachfolger für Jobs zu finden. Eher habe es sich um informelle Beratungen über die Optionen des Unternehmens gehandelt. Der von der Zeitung zitierten Person zufolge gebe es entsprechende Treffen – ohne Jobs’ Teilnahme selbst – schon seit 12 Jahren, wobei jeder Teilnehmer zu Verschwiegenheit verpflichtet sei.

Trotz dieser Relativierung erklären die Quellen der Zeitung weiter, dass die Gespräche mit Vermittlern mittlerweile immerhin über ein Routine-Stadium hinaus gegangen seien. Manche Gespräche hätten auch die Vermittler selbst initiiert. Als bevorzugte Lösung gelte allerdings ohnehin, Apples Chief Operating Officer Tim Cook zu Jobs’ Nachfolger zu machen.

Steve Jobs hat sich auf Anfrage des Wall Street Journal bereits per E-Mail zu den Berichten geäußert. Seiner Auffassung handle es sich um “Unsinn” (“I think it’s hogwash”). Die Zeitung interpretiert die Aussage so, dass Jobs von den Treffen wohl nicht informiert war.

Der Apple-CEO hat seit Jahren mit seiner Gesundheit zu kämpfen. Im Jahr 2004 unterzog er sich einer Krebstherapie, 2009 musste er erneut eine Auszeit einlegen. Damals erhielt Jobs eine neue Leber. Im Januar diesen Jahres hat er das Tagesgeschäft erneut für unbestimmte Zeit an seinen Vize Tim Cook übergeben, wobei nicht bekannt ist, wie Jobs’ heutiges Krankheitsbild aussieht.

Allerdings ist der Apple-Mitgründer auch heute noch mehrere Tage die Woche auf dem Apple-Campus zu sehen und übernahm in den letzten Monaten selbst die Präsentationen des iPad 2, des iOS 5, von OS X Lion und von iCloud.

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Apples bunte Patentwelt: Stylus und Frisbee-Transfer

“Wenn man einen Stylus sieht, weiß man, dass sie es vermasselt haben” – Zitat von Steve Jobs im Rahmen der Veranstaltung zu iOS 4. Umso interessanter der nun veröffentlichte Patentantrag, der noch vor diesem Event eingereicht wurde. Außerdem neu vom US-Patent und -Markenamt: Apples Ideen zum Dateitransfer mithilfe einfacher Gesten.

Ein beheizter Stylus soll der Beschreibung zufolge die Verbindung zum kapazitiven Touch-Display optimieren. Dabei könnten Heizdrähte ebenso zum Einsatz kommen wie ein Wärmetauscher, der die Körperwärme auf die Spitze des Stiftes überträgt. Darüber hinaus hat Appleinsider einen weiteren Patentantrag entdeckt, der dem Stylus die Kommunikation beibringen soll.

Über entsprechende Lagesensoren innerhalb des Zubehörteils könnte es demnach möglich sein, auf einem herkömmlichen Blatt Papier zu schreiben und den Text direkt auf ein elektronisches Gerät zu übertragen, etwa via Bluetooth. Wird der Stift nicht mehr gebraucht, verschwindet er dezent im Gerät. Mögliche Anwendungsgebiete hierfür wären Klassenräume oder Präsentationen. Gleichzeitig könnten handschriftliche und digitale Mitschriften erstellt werden oder Notizen auf einem Whiteboard wären zugleich auf einem digitalen Ausgaberät sichtbar.

Ob Steve sich damit selbst die Tour “vermasselt”, bleibt abzuwarten. Immerhin ist es nicht ausgeschlossen, dass derartige Technologien niemals zum Einsatz kommen und nur zur Sicherheit in irgendeiner Schublade landen.

Ein weiterer interessanter Antrag aus Cupertino beschäftigt sich mit dem Transfer von Daten zwischen mobilen Geräten oder zu einem stationären Computer. In Anlehnung an das vielgelobte “Touch To Share”-Modell des HP TouchPad sollen Anwender mithilfe intuitiver Bewegungen Informationen mit anderen Geräten austauschen. Während das Tablet von Hewlett-Packard durch einfache Berührung eine Datenverbindung herstellt, hat Apple viel anschaulicherer Szenarien im Sinn.

Als kippte man einen Becher aus, rieseln die Dateien nur so aus dem iPad oder iPhone heraus, wenn man es schräg über das

Empfangsgerät hält – nicht unähnlich diverser Bier-Apps aus dem App Store, die das Ausleeren eines Kruges Gerstenkaltschale simulieren. Umgekehrt ließe sich ein iPhone wie ein Staubsauger über das iPad hinwegbewegen und würde so die dort vorbereiteten Dateien “aufsaugen”, inklusive passendem Sound-Effekt.

Auch für sportlich ambitionierte gibt es einen Vorschlag, das sendende Gerät aus dem Handgelenk wie eine Frisbee in Richtung des Empfängers zu schleudern. Nur im Ansatz natürlich, ein fester Griff ist hier von höchster Bedeutung. Ungefährlicher erscheint da das Schnipsen von Notizen in die Richtung des Empfängers, etwa um kurze Skizzen von einem iPad direkt an ein anderes Gerät zu senden.

Intuitive Bedienung war schon immer eines der Hauptmerkmale von Apples Soft- und Hardwareprodukten. Ohne viel Nachdenken einfach genau das versuchen, was einem als erstes in den Sinn kommt. Dieser rote Faden zeigt sich deutlich auch in diesen Patentanträgen, die allseits bekannte physikalische Vorgänge auf die digitale Welt von Bits und Bytes übertragen. Für die Frisbee-Methode sollte Steve sich aber eventuell überlegen, eine Handschlaufe an das iPad zu bauen.

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Apple-Entwicklerkonferenz: Kanton Valley, App-Killer, Job-Börse und Steve Jobs

OS X Lion, iOS 5, iCloud – die Vorstellungen auf der Apple-Entwicklerkonferenz WWDC 2011 sind zwar noch nicht nutzbar, aber sehr präsent. Jeder spricht darüber und die Erwartungen an das echte Leben mit den Neuerungen sind groß. In der Nachbetrachtung zur Konferenz wirft Keynote-Live-Blogger Benjamin Miller nochmal einen Blick auf die erlebte Stimmung unter den Entwicklern, die Aussichten und Steve Jobs.

Die diesjährige WWDC war ein Erfolg. Mehr als 150000 Apple-Nutzer haben sich am 6. Juni 2011 die Keynote zur WWDC 2011 bei macnews.de angesehen und mitgelesen. Einen offiziellen Video-Livestream dazu gab es nicht, doch vor Ort in San Francisco waren für uns Apple-Blogger Benjamin Miller von benm.at und Peter Steinberger. Sie fotografierten und sendeten im Sekundentakt, was Steve Jobs und seine Kollegen auf der Bühne präsentierten.

Die Bilanz: 1000 einzelne Beiträge kamen so zustande und wurden insgesamt 1500 mal kommentiert. Sechs weitere Mitarbeiter der Redaktion ergänzten das Live-Coverage noch in der gleichen Nacht mit zusammenfassenden Beiträgen. Wir erhielten zahlreiche lobende Leserbriefe für die Live-Berichterstattung und sind selbst ganz dankbar für das neue, solide Live-Coverage-System, das dem großen Ansturm genügte. Den Einsatz von etwa 250 Stunden Zeit und rund 10000 Euro für Flüge, Unterkunft, Verpflegung und Tickets war es wert.

In den letzten Wochen berichteten wir weiter über die auf Apple-Nutzer zukommenden Änderungen durch Lion, iOS 5 und iCloud. Auch über die App-Technologien, die Apple ins neue Mobilsystem iOS integriert, diskutierten wir. Und fast täglich kommen neue Implikationen zur iCloud zum Vorschein. Ein bisschen zu kurz kam in den bisherigen Berichten das Menschliche, wie die Stimmung unter den Entwicklern war, welche Anekdoten es sonst noch von der Konferenz zu berichten gibt und welchen Eindruck Steve Jobs aus der Nähe machte.

Das holen wir jetzt mit Ben Miller im Interview nach.

macnews.de: Du warst auf der WWDC 2011. Welches war der bleibendste Eindruck für Dich?

Ben Miller: Schwer zu sagen. Für viele der über 4000 Teilnehmer steht das Treffen mit anderen Entwicklern aus aller Welt im Vordergrund. Der bleibendste Eindruck für mich... ich würde sagen, das war die Übermacht der Schweizer auf der WWDC, in der Entwickler-Szene und auch im Silicon Valley. Man unterschätzt die Eidgenossen in dieser Hinsicht sicherlich.

Inwiefern?

Für ein kleines Land wie die Schweiz sind einfach erstaunlich viele Schweizer in und um Apple herum unterwegs. So viele, wie auf der WWDC waren, bei den Startups wie Flipboard sind, im iPhoto-Team bei Apple, scheinen sie förmlich überrepräsentiert zu sein. Und bei den Schweizern kennt jeder jeden. Deshalb sind da auch so viele, weil jeder dem anderen in irgendein Projekt hinein hilft. Darüber hinaus sind sie auch technisch und gestalterisch gut und bekommen deswegen gute Jobs. In San Francisco spricht man schon vom Kanton Silicon und Kanton Valley.

Und woran würdest Du dich lieber nicht erinnern müssen?

Das lange Anstehen vor der montaglichen Keynote. Die Türen öffneten um 8:30 Uhr. Angestellt habe ich mich schon um 2 Uhr morgens – und da war ich noch nicht einmal weit vorne.

Warum musste das sein?

Damit ich möglichst weit vorne sitzen und gute Fotos machen kann. Bei 4000 Teilnehmern musst Du schon etwas früher aufstehen. Jedoch gehört das Anstehen eigentlich schon dazu. Man hat Spaß mit den anderen Apple-Verrückten, kommt ins Gespräch und lernt interessante Menschen aus aller Welt kennen.

Weiter im Interview auf den folgenden Seiten…

macnews.de: Die Keynote haben wir dank Eures Live-Coverage alle mitbekommen. Vielen Dank nochmal dafür. Wie waren die Bedingungen für Euch während der Keynote?

Ben Miller: Kompliziert. Das vorhandene Internet war zwar gut, aber nicht gut genug für unseren geplanten Video-Livestream. Eigentlich wollten wir per Verizon LTE streamen. Doch entgegen zahlreicher Support-Mails und Recherchen bereits von zu Hause aus, konnten oder wollten uns die Verizon-Mitarbeiter kein LTE-Modem verkaufen, folglich gabs auch leider keinen Livestream.

Waren noch andere deutschsprachige Medien da, die Ihr gesehen oder gesprochen habt?

Wir haben keine gesehen, es waren wohl auch nur Vertreter großer Magazine wie vom Spiegel da. Die Pressevertreter saßen in einem eigenen Pressebereich ganz links im Keynote-Saal. Deshalb sind ihre Fotos auch aus einem “speziellen” und ziemlich spitzen Winkel geschossen, wie die von Thisismynext. Wir saßen quasi senkrecht vor der Leinwand. Zudem hatten wir richtige WWDC-Tickets, teuer bezahlt. Mit einem Presseticket kommt man nur am Montag zur Keynote in das Moscone Center und wir wollten ja auch in die Sessions, um uns weiterzubilden.

Was hältst Du persönlich von den vorgestellten Neuheiten der Keynote?

Evolutionär und weniger revolutionär. Am meisten freue ich mich auf das gesamte Post-PC-Paket in iOS 5 mit kabellosem Sync, Backup und den OTA-Updates!

Deine Meinung zu Lion?

Ebenfalls evolutionär aus meiner Sicht. Vielleicht vergleichbar mit einem Servicepack und weniger einem eigenständigen Betriebssystem. Immerhin muss Snow Leopard vorinstalliert sein, um Lion installieren zu können. Das gefällt mir gar nicht.

Was sagst Du zu iOS 5?

Wie gesagt freue ich mich sehr auf die Post-PC-Features aber auch auf iCloud. Mit iCloud bleiben alle Gerät quasi im Einklang und das kabellos. Man muss sich im Idealfall fast keine Gedanken mehr über Systemabgleiche etc. machen. Bleibt mehr Zeit für die wichtigen Dinge – nein, nicht Angry Birds

Wird die iCloud besser als MobileMe?

Wir hörten, dass MobileMe nicht das war, was sich Steve Jobs vorgestellt hat. Nach einem angeblich heftigen Tischklopfer wurde MobileMe dann überarbeitet und mit noch mehr Features als iCloud wiedergeboren. Obwohl ich mit MobileMe nie Probleme hatte und es immer getan hat, was es sollte. Mich freut, dass Apple auch im Bezug auf eigene Entwicklungen immer wieder versucht, sich selbst zu übertrumpfen.

Du hast auch mit einigen Entwicklern gesprochen. Was sagen sie dazu?

Im Großen und Ganzen stehen die Entwicler iOS 5 sehr positiv gegenüber. Besonders freuen sie sich über Funktionen wie das Automatic Reference Counting, der das Memory Management sehr vereinfacht. Die Twitter-Integration kam für sie offenbar trotz einiger Gerüchte doch überraschend. Und hier verbirgt sich auch ein kleines Problem. iOS 5 unterstützt nur einen Twitter-Account. Nun haben viele Nutzer aber gerne zwei oder mehr Accounts. Möchte man also als Entwickler diese neue Twitter-Funktion in die eigene App integrieren, muss er entweder eine Wahl-Funktion drumherum bauen oder kann eben nur einen Twitter-Account unterstützen.

macnews.de: Gibt es Trends und Entwicklungen, die Du erfahren hast? Neuerungen, neue Software, Programme?

Ben Miller: In den Gesprächen mit den Entwicklern informierten sie mich über so manches kommende Projekt. Die meisten, wenn nicht alle, sind aber noch geheim und sollten noch nicht verraten werden. Und daran werde ich mich halten. Aber wir werden sicherlich bald über sehr interessante neue Apps berichten können.

Was sagen die Entwickler, deren App-Funktionen in iOS 5 aufgenommen wurden? Wie gehen sie damit um?

Der Satz der Woche auf der WWDC war: “Apple hat in einer Stunde mindestens fünf große und erfolgreiche Apps gekillt”. Besonders die integrierte Todo-App sorgte für Stirnraunzeln. “Warum zum Geier baut Apple eine Todo-App in das iOS ein?” Es gibt doch so viele gute Todo-Apps wie Things etc.

OS X hat aber auch eine integrierte Todo-Funktion in iCal.

