Nach Agony kündigen Madmind Studio Paranoid an – ein First-Person-Schocker in der eigenen Hölle

Marina Hänsel 2

Agony wollte einzig über Blut, Gedärme und Fleischhaufen gruseln, was für nur recht wenige Spiele tatsächlich funktioniert hat. Jetzt wendet sich Madmind Studio einer anderen Hölle zu: Jener, die im Kopf des Protagonisten stattfindet.

Die Grenzen des Horrors erkennen und überschreiten, das war eines der Ziele vom ambitionierten Agony, das Anfang des Jahres aus der Hölle in die digitale Läden kroch. Nun kam das nicht gerade grandios an: Die einen beschwerten sich über geschnittene Szenen (psst: Die unzensierte Version gibt’s seit 30. Oktober auf Steam), andere empfanden es als unspannend, spielerisch unausgereift oder schlichtweg langweilig.

Agony war kein Erfolg. Nun kündigt Madmind Studio einen neuen Horror-Schocker an – Paranoid; ein Spiel, das nicht einzig auf Gore und Fleischklumpen basiert, sondern eine durchgehende Story verfolgt. Im vierminütigen Gameplay-Video wandelt Paranoid derweil auf einem sehr viel klassischeren Pfad des Grauens:

PARANOID - Offizieller Gameplay-Trailer.

Natürlich wäre es kaum Madmind Studio, würden wir nicht wieder auf nackte Zombie-Frauen einschlagen dürfen. Im First-Person-Horrorspiel schlüpfst du in die Rolle von Patrick Calman, dessen Eltern vor langer Zeit gestorben sind. Infolge der Tragödie isolierte er sich jahrelang von der Außenwelt, begann Medikamente einzunehmen und wurde psychisch krank: Dann, eines Tages, erhält er einen Anruf von jener Schwester, die bis dahin 13 Jahre wie vom Erdboden verschluckt gewesen ist.

Wie machen uns Horrorspiele wirklich Angst? Ich spreche mit den Größen des Horror-Genres, den Entwicklern von Outlast, Amnesia und anderen Spielen.

Paranoid spielt in den späten 80ern und legt seinen Fokus auf die Perspektive sowie die Immersion ins Geschehen: Was passiert einzig in Patricks Kopf und was ist real? Wie es aussieht, wirst du in dieser Horror-Mär auch kämpfen können; mit Flaschen oder anderen Objekten, die du zur Verteidigung nutzen kannst und musst. Da Agony insbesondere in Bezug auf Story und Spielmechaniken schwächelte, mit der blutige Welt aber durchaus faszinieren konnte, bleibt genau das die Frage: Wird Paranoid mehr auf die Geschichte im Spiel eingehen und es schaffen, uns zu fesseln?

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