Es kam, wie es kommen musste. Kaum startete der Verkauf von Nvidias neuen RTX-3000-Grafikkarten, war er auch schon wieder vorbei. Das Problem: Die Nachfrage ist zu hoch, das Angebot viel zu klein. Die Gelackmeierten sind am Ende die Kunden.

 

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Nvidia GeForce RTX 3000: Neue Grafikkarten in Windeseile ausverkauft

Als Nvidia seine neuen Grafikkarten im Livestream präsentierte, waren Presse und Fans gleichermaßen begeistert. Denn was der Grafikkarten-Hersteller da hervorzauberte, klang zu schön, um wahr zu sein.

Am Ende war es das auch. Denn nicht nur blieb die maximale Leistungsfähigkeit der RTX 3080 und RTX 3090 hinter den Erwartungen zurück, auch die verfügbare Menge an Grafikkarten zum Verkaufsstart ist etwas knapp bemessen. Binnen kürzester Zeit waren RTX 3080 und RTX 3090 vergriffen – auch Custom-Modelle sind nur noch vereinzelt auf Lager.

Günstigen Preis für RTX 3080 auf Idealo finden

Und was ist sonst so in der Technik-Welt passiert? Wir verraten es euch im Video:

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Neue Nvidia-Grafikkarten kosten ein Vermögen: Das hat es damit auf sich

Das Problem: Viele Grafikkarten wurden von Bots oder Privatpersonen in rauen Mengen aufgekauft, welche die neuen GPUs nun zu Mondpreisen auf anderen Portalen weiterverkaufen. Ein kurzer Blick auf eBay zeigt die Ausmaße des Grauens. Während Nvidia einen verbindlichen Verkaufspreis von 699 Euro für die RTX 3080 aufruft, wird die Grafikkarte aktuell im Online-Auktionshaus oftmals für mehr als 1.000 Euro angeboten.

Doch auch andere Online-Shops tragen zum Problem bei und verlangen für diverse Custom-Modelle mitunter bis zu 300 Euro mehr als von Nvidia vorgesehen. Für High-End-Varianten mag das zwar unter Umständen durchaus angebracht sein, doch auch Modelle ohne exorbitant ausfallende Kühllösung werden deutlich teurer als erwartet angeboten – und das, obwohl die Karten nicht einmal auf Lager sind. In beinahe allen Shops findet sich aktuell der Schriftzug „Nicht vorrätig, Liefertermin unbekannt“.

Spätestens mit dem Verkaufsstart der RTX 3070 dürften auch die neuen Grafikkarten von Nvidia einen Weg in unsere Top 10 finden:

Wirklich sauer kann man aber nicht sein – so funktioniert der Markt. Einzig und allein Nvidia hätte diesen preislichen Super-GAU verhindern können, indem der Grafikkartenhersteller genug GPUs zum Verkaufsstart zur Verfügung gestellt hätte – sowohl für die Direktkunden als auch die Board-Partner. Early Adopter und Fans, die keine Karte ergattern konnten, dürfen diese Suppe nun auslöffeln, indem sie deutlich draufzahlen. Einziger Ausweg: Abwarten und Tee trinken. Mit der Zeit dürften sowohl Nachfrage als auch Preis absinken. Wann wir jedoch wieder den UVP erreichen, kann zum aktuellen Zeitpunkt keiner sagen.