Das stimmt, und bei iOS musste man bisher darauf verzichten und nachrüsten. Apple hat also nur eine Standardfunktion nachgereicht. Zudem ist Apples Todo-App ziemlich rudimentär. Bis auf das Location-Feature bietet sie eigentlich nicht viele Funktionen. Das lässt glücklicherweise immer noch Platz für Apps wie Things, die mit mehr Funktionen aufwarten können.

Und die Apple-Kamera-App?

Für sie gilt das Gleiche. Auch die neuen Kamera-Funktionen zum Bearbeiten der Fotos stellen eher den Standard dar. Für Apps wie Camera+ etc. ist die neue Kamera-App nicht gefährlich.

macnews.de: Welche Workshops waren interessant für Dich?

Ben Miller: Die Sessions über die neuen Funktionen hatten für mich natürlich Priorität, wie beispielsweise das neue AirPlay oder Newsstand. Besonders interessant war auch die iCloud Session.

Wie war die Stimmung insgesamt?

Die Stimmung war allgemein sehr gut, auch wenn besonders Stammbesucher des öfteren anmerkten, dass die WWDC mit jedem Jahr an Attraktivität abnimmt. Man vermisste hier und da den “Apple-Familiy-Flair”.

Gab es Parties, auf denen Du warst?

Die Dev-Parties gehören zur WWDC. Es treffen sich eigentlich jeden Abend nach den Sessions zahlreiche Entwickler in Pubs und diskutieren Neuerungen, kommende Projekte und auch Jobangebote. Im Grunde ist die WWDC ein riesiger Kontakte- und Job-Markt und das ist für viele auch ein Hauptgrund zur WWDC zu gehen.

Irgendwelche lustigen Anekdoten erlebt?

Ein interessantes Erlebnis war die Scribd-Feier. Scribd ist ein interessantes, aufstrebendes Startup, das permanent auf der Suche nach guten Entwicklern ist. Da wurde im Büro gegrillt, wurde mit Gokarts zwischen den Tischen rumgefahren, Billiard, Tischtennis und Basketball gespielt, alles in den Büro-Räumlichkeiten.

Hört sich nach einer entspannten Atmosphäre an.

Mein Kollege Peter Steinberger, der auch beim Liveblog half, wurde zu einem Vorstellungsgespräch bei Scribd eingeladen. In den fast sechs Stunden musste er unter anderem auch iOS-Systemfunktionen auf einem Blatt Papier quasi “nachprogrammieren”. Er hat den Job und ein gutes Sprungbrett ins Silicon Valley, äh, Kanton Valley.

Welchen Eindruck machte Steve Jobs auf Dich?

Steve Jobs wirkte leider sehr schwach. Am Tag nach der Keynote hat er ja in Cupertino dem Stadrat sein neues Apple-Headquarter vorgestellt. Auf dem Video merkt man, dass die Tage vor der Keynote und die Keynote selbst wohl sehr anstrengend für ihn waren. Schon am Montag in der Keynote wirkte er nicht fit.

Wie begegnen ihm die Apple-Mitarbeiter?

Jedes Mal wenn er die Bühne verließ, sprangen sofort Apple-Mitarbeiter auf, um ihm die Treppe hinunter zu helfen bzw. ihn zu stützen. Dies ließ er aber nie zu. Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass die Angestellten ihm mit größtem Respekt und größter Unterstützung begegnen.

Wie oft sehen sie Steve Jobs?

Jobs ist trotz seines “Urlaubs” immer noch mindestens jeden zweiten Tag im Headquarter. Man trifft ihn regelmäßig im Caffe Macs, der Kantine auf dem Apple-Campus. Selber will oder kann er aber nicht mehr Autofahren. Seinen silbernen Mercedes sucht man vergebens.

Vielen Dank, Ben. Und hoffentlich bis zur nächsten Keynote.

Weitere Infos zur WWDC 2011

iCloud, OS X Lion und iOS 5 – Hintergründe zu den WWDC-Neuheiten

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Ex-Apple-CEO: John Sculley spricht über Apple

Von allen Apple-CEOs vor Steve Jobs dürfte John Sculley der bekannteste sein: Steve Jobs holte den heute 72-Jährigen im Jahr 1983 ins Unternehmen, nachdem Sculley zuvor Chef des Brauseherstellers Pepsi war. 1985 gewann Sculley einen Machtkampf mit Jobs, 1995 verließ er selbst das Unternehmen. In London hat er sich nun zu seinem früheren Arbeitgeber geäußert.

Von Pepsi zu Apple

1983 wollte sich der damalige Apple-CEO Mark Markkula, der die Rolle als zweiter Vorstandsvorsitzender nach Michael Scott übernahm, aus dem Unternehmen zurückziehen. Der Apple-Investor der ersten Stunde hielt den damals erst 28-jährigen Jobs aufgrund mangelnder Management-Erfahrung aber noch nicht als Nachfolger geeignet. Stattdessen entschied sich Apples Verwaltungsrat für den Pepsi-CEO John Sculley.

Sculley erklärt nun, dass er damals eigentlich nicht die erste Wahl war. Jobs, der auf der Suche nach einem neuen CEO für das von ihm mitgegründete Unternehmen war, hielt Sculley aber für den richtigen Mann – “weil er glaubte, dass Computer sich irgendwann so verkaufen müssten wie abgepackte Ware”, also beispielsweise Pepsi-Dosen.

Apple: Ein Lifestyle-Erlebnis

Der neue CEO wollte mit Apple einen “Lifestyle” verkaufen. Kunden ein entsprechendes Erlebnis zu bieten sei auch das gewesen, was Jobs interessiert habe. So erkläre sich auch der legendäre “1984″-Werbespot, den Apple zuerst am Superbowl-Abend zeigte und dann wochenlang laufen ließ. Laut Sculley habe die Kampagne 45 Millionen Dollar gekostet, innerhalb des Unternehmens war der Spot sehr umstritten, denn: “Es wurde gar kein Computer gezeigt”, so der damalige Apple-Chef. Apples Verwaltungsrat habe den Spot gehasst. Immerhin hatte der Vorstand Sculley zum CEO gewählt, um eine “erwachsene Aufsichtsperson” für die jungen Apple-Mitarbeiter – allen voran Jobs – zu haben. Sculley glaubt aber, dass die Geschichte ihm Recht gibt: “Wenn man sich Apple heute ansieht, dann verkaufen sich alle Produkte wegen des Erlebnisses”.

Großes Lob für Jobs

Für Jobs hat Sculley heute nur lobende Worte: Ebenso wie der Microsoft-Mitgründer Bill Gates habe Jobs das “noble Ziel” gehabt, die Welt zu verändern: Für Jobs sollte der Computer wie ein Fahrrad sein, “das Einfachste, was du jemals benutzt hast”. Daher habe Jobs das komplette Erlebnis kontrollieren und somit aus einer Hand liefern wollen. “Wenn man sich Apple heute ansieht, sind das immer noch dieselben Prinzipien”. Jobs habe immer geglaubt, dass die wichtigsten Entscheidungen nicht diejenigen darüber sein, was man in ein Produkt integriere – sondern darüber, was man auslasse.

Bill Gates sei hingegen immer auf “Landraub” aus gewesen: Er habe das ganze Unternehmen um “eingeschweißte Software” aufgebaut. Noch heute sei Microsoft mächtig und sehr selbstbewusst, “aber das Verständnis ist ein anderes”. Bei Apple drehe sich eben alles um das Design und das “Erlebnis”.

Mit dieser Strategie habe es Jobs als einzelner Mann mit dem iPhone und iPad geschafft, die Welt ins “Mobil-Zeitalter” zu hieven. Die Zeit, in der der Markt die neuen Apple-Produkte angenommen habe, sei unglaublich kurz gewesen. “Die Geschwindigkeit der Annahme in der Mobil-Ära ist etwas, was es so noch nie gegeben hat”, so Sculley.

Sculleys Vermächtnis: Der Newton als erstes Apple-Mobilgerät

Sculley bleibt Apple-Fans bis heute nicht nur deswegen im Gedächtnis, weil sein Machtkampf mit Jobs 1985 zum Weggang des heutigen CEO aus dem Unternehmen führte. 1993 veröffentlichte Apple unter Sculleys Führung mit dem Newton den ersten PDA der Geschichte – rückblickend ein erster Gehversuch im “Mobil-Zeitalter”. Das heute ziemlich klobig anmutende Gerät, das vielen positiv in Erinnerung geblieben ist, konnte sich aber nie durchsetzen. Nach seiner Rückkehr zu Apple im Jahr 1996 stellte Steve Jobs das Newton-Projekt im Jahr 1998 offiziell ein.

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Steve Jobs trägt Berliner Modelabel

Auch wenn die Kleidung bei Veranstaltungen wie der WWDC-Keynote eher in den Hintergrund tritt, mag sich der ein oder andere gefragt haben, welche Marke Steve Jobs an diesem Abend getragen hat. Ob nun interessant oder nicht – das Mysterium ist geklärt. Der schwarze Pullover, den Jobs während der Einführungsveranstaltung trägt, stammt von dem Berliner Modelabel Vonrosen, ist aus edlem Kaschmir und kostet fast so viel wie ein iPad 2. macnews.de hat mit dem Geschäftsführer des des Labels, David von Rosen gesprochen.

Sowohl während der Keynote, als auch beim Treffen des Stadtrats von Cupertino trug Jobs einen schwarzen Pullover, der dem Kaschmir-Sweater des Berliner Modelabels Vonrosen verdächtig ähnlich sieht. Im Interview bestätigt der Geschäftsführer David von Rosen gegenüber macnews.de, dass der Apple CEO einen schwarzen Cashmere Sweater aus der eigenen Kollektion trug. Erkennbar war der Pullover während der Keynote sehr deutlich an einem rechts unten befindlichen, weißen Signet. Eine zunächst veröffentlichte Meldung dazu hatte man jedoch wieder zurückgenommen. So erklärt von Rosen: “Schließlich soll es nicht so aussehen, als würden wir damit angeben.” Weiter berichtet er: “Dass Steve Jobs sich auf der Keynote so deutlich zu unserer Marke bekennt, hat uns aber sehr gefreut”. Das kleine Label wurde dadurch international präsentiert. Noch dazu von einer Person wie Steve Jobs, dessen Marke selbst für gutes Design steht. Natürlich hat ein solcher Auftritt Folgen, über die Vielzahl der Anfragen war man bei Vonrosen dann aber doch überrascht. So musste der Online-Shop auch bis Donnerstag dieser Woche erst einmal geschlossen werden.

Die Marke Vonrosen besteht bereits seit 1873 und wurde über Generationen hinweg weitergegeben. Heute bietet man wenige, sehr hochwertige Basics aus Seide, Kaschmir und Wolle, sowie einige Accessoires aus Kalbsleder an. Jeder Artikel wird von Hand mit dem persönlichen Signet versehen, in das auf Wunsch die Initialen des Trägers eingraviert werden. Gefertigt wird in Norditalien und Kunden können ausschließlich über einen Online-Shop bestellen. Entgegen der Annahmen, dass nur interessante Persönlichkeiten, Schauspieler, In-Club-Besitzer und Geschäftsführer prädestiniert sind, die Marke zu tragen, weist von Rosen allerdings zurück. Fakt ist jedoch, dass man für die Online-Bestellung erst einmal die Aufnahme in den Kundenkreis beantragen muss – die im Prinzip aber jedem zugestanden wird. Daraus erhofft man sich eine bessere Betreuung und den persönlicheren Kontakt zum Kunden. Schließlich kann man auch im Laden sehen, wer da die eigene Mode kauft.

Bereits zweimal wurde das Vonrosen-Design mit dem Red Dot Design Award ausgezeichnet. Der Geschäftsführer beschreibt seine Modelinie als “puristisch und auf das Wesentliche konzentriert”. Zudem seien seine Produkte durch eine zeitlose Eleganz und klare Linien geprägt – eine Beschreibung, wie man sie auch direkt für die Apple Hardware übernehmen könnte.

Kein Wunder also, dass Steve Jobs sich in der Kleidung wohl fühlt. Zudem ist sein Pulli zu 100 Prozent aus reinem Kaschmir. Mit 420 Euro kostet er fast so viel wie das kleinste iPad 2 und falls sich der CEO davon wieder einen ganzen Kleiderschrank zugelegt hat, wird es auf jeden Fall teuer. Trotzdem ein gerechtfertigter Preis für eine der wertvollsten Naturfasern der Welt, die aus dem Fell der Kaschmirziege gekämmt wird. Nur das feine, weiche Unterfell wird dabei für das Kaschmirgarn verwendet. Besonders die Weichheit der Wolle zeichnet die Kleidung aus. Zudem hält sie warm, ohne dass man darin schwitzt. Für das wechselhafte Wetter in Cupertino (eine Gegend, die einerseits durch heiße Wüstenluft, andererseits durch kalte Pazifikströme heimgesucht wird) scheint ein Kaschmir-Sweater also ideal. Außerdem freuen sich Kaschmir-Träger über die Ökobilanz: Die Pullover benötigen kaum Reinigung, müssen nur gelüftet werden und sind praktisch unverwüstlich.

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WWDC 2011: Keynote mit Steve Jobs live im macnews.de-Ticker

Apple präsentiert heute Abend auf der Keynote der Entwicklerkonferenz WWDC Neuigkeiten zum Mac-Betriebssystem OS X Lion, zum iPhone- und iPad-Betriebssystem iOS 5 sowie zu einem neuen Cloud-Computing-Dienst namens iCloud. Und gibt es darüber hinaus ein “one more thing”? Live vor Ort im Moscone Center, San Francisco, sind für uns Ben und Peter. Sie berichten ab sofort im Liveticker WWDC 2011 auf macnews.de. Verfolgen Sie die Keynote mit Steve Jobs und diskutieren Sie mit!

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Google wollte Steve Jobs als CEO

Ob es Larry Page in seinen ersten Tagen als Google-CEO gerade gelegen kommt, fragt sich Steven Levy sicherlich nicht, wenn er ab Montag sein neuestes Buch vorstellt. Drei Jahre lang hat er in den dunkelsten Geheimnissen des Suchmaschinenriesen gewühlt und eröffnet mit “In the Plex: How Google Thinks, Works and Shapes Our Lives” einen spannenden Blickwinkel auf Mountain View. Eine tragende Rolle in der Google-Story hätte nach Levys Recherchen auch einer haben können: Der Apple-CEO Steve Jobs.

Kein andere als Jobs sei es nämlich gewesen, den die Google-Gründer Sergey Brin und Larry Page als ihren CEO auserkoren hatten, der das Unternehmen an die Spitze führen sollte. Der fühlte sich geehrt, wollte aber seinen Posten bei Apple nicht aufgeben. Stattdessen entschieden sich Brin und Page für den erfahrenen Eric Schmidt als neuen Chef und bekamen von Steve Jobs dabei Rückendeckung. Der Apple-Boss bot sich an, den beiden Jungunternehmern beratend zur Seite zu stehen und machte Schmidt später sogar zum Mitglied des Aufsichtsrats in Cupertino.

