Es ist offiziell: Die Agonie von Agony geht weiter, in der unzensierten Version des Höllenspiels

Marina Hänsel 2

Nachdem die geheimnisumwobenen Steam-Bibliothekare Agony UNRATED in ihre Spielesammlung ohne Kommentar aufnahmen, ist es nun offiziell: Das unzensierte Agony krabbelt bald aus dem Fegefeuer auf die Erde, und das für einige von uns zu einem sehr kleinen Preis.

Guten Tag, die Halloween-Fee ist da – na, welches Spiel soll’s dieses Jahr sein?

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Update vom 22. Oktober, 13.20 Uhr

Zwar haben wir es uns schon gedacht, nachdem Agony UNRATED plötzlich ohne Kommentar auf Steam erschien, aber jetzt wurden der Release und der Preis bestätigt: Die unzensierte Version des höllischen Spiels erscheint am 31. Oktober und soll 14.99 Dollar (zum Release umgerechnet in Euro) kosten. Zumindest für diejenigen, die sich dem Horror im Spiel noch nie zuvor ausgesetzt haben: Besitzer der geschnittenen Version erhalten einen Rabatt von 90 Prozent. Kickstarter-Unterstützer dürfen sich allerdings ganz umsonst in erneute Höllenqualen stürzen. (Yippie!)

Ob du das willst – dich in Höllenqualen stürzen – das ist natürlich eine gänzlich andere Frage, bei der dir mein Test zu Agony vielleicht weiterhelfen kann.

Ursprüngliche News vom 17. Oktober

Steam hat sich dem Teufel ergeben und lässt Agony UNRATED womöglich am 31. Oktober 2018 in die ‚verbotene‘ Abteilung der Spiele-Bibliothek krabbeln. Du weißt schon: Da, wo dich einige digitale Spielehüllen anknurren oder gar beißen, wenn du sie öffnest.

Agony ist die Hölle – auf die eine und auf die andere Art:

Agony: Der Horror-Schocker des Jahres?

Agonys Höllenmär war das No Man’s Sky der Horror-Community: Einer der gehyptesten Schocker im Lande Videospiel, zumindest bis Agony erschien. Und unter anderem auch ich lernen musste, dass Blut und Gedärme nicht ausreichen, um guten Horror zu servieren. Der Unterschied ist, dass No Man’s Sky inzwischen wirklich Spaß macht (schlagt mich), Agony aber wahrscheinlich nie spaßig sein wird. Was es tut, ist garantiert für eine (mit einer rostigen Eisenstange direkt in deine Gehirnhaut) eingravierte Erinnerung. Ganz besonders in der Uncut-Version, die ab dem 31. Oktober auf Steam freigeschaltet wird.

Jene Uncut-Version, die eigentlich gar nicht kommen sollte: Entwickler Madmind Studio wollte Agony von Anfang an ohne geschnittene Szenen auf den Markt krabbeln lassen, aber Sony hatte etwas dagegen: Zu brutal für die PS4. Da Madmind kein großes Studio ist und mit Geldscheinen wedeln konnte, mussten sie sich beugen – sehr zum Missfallen der Community.

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Nun gewann Agony auch mit Release keine Freunde. Kritiker und Fans waren sich einig, dass der Horror-Titel eine Enttäuschung ist: Eine Höllengeburt, die einzig in widerlich-grauenhaften Szenarien punkten konnte, überall sonst jedoch versagte. Was das bedeutete? Madmind Studios Erstling verkaufte sich nicht gut, auf Steam wurde er mit roten Reviews überschüttet. Die Hoffnung auf eine Uncut-Version schwand, obwohl sie doch so vehement von den Entwicklern versprochen wurde. Auch Madmind-Kopf Tomasz Dutkiewicz flüsterte mir in einem E-Mail-Interview vor Release zu:

Was auch immer passieren mag – ihr werdet die unzensierte Form von Agony in der ein oder anderen Form sehen.

Er hat sein Versprechen gehalten. Denn nicht Madmind Studio veröffentlichte Agony UNRATED, sondern Tomasz Dutkiewicz persönlich. Warum nicht gleich unter dem Namen des Studios bleibt fraglich: Auf der Homepage wird momentan versprochen, Madmind würde weiterhin in der Hölle herumkriechen und diese auch nicht so schnell verlassen, aber wer weiß? Ein derartiger Fehlschlag kann selbst ein großes Studio zerschlagen und an Agony werkelten nur eine Hand voll Entwickler.

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