Im Vergleich zu ihren iOS-Gegenstücken fehlt Android-Apps der nötige Feinschliff. Das weiß auch Google, weshalb der US-Konzern jetzt neue Richtlinien erlassen hat. Insbesondere auf einen Bereich legt Google großen Wert.

 

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Dass der Vergleich zwischen Android- und iOS-Apps oftmals zu einem klaren Sieg Apples führt, liegt in der Natur der Sache. iOS ist ein geschlossenes System mit wenigen Endgeräten, Android hingegen offen mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Smartphones. Für Entwickler ist es also mit weniger Aufwand verbunden, ihre Apps perfekt an iOS anzupassen. Das ist auf Android zwar nicht so einfach möglich, dafür will Google Entwicklern jetzt auf eine andere Art helfen.

Google empfiehlt Android-Apps Dark Mode, Gestennavigation und mehr

Mit einer Reihe von neuen Richtlinien und empfohlenen Vorgehensweisen will der Suchmaschinenanbieter dafür sorgen, dass mehr „qualitativ hochwertige Android-Apps“ programmiert werden. Helfen soll unter anderem eine überarbeitete Checkliste für Benutzeroberflächen, Funktionalität, Performance sowie Stabilität und Datenschutz für Apps. So werden Entwickler beispielsweise angehalten, konsequent auf das Material Design zu setzen, einen Dark Mode zu unterstützen und Support für Gestennavigation zu implementieren.

Vor allem letzteres ist aufgrund der Historie von Android wichtig, denn viele Android-Apps setzen noch immer auf sogenannte Hamburger-Menüs, die eine Gestensteuerung unmöglich machen. Darüber hinaus, so XDA Developers, empfiehlt Google etwa das Verwenden der systemeigenen Teilen-Funktion in Android, minimale Hintergrundaktivitäten für geringeren Energieverbrauch und Medien-Apps sollen eine Bild-in-Bild-Funktion zur Verfügung stellen.

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Werden die Entwickler Googles Richtlinien befolgen?

Ob und inwieweit die Entwickler Googles neuen Richtlinien folgen werden, muss sich erst noch zeigen. Eine Pflicht gibt es dafür in vielen Bereichen nicht. Am Ende dürfte es aber im Interesse der Entwickler liegen, dass Android-Apps auf einem Niveau mit ihren iOS-Pendants liegen. Alles andere würde nur die Smartphone-Nutzer langfristig zu Apple treiben.