Levys Enthüllungen zufolge kam es zum Einfrieren der Beziehungen zwischen Google und Apple erst, als man in Mountain View das Projekt Android startete und später einige der iPhone-Funktionen kopierte, wie es Jobs interpretierte. Danach setzte Jobs angeblich alles daran, die Entwicklungen und Ideen rund um das iPad von Schmidt fernzuhalten – kein leichtes Unterfangen, denn der saß bis Ende 2009 noch immer im Aufsichtsrat.

Das Buch “In the Plex: How Google Thinks, Works and Shapes Our Lives” bietet eine interessante Hintergrundgeschichte zu Googles Entstehung und Wachstum sowie dem Leben auf dem Googleplex, den Insider liebevoll den “Plex” nennen. Der Titel erscheint zunächst nur in englischer Sprache.

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Avie, Bertrand, Jean-Marie, Jon: Who comes NeXT?

Mit Bertrand Serlet verliert Apple nach Avadis „Avie“ Tevanian, Jean-Marie Hullot und Jon Rubinstein einen weiteren Pionier aus alten NeXT-Tagen. Der Kreis der langjährigen Mitstreiter von Steve Jobs wird immer kleiner. Ein Generationswechsel deutet sich an.

Sie sind allesamt millionenschwer, hatten große Erfolge zu verbuchen und verlassen nun nach und nach das (nicht sinkende) Mutterschiff: Jean-Marie Hullot ging schon vor sechs und Avadis „Avie“ Tevanian vor fünf Jahren. Nur wenige Wochen nach Tevanian verließ Jon Rubinstein den Konzern. Mit dem gestrigen Abschied von Bertrand Serlet schließlich dürfte sich der NeXT-Zirkel der Macht in Cupertino deutlich verkleinert haben.

Zur Erinnerung: NeXT war eine von Steve Jobs geleitete Firma und mit ihren Illusionen schon ziemlich am Ende, als sie Ende 1996 von Apple übernommen wurde und mit ihrem Sachverstand seither für einen Gutteil der Innovationen von Apple verantwortlich zeichnet. Schnell deutete sich nach der Übernahme an, dass nicht etwa Apple NeXT übernommen, sondern eher das Apple-Mutterschiff von NeXT-Piraten geentert worden war. Ehemalige NeXT-Führungskräfte ersetzten jene von Apple und sogar der Vorstandsvorsitzende Gilbert Amelio musste seinen Platz räumen, um ihn Steve Jobs zu überlassen. Nachfolgend ein Kurzporträt jener NeXT-Führungskräfte, die Apple seither wieder verließen:

Avadies „Avie“ Tevanian
Der 51-jährige Mathematiker und Computerwissenschaftler gilt neben dem heutigen Microsoft-Mitarbeiter Richard Rashid als einer der Väter des Mach-Kerns von Mac OS X und iOS. Ironischerweise basiert der Name „Mach“ laut Tevanian auf einem Missverständnis und sollte ursprünglich MUCK heißen (für „Multi-User Communication Kernel“ oder „Multiprocessor Universal Communication Kernel“). Heute zählt Tevanian unter anderem zum Direktorium der Dolby Laboratories.

Bertrand Serlet
Der 52-jährige Computerwissenschaftler übernahm die Rolle des Vizepräsidenten für den Bereich der Softwareentwicklung im Juli 2003 von Avadis Tevanian, der damals zum Software-Technologiechef des Unternehmens aufstieg. Der auf zahlreichen Apple-Messeveranstaltungen stets präsente Serlet war für den Konzern viele Jahre lang eine prägende Erscheinung. In der gestrigen Apple-Pressemeldung hieß es zu seinem Abschied, Serlet wolle sich künftig mehr auf die Wissenschaft und weniger auf Produkte konzentrieren.

Jean-Marie Hullot
Der 57-jährige Computerwissenschaftler gilt als Autor des Interface Builder und leitete die Teams zur Entwicklung von iCal und iSync. Heute ist er Vorstandsvorsitzender und Präsident von Fotopedia. Apple-Fans dürfte er vor allem zur Einführung der ersten Beta-Version von iChat AV durch seine Videokonferenz mit Steve Jobs in Erinnerung geblieben sein, während derer Hullot vor dem Eiffelturm saß.

Jon Rubinstein
Der 54-jährige Computerwissenschaftler und Elektroingenieur hatte bei NeXT niemals eine richtige Chance, sein Potenzial unter Beweis zu stellen, denn sein langjähriges Projekt der Entwicklung einer Workstation auf RISC-Basis war noch nicht vollendet, als Steve Jobs die Herstellung der NeXT-Hardware für beendet erklärte. Bei Apple war Rubinstein einer der Hardware-Väter des iPod, eine Kompetenz, die er wohl auch bei Palm/HP später einzusetzen suchte, allerdings mit bislang ausbleibenden Erfolg.

9. April 1997: Serlet stößt zur erfolgreichen Portierung von OPENSTEP/Mach auf die PPC-Plattform an

Fazit
Der Fall, dass Apple wie eine Band endet, deren Mitglieder nach und nach nicht mehr mitspielen wollen, bis irgendwann nur noch der Name übrig bleibt, dürfte solange nicht eintreten, wie es Steve Jobs noch gibt. Der primäre Ideengeber verliert lediglich einige seiner langjährigen Erfüllungsgehilfen, die jedoch meist schnell und ohne große Reibungsverluste ersetzt werden können, so auch im Falle von Serlet. Auf Serlet folgt der Mittvierziger Craig Federighi, ein Protégé von Serlet. Federighi gehört zwar ebenfalls zu den NeXT-Ehemaligen, die Jobs zunächst zu Apple folgten, hatte den Stammkonzern in Cupertino aber von 1999 bis 2009 verlassen. Offenkundig hatte Serlet sich für die Rückkehr Federighis stark gemacht, nicht zuletzt auch aus dem Grund, sich einen späteren Nachfolger aufzubauen.

Mit den NeXT-Personalien einher geht auch ein schleichender Generationswechsel. Dieser ist zwar weit weniger als eine übliche Generation groß, doch wird Apple damit zunehmend ein Unternehmen, in welchem die Führungskräfte unterhalb von fünfzig Jahre alt sind, was angesichts der Zielgruppe, die heute zu einem bedeutenden Teil aus Musik-, Gadget- und Social-Network-Fans bestehen dürfte, nicht ganz verkehrt ist.

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iTunes-Monopol: Steve Jobs unter Eid

Steve Jobs Keynote
Apples CEO Steve Jobs wurde von einem Bundesgericht in den USA zur Aussage unter Eid vorgeladen. Vor etwa sechs Jahren hatten iTunes-Kunden das Unternehmen wegen Missbrauchs seiner beherrschenden Marktstellung verklagt. Die Bindung des iPod an das Programm sei widerrechtlich. Nun muss Steve Jobs den Anwälten für zwei Stunden Rede und Antwort stehen.

Die Fragen dürfen sich jedoch laut richterlicher Anordnung auf nur ein einziges Thema beziehen: Die Software-Aktualisierung aus dem Oktober 2004, welche die Wiedergabe von Musikdateien aus dem RealNetworks Online Store namens Harmony unterband. Dabei begrenzte die FairPlay-Technologie gleichzeitig die unter iTunes gekauften Titel auf den iPod, andere Geräte konnten die Stücke nicht abspielen. Im Juli zuvor hatte RealNetworks angekündigt, in einem eigenen Online Store Musik für den iPod anzubieten.

Inzwischen, so stellt auch die richterliche Anordnung fest, wird sämtliche bei iTunes angebotene Musik seit März 2009 ohne derartige Einschränkungen verkauft. Im Jahr 2005 hatte Thomas Slattery eine Sammelklage gegen Apple angestrengt um sich im Namen aller Konsumenten gegen die iTunes-Einschränkungen zu wehren.

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Hilfe von außen, Teil 2

Apple ist nicht dafür bekannt, Laurence J. Peters Prinzip zu favorisieren, das besagt: „In einer Hierarchie neigt jeder Beschäftigte dazu, bis zu seiner Stufe der Unfähigkeit aufzusteigen.“ Aus diesem Grund verlassen wir Apple und sehen uns außerhalb nach Jobs-Nachfolgern um. Der zweite Teil widmet sich Eric Schmidt, ein Altersgenosse von Steve Jobs, mit dem dieser auch mal gerne einen Kaffee trinken geht.

Als Eric Schmidt Anfang August 2009 nach drei Jahren den Apple-Vorstand verließ, kam dieser Schritt nur für wenige überraschend, hatte er doch zunehmend Probleme damit, seine Android-Interessen bei Google mit seinen iPhone-Interessen bei Apple unter einen Hut zu bringen. So musste er schon vor seinem Rücktritt den Raum verlassen, sprach der Apple-Vorstand über iPhone-Themen – ein kaum hinzunehmender Missstand. Folgerichtig spricht auch Apples damalige Pressemeldung von der Tatsache, dass Google immer mehr in Apples Geschäftsbereiche vordrang, was laut Jobs zu Interessenkonflikten und einer einvernehmlichen Trennung geführt hätte.

Als langjähriger Lenker eines Unternehmens, das zunächst all seine Dienste zu verschenken schien und sich dann zunehmend als Datenkrake entpuppte, ist der Ruf Schmidts nur bedingt positiv. Dies liegt allerdings am problematischen Geschäftsmodell von Firmen à la Facebook, Google, Twitter & Co. insgesamt, die oftmals nur auf heißer Aktienluft basieren und früher oder später mit der unschönen Tatsache konfrontiert werden, ihrem hochgeträumten Börsenkurs irgendwie auch substanziell unter die Arme greifen zu müssen. Und das hat Eric Schmidt trotz aller Widrigkeiten auch getan – das märchenhafte Image des weltgrößten Suchmaschinenbetreibers blieb dabei aber auf der Strecke. Als der Wechsel Schmidts von seiner Position des Vorstandsvorsitzenden in den Verwaltungsrat Googles bekannt wurde, sahen dies viele Kommentatoren denn auch als eine Art Bestrafung für Versäumnisse und Fehltritte Schmidts. Andere wiederum mutmaßten, Schmidt bereite den sanften Übergang zu einem anderen Unternehmen vor, ein Wechsel, der ihn auch zu Apple führen könnte.

Der vor knapp 56 Jahren in Washington, D. C. geborene Schmidt machte eine traumhafte Karriere, die er im im Xerox Palo Alto Research Center (PARC) begann, einem Forschungsinstitut, bei dem auch Apple sich zuweilen bediente (was sogar in einer rechtlichen Auseinandersetzung gipfelte). Der Co-Autor des Analyse-Generators Lex war außerdem in den Bell Labs, bei Xilox, Sun Microsystems und Novell tätig, bevor er vor zehn Jahren zu Google wechselte.

Im Gegensatz zu Steve Jobs ist Schmidt zwar kein ausgezeichneter Redner, doch verfügt er wie der gut zwei Monate ältere Apple-Vorstandsvorsitzende über fundierte Kenntnisse des globalen Technologiemarktes und kann im Gegensatz zu Jobs zudem noch eine solide akademische Laufbahn in diesem Bereich vorweisen. Dank Google wurde auch Schmidts Name zum Markenzeichen innerhalb der Branche und könnte auch als längst überfällige Stärkung von Apples Internet-Kompetenz interpretiert werden. Zusammen mit einem sorgfältig ausgewählten Team aus Design-, Hardware- und Software-Experten könnte daraus eine funktionierende Mischung in Apples künftiger Direktion entstehen.

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Der Tag, an dem das iPad 2 erschien

Was vom heutigen Apfel übrig bleibt, ist gar nicht so viel. Dafür war er aber auch wirklich groß: Apple stellte das iPad 2 mit diversen Accessoires vor, dazu ein neues, mobiles Betriebssystem iOS 4.3 und neue Apps wie iMovie und Garageband auf dem iPad.

Sie sind doch immer wieder ein Erlebnis, diese Keynotes. Steve Jobs und seine Kollegen stellten heute im Buena Yerba Center for the Arts in San Francisco um zehn Uhr morgens Ortszeit die Neuigkeiten vor. In ein und einer viertel Stunde präsentierte ein gut gelaunt und so gar nicht todkrank wirkender Steve Jobs das, worauf die Fangemeinde so lange gewartet hatte: das iPad 2. Wie üblich, überließ er die Vorstellung einzelner Punkte, wie das Betriebssystem-Update und die Apps den Produktmanagern. Leider gab es keinen Livestream von Apple für das Publikum, nur CNN lieferte einen sehr verzögert und selbst der macnews.de-Server brach stellenweise unter der Last auf den Liveticker zusammen.

Das iPad 2 ist wie erwartet ein technisches Upgrade des Einser-Pad. Keine Revolution, aber ein evolutionärer Schritt. Schlanker ist es gemacht, und knapp 100 Gramm leichter, in Schwarz und Weiß erhältlich. Mit nur noch knapp 9 Millimeter ist es vier Millimeter dünner geworden. Dafür hat es jetzt einen Doppelkern-Prozessor und zwei Kameras, eine vorn, eine hinten, für Video-Chats und Augmented Reality Apps. Ab 25. März wird es in Europa erhältlich sein, der Einstieg in die iPad 2 Welt soll angeblich mit nur noch 379 Euro beginnen.

Nur für das iPad 2 hat Apple ein neues Hüllensystem entwickelt. Es hält sich magnetisch an einer Seite fest, deckt nur das Display ab und lässt sich zur iPad-Tastaturstütze oder zum iPad-Fotostand zusammenfalten, ein geniales Prinzip. Klar, dass die Hüllen in verschiedenen Farben und auch in teurem Leder erhältlich sind.

Das neue iOS 4.3 bietet für alle Mobilgeräte wie iPhone, iPod touch und iPad AirPlay, iTunes-Sharing und einen schnelleren Browser Safari. In diesem arbeitet jetzt die JavaScript Engine Nitro, die Webseiten zweimal so schnell wie bisher liefern soll. Für das iPhone 4 ist noch die “Persönliche Hotspot”-Funktion hinzugekommen, mit der man benachbarte Geräte von der UMTS-Verbindung profitieren lassen kann. Beim iPad kann man nun den Seitenschalter entweder für die Displayformatfixierung verwenden oder für die Stummschaltung.

