Top 7 Android-Browser: Geheimtipps und bewährte Apps in der Übersicht

Martin Malischek
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Browser für Android gibt es wie Sand am Meer. Aber für welchen sollte man sich entscheiden? Wir geben einen Überblick über die Vorzüge einzelner Surf-Apps, sowohl über alte Hasen wie Google Chrome, als auch innovative Surf-Apps wie Link Bubble.

Top 7 Android-Browser: Geheimtipps und bewährte Apps in der Übersicht
Inhalt
Baidu
Chrome Browser für Android
Dolphin Browser für Android
Firefox für Android
Link Bubble
Opera
Yandex

Android-Browser im Überblick

Zugegeben, neben Google Chrome ist auf den meisten Android-Geräten der Hersteller-eigene Browser, der Smartphone-spezifische Funktionen bietet, vorinstalliert. Als Beispiel ist hier beim Samsung Galaxy S6 die Möglichkeit zu nennen, sich per Fingerabdruck auf Internetseiten anzumelden. Doch wer die Benutzeroberfläche zu unübersichtlich findet und auf der Suche nach einer Chrome-Alternative ist, wird vom Angebot der Android-Browser im Play Store nahezu überschwemmt. Mit unseren Vorschlägen für alternative Android-Browser bleiben die Knöchel hoffentlich trocken – auch beim Surfen (im Internet).

Baidu: Chinesischer Android-Browser

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Wie auch der international sehr erfolgreiche Suchmaschinenbetreiber Google stellt ebenso das chinesische Pendant Baidu einen eigenen Android-Browser bereit. Hierzulande ist dieser jedoch gar nicht an die hauseigene Suchmaschine gebunden, standardmäßig kommt Yahoo zum Einsatz — jedoch kann mit einem Tippen auf das Suchmaschinensymbol zwischen Yahoo, Google, Bing und YouTube gewählt werden. Die Oberfläche des Android-Browsers von Baidu erinnert sehr an iOS, unter der Haube steckt die Chrome-Engine Blink. Neben einem praktischen Feature zur Aufnahme von Website-Screenshots– die Status- und Navigationsleisten werden dabei nicht mit aufgenommen – kann auch ein Lesemodus genutzt werden. Zudem lässt sich ein Such-Widget in der Benachrichtigungsleiste anzeigen, über das direkt eine Suche im Baidu-Browser gestartet werden kann. Die Ladezeiten und die Performance ähneln, wenig verwunderlich aufgrund der gemeinsamen technischen Basis, denen des Chrome Browsers.

Baidu Browser
Entwickler: DU Apps
Preis: Free

Android-Browser im Überblick: Google Chrome

Auch, wenn Chrome bereits auf praktisch allen Smartphones vorinstalliert ist, darf der Google-Browser natürlich in dieser Liste nicht fehlen. Chrome zeichnet vor allem die Synchronisierung zwischen der Desktop- und Android-Applikation aus. So lassen sich am PC angelegte Lesezeichen, Passwörter und dergleichen auch auf dem Smartphone abrufen – das funktioniert natürlich auch umgekehrt. Zusätzlich ist ein Datenkomprimierungs-Tool an Bord, mit dem Bