Google-Suche: Die besten Tipps und Parameter

Marco Kratzenberg

Die Google-Suche ist für die meisten Menschen der erste Anlaufpunkt, wenn sie etwas im Netz finden wollen. Doch nicht immer zeigen die Suchergebnisse das, was wirklich gesucht wurde. Mit den richtigen Fragen und ein paar Tricks kommt ihr immer zu eurer Antwort. So geht's...

Google hat die Suchmaschinen revolutioniert und in wenigen Jahren die früheren Platzhirsche wie Yahoo, Lycos oder Altavista zur Bedeutungslosigkeit verdammt. Die Google-Suche ist weltweit die beliebteste Suchmaschine und sie sorgt dafür, dass ihr jeden Tag die besten Ergebnisse für eure Suchanfragen bekommt. Allerdings klappt das nicht immer. Wir verraten euch die besten Google-Tricks, mit denen ihr genau das findet, wonach ihr gesucht habt.

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Flugsuche: Google Flights

Google-Suche mit Zeichen als Suchparametern

Mit sogenannten Suchparametern könnt ihr die Google-Suche genauer machen. Die beiden bekanntesten dieser „Operatoren“ sind die Anführungszeichen und das Minus-Zeichen. Doch es gibt noch viel mehr dieser Suchparameter und ihr könnt sich auch miteinander kombinieren. Wir haben die wirkungsvollsten Google-Suchparameter zusammengestellt und erläutern sie mit einigen Beispielen.

” ” für genau diesen Suchbegriff

Die Phrasensuche bei Google soll eine Kombination von mehreren Wörtern finden, die genau in der angegebenen Weise geschrieben werden und auch genau diese Reihenfolge haben. Das einfachste Beispiel ist die Suche nach einem Namen.

Sucht ihr nach Erwin Müller, dann werden Seiten genannt, die irgendwo im Text das Wort Erwin enthalten und an ganz anderer Stelle das Wort Müller. Erst die Suche nach “Erwin Müller” sorgt dafür, dass nur Seiten aufgelistet werden, in denen die beiden Worte direkt aufeinander folgen.

Ähnlich könnt ihr zum Beispiel nach einem Gedicht oder Liedtext suchen, wenn ihr einen Teil genau im Gedächtnis habt. Tippt als “obs edler im Gemüt” ins Suchfeld ein und schon wird euch Hamlets Monolog aufgelistet.

Tipp: Ihr könnt Phrasen mit anderen Suchwörtern kombinieren und so dafür sorgen, dass die Treffer noch genauer werden. Gebt “Erwin Müller” ein, um genau diese Namenskombination zu finden und hängt dann beispielsweise ohne weitere Zeichen Berlin an die Suche um in erster Linie Treffer aus Berlin zu bekommen.

Wörter aus Google-Suche ausschließen

Ein einfaches Beispiel für eine genau Google-Suche: Ihr wollt eine Bohrmaschine kaufen, aber sie soll nicht von den Firmen Bretabo, Milti oder Tosch sein. In dem Fall verwendet ihr den Suchparameter des Minus-Zeichens, um diese Begriffe einzeln auszuschließen.

Gebt also das Hauptsuchwort Bohrmaschine ein. Dann hängt ihr die auszuschließenden Bergriffe an. Also etwa so:

Bohrmaschine -Bretabo -Milti -Tosch

Das Ergebnis sind Seiten, die zwar das Wort Bohrmaschine enthalten, aber keines der anderen drei Worte.

Suche mit einem Platzhalter

Die Suche nach mehreren Worten, bei denen eines unbekannt sind, nennt man Platzhalter-Suche. Sie ist im Grunde eine Phrasensuche mit Anführungszeichen, wie oben vorgestellt, bei der dann allerdings ein Teil der Suche durch ein „Ersatz-Zeichen“ ersetzt wird – in diesem Fall durch ein Sternchen.

Beispiel:

Ihr habt Lust auf Pfannkuchen mit Belag, wollt euch aber inspirieren lassen. Also gebt ihr ein

"Pfannkuchen mit *"

Google soll also genau die Wortkombination Pfannkuchen mit finden, an Stelle des Sternchens dann aber selbst etwas einsetzen. Das Ergebnis sind Seiten, in denen irgendwo zum Beispiel steht:

-          Pfannkuchen mit Himbeeren,

-          Pfannkuchen mit Zwiebeln,

-          Pfannkuchen mit Chilli con Carne

Auch hier gilt, dass ihr Kombinieren könnt. Ihr mögt keine Zwiebeln? Kein Problem.

"Pfannkuchen mit *" -Zwiebeln

Diese Suche sucht Rezepte mit Pfannkuchen, schließt aber Zwiebeln aus.