Zwei neue Apps hatte Apple auch mitgebracht: iMovie für iPad und Garageband. Es war beeindruckend zu sehen, zu was die beiden Kreativumgebungen für Video- und Musikproduktion auf dem Touchscreen in der Lage sind. Teuer sind sie auch nicht: Nur knapp 5 US-Dollar sollen sie kosten.

Was sonst noch war: AMD unkt gegen Thunderbolt und hält große Stücke auf USB 3.0. Die Hoffnung ist, dass Erstanbieter-Apple und die Peripherie-liefernde Industrie bei der zukunftsfähigen Schnittstelle zusammenfinden, schließlich kann sie 10 Gigabit Daten pro Sekunde in beide Richtungen transportieren.

Safari 5.1 wird wahrscheinlich wie Google Chrome 9 bald auch mit WebGL 3D-Grafiken verarbeiten können. Noch ist es nicht soweit, dafür haben die Chrome und Firefox mit Updates Sicherheitslücken schließen können.

Doch, einer war noch: Microsoft will mitspielen und verhindern, dass Apple den Ausdruck “App Store” für sich schützen lässt.

Mehr geht nicht. Der Apfel vom Tage war groß.

Foto: Apple Core, tnarik, Flickr. Some Rights reserved.

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Jobs plant angeblich Auftritt heute Abend

Steve Jobs Keynote
Heute Abend um 19 Uhr unserer Zeit wird Apple im Yerba Buena Center of the Arts in San Francisco ein iPad-Event abhalten. Wer allerdings durch die Keynote führen wird ist unklar. Im Rennen sind Tim Cook, Phil Schiller, Scott Forstall und auch Steve Jobs himself.

Nicht nur die Apple-Gemeinde hofft auf ein Erscheinen des Apple-Masterminds. Und mehreren Quellen zufolge könnte Jobs zumindest anwesend sein wenn nicht gar selbst das etwaige iPad 2 präsentieren. Vorstellbar wäre auch, dass Jobs heute, wie auch schon in Vergangenheit, “nur” die Einleitung der Keynote übernimmt und seine Kollegen dann Fakten und Demonstrationen abarbeiten.

Doch nach all dem Trubel um seine wiederholte krankheitsbedingte Auszeit besteht die Gefahr, dass Jobs’ Auftritt dem iPad 2 die Show stiehlt und die Medien erneut zu wilden Spekulationen rund um seinen Gesundheitszustand provoziert. Folglich beinflusst dies auch den hypernervösen Aktienmarkt. Und schon wird aus der simplen Frage “Ja oder nein?” eine schwergewichtige geschäftspoltisische Entscheidung und aus einer simplen Bühne ein unberechenbares, gefährliches Pflaster.

Allgemein scheint man bei Apple die Kommunikations-Strategie zu überdenken. Gutes Beispiel: Die neuen MacBooks, Thunderbolt und der Developer-Preview von Mac OS X Lion. Das sind drei große, neue Produkte, die zuvor, bis auf die Lion-Demonstration letzten Oktober, nicht offiziell auf Keynotes vorgestellt und im Zuge dieser veröffentlicht wurden. Vor wenigen Monaten bzw. Jahren wäre dies noch unvorstellbar gewesen.

Nun muss man sich natürlich eingestehen, dass Apple als Zugpferd der Industrie mehr Blicke denn je auf sich zieht. Auch dem gewachsenen Produktportofolio schenkt die Öffentlichkeit mehr Aufmerksamkeit. Ginge es nach dem großen Interesse an neuen Produkten, müsste Apple wohl jeden zweiten Monat eine Keynote abhalten.

Folglich veröffentlicht Apple einfach neue Produkte auf der Webseite und überlasst der Fachpresse die Aufarbeitung und Verteilung der Neuigkeiten. Im Falle von OS X Lion generiert diese Strategie über Wochen hinweg einen Nachrichtenstrom, gefüllt mit kleinen und großen Happen an Neuigkeiten und Fundstücken. Das Resultat ist ein langlebigerer “Buzz” als es eine einzelne Keynote je könnte.

Gleichzeitig betritt Apple mit Live-Übertragungen der Keynotes einen intensiveren Weg der Kommunikation. Die scheint zu sein: Wenige Keynotes und trotzdem omnipräsent.

Frei nach Apples inoffiziellem Motto: “Willst du gelten, mach dich selten”.

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Die zehn Gebote des Steve Jobs

Der Wirtschaftsjournalist Bruno Wattenbergh hat sich im belgischen Radiosender Twizz einmal über die zehn Erfolgsgebote von Steve Jobs Gedanken gemacht. Nachfolgend eine kommentierte Zusammenfassung.

Erstes Gebot: Die Welt beobachten!
Steve Jobs profitiert vorwiegend von äußeren Einflüssen, die er an sehr unterschiedlichen Orten aus sehr unterschiedlichen Bereichen oder von sehr unterschiedlichen Menschen aufschnappt. So meinte Jobs zur Designgeschichte des ersten Macintosh 1980, dass er damals in einem Laden ein Haushaltsgerät gesehen habe, dass ihm vom Aussehen her so gut gefiel, dass er ein ähnliches Konzept fürs kommende Mac-Design haben wollte.

Zweites Gebot: Zahl der Ziele verringern!
Wenige Neuvorstellungen, dafür aber die richtigen. Das genaue Gegenteil also beispielsweise zur Firma Google die immer neue Produkte auf den Markt wirft und anhand der Reaktionen darauf dann entscheidet, ob das Konzept fortgeführt und ausgebaut wird oder nicht.

Drittes Gebot: Dogmen fallenlassen!
Beispiel für ein von Steve Jobs abgelegtes Dogma wäre Open Source. Im Prinzip eine nette Idee, auf Dauer im kommerziellen Rahmen aber nicht durchzuhalten. Im Vordergrund steht, dass der Kunde zufrieden ist und die gekauften Produkte gerne benutzt.

Viertes Gebot: Perfektionisten bremsen!
Steve Jobs spielt die Rolle eines Filters und bringt seinen Ingenieuren und Designern bei, alles maximal zu vereinfachen, also Funktionen und Bedienungselemente einzusparen, die ohnehin so gut wie nie von jemandem genutzt werden. Perfektionisten streben außerdem ein Produkt an, das niemals fertig und zudem viel zu teuer herzustellen ist.

Fünftes Gebot: Einwandfreier Kundendienst!
Eine schöne Illusion zwar, aber nur sehr schwer zu verwirklichen. Hat Apple einen vorbildlichen makellosen Kundendienst? Manche technischen Probleme werden erst nach nach juristischen Auseinandersetzungen oder Lawinen negativer Berichterstattung behoben, das kann auch mal Jahre dauern. Andererseits erfolgt die Behebung recht zügig, wird der Fehler denn von Apple anerkannt.

Sechstes Gebot: Produktmythos schaffen!
Nicht nur ein simples Produkt, sondern ein Traum, Schönheit, Jugend ... Ja, Apple kann das ganz gut, obgleich es da und dort erste Ermüdungserscheinungen gibt. Apple sollte sich insgesamt offener geben, sein Publikum suchen und ihm nicht ausweichen. Ansonsten wird der Mythos schnell zum schlechten Ruf.

Siebtes Gebot: Vergangenheit vergessen!
Geträumt werden darf immer. Was heute technisch noch nicht möglich ist, geht vielleicht morgen oder übermorgen. Dran bleiben und alle Beteiligten zur maximalen Leistung antreiben.

Achtes Gebot: Vorsicht vor Marktstudien!
Ein Kunde teilt einem im Vorfeld zwar nie genau das mit, was er wirklich will, kann später aber immer ausgezeichnet erklären, warum ein Apple-Produkt erfolgreich oder ein Rohrkrepierer ist.

Neuntes Gebot: Verfeinern, nicht erfinden!
Ebenso wie Google hat auch Apple niemals etwas wirklich erfunden, sondern vor allem vorhandene Konzepte erstmals vermarktet, verfeinert oder in Zusammenhang gebracht und ein Produkt daraus werden lassen. Apple zieht damit jedoch mehr als andere Unternehmen innovative Kräfte und Ideen an.

Zehntes Gebot: Eigenen Rhythmus finden!
Der Marktführer muss nur seinem eigenen Rhythmus folgen. Zwar sollte zur Sicherheit auch die Konkurrenz im Auge behalten werden, der Gleichschritt mit anderen (siehe Microsoft aber vermieden werden. Apple muss führen, andere folgen.

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IT-Promi-Treff: Steve Jobs sitzt neben Barack Obama

Sehr gesellig und typisch amerikanisch ging es offensichtlich beim gestrigen Treffen des US-Präsidenten mit den VIPs der IT-Branche zu. Dabei hatte Barack Obama einige wichtige Anliegen, die er in die Reihen von Zuckerberg, Jobs, Schmidt & Co. trug. Doch neben Innovationen, Arbeitsplätzen, Forschung und Ausbildung rückte noch ein persönlicheres Thema in den Mittelpunkt des Abends: Die Gesundheit von Steve Jobs der entgegen der Stimmungsmache der Klatschpresse von gleichbleibender Gesundheit zu sein scheint und rege an Geschäftsterminen teilnimmt.

Die einzigen offiziellen Fotos des Abends tauchten ausgerechnet bei Mark Zuckerbergs Meisterstreich Facebook auf und zeigen eine gesellige Runde der führenden IT-Köpfe. Zuckerberg ist es auch, der in ein Gespräch mit Barack Obama vertieft auf einem der Fotos zu sehen ist. So soll es an dem Abend in Kalifornien vor allem um Obamas wirtschaftliche Anliegen gegangen sein. Dabei setzt der Präsident bei den Themen Arbeitsplatzschaffung, Entwicklung und Förderung vertrauensvoll auf die IT-Branche und damit auf die geladenen prominenten Unternehmensführer.

Neben 13 Führungspersönlichkeiten in Hemdsärmeln sticht Apple-Chef Steve Jobs nicht nur wegen seines Kleidungsstils heraus. Im gewohnten Rollkragen-Outfit hebt auch er sein Glas zum Toast und zeigt seinen Konkurrenten und der Öffentlichkeit, dass seine Auszeit keineswegs mit einer deutlichen Verschlechterung seiner Gesundheit gleichzusetzen ist. Noch in den vergangenen Tagen hatte sich die Klatschpresse mit Vermutungen über seinen Zustand gegenseitig übertroffen.

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Jobs-Nachfolge, Teil 4: Der gemütliche Stratege

AAPL-Kleinaktionäre geben sich gern dem Wunschdenken hin, dass die Ab- oder Anwesenheit von Steve Jobs keine Rolle spielt und Apple längst ein Selbstläufer ist. Schon ein Blick auf jene Personen, die immer wieder als Jobs-Nachfolger gehandelt werden, reicht allerdings, um mit Skepsis zu reagieren. Teil 4 einer kleinen Reihe über die Anwärter auf die Jobs-Nachfolge widmet sich Philip W. Schiller, einem zwar strategisch agierenden, dennoch aber gemütlich wirkenden Manager.

Als Steve Jobs sich einer Bauchspeicheldrüsenkrebs-Behandlung unterzog und er deswegen die Keynote zur Apple Expo im September 2004 in Paris nicht halten konnte, vertrat ihn erstmals vollständig Phil Schiller. Und der zuvor eher selten prominent in die Öffentlichkeit getretene Marketing-Chef schlug sich weit besser als befürchtet, die Keynote wurde nicht nur dank der Vorstellung des neuen iMac G5 ein Erfolg, Schiller konnte als Redner überzeugen – es gab den üblichen Beifall, keine peinlichen Pausen, keine Buhrufe. Seither ersetzt oder ergänzt Schiller Jobs zu zahlreichen Gelegenheiten, seine Auftritte gehören mittlerweile zum festen Bestandteil von Produktneuvorstellungen.

Schiller, der bei Apple den Titel des Senior-Vizepräsidenten für das weltweite Marketing trägt und damit verantwortlich für den Verkauf der gesamten Produktpalette ist, kann über 27 Jahre Erfahrung in diesem Bereich zurückblicken, die er unter anderem bei Unternehmen wie Macromedia, FirePower Systems und Nolan, Norton & Company sammelte. Er gehört mittlerweile zu den Apple-Großverdienern und konnte laut Forbes im Jahr 2006 eine finanzielle Aufwandsentschädigung von gut acht Millionen Euro verbuchen.

Der Absolvent der Jesuiten-Forschungsuniversität Boston College (Bachelor of Science im Studiengang Biologie sowie begonnener aber nicht vollendeter Ph.D in Englisch) ist nach Steve Jobs häufigster Stellvertreter Apples bei verschiedenen Medienauftritten, auch wenn dies natürlich kaum etwas am spärlichen Inhalt jener Interviews sowie dem allgemeinen PR-Problem des Herstellers ändert.

Schillers berufliche Vergangenheit als Marketing-Direktor bei FirePower Systems ist insofern interessant, als dass es sich dabei um ein Unternehmen handelte, das 1993 aus einer Zusammenarbeit von Canon und ehemaligen NeXT-Mitarbeitern hervorging, just als NeXT sich entschlossen hatte, keine eigenen Computer mehr fertigen zu wollen. Canon gehörte ebenfalls zu den NeXT-Investoren und war der Hersteller des damals fast schon berühmten 400-dpi-Laserdruckers von NeXT. FirePower Systems stellte Computer auf Basis der PPC-Plattform her und war lange Zeit Hoffnungsträger auch für NeXT-Anwender, die sich von FirePower einen neuen Hardware-Hafen für NEXTSTEP erhofft hatten, wozu es jedoch niemals kam. Im Juli 1996 wurde FirePower von Motorola übernommen, im Dezember 1996 folgte die Übernahme von NeXT durch Apple.

Aufschlussreich könnte die Äußerung Schillers in einem Interview zum Thema iPhone Applikationen aus dem Jahre 2007 sein, in dem er noch vehement die Entscheidung Apples vereidigt, ausschließlich auf Web 2.0-Applikationen zu setzen. Sie hätten ein großes Potenzial und man arbeite intensiv daran, Entwickler dafür zu begeistern. Wer dies nun in Zusammenhang mit den jüngsten Gerüchten zu speicherarmen Mini-iPhones sieht, könnte den damaligen Satz Schillers fast schon als prophetisch empfinden, sollte sich ein iPhone-Zweig zu einer Art mobilem Netzcomputer für die Hosentasche entwickeln – etwas, womit Larry Ellison, Ex-Mitglied des Apple-Vorstands, wohl auch in seinen kühnsten Träumen nicht gerechnet hätte.

Wie Forstall und Ive gehört der fünfzigjährige Schiller trotz langjähriger IT-Karriere immer noch zur jüngeren Führungsriege des Konzerns und ist damit automatisch einer der wahrscheinlicheren Kandidaten für die Jobs-Nachfolge.

