Was ist LTE und brauche ich das überhaupt? GIGA klärt auf

Beim Abschluss neuer  Mobilfunkverträge wird immer häufiger die Frage nach LTE gestellt. Da ein Smartphone ohne Internet-Verbindung nur wenig Spaß macht, ist die Frage nicht ganz unwichtig, ob der Funkstandard mit im Tarifvertrag benutzt werden darf oder nicht. Diese Entscheidung will wohlüberlegt sein, denn der Dienst ist nicht immer günstig. Wir klären auf, was LTE ist und wann sich LTE lohnt.

Was ist LTE und brauche ich das überhaupt? GIGA klärt auf

Immer und überall: Superschnelles Internet sinnvoll?

Die Abkürzung LTE bezeichnet einen Mobilfunkstandard, steht für Long-Term Evolution steht und beschreibt damit den derzeit aktuellsten Netzstandard. Die Technik wurde erstmals im August 2010 getestet und ist seit März 2011 für viele mobile Geräte verfügbar. Dank der neuen Funktechnik sind Internetverbindungen bis zu theoretischen 300 Mbit/s möglich, bisher werden jedoch nur maximale Geschwindigkeiten von 100 Mbit/s angeboten.. Aber was bedeuten 100 Mbit/s-Verbindungen eigentlich genau?

Dieselbe Geschwindigkeit, die mit einem 100 Mbit/s-LTE-Vertrag erreicht werden kann, ist die Leistung eines DSL-100.000 Vertrags. Das heißt also, dass pro Sekunde 12,5 MB Daten übertragen werden können. Das entspricht etwa 2 Minuten YouTube  (pro Sekunde!) oder sechs Bildern mit sehr hoher Auflösung und Qualität. Und das pro Sekunde. Lohnt sich das für den Ottonormalverbraucher? Die Antwort ist ein ganz klares “Jein”, denn es hängt vor allem davon ab, wie man selbst das Internet nutzt. Im Normalfall ist zwar eher selten, dass ein Smartphone sehr große Verbindungsgeschwindigkeiten benötigt, doch mit wachsenden Datenmengen (größere Videodateien, höhere Auflösungen bei Bildern auf Webseiten etc.) steigt auch der Wunsch nach einer schnelleren Datenübertragung.

Der größte spürbare Unterschied zwischen UMTS und LTE (also dem kleinen “H” oder dem “4G” bzw. “LTE”) in der Symbolleiste sind die Pingzeiten. Das heißt, dass sich das Surfen im Internet allgemein schneller anfühlt, auch wenn Webseiten genauso langsam aufgebaut werden.

LTE wird tatsächlich erst dann interessant, wenn das UMTS-Netz nur lückenhaft in einer Region ausgebaut ist. Die LTE-Funktechnik ist sehr einfach zu erweitern und kann an bereits bestehende Funktürme angebaut werden. Um ein Überblick über die LTE- und UMTS-Netzabdeckung zu geben, sollte man sich die Netzabdeckungskarten der großen Funkbetreiber anschauen:

Was ist LTE und LTE-Advanced?

So wie es bei GPRS die Weiterentwicklung EDGE gibt und bei UMTS die aktualisierte Variante HSDPA gibt, hat bereits LTE eine Weiterentwicklung namens LTE-Advanced. LTE-A bietet gegenüber seinem Vorgänger größere Datenbandbreiten von bis zu 1000 Mbit/s. Dieser Netzstandard könnte für diejenigen interessant werden, bei denen kein DSL erschlossen ist oder mit technischen Problemen wie Leitungsrauschen zu kämpfen haben. LTE-A wird in Deutschland seit Anfang 2014 getestet.

Das LTE-Fazit

Für das Smartphone ist LTE nicht unbedingt notwendig, kann das Nutzen von Daten aus dem Netz aber deutlich angenehmer und schneller machen. Interessant wird LTE aber vor allem dann, wenn man in ländlichen Regionen wohnt, wo kein UMTS verfügbar und auch das DSL-Angebot eher dürftig ist. So ist LTE dort für das Heim-Internet zu empfehlen, da durch niedrige Latenzen und hohe Bandbreiten gleich mehrere Geräte unterschiedlichste Multimedia-Angeboten nutzen könnten.

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