Die ODER-Suche bei Google

Zugegeben, diese Art der Suche wird nicht so häufig gebraucht. Aber sie kann ganz nützlich sein, wenn man entweder gleichzeitig nach zwei verschiedenen Dingen sucht, oder nach Dingen, für die es unterschiedliche Bezeichnungen gibt.

Die ODER-Suche erfolgt bei Google durch das sogenannte „Pipe-Zeichen“. Es handelt sich um den senkrechten Strich, den ihr auf der Taste bei den Zeichen Größer und Kleiner findet. Ihr könnt es eingeben, wenn ihr gleichzeitig auf diese Taste und auf die Taste Alt Gr tippt, die sich rechts neben der Leertaste befindet. Es wird zwischen den beiden Suchbegriffen eingesetzt, zwischen denen die Google-Suche unterschieden soll.

Futter Amsel | Drossel

Damit sucht ihr nach Futter für eine Amsel oder eine Drossel. Biologisch gesehen ist das dasselbe, da die Amsel auch Schwarzdrossel genannt wird. Google findet damit also Seiten, auf denen entweder Drossel- oder Amsel-Futter erwähnt wird.

Google sucht Werte von..bis

Bei der Suche kann Google die Ergebnisse anhand eurer Vorgaben einschränken. Ihr sucht – nur so als Beispiel – eine schwache Bohrmaschine mit einer Motorleistung zwischen 400 und 600 Watt. Dann lautet die Suchanfrage:

Bohrmaschine 400..600 Watt

Der Suchbereich wird durch die beiden Punkte zwischen den Werten festgelegt.

Statt 400 bis 600 schreibt ihr 400..600. So könnt ihr Leitern zwischen 2 und 4 Metern Höhe suchen oder Motorräder mit einem Motor zwischen 100 und 120 PS. Alles, was sich durch ein „von bis“ definieren lässt, wird bei solchen Suchanfragen gefunden.

„Hilfe, ich habe ausversehen ein Regal gebaut“ und andere lustige Google-Vorschläge

Die Google-Suche mit Wortparametern

Bislang habt ihr gelernt, die Google-Suche mit bestimmten Zeichen einzugrenzen oder zu erweitern. Es gibt aber noch die Suche mit Wortparametern. Dabei wird die Suche mittels bestimmter Worte – die immer von einem Doppelpunkt gefolgt werden – so beeinflusst, dass sich die Suche auf bestimmte Bereiche der Suchergebnisse bezieht. Mit „allintitle:“ legt ihr zum Beispiel fest, dass Google die Suchworte im Titel der gefundenen Seiten enthalten soll.

Hier eine Liste interessanter Parameter

Parameter Funktion Beispiel
allintitle: Sucht nach Seiten, bei denen die Suchworte sich im Titel befinden. allintitle: software links
allinurl: Hier müssen sich die Suchworte in der Web-Adresse der Seite befinden. allinurl: editor freeware
allintext: Google soll sich bei diesem Parameter NUR um den Text der Seite kümmern und Dinge wie Titel, Adresse oder sogar das Google-Ranking ignorieren. Dadurch werden auch Ergebnisse gezeigt, die zwar kein so hohes Ranking haben, aber den Suchworten entsprechen. allintext: shakespeare sonette
cache: Ein ganz wichtiger Suchparameter! Direkt hinter cache:, ohne Leerzeichen, steht eine Internetadresse. Falls Google eine ältere Version dieser Seite im Cache hat, zeigt es sie an. Dieser Parameter hilft dabei, Seiten anzuzeigen, die bereits gelöscht oder geändert wurden. cache:www.internet.de
site: Dieser Suchparameter sucht innerhalb aller Seiten einer Domain nach einem oder mehreren Suchworten. Die Domain wird ohne Leerzeichen an das site: gehängt, dann folgen die Suchbegriffe.Kann kombiniert werden mit inurl:. Dann wird innerhalb der Domain gesucht und dort muss der Suchbegriff in der URL vorkommen. site:giga.de freewareoder auch: 

site:giga.de inurl:freeware

wetter: wetter: in Kombination mit einem Ortsnamen zeigt das Wetter für diesen Ort an. wetter: Berlin

Es gibt noch viel mehr solcher Parameter für die Google-Suche. Einige beziehen sich auf bestimmte Teile der Suche. Ihr könnt etwa mit inauthor: – gefolgt von einem Autorennamen – bei der Bücher-Suche Titel dieses Autoren finden. location: gefolgt von einem Ort und dann einem Suchbegriff sorgt bei Google News für eine Begrenzung der Suche auf diesen Ort.

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