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10 Milliarden US-Dollar Verlust: Gerüchte sorgten für AAPL-Crash

Am gestrigen Donnerstag mussten die Börsianer in den USA mit ansehen, wie der AAPL-Kurs innerhalb weniger Minuten um 6 US-Dollar fiel. Durch diesen zunächst unerklärlichen Verfall verlor Apple 10 Milliarden US-Dollar an Börsenwert bevor sich die Aktie wieder erholen konnte. Verantwortlich für das Phänomen waren vermutlich absichtlich gestreute Gerüchte über einen erneuten Krankenhausaufenthalt Steve Jobs .

Wie der Börsen-Blogger Andy Zaky gegenüber CNN mitteilte, war der minutenschnelle Wertverfall alles andere als normal. “Ich sah, wie Apple innerhalb weniger Sekunden von 351,70 US-Dollar auf 349,00 US-Dollar fiel”, so Zaky, der sich aber auch keinen Reim auf die Entwicklung machen konnte. Zwar sorgte das Verizon-iPhone für weniger lange Schlangen vor den Filialen als zunächst vermutet, doch bot dies keinen Anlass für derartige Verluste.

Ein wenig Licht brachte die Börsennews-Seite Stock Tick Tock in die Sache. Gerüchte über Steve Jobs’ Gesundheit hatten es geschafft, an der Börse für kurzzeitige Verwirrung zu sorgen. Angeblich befände sich die IT-Ikone erneut im Krankenhaus, genauere Gründe wurden hierfür nicht genannt. Nach einigen Anrufen bei vertrauten Quellen habe man jedoch erfahren müssen, dass es sich bei diesem Gerücht um eine Falschinformation handelte. Möglicherweise wollte sich jemand auf diese Weise ein paar günstige AAPL-Papiere sichern.

Ganz im Gegenteil scheint es Steve Jobs aktuell recht gut zu gehen. So wurde erst kürzlich beobachtet, wie er energischen Schrittes den Apple-Campus in Cupertino durchquerte.

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Steve Jobs: Meetings auch während Auszeit

Zwar nimmt Steve Jobs in diesen Tagen zum dritten Mal in seiner Zeit als Apple-CEO eine gesundheitsbedingte Auszeit. Bei Apple soll der Alltag aber relativ normal weiterlaufen: COO Tim Cook an der Spitze laufe das Tagesgeschäft wie bisher, Jobs halte auch bei sich zu Hause Meetings ab – und soll sogar trotz offizieller Pause ab und an auf dem Campus in Cupertino vorbeischauen.

Den Informationen des Wall Street Journal zufolge seien die Mitarbeiter über den Gesundheitszustand ihres Chefs bekümmert, Cook leite die Geschäfte aber ähnlich wie bisher. Auch seien die Mitarbeiter seit Jobs’ Auszeit im Jahr 2009, als Cook bereits für ein halbes Jahr die Zügel in die Hand nahm, weniger besorgt. In der damaligen Pause, die Jobs für eine Lebertransplantation einlegen musste, stieg Apples Aktienkurs unter Cooks Führung um 78 Prozent.

Jobs habe, so ein Mitarbeiter, auch schon vor seiner offiziellen neuen Auszeit öfters von zu Hause gearbeitet. Auch jetzt soll er noch viele Geschäftsmeetings am Telefon leiten oder zu sich nach Hause einladen: Jobs kümmere sich in diesen Tagen um die anstehenden Präsentationen des neuen iPads und eines neuen iPhones im Sommer.

Woran Jobs im Moment leidet, bleibt immer noch unklar. 2004 ließ sich der Apple-CEO einen Tumor an der Bauchspeicheldrüse entfernen – das Karzinom sei aber eines der wenigen an dem Organ gewesen, das heilbar sei, wie Jobs damals erklärte. 2009 folgte dann nach sichtbarem Gewichtsverlust die Lebertransplantation. Das Wall Street Journal berichtet, dass Apple möglicherweise zur Worldwide Developers Conference im Sommer weitere Informationen zum Gesundheitszustand des CEO veröffentlichen werde – möglicherweise ist Jobs bis dahin aber auch wieder ins Tagesgeschäft zurückgekehrt.

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Jobs-Nachfolge, Teil 3: Der jugendliche Veteran

AAPL-Kleinaktionäre geben sich gern dem Wunschdenken hin, dass die Ab- oder Anwesenheit von Steve Jobs keine Rolle spielt und Apple längst ein Selbstläufer ist. Schon ein Blick auf jene Personen, die immer wieder als Jobs-Nachfolger gehandelt werden, reicht allerdings, um mit Skepsis zu reagieren. Teil 3 einer kleinen Reihe über die Anwärter auf die Jobs-Nachfolge widmet sich Scott Forstall, einem immer noch jugendlich wirkenden Veteran.

Scott Forstall gehört zu den wenigen Mitstreitern von Steve Jobs, die ihm seit den NeXT-Tagen gefolgt sind und bis heute bei Apple arbeiten. Wenig überraschend daher, dass der NEXTSTEP-Experte Forstall nach dem Apple-Abschied des Mach-Gurus Avadis „Avie“ Tevanian am 31. März 2006 in dessen Fußstapfen trat und seit 2008 Senior-Vizepräsident für den Bereich iPhone Software ist.

Forstalls Leitspruch „Plus est en vous“ (Es ist mehr in Ihnen) lässt auf einen positiven und motivierenden Charakter schließen, der ihn auch dazu verleitete, das Entwicklungsprojekt iPhone als ein Objekt zu sehen, an dem weit mehr dran ist, als sich dem äußeren Anschein nach vermuten ließe und mit dem man weit mehr machen kann, als man annehmen könnte.

Der 41-jährige Stanford-Absolvent (Bachelor of Science im Studiengang Symbolische Systeme und Magister in Computerwissenschaften) Forstall unterscheidet in seiner Weltanschauung zwei Arten von Menschen, solche, die an die Weiterentwicklung ihrer eigenen Fähigkeiten glauben und solche, die sich eher als fremdbestimmtes Wesen auffassen. Erstere suchten Forstall zufolge eher nach Herausforderungen und hätten daher den besseren Ansatz, weshalb er auch vor allem Mitglieder jener Gruppe für die Mitwirkung in seinem iPhone-Team bevorzugen würde. Letztere stuft Forstall primär als nur vorgeblich kluge Menschen ein, die sich vor allem darum bemühten, ihre Fähigkeiten zu simulieren und weniger gewillt wären, ihre intellektuellen Fähigkeiten auszubauen.

Als einziges Apple-Direktionsmitglied kann Forstall einen Twitter-Account vorweisen, der zwar beeindruckende 36.495 so genannte Follower anzog, bislang jedoch keinerlei Inhalte bietet, was seinen Schritt bis heute in rätselhaftem Licht erscheinen lässt.

Laut dem Wirtschaftsmagazin Forbes ist Forstall ein Name, den man 2011 kennen sollte. Das verwundert wenig, steht er doch als Hauptverantwortlicher fürs iOS gleichzeitig im Mittelpunkt von Apples Software-Zukunftsvisionen, die sich deutlich spürbar auf den Mac-OS-X-Sprössling konzentrieren und nicht zuletzt stark auf Mac OS X 10.7 Lion abfärben werden. Forstall, der im Jahre 2010 monatlich rund 70.000 Euro verdiente, ist einer der glaubwürdigeren Nachfolger von Steve Jobs. Der Verantwortliche für mehrere Versionen von Mac OS X und iOS ist nicht nur Keynote-erfahren, sondern könnte auch rein altersmäßig für frischen Wind in der Apple-Führungsriege sorgen, neben Ive ist er das jüngste Mitglied der Chefetage. Ob er jedoch über die Jobs-typischen Merkmale wie Charisma, Detailbesessenheit, Perfektionismus und dessen Fähigkeit zur Marktprognostik verfügt, ist bislang nur sehr schwer abzuschätzen, da Forstall den Ball hinsichtlich seines öffentlichen Profils eher flach hält, als gezielt die Nähe zu den Medien zu suchen.

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Netgear-CEO übt scharfe Kritik an Steve Jobs

Während eines Mittagessens mit Journalisten äußerte sich Patrick Lo, CEO von Netgear, zu Steve Jobs’ Ego und kritisierte Apples geschlossene Produkt-Politik. Offene Plattformen wie Android würden iOS bald verdrängen und das Konzept funktioniere ohnehin nur, weil das Unternehmen Bereiche wie digitale Musik beherrsche.

Lange werde es jedoch nicht mehr dauern, so Lo im Sydney Morning Herald, dann sei Jobs “weg” und Apple werde eine strategische Entscheidung treffen müssen, ob sie die Plattform stärker öffnen wollen. Dieser Kommentar scheint in Anbetracht des Gesundheitszustandes Steve Jobs’ besonders zynisch. Über kurz oder lang werde sich das Unternehmen jedenfalls nicht mehr gegen ein ständig näherrückendes Android wehren können.

Ebenso wie es bereits VHS mit Betamax und TCP/IP mit verschiedenen konkurrierenden Protokollen geschafft habe, werden offene Systeme es iOS und iTunes zunehmend schwerer machen. Alsbald werden diverse Bereiche der Heimelektronik von Android dominiert sein und Apple könne für die über seine Dienste verkauften Inhalte kein “Lösegeld” mehr verlangen.

Obwohl er keine Rechte an Filmen, Musik und Apps habe, zahlen die Eigentümer ihm Gebühren, schimpft Lo. Außerdem sei die Ablehnung von Flash auf iOS-Geräten allein durch Steves Ego bedingt. “Aus welchem Grund hat er Flash verbannt? Es gibt keinen Grund außer sein Ego.”.

Persönlich könne Lo seine Kritik an den Apple-Chef allerdings nicht richten. “Er würde mir nicht einmal eine Minute zuhören”, entgegnet Lo auf Nachfrage. Warum das so ist, steht in den Sternen.

Bild: flickr.com, Jeremy Toeman


Zusätzliche Kaufempfehlung:
Android Smartphones wie das Samsung Galaxy 3 oder das HTC Wildfire* bieten den Vorteil einer offenen Plattform.
Zudem kann man hier, im Gegensatz zu Apples iPhone, zwischen einer großen Anzahl verschiedener Hersteller wählen.

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Jobs-Nachfolge, Teil 1: Der gnadenlose Langweiler

AAPL-Kleinaktionäre geben sich gern dem Wunschdenken hin, dass die Ab- oder Anwesenheit von Steve Jobs keine Rolle spielt und Apple längst ein Selbstläufer ist. Schon ein Blick auf jene Personen, die immer wieder als Jobs-Nachfolger gehandelt werden, reicht allerdings, um mit Skepsis zu reagieren. Teil 1 einer kleinen Reihe über die Anwärter auf die Jobs-Nachfolge widmet sich Tim Cook, einer seltsamen Mischung aus Buchhalter, Mönch und Henker.

Wenn die für Silicon Valley zuständige Gawker-Klatsch- und Tratschseite Valleywag den operativen Geschäftsführer von Apple Tim Cook als den „mächtigsten Schwulen von Silicon Valley“ bezeichnet, dann täuscht das vor allem über seine nicht vorhandenen Qualitäten hinweg. Cook ist bei öffentlichen Auftritten langweilig und unsicher, hat eine ebenso zittrige wie quäkend-einschläfernde Stimme und scheint damit alles in allem so ziemlich genau das Gegenteil von Steve Jobs sein. Apples COO (Chief Operating Officer) unterhält sein Publikum nicht, macht beim Sprechen zu lange Pausen, betont falsch und wirkt auf Dauer gequält. Nach außen scheint der Mann eine PR-Katastrophe zu sein, den sich niemand längere Zeit an die Spitze Apples wünschen sollte und dem man das Halten von Keynotes daher auch meist erspart. Wer ist also dieser Mann, dem momentan die undankbare Rolle zugewiesen wurde, den schillerndsten Unternehmer von Silicon Valley zu vertreten?

Der Fünfzigjährige Cook gilt als arbeitsbesessener Sonderling. Der Sohn eines Werftarbeiters wuchs in Robertsdale (Alabama) auf, gehörte zu den besten Schülern seiner Grundschulklasse und schloss 1982 ein Studium im Bereich Industrial Engineering an der Universität von Auburn (Alabama) ab, worauf ein Management-Studium MBA (Master of Business Administration) an der Fuqua School of Business der Duke-Universität in Durham (North Carolina) folgte. Bevor er 1998 seine Tätigkeit als operativer Vizechef für den Sektor Herstellung bei Apple antrat, war Cook kurz beim PC-Händler Intelligent Electronics, zwölf Jahre im Bereich PC-Logistik bei IBM und sechs Monate als Vizechef für Unternehmensmaterialien bei Compaq tätig. Cook hält AAPL-Anteile im Wert von über 136 Millionen US-Dollar, wohnt aber dennoch zur Miete.

Laut Aussage eines Apple-Mitarbeiters, der beim Vorstellungsgespräch Cooks anwesend war, soll Steve Jobs vor allem der Stoizismus von Cook beeindruckt haben, während es bei einem Ex-Kollegen Cooks von Compaq nur ganze fünf Minuten gedauert habe, bis Jobs die Flucht ergriff. Cook hat sich schnell bewährt und ist mittlerweile für seine umfassenden Rationalisierungs- und Überwachungsmaßnahmen von Herstellungs- und Logistikprozessen bekannt. So ordnete er die verschiedenen Produktionsbereiche konkreten Personalien zu, schloss ineffiziente Vertriebszentren, wechselte zu teure Anbieter und sorgte für die systematische Reduzierung der Lagerbestände von durchschnittlich 31 auf sechs Tage. Auch gilt er als treibende Kraft für geschickte Materialeinkäufe wie den Ende 2005 abgeschlossenen Fünfjahresvertrag über den Erwerb von Flash Speicher in Höhe von 1,25 Milliarden US-Dollar, der Apple zu hoher Flexibilität und Effizienz verhalf. Die mit den internationalen Mobilfunkanbietern geschlossenen iPhone Vertriebsverträge gehen ebenso auf sein Konto.

