Bei den meisten Geschäften und Unternehmen sorgt das Coronavirus gerade für echte Probleme, Nvidia hingegen scheint zumindest teilweise davon profitieren zu können. Den jüngsten Erfolg hätte man ansonsten höchstwahrscheinlich nicht feiern können.

Nvidia GeForce Now: Kostenpflichtige Mitgliedschaft des Streaming-Dienstes aktuell „ausverkauft“

In den letzten Wochen sorgte Nvidias Google-Stadia-Konkurrent GeForce Now für einige negative Schlagzeilen. Immer mehr Publisher zogen ihre Spiele vom Streaming-Dienst ab, die Nutzer von GeForce Now waren entsprechend sauer. Umso erstaunlicher ist es, dass Nvidia nun einen echten Erfolg mit GeForce Now verbuchen kann, mit dem wahrscheinlich keiner gerechnet hat. Wie das Unternehmen in einem offiziellen Blogeintrag bekannt gab, ist die kostenpflichtige Founders-Edition von GeForce Now aktuell in Europa ausverkauft – und das aus gutem Grund.

Anscheinend spielen die Quarantänemaßnahmen im Rahmen der Coronavirus-Krise Nvidia etwas in die Karten, wie eine Passage aus der Stellungnahme nahelegt:

„Wie ihr euch sicher vorstellen können, erleben wir gerade einen erheblichen Anstieg der Anzahl an GeForce-Now-Spielern und ihrer Spielzeit.“

Anscheinend reizt Nvidia aktuell seine Serverkapazitäten vollständig aus und muss nun erste Konsequenzen ziehen. Nutzer der kostenlosen Version von GeForce Now können weiterhin vom Service Gebrauch machen – auch Neuanmeldungen stellen kein Problem dar. Die Einschränkung gilt aktuell nur für das Angebot der besseren, kostenpflichtigen Alternative.

GeForce Now bei Nvidia anschauen

Eines der Features der Bezahl-Version von GeForce Now: Raytracing. Im Video erklären wir euch, was die neue Grafiktechnologie so einzigartig macht:

Was ist denn eigentlich so toll an Raytracing?

Nvidia GeForce Now: Grafikkartenhersteller arbeitet bereits an einer Lösung

Laut eigener Aussage arbeitet Nvidia bereits daran, das Problem der mangelnden Serverkapazitäten zu lösen:

„Wir arbeiten daran, die Kapazität durch zusätzliche Server in unseren Rechenzentren zu erhöhen. Und wir werden die Founders-Mitgliedschaft wieder anbieten, wenn die Kapazität es erlaubt.“

Wann genau man damit rechnen kann, dass Nvidia das Problem in den Griff bekommt, lässt das Unternehmen jedoch offen.

In Sachen Grafikkarten liefert sich Nvidia immer noch einen harten Schlagabtausch mit AMD, wie unsere Top 10 beweist:

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Top 10: Die aktuell beliebtesten Grafikkarten in Deutschland

Interessenten der Founders-Mitgliedschaft müssen sich also vorübergehend in Geduld üben und auf die kostenlose Variante ausweichen. Hier müssen die Nutzer auf Raytracing verzichten, können maximal eine Stunde am Stück spielen und müssen mitunter lange warten, bis sie Zugriff auf einen der Server erhalten. Mehr Informationen zum Streaming-Dienst hält Nvidia auf der Webseite bereit.