Apples größtes Problem ist derzeit ohne Zweifel der weltweite Chip-Mangel. Dieser hat die ganze Branche im Griff und sorgt auch beim iPhone-Hersteller für massive Fertigungsprobleme und entgangene Gewinne. Von Lieferverzögerungen ganz zu schweigen. Doch eine Lösung ist noch lange nicht in Sicht, wie ein aktueller Horror-Bericht feststellt.

 
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Foxconn, Apples größter Auftragsfertiger fürs iPhone, geht davon aus, dass die anhaltende Chip-Knappheit noch bis weit in die zweite Hälfte des nächsten Jahres andauern wird. Vorher gibt's keine Entspannung für die betroffenen Hersteller, Apple inklusive (Quelle: The Wall Street Journal).

Apple noch immer im Griff der Chip-Krise

Bedeutet für Verbraucherinnen und Verbraucher: Weiterhin ist mit Lieferverzögerungen und Wartezeiten beim Kauf neuer Hardware zu rechnen. Man sollte also frühzeitig bestellen und sich vom Gedanken etwaiger Spontankäufe lieber verabschieden. Auch die Preise werden demnach bis weit ins nächste Jahr eher nicht sinken, im Zweifelsfall stabil bleiben oder vielleicht sogar noch steigen – je nach (knappem) Angebot.

Apple konnte über einen langen Zeitraum der Krise trotzen, allerdings im zurückliegenden Quartal erwischte es auch dem Branchenprimus. Nach Apples eigenen Angaben musste man so schon auf Einnahmen in Höhe von 6 Milliarden US-Dollar verzichten, Geld was man bei besserer Verfügbarkeit der Ware (iPhone, iPad, Apple Watch, Mac) hätte erwirtschaften könnten. Fürs laufende Quartal erwartet man sogar noch mehr entgangenen Gewinn und Umsatz.

Mit derartigen spannenden Videos weckt Apple Begehrlichkeiten, doch dann heißt es auf eine etwaige Bestellung warten:

iPhone 13: Hollywood für Zuhause

Leichte Entspannung beim iPhone 13?

Doch es gibt immerhin einen Lichtblick am Horizont. So erreichten uns Berichte über eine leichte Entspannung bei der iPhone-Fertigung, wenngleich man sicherlich noch nicht von einer Normalisierung sprechen kann. Etwas verwundert und skeptisch zeigten wir uns aber über Apples großes Vertrauen in die eigene Lieferfähigkeit zu Weihnachten. So verspricht man beispielsweise einen rechtzeitigen Versand aller Modelle des iPhone 13, wenn man diese noch bis spätestens 22. Dezember bestellt. All dies im Angesicht der Tatsache, dass man jetzt beim iPhone 13 Pro beispielsweise mindestens noch einen Monat aktuell warten muss.

Schon realistischer ist man da bei iPad und MacBook Pro. Diese Geräte sollte man lieber schon im November beziehungsweise bis spätestens Anfang Dezember im Apple Online Store ordern, andernfalls wird's nichts mit einer pünktlichen Lieferung zum Fest. Hier zeigt die Chip-Krise das gegenwärtige Ausmaß des Problems.