Da Cook über sämtliche Details auf dem Laufenden ist, findet er auch schnell den Schwachpunkt für ein Problem und konfrontiert den zuvor mit der konkreten Aufgabe betrauten Verantwortlichen auf ruhige und niemals ausfallende Weise mit präzisen aber letztlich nicht zu beantwortenden Fragen – eine stille Hinrichtung. Cooks täglicher Arbeitsablauf hat mit einem angenehmen Leben rein gar nichts zu tun: E-Mails verschickt er schon vor Morgengrauen, seine Gesprächspartner sollen in späteren Meetings ausreichend vorbereitet sein. Er ist regelmäßig der erste Mitarbeiter, der das Firmengebäude betritt und der letzte, der es verlässt. Energieriegel sind der Treibstoff für diese unmenschliche Tour de Force, er isst sie zu jeder Gelegenheit. Um fünf Uhr früh radelt der sozial eher desinteressierte Lance-Armstrong-Fan außerdem zum morgendlichen Fitnesstraining. Wie Steve Jobs verehrt auch Cook den Sänger Bob Dylan, neben dessen Bild schmückt noch ein Portrait von Robert Kennedy das Büro des Apple-COO.

Es ist bei einem solchen Charakter wenig überraschend, dass der Business Insider Cook als den Steve Ballmer Apples bezeichnet. Beide haben keinen IT-orientierten Studienhintergrund, beide sind besessen von Verkaufszahlen und Gewinnmargen, beide sind für ihr gnadenloses Vorgehen bei mangelnder Effizienz bekannt und beide gelten als besonders farblos – allerdings schreit und tanzt Cook (noch) nicht auf der Bühne herum. Würde Cook alleiniger und dauerhafter Jobs-Nachfolger, dann drohte zwar kein Ende der Spaßkultur, denn allzu spaßig geht es bei Apple schon lange nicht mehr zu, es könnte vielmehr der kreative Todesstoß sein.

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Besondere Strahlentherapie: Steve Jobs ließ sich 2009 in der Schweiz behandeln

Nach Steve Jobs Ankündigung, eine dritte gesundheitsbedingte Auszeit zu nehmen, bleibt die Frage offen, wie krank der Apple-CEO ist und um welche Erkrankung es sich genau handelt. Jüngsten Informationen zufolge ließ sich Jobs im Jahr 2009, also während seiner letzten Auszeit, von Spezialisten in Basel behandeln.

Der Fortune-Autor Doron Levin sprach seinerzeit mit Apples Verwaltungsrat-Mitglied Jerry York, der im März letzten Jahres verstarb. York bat seinerzeit, die von ihm weitergegebenen Informationen nicht in den Medien zu veröffentlichen. Levin fühlt sich nach Yorks Tod allerdings nicht mehr an diese Vereinbarung gebunden. York soll seinerzeit verärgert über Jobs’ Entscheidung gewesen sein, die Öffentlichkeit nicht genauer über seinen Gesundheitszustand zu informieren und habe den Verwaltungsrat deswegen beinahe verlassen. Ob der Verwaltungsrat von der Behandlung in der Schweiz wusste, habe er Levin nicht mitgeteilt.

Jobs habe sich 2009 an der Universitätsklinik in Basel behandeln lassen. Dort habe er sich einer ungewöhnlichen Bestrahlungstherapie unterziehen können, die amerikanische Ärzte nicht anbieten. Da Jobs im April in einem Krankenhaus im US-Bundesstaat Tennessee eine neue Leber erhielt und sich Transplantationspatienten nach diesen Eingriffen in der Regel schonen müssen, sei davon auszugehen, dass sich Jobs zwischen dem Beginn seiner Auszeit im Januar und April in Basel aufhielt.

Levin zitiert in seinem Artikel auch einen Experten für Neuroendokrine Tumore – die Art von Krebs, für die sich Jobs im Jahr 2004 einer Operation an der Bauchspeicheldrüse unterziehen musste. Dr. Thor Halfdanarson von der Uniklinik der Universität von Iowa erklärte, dass sich die Heilungschancen für diesen Krebs in den letzten Jahren deutlich verbessert haben. Im Jahr 2004 lag die Überlebenschance für den Fall, dass sich binnen fünf Jahren Metastasen bilden, noch bei weniger als 20 Prozent. Heute liege dieser Wert zwischen 55 und 57 Prozent.

Derweil erklärte eine anonyme Quelle gegenüber Dow Jones Newswires, dass Jobs auch während seiner Auszeit bei Apple weiterhin Mitglied des Disney-Verwaltungsrates bleiben wird. Jobs ist seit dem Verkauf seiner CGI-Filmschmiede Pixar an Disney größter Einzelaktionär des Unternehmens.

Bild: Asa Mathat. Some rights reserved. All things digital.

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Victoria Beckham, Steve Jobs und Stephen Baldwin

Manchmal ist Apple gerade dort, wo man es wirklich am wenigsten vermutet: Wer jemals die alljährlich wiederkehrende TV-Sendung „The Most Annoying People“ im britischen Fernsehen gesehen hat, sollte aber auf alles gefasst sein.

Die laut BBC Three hundert nervtötendsten Personen des Jahres werden innerhalb von vier Stunden ohne Werbepause von nicht weniger nervtötenden Animatoren nacheinander abgehandelt. Das klingt schwer ermüdend und ist es auch die meiste Zeit, wären nicht zuweilen wirklich unheimlich merkwürdige Zeitgenossen darunter, etwa Bernann McKinney, die 1977 unter dem Namen Joyce McKinney aufgrund der Entführung und Vergewaltigung eines Mormonen-Missionars in den USA untergetaucht ist und dann im Sommer 2008 erneut auffällig wurde, weil sie eine Forschergruppe um einen gewissen Jeong Chan in Südkorea damit beauftragt hatte, anhand des Ohres ihres toten Pitbulls Booger fünf neue zu klonen, nach erfolgreicher Prozedur aber nicht dafür bezahlen wollte. Oder aber Michael Carroll, Lotteriegewinner von 9,7 Millionen Pfund, der sein gesamtes Geld binnen sieben Jahren verprasst hat und heute wiederum in seinem alten Job bei der Müllabfuhr arbeitet – hier beeindruckte insbesondere die detaillierte Rechnung seiner bemerkenswerten Investitionen.

Der Großteil jener Flop-100 ist aber kaum erträglich, denn eine solch große Liste fürchterlicher Sänger, Schauspieler, TV-Moderatoren und anderer völlig überflüssiger Gestalten (die sich selbst natürlich alle großartig finden) gibt es sonst ja nur selten in derart geballter Form zu sehen. Doch plötzlich taucht auf Platz 32, zwischen Victoria Beckham und Stephen Baldwin, auch ein gewisser Steve Jobs auf und passt überraschend gut in diese illustre Runde. Seine skurrilen Keynotes werden erwähnt, nervige iPhone Besitzer und deren permanenter Drang ihre Apps zeigen zu müssen werden erwähnt und natürlich Antennagate (Zitat: „Eine App für alles, nur mein Telefon geht nicht“). Jobs habe damals einfach verlautbart, das iPhone 4 müsse lediglich richtig gehalten werden, dann gäbe es auch keine Empfangsprobleme Besitzer eines iPhone 4 kennen die Geschichte natürlich und teilen sich seither im wesentlichen in zwei Gruppen auf: Fatalisten und Ignoranten. Jobs jedenfalls ließ man die Sache nach dem Verschenken eines Bumpers durchgehen.

Was schließen wir daraus? Kaum ist Apple so mächtig, dass es rein vom Börsenwert her zu den größten Konzernen der Welt gehört, ist das Publikum denn auch schon genervt. Der BBC-Auftritt ist vorläufiger Höhepunkt einer immer totaleren Omnipräsenz Apples in den Medien: Um Microsoft wird es immer stiller, um Apple immer schriller.

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iPad 2 mit zusätzlicher CDMA-Version und USB-Port?

Steve Jobs mit dem iPad

9to5Mac versorgt uns auch heute wieder mit Gerüchten zum iPad 2, das – wenn Apple an seinem bisherigen Jahresrhythmus festhält – noch im kommenden Jänner vorgestellt wird:
In Bezug auf kabellose Standards sollen die WiFi- und WiFi+UMTS-Modelle um ein WiFi+CDMA iPad erweitert werden. Besonders in den USA (Verizon!) und Asien, wo der CDMA Standard teilweise verwendet wird, dürfte das viele Apple Fans freuen.

Eldar Murtazin von mobile-review.com will außerdem gehört haben, dass das iPad 2 auch einen USB-Anschluss bekommt.

Talked with colleague which working with some ODM vendors connected with Apple. He is research guy. According to his sources iPad2 will have usb port.

Möglicherweise setzt Apple damit einen Schritt in Richtung der EU-Bestimmungen zur Verwendung von Micro-USB die Ladegeräte von Handys (Ob in der Regulation auch Tablets inkludiert sind?).

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Steve Jobs unter den 5 größten “Wohlstands-Erzeugern”

Steve Jobs
Apples CEO Steve Jobs wurde auf Platz 4 unter die fünf größten “Wohlstands-Erzeuger” des Jahres gewählt. Diese Rangliste spiegelt wieder, welche CEOs am meisten ökonomischen Mehrwert geschaffen haben. Auf den weiteren Rängen finden sich Jeff Bezos von Amazon sowie Jeffrey Boyd, Chef von Priceline.com.

Zusätzlich wurden vom Chief Executive Magazin zusammen mit der Applied Finance Gruppe und Great Numbers! auch 10 “Wohlstands-Vernichter” gekürt. Darunter finden sich CEOs von Kraft Foods, J.C. Penney und der Washington Post. Als Maßstab dient hauptsächlich die Economic Margin (EM, ökonomische Spanne). Hierbei werden unter anderem Einkommen, Wertverluste, Zinsen, Mietkosten gegen die Kapitalkosten gerechnet und durch die Summe des investierten Kapitals geteilt.

Die Rangliste wurde 2010 zum dritten Mal erstellt und führt 338 CEOs auf, die in vier Kategorien mit Noten von A bis F bewertet wurden.

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Steve Jobs Action-Figur für 2.500 US-Dollar versteigert

Die nur in sehr niedriger Auflage gefertigte Action-Figur von Steve Jobs wurde offenbar bei Ebay für stolze 2.500 US-Dollar versteigert. Eine weitere Auktion endete mit einem Höchstgebot von 1.025 Euro. Der Importeur M.I.C. Gadgets war vor wenigen Wochen von Apples Anwälten abgemahnt worden. Daraufhin wurde die kleine Statue über Nacht zur Rarität.

Die handbemalte Figur war zunächst für 79,99 US-Dollar angeboten worden, doch schon kurz nach dem Verkaufsstart musste M.I.C. Gadget das Kleinod wegen Persönlichkeitsrechtsverletzungen wieder einstampfen. Die wenigen Exemplare, die ihre Besteller noch erreichten, haben jetzt echten Seltenheitswert.

Allerdings darf man an der Echtheit der Ebay-Auktionen zweifeln. Schließlich sprang eines der Angebote innerhalb von einem einzigen Gebot von 1.000 US-Dollar Startpreis auf satte 2.500 US-Dollar. In der zweiten Auktion wurde der Höchstbetrag von 1.025 US-Dollar mit nur 3 Geboten erreicht. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass die Hersteller selbst den Markt für ihre Figuren ein wenig anheizen und die Preise in die Höhe treiben wollen.

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Steve Jobs als Spielzeugpuppe

Apple-Fans mit kindlichem Spieltrieb konnten ihrer Huldigung von Steve Jobs nur kurz frönen. Der auf Asien-Importe spezialisierte Anbieter M.I.C Gadget hatte die Figur für stolze 79,99 US-Dollar (rund 60 Euro) gerade erst ins Angebot aufgenommen, als schon ein Schreiben vom Rechtsanwalt folgte, dass von einer Verletzung der Persönlichkeitsrechte des Apple-Vorstandsvorsitzenden und der Markenrechte des Unternehmens in Cupertino sprach. Die Jobs-Figur steht auf einem Apple-Logo und hält ein iPhone in der Hand.

Michael Grothaus vom Unofficial Apple Weblog hat es dennoch geschafft, ein Exemplar der Puppe zu bekommen und zeigt in einer Bildergalerie, mit wie viel Liebe zum Detail der Hersteller gearbeitet hat.

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Apple schuldet Steve Jobs 37,91 US-Dollar

Hersteller Apple schuldet seinem eigenen CEO Geld: Steve Jobs stehen demnach genau 37,91 US-Dollar zu. Laut Appleinsider handelt es sich dabei um Lohnzahlungen. Auch von Time Warner und IBM stehen dem Apple-CEO noch kleinere Beträge zu.

Time Warner ist allerdings nur mit 20 Cents im Rückstand, es handelt sich dabei um Dividenden. IBMs Schulden belaufen sich auf 35 Dollar, darunter sind zwei Aktien. Ein paar hundert Dollar stehen Jobs aus Versicherungen und Renten-Schecks zu, schreibt Appleinsider.

Die Informationen gelangten an die Öffentlichkeit, weil ein Gesetz in Kalifornien Unternehmen und beispielsweise Versicherungen dazu verpflichtet, offene Beträge an den kalifornischen Staat weiterzuleiten. Das Gesetz greift, wenn zwischen Unternehmen und dem rechtmäßigen Eigentümer im Zeitraum von drei Jahren oder mehr kein Kontakt bestand.

Das ihm zustehende Geld kann Jobs online beantragen.

Erst kürzlich hat das Nachrichtenportal MarketWatch Steve Jobs zum CEO des Jahrzehnts ernannt.

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Steve Jobs zum zweiten Mal CEO des Jahrzehnts

Eigentlich war das erste Jahrzehnt diesen Jahrhunderts schon Ende letzten Jahres vorbei. Trotzdem erhält Steve Jobs auch dieses Jahr noch einmal den Titel des CEO des Jahrzehnts. Nachdem Jobs schon vor einem Jahr die CEO-Bestenliste von Fortune anführte, schafft er es jetzt bei MarketWatch auf den ersten Platz.

Nachdem Jobs zunächst sein eigenes Unternehmen aus einem Zustand knapp vor der Insolvenz rettete, habe der “Rockstar des unternehmerischen Amerikas” das letzte Jahrzehnt dann damit begonnen, fast im Alleingang die Musik-Branche mit dem iPod und iTunes zu retten. Daraufhin habe er die Handheld- und Touchscreen-Technologien mit dem iPhone revolutioniert. Mit dem iPad könnte Jobs nun eine Post-PC-Ära der Informationstechnologie einleiten.

MarketWatch zitiert Roger Kay, Präsident des IT-Think Tanks Endpoint Industries, mit den Worten, dass Apples Wiederauferstehung wahrscheinlich die erstaunlichste Business-Story des letzten Jahrzehnts sei. “Man könnte noch weiter gehen und sagen: des letzten halben Jahrhunderts”, so Kay weiter. Die Geschichte von Apple und Steve Jobs liege auf Augenhöhe mit denen von Thomas Edison und Alexander Graham Bell.

