DSL ohne Schufa und Bonitätsprüfung - Das müsst ihr beachten

Selim Baykara

DSL ohne Schufa zu bekommen ist nicht so einfach, da die meisten Internet-Provider vor dem Vertrags-Abschluss eine Bonitätsprüfung durchführen. Fällt diese negativ aus, kann durchaus eine Absage erfolgen. Wir geben euch in diesem Ratgeber Tipps, wie ihr eure Chancen auf einen DSL-Anschluss trotz negativem Score erhöht.

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Ohne Internetanschluss geht heute so gut wie nichts mehr und in der Regel wird man bei einem der zahlreichen Anbieter auch schnell fündig. Problematisch wird es erst, wenn man sich einen negativen Eintrag bei der Wirtschafts-Auskunftei Schufa eingefangen hat. Die meisten Provider checken dort vor dem Abschließen eure Bonität, um sich vor eventuellen Zahlungsausfällen zu schützen. Ist der negative Schufa-Score zu hoch, kann es vorkommen, dass der Vertrag mit der Begründung abgelehnt wird, dass das Risiko zu groß ist.

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DSL ohne Schufa – Geht das überhaupt?

Wer im Internet nach dem Suchbegriff DSL ohne Schufa googlet, wird zahlreiche Seiten finden, die den Eindruck erwecken, dass ihr einen DSL-Anschluss ganz ohne Bonitätsprüfung bekommt. Diese Versprechen solltet ihr mit Vorsicht genießen. Die meisten Provider checken vor dem Vertrags-Abschluss euren Schufa-Score – in der Regel gebt ihr mit eurer Unterschrift die Einwilligung, dass der Anbieter die entsprechenden Daten erheben darf. Daher empfiehlt sich immer der genaue Blick ins Kleingedruckte.

Das gilt vor allem, weil oft noch zusätzliche Konditionen gelten. Teilweise müsst ihr vor dem Inkrafttreten des Vertrages z.B. eine bestimmte Geldsumme in Form einer Kaution hinterlegen, um dem Anbieter eine Sicherheit zu bieten. Das Geld bekommt ihr in diesem Fall erst nach Vertragsende zurück, wenn alle Rechnungen bezahlt wurden. Welche Daten konkret abgefragt und welche Bedingungen erfüllt werden müssen, entnehmt ihr den Allgemeinen Geschäftsbedingungen des jeweiligen Anbieters.

Vereinzelt gibt es aber Anbieter, die euch einen DSL-Vertrag ohne Bonitätsprüfung anbieten. Am einfachsten findet ihr diese über Vergleichsportale wie  – bei der Suche stellt ihr einfach einen entsprechenden Filter bei den Zusatzoptionen ein und achtet darauf, dass ihr nur Provider sucht, die den Vertrag ohne Bonitätsprüfung anbieten.

Wie oben erwähnt, solltet ihr aber in jedem Fall eingehend die Vertragsbedingungen studieren und das Kleingedruckte genau lesen, damit ihr später keine bösen Überraschungen erlebt.

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DSL-Vertrag trotz negativer Bonitätsprüfung und Schufa-Eintrag

Habt ihr keinen DSL-Vertrag ohne voriger Schufa-Prüfung gefunden, der euren Vorstellungen entspricht, ist das aber kein Grund zur Verzweiflung. Ein negativer Eintrag bedeutet nicht zwangsläufig, dass ihr keinen DSL-Vertrag bekommt. Bei den meisten Anbietern hängt es von mehreren Faktoren ab, ob ein Vertrag mit euch zustande kommt. Eine allgemeingültige Aussage lässt sich hier nur schwer treffen, da ein Fall in der Regel individuell beurteilt wird. Generell sind die Maßstäbe aber meist weniger streng als bei einem Handyvertrag oder der Vergabe von Krediten.

  • Welche Kriterien in die Entscheidung für oder gegen den Vertrag einfließen und wie streng überhaupt beurteilt wird, ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich.
  • Meist spielt aber die Schwere des bereits vorhandenen Schufa-Eintrages sowie der gewünschte Tarif eine entscheidende Rolle.
  • Ihr solltet auch mit einem negativen Schufa-Eintrag dennoch zunächst versuchen, einen Vertrag beim Wunsch-Provider abzuschließen, da eine Ablehnung im Normalfall keine negativen Konsequenzen, beispielsweise weitere Schufa-Einträge, nach sich zieht.
  • Wird euer Antrag abgelehnt, solltet ihr das Gespräch mit dem Provider suchen und versuchen zu klären, was genau zur Ablehnung geführt hat. Ist das Problem weniger schwerwiegend und könnt ihr euer Anliegen glaubhaft kommunizieren, stehen die Chancen bei einer fairen Bonitätsprüfung recht gut, nicht abgelehnt zu werden.
  • Bessere Chancen habt ihr zudem, wenn ihr bei dem Vertrag auf Extras verzichtet, z.B. TV-Optionen, Zusatzleistungen wie Auslands-Flatrates oder teure Hardware.

Alternativ könnt ihr auch einen Surfstick verwenden, den ihr im Voraus bezahlt und in den Laptop einstöpselt – damit kommt ihr sogar auf LTE-Geschwindigkeit mit Downloads in bis zu 150 MBit/s.

 Habt ihr bereits Erfahrungen mit Anbietern gemacht, die euch einen DSL-Vertrag ohne Schufa-Prüfung oder trotz negativem Eintrag angeboten haben? Kennt ihr noch andere Tipps, mit denen man Provider dazu bewegen kann, sich kulanter zu verhalten? Schreibt uns in den Kommentaren!

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