ProtectPax in Tests: Funktioniert der flüssige Displayschutz überhaupt?

Peter Hryciuk
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ProtectPax, das Wundermittel gegen Kratzer und Displaybrüche bei Smartphones – so verspricht es zumindest die Werbung. Der Verkaufsschlager aus die Höhle der Löwen ist überall präsent, doch funktioniert die Nano-Beschichtung überhaupt? Die Ergebnisse diverser Tests sind geteilt.

ProtectPax in Tests: Funktioniert der flüssige Displayschutz überhaupt?

ProtectPax: Flüssiger Displayschutz für Smartphones

In der ersten Folge der vierten Staffel von die Höhle der Löwen hat ProtectPax mit Ralf Dümmel einen starken Investor gewonnen, der die Nano-Beschichtung für Smartphones überall in den Handel gebracht hat. In der letzten Folge gab es einen kurzen Rückblick, wonach ProtectPax in kürzester Zeit bereits über 800.000 Mal verkauft wurde – ein Millionengeschäft. Die Meinungen zu der Wirkung des Produkts sind geteilt. Die – und auch bei uns in den Kommentaren geht es heiß her. Erst kürzlich verkauft ALDI Süd das Mittel, wodurch es erneut in den Fokus gerückt ist. Grund genug also, sich mal einen Überblick über die diversen Testberichte zu verschaffen.

 

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ProtectPax im Test bei Stern TV

 

Der Verkauf von ProtectPax bei Aldi hat Stern TV am 11. Oktober 2017 dazu gebracht sich den flüssigen Displayschutz etwas genauer anzuschauen. Dort wird mit insgesamt vier gleichen Smartphones getestet, ob das Display nach der Behandlung mit ProtectPax wirklich bruchfest wird. In der Sendung erfahren wir von einem Experten zudem, was ProtectPax auf einem Displayglas wirklich bewirkt. Folgende Erkenntnisse wurden gemacht:

  • Die Nano-Technologie von ProtectPax basiert auf Titanoxid, dass die raue Oberfläche des Glases verschließt und somit härter macht.
  • Das Display fühlt dadurch nach der Behandlung glatter an.
  • ProtectPax macht das Display tatsächlich härter, schützt aber nicht immer. Es kommt immer darauf an, wie ein Smartphone fällt.
  • Die Beschichtung nutzt sich nach einiger Zeit ab. Ein regelmäßiges Auftragen sollte durchgeführt werden.
  • Die Bedienungsanleitung muss penibel befolgt werden.

Insgesamt also durchaus eine recht positive Bewertung im Vergleich zu der Skepsis, die im Netz kursiert. Stern TV hat richtigerweise den Vergleich mit vier gleichen Smartphones gemacht. So kann direkt verglichen werden, wo welche Lösung Schwächen hat. Das unbeschützte Smartphone war recht stabil, Panzerglas schnitt sogar am schlechtesten ab. Günstige Nano-Versiegelung ist schlechter als das teurere ProtectPax – so die Erkenntnis des Abends. Man sollte natürlich trotzdem verhindern, dass das Smartphone auf den Boden fällt oder mit einem Hammer bearbeitet wird.

Auf der nächsten Seite: ProtectPax unter Beschuss durch Fake-Bewertungen?

via stern.de

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