Wer ein Jahrzehnt mit Steve Jobs bei Apple Revue passieren lassen möchte, kann sich eine digitale Diashow ansehen. Der Titel des CEO des Jahres ging derweil nicht an den Apple-Mitgründer, sondern an den Ford-Chef Alan Mulally.

Bild: acaben, “Steve Jobs Speaks At WWDC07″. Some rights reserved. Flickr

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Steve Jobs ist Liebling der Angestellten

Mit ihrem Geld können sich die Chefs bei Google, Facebook, Apple, Microsoft oder Yahoo fast alles kaufen. Aber eben nur fast – denn Beliebtheit bei den Angestellten hat offenbar eine eigene Währung. Dies zeigen die Ergebnisse einer Umfrage, die den einen als Kumpel-Chef, wiederum andere aber eher als Haustyrann entlarven.

Glassdoor.com hat sich die Mühe gemacht, in den fünf Silicon-Valley-Unternehmen jeweils mindestens fünfzig Mitarbeiter nach ihren Gefühlen gegenüber dem eigenen Chef zu befragen. Auf einer Skala von eins bis fünf sollten diese jeweils angeben, wie sie Bedingungen und Klima am Arbeitsplatz bewerten. Knapp vor Mark Zuckerberg (Facebook) und Eric Schmidt (Google) landet Apple-Chef Steve Jobs als beliebtester CEO auf Platz eins. Weit abgeschlagen müssen sich dagegen Carol Bartz (Yahoo) und Steve Ballmer (Microsoft) mit den beiden letzten Plätzen abfinden. Bartz hatte erst kürzlich mit zahlreichen Entlassungen in den Yahoo-Reihen für Schlagzeilen gesorgt.

Ob die Statistik jedoch wirklich einen Rückschluss auf die Persönlichkeiten der CEOs zulässt, darf bezweifelt werden. Schließlich gibt es immer wieder Berichte über autoritäre, cholerische oder gar rücksichtslosen Auftritte von Jobs oder auch Zuckerberg. Auch bei der Behandlung von Mitarbeiten scheint es nicht immer ganz vorbildlich zuzugehen. Erst gestern gelangte die Geschichte von Michael Katz an die Öffentlichkeit, der als Apple-Store-Mitarbeiter angeblich wegen seines Alters in Beförderungsrunden übergangen wurde.

Die guten Umfragewerte bei Apple sowie Facebook und Google werden jedoch stärker vom allgemeinen Erfolg des Unternehmens als solchen Einzelfällen beeinflusst. Vor allem hinsichtlich der so wichtigen Nachwuchsgewinnung sind positive Rankings auf Insider-Platformen wie glassdoor.com entscheidend. Schließlich sind auch andere Unternehmen im Silicon-Valley auf der Jagd nach den kreativsten Köpfen.

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Aus dem Nähkästchen: Jobs zürnte

Dass Steve Jobs aufgebracht sein kann, ist bekannt. Dass das Shooter-Spiel Halo von Bungie ursprünglich für den Mac gedacht war, ist ebenfalls keine Neuigkeit. Dementsprechend kann erahnt werden, wie Jobs reagierte, als er von der Übernahme Bungies durch Microsoft erfuhr. Er ließ seinem Ärger am Telefon Luft, gegenüber Steve Ballmer.

Anfang der 90er Jahre entwickelte Bungie Computerspiele für die Apple-Plattform, Titel wie Gnop, Minotaur und Marathon wurden geschaffen. Etwas später kamen Versionen für PC dazu. Die Übernahme durch Microsoft fiel genau in die Zeit, als bereits eine vielversprechende Vorschau von Halo für Mac gezeigt wurde. Sie wurde (zumindest zunächst) nicht realisiert, sondern 2001 für Microsofts Xbox veröffentlicht.

Microsofts Deal provozierte laut AppleInsider offensichtlich einen Telefonanruf von Steve Jobs. Der Apple-Chef soll getobt haben. Steve Ballmer schickte Ed Fries, zuständig für Microsofts Spiele-Abteilung, vor, um Jobs zu beruhigen. Fries brachte die Schlagzeile um den wütenden Jobs ans Tageslicht.

Die Meldung macht das (damalige) Interesse Jobs für Spiele auf Mac OS deutlich und lenkt nicht zuletzt die Aufmerksamkeit auf Bungie. Da der Spieleentwickler wieder unabhängiger von Microsoft ist, könnten laut Unternehmens-Aussagen Mac-Spiele in Zukunft wieder eine größere Rolle spielen.

Bild: Halo 3 für Xbox

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Special über Leben von Steve Jobs im US-Fernsehen

Apples Erfolg auf verschiedenen Märkten lässt auch CEO Steve Jobs immer mehr Aufmerksamkeit zukommen, die das Unternehmen mit dessen Keynotes geschickt einzusetzen weiß. Der Business-Fernsehsender Bloomberg widmet dem Apple-Mitgründer am Donnerstag ein einstündiges Fernseh-Special, das dessen gesamte Biographie beleuchtet.

Das Steve-Jobs-Special ist das erste aus einer Reihe namens “Bloomberg Game Changers”, das bis Januar 2011 wöchentlich laufen und auch andere Personen wie en Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, die Google-Gründer Sergey Brin und Larry Page, Biz Stone und Evan Williams von Twitter und Larry Ellison von Oracle ins Rampenlicht rücken soll.

Laut AppleInsider soll das Special Jobs’ beruflichen und privaten Werdegang vom Start-Up-Unternehmen in der heimischen Garage über NeXT und Pixar sowie seine Auszeit im letzten Jahr wegen einer Lebertransplantation beleuchten. Ein Trailer kündigt das Special bereits im Fernsehen an.

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Steve Jobs mit Ninjasternen: Apple dementiert Berichte über Problem am Flughafen

Eine Story des japanischen Boulevard-Magazins Spa über Steve Jobs sorgt für Aufsehen: Die Behörden des Kansai International Airport bei Osaka wollten den Apple-CEO nicht an Bord seines eigenen Privatflugzeugs lassen, weil er Ninja-Wurfsterne im Handgepäck hatte. Apple hat die Geschichte allerdings bereits dementiert.

Bloomberg entdeckte die Geschichte in der japanischen Publikation und berichtet, dass Jobs im Juli mit seiner Familie seinen Urlaub in Japan verbracht habe. Jobs sei über die Behröden verärgert gewesen und habe angekündigt, nie mehr nach Japan reisen zu wollen. Es sei nicht sinnvoll, sein eigenes Flugzeug zu entführen. Von daher stellten die Sterne auch kein Sicherheitsrisiko dar. Dennoch soll Jobs die Sterne dann weggeworfen haben.

Der Apple-Sprecher Steve Dowling erklärte gegenüber Bloomberg allerdings, dass Steve zwar seinen Urlaub im Sommer in Kyoto verbracht habe. Die beschriebene Szene am Flughafen sei aber eine reine Erfindung. “Steve hatte tolle Tage und hofft, Japan bald wieder zu besuchen.”

Takeshi Uno, ein Sprecher des Kansai-Flughafens, bestätigte allerdings, dass Behörden einen Passagier mit einem Privat-Jet am Flughafen aufhielten, weil er Wurfsterne an Bord bringen wollte. Die Identität des Passagiers wollte er aber nicht verraten.

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Aktivierungs-Schummelei: Google widerspricht Steve Jobs

230.000 iOS-Geräte aktiviere Apple jeden Tag, hat Steve Jobs auf der Keynote gesagt. Update-Vorgänge seien nicht darin enthalten. Das gilt aber laut Steve Jobs nicht für die Konkurrenz. Er vermutet, dass Google zu seinen 200.000 täglichen Aktivierungen auch Update-Vorgänge dazurechne – damit die Zahl größer sei. Google hat nun auf den Vorwurf des Apple CEOs geantwortet.

Anfang August hatte Google CEO Eric Schmidt verkündet, dass man 200.000 Android-Geräte täglich aktiviere. Im Mai waren es nur halb so viele. Steve Jobs’ Vermutungen seien allerdings falsch: Nach Angaben eines Unternehmens-Sprechers zählt Google zu den Aktivierungen ebenfalls keine Updates. Angeblich spiegelt die Zahl der Android-Aktivierungen sogar nur einen Teil der Geräte wider, nur solche mit Google-Diensten zählen dazu, heißt es in der Stellungnahme.

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Steve Jobs darf alte Villa abreissen und sich ein neues Haus bauen

Bereits im Jahr 2004 bekam Apple CEO Steve Jobs die Erlaubnis, das historische “Jackling House” auf seinem Grundstück in Woodside abzureißen. Nach langem Streit geben nun auch die Denkmalschützer der Gruppe Uphold Our Heritage (UOH) ihren Widerstand dagegen auf: Sie haben ihre Berufung zurückgezogen.


Wie 9to5mac berichtet, bewilligte die Stadt Woodside bereits 2004 Jobs’ Vorhaben, das Haus abzureißen und ein neues an dessen Stelle zu errichten. Daraufhin verklagte UOH Steve Jobs und die Stadt. Letztes Jahr konnte sich Steve Jobs’ Anwalt vor Gericht mit sechs von sieben Stimmen der Jury gegen die Denkmalschützer durchsetzen und bekam die Abriss-Genehmigung, sofern keine Berufung eingelegt würde. Teil der Genehmigung ist, dass ein Architekt historisch wertvolle Teile vor dem Abriss sicherstellen kann, schreibt Almanac News.

Im Mai dieses Jahres allerdings legte die Gruppe UOH Berufung ein, als Steve Jobs nicht auf einen Vorschlag zweier Woodside-Einwohner antwortete: Sie wollten das Haus an anderer Stelle aufbauen. Jobs’ Anwalt Howard Ellman erklärte nun, dass Uphold Our Heritage die Berufung zurückzog. Auf dem Grundstück kann Jobs nun ein neues Haus für sich und seine Familie errichten.

(Bild: 9to5mac)

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Schlange stehen für Pizza: Steve Jobs kriegt keinen Platz

Auch eine IT-Ikone und mehrfacher Milliardär kann es manchmal schwer haben. So auch Steve Jobs Der Apple-CEO wollte letzte Woche in einem beliebten italienischen Restaurant in San Francisco einkehren. Aufgrund der hohen Nachfrage und der Tatsache, dass Jobs keinen Tisch reserviert hatte, musste er aber hungrig von dannen ziehen.

Laut einem Artikel des Gourmet-Blogs SFoodie von SF Weekly hatte sich Jobs mit einem Begleiter ebenso wie andere Fans des Restaurants angestellt, um einen Tisch zu bekommen. Die Gruppe, die direkt vor Jobs in der Schlange stand, erhielt dann aber die letzten Plätze. Jobs verließ das Restaurant, dessen Sprecher hofft, dass er eines Tages wiederkommt – und dann auch einen Platz erhält. Das Restaurant gilt aktuell als einer der beliebtesten der Stadt.

Ein Apple-Fan wollte es sich nicht nehmen lassen, ein “unauffälliges” Foto von Steve Jobs zu schießen, als dieser die Pizzeria Flour + Water wieder verließ. Der Apple-Chef scheint allerdings nicht allzu sehr mit seinem Schicksal zu hadern: Auf dem Foto ziert ein Lächeln sein Gesicht. Gerüchte, dass es sich um ein mit Photoshop manipuliertes Bild handeln könnte, möchte ein Apple-Fan aus der Welt schaffen: Auf AppleInsider lässt sich eine Version des Bildes bewundern, die alle Aspekte wie Schatten und Proportionen analysiert.

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Steve Jobs im Apple Store

Steve Jobs besuchte zum iPad-Verkaufsstart am vergangenen Samstag zusammen mit seiner Familie den Apple Store in Palo Alto, Kalifornien, und unterhielt sich für gute 30 Minuten mit iPad-Käufern.

Steve Jobs im Apple Store

In Palo Alto, Apple CEO Steve Jobs sauntered unannounced into the University Avenue store shortly before noon to drink in the scene. Many in the crowd pulled out cameras and iPhones to capture the most magic of Silicon Valley moments. Jobs chatted with a handful of other shoppers, but even his 30-minute invasion did not get in the way of their serious business — the buying of and playing with new iPads.

via

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Steve Jobs: Platz 136 in der Rangliste der Milliardäre 2010

In der Weltweiten  Forbes Rangliste der Milliardäre ist Steve Jobs am 136. Platz mit einem Vermögen von 5,5 Milliarden Dollar. Sein Vermögen stieg seit Oktober 2009 um 0,4 Milliarden Dollar. Letztes Jahr erreichte der CEO von Apple Platz 178.

Bill Gates ist nicht mehr der reichste Mensch der Welt. Er erreichte Platz 2 mit einem Vermögen von 53 Milliarden Dollar hinter dem mexikanischen Medienunternehmer Carlos Slim Helu. Weitere Informationen zu den reichsten Menschen der Welt findet man in der Forbes Fotogallerie.

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Steve Jobs: Nächste iPhone Generation mit Killer-Features

Steve Jobs

In einem Meeting mit Angestellten besprach Steve Jobs die Zukunft des iPhones und den Kurs den man für das iPhone einschlagen müsse um die Vormachtstellung gegen Google Nexus und Co. verteidigen zu können.

Beim Thema Google bestätigte Jobs, laut dem Magazin Wired, erstmals die Rivalität zwischen Google und Apple:

Wir sind nicht in den Suchmaschinen-Markt eingestiegen. Sie aber in den Smartphone-Markt. Macht keinen Fehler, sie wollen das iPhone zerstören. Wir werden das verhindern. Dieses ganze ‘dont’t be evil‘-Mantra ist Bullshit.

Auch zu Adobe bzw. Flash bzw. die fehlende Unterstützung auf dem iPhone OS findet Jobs deutliche Worte.:

Sie sind faul. Sie habe Potenzial für interessante Dinge aber sie wollen einfach nicht. Sie nutzen auch nicht die Ansätze die Apple ihnen bietet mit z.B. Carbon. Apple unterstützt kein Flash weil es fehlerhaft ist. Wenn ein Mac abstürzt dann fast immer wegen Flash. Keiner will Flash. Die Welt bewegt sich auf HTML5 zu.

Weitergehend berichtet MacRumors folgende Punkte bezugnehmend auf dieses Meeting:

  • Apple will bei Firmware-Updates aggressiver vorgehen sodass Android bzw. Google nicht mithalten können
  • Für Jobs gehört das iPad wie auch iPhone und Mac zu den wichtigsten Produkten an denen er beteiligt war bzw. ist
  • Für die kommende iPhone Generation will Jobs ein A+ Update in jeder Hinsicht
  • Die in 2010 kommenden Macs stellen Apple auf eine höhere Stufe
  • Blu-Ray software is a mess” – Apple will warten bis Blu-Ray wirklich durchstartet bzw. sich gegenüber digitalem Content etabliert bevor man es anbieten möchte.

Natürlich lässt das Update “der Güteklasse A+” auf die neue iPhone-Generation aufhorchen, schien es in Vergangenheit doch ein wenig so als würde sich Apple auf dem Erfolg des AppStores ausruhen.

Die jüngst erlaubten VoIP-Apps, die Hinweise auf Video-Telefonie, der Verzicht auf Flash-Support, die volle Unterstützung für HTML5 und Apples neuer, hauseigener A4 Chip geben eine sehr interessante aber vor allem positive Richtung nicht nur für kommende iPhone Generationen vor.

“Konkurrenz belebt das Geschäft”.

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Pic of the Day: Steve Jobs

Steve Jobs

Im April diesen Jahres musste sich Steve Jobs einer Leber-Transplantation unterziehen. Das erste Bild seit seiner Rückkehr zu Apple zeigt Jobs abgemagert mit obligatorischen weissen Turnschuhen, blauen Jeans und dem typischen-schwarzen Sweatshirt. Ein paar Kilo würden ihm nicht schaden. Dennoch schön zu sehen, dass er nach dieser wohl nicht leichten Zeit wieder fit genug für den Chefsessel ist.

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Steve Jobs auf dem Apple-Firmengelände gesichtet

Apples CEO Steve Jobs ist von Mitarbeitern auf dem Cupertino Campus gesehen worden, berichtet Jim Goldman von CNBC. Derzeit gibt es keine offizielle Stellungnahme, weder zum tatsächlichen Gesundheitszustand, noch zur vermuteten Lebertransplantation vor zwei Monaten.

Einen Anhaltspunkt für die Wiederaufnahme seiner Arbeit könnte die gestern veröffentlichte Pressemitteilung von Apple liefern, in der sich Steve Jobs zum erfolgreichen Start des iPhone 3G S äußert. Zumindest den Aktien des Unternehmens half die Mitteilung nicht, zum Börsenschluss notierte die Apple-Aktie bei 137,37 US-Dollar und damit 1,51 Prozent unter dem Wert des Vortags. Bild: marcopako, “Tio Steve”. Some rights reserved. Flickr.

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Presseschau: Stimmen zu Steve Jobs’ Auszeit

Steve Jobs zweite Krankmeldung schlägt ein wie eine Bombe: Kaum ein Thema bewegt die Welt der Technik heute so sehr wie die Bekanntgabe des Apple Chefs, sich aus Gesundheitsgründen bis zum Sommer eine Auszeit zu nehmen. macnews.de fasst in einem Pressespiegel unterschiedliche Stimmen zusammen: Warum hat Steve Jobs bislang geschwiegen? Wird er zurück kommen? Und wer ist überhaupt Tim Cook?

Zunächst scheint die Medien vor allem zu beschäftigen, warum sich die Gesundheitsprobleme des Apple-Chefs im Nachhinein als komplexer herausgestellt haben sollen als vor zehn Tagen noch angenommen. Die FAZ bringt Jobs” Zustand mit dem Bauchspeichelkrebs in Verbindung, an dem der Apple-CEO im Jahr 2004 erkrankt war: “Jobs muss möglicherweise die Bauchspeicheldrüse entfernt werden”, schreibt die Internetseite der Zeitung und beruft sich auf eine Meldung der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Die Meldungen über Jobs” Gesundheitszustand werden von Negativschlagzeilen über den Kursrutsch der Apple-Aktie flankiert. “Der Aktionär” fürchtet: “Und sollten weitere ernüchternde Einzelheiten über den wahren Gesundheitszustand von Jobs folgen, könnte es mit der Talfahrt weitergehen.” Die Zukunft der Apple-Aktie sei nicht getrennt vom Schicksal Jobs” zu betrachten.

Aus diesem Grund würde mancher Aktionäre auch gerne vorher Bescheid gewusst haben – und fragt sich nun, ob Steve Jobs” zuvor nicht nur geschwiegen, sondern gar über seine Gesundheit gelogen hat. Richtig sauer ist Reporter Jim Goldman, der über die letzten Monate regelmäßig über eine Krankheit Steve Jobs” spekuliert hat. Für das Nachrichtenmagazin CNBC schreibt er: “Und dann gibt er nur eine Woche später zu, dass in der Zwischenzeit etwas passiert sei, was ihm gezeigt habe, dass seine gesundheitlichen Probleme komplexer seien als er gedacht habe. Ich bitte Sie! Verzeihen Sie mir meine Skepsis. Mir erscheint das bestenfalls unehrlich, im schlimmsten Falle aber verlogen.” Goldman habe in der vergangenen Zeit mehrfach mit Firmenchefs großer Konzerne im Umfeld Apples gesprochen, die ernsthaft um die Gesundheit von Jobs besorgt seien. Das Problem sei bekannt gewesen – nur der Apple-CEO habe geschwiegen.

Steve Jobs ist die Vorzeige-Persönlichkeit der Technik-Branche – aber nimmt eben nicht nur in der Öffentlichkeit eine herausragende Stellung ein. “Apple wird wie wenig andere Konzerne mit der Person seines Vorstandsvorsitzenden identifiziert”, schreibt das Handelsblatt, “Jobs hat das Unternehmen von einem reinen Computerhersteller zu einem breit aufgestellten Elektronikkonzern geführt.” Das allein kann die aktuelle Panik an den Börsen aber kaum erklären.

In einem Kommentar weist Sebastian Hirsch, Chefredakteur der Macwelt, Apple selbst die Schuld für das gewaltige Medienecho zu: “So verlogen das Gewimmer ist, so sehr ist das Problem hausgemacht”, schreibt er. “Wäre der FC Bayern ein börsennotiertes Unternehmen, der Gesundheitszustand der Spieler würde entscheidend sein für den Wert der Vereinsaktie. Vor allem aber ginge es darum, wer für den Stürmer einspringt, wenn der wegen Muskelfaserriss ausfällt.” Apple habe die Nachfolge des CEO nicht geklärt – und darin liegt in den nächsten Monaten eine wichtige Herausforderung für das Unternehmen.

Tim Cook jedenfalls, der Jobs vorübergehend vertritt, wäre kein passender Nachfolger, sollte Jobs nicht ins Unternehmen zurückkehren. Die FAZ weiß: “Während Jobs als leidenschaftlich beschrieben wird und als jemand, der auch durchaus laut werden kann, gilt Cook als das krasse Gegenteil: Er hebt beispielsweise nie die Stimme, um sich durchzusetzen, und hat auch in den vergangenen Jahren lautlos das Tagesgeschäft unter Jobs” Führung geleitet.”

Bild: Ed Yourdon, “Newspaper stand”. Some rights reserved. Flickr

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Brief von Steve Jobs: Entspannende Grüße zur Keynote

In einem offiziellen, aber persönlich gehaltenen Brief an die “Apple-Gemeinde” spricht Steve Jobs erstmals detailliert über seinen Gesundheitszustand – und gibt Entwarnung. Ärzte hätten nun die Ursache seines Gewichtverlustes gefunden, es handele sich um ein “hormonelles Ungleichgewicht”.

Jobs habe bereits mit der Therapie begonnen und fühle sich wohl im Kreise seiner Familie – das erste Mal seit Jahren zu dieser Zeit, die sonst geprägt ist von den anstrengenden Vorbereitungen zur Macworld Expo. Die hormonellen Probleme hätten Auswirkungen auf den Stoffwechsel gehabt, Jobs und seine Ärzte hoffen, dass sich sein Körpergewicht und seine Konstitution bis zum “späten Frühling” wieder eingependelt haben. In dieser Zeit werde er aber seine Tätigkeit als Vorsitzender des Vorstands weiterverfolgen. “Ich werde der Erste sein, der aufsteht und es dem Vorstand mitteilt, wenn ich meinen Aufgaben als CEO bei Apple nicht mehr nachkommen kann”, schreibt Steve Jobs. Die Keynote auf der Macworld Expo hält morgen Apples Marketing-Manager Phil Schiller.

Bild: Marcopako, “Steve Jobs”. Some rights reserved. Flickr

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Steve Jobs wählt Werbespot-Songs persönlich aus

Seit einiger Zeit unterlegt Apple fast jeden Werbespot abseits der “Get a Mac”-Kampagne mit einem ohrwurmverdächtigen Lied, oft auch von weniger bekannten Bands. Die Auswahl trifft Apple-CEO Steve Jobs offenbar höchstpersönlich. Die dänische Band The Asteroids Galaxy Tour erklärt in einem Interview, wie sie mit ihrem Song “Around the Bend” im jüngsten iPod-touch-Werbespot zu der großen Ehre kam: Steve Jobs habe sich eine Reihe möglicher Songs vorspielen lassen und den Titel spontan ausgewählt.

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Nichts als die Wahrheit: Steve Jobs stellt das iPhone 3G vor

Das Warten hat eine Ende: Steve Jobs präsentierte heute das 3G iPhone und bestätigte damit fast alle Gerüchte: Es hat UMTS, ist dünner, hat eine schwarze oder weiße Plastik-Rückseite, Knöpfe aus Metall und GPS. Einiges, was im Vorfeld gemunkelt worden war, fehlt allerdings auch.


Speicher, Preise, Design

In zwei Farben und zwei Speichergrößen bietet Apple das neue iPhone an, es bleibt bei 8 Gigabyte und 16 Gigabyte Speicher – für 199 US-Dollar respektive 299 Dollar. Die internationalen Preise sollen dem Umrechnungspreis entsprechen, versprach Steve Jobs. Beide Modelle wird es mit schwarzem Rückseite geben, das größere iPhone auch in weiß und ohne Aufpreis. Dazu ist es tatsächlich dünner und nicht dicker, wie zuvor gemunkelt worden war. Die Audio-Qualität soll nun deutlich besser sein, Kamera und Display sind gleich geblieben.

UMTS, HSDPA und Akkulaufzeit

Apples Begründung, beim vorherigen iPhone auf UMTS zu verzichten und statt dessen auf den 2.5G-Standard Edge zu setzen, begründete der Hersteller mit der unzureichenden Akkulaufzeit mit UMTS. Tatsächlich sinkt auch beim 3G iPhone die Sprechzeit, wenn man UMTS einschaltet: von zehn auf fünf Stunden. Die Standby-Zeit liegt bei 300 Stunden, Videos soll man sieben Stunden lang anschauen können – immerhin fast ein Drittel einer “24″-Staffel. Die Geschwindigkeit, die UMTS mit dem aufgesattelten Turbo HSDPA im Download erreicht, ist dagegen eindrucksvoll, das neue iPhone ist hier mehr als doppelt so schnell wie Edge und nahm bei einem Download, den Jobs auf der Bühne vorführte, 21 Sekunden statt 17 Sekunden mit WLAN in Anspruch. Daneben beherrscht Apples Telefon Quad-Band GSM und eignet sich damit für den Einsatz in vielen Nationen.

GPS und Ortsbestimmung

Umstritten war, ob Apple die Ortsbestimmung GPS einbauen würde. Immerhin setzt Apples Mobiltelefon bereits zwei Techniken ein, mit der das Telefon zwar ungenau, dafür aber auch in geschlossenen Räumlichkeiten den eigenen Standort bestimmen kann. Mit dem satellitengestützten GPS, der Bestimmung über die Lage von Sendemasten und verfügbarer WLAN-Netzwerke ist Apples nächstes Mobiltelefon das einzige Gerät auf dem Markt, das gleich drei Methoden zur Standortbestimmung verwendet.

Verfügbarkeit

Bislang war das iPhone in sechs Ländern zu haben, aktuell spricht Apple seit heute von 25. Die 3G-Version wird es allerdings zunächst nur in zwölf Ländern geben, in den nächsten Monaten wird die Anzahl der Länder auf 70 ansteigen. Steve Jobs demonstrierte das auf der Keynote anhand einer Landkarte und zeigte, wie über der ganzen Welt verteilt Lichter aufgehen. Die leuchten dann ab dem 11. Juli in Deutschland, Australien, Österreich, Belgien, Kanada, Dänemark, Finnland, Frankreich, Hong Kong, Irland, Italien, Japan, Mexiko, den Niederlanden, Neuseeland, Norwegen, Portugal, Spanien, Schweden, Schweiz, Großbritannien und in den USA, denn erst ab diesem Zeitpunkt soll die nächste Generation auf den Markt kommen. Bis dahin kommt auch auch die Firmware 2.0. mit Microsofts ActiveSynch und dem neuen AppStore der Apples iTunes in der soeben veröffentlichten Version 7.7 voraus setzt.

Was fehlt – der Nachlass der Wunschküchen

Nicht bestätigt haben sich Hoffnungen auf eine zweite Kamera, die für Videokonferenzen eingesetzt werden könnte. Auch ein kleineres oder größeres Display gibt es nicht, die Kamera löst ebenfalls wie bisher mit zwei Megapixeln auf. Ebenfalls fehlt ein rotes Modell sowie ein Modell mit 32 Gigabyte Speicher – diese Flashgröße bleibt zur Zeit noch iPod touch-exklusiv. Auch bei der Veröffentlichung lagen die meisten Quellen daneben: Erst zum 11. Juli wird das neue iPhone neue und alte Märkte erobern können, viele Webseiten waren von einem Produktstart gleich nach der Keynote ausgegangen. Aber wie es so schön heißt: Das Leben ist eben kein Wunschkonzert. Immerhin hat Apple es geschafft, wenigstens einige davon zu erfüllen. In weiß und in schwarz.

Bildmaterial: Hersteller

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Halloween-Vorschlag: Wie Steve Jobs “anziehen”

Die Homepage des US-Wirtschaftsblattes Forbes hat auch in diesem Jahr wieder allerlei druckbare Spaßmasken bekannter Unternehmerpersönlichkeiten ins Web gestellt. Die “Billionaire Halloween Masks”, passend zum Gruselfest am 31.

Oktober gestaltet, enthalten auch eine Steve-Jobs-Verkleidung. Der Apple-CEO ist als Pirat mit rotem Kopftuch, Ohrring und Augenklappe ausgestaltet. “Dank des iPod wurde der Apple-Chef der beste Freund aller Musikpiraten”, heißt es dazu im Begleittext. Trotz iTunes Music Store zum legitimen Pop-Einkauf gäbe es sicher Dutzende von Kopien pro Song, die auf iPods liefen, so Forbes: “Vielleicht sollte Pixar bald einen “Blaubart”-Film machen.” Kleiner Trost für den Apple-Chef: Bill Gates ist als Frankenstein bei den Halloween-Masken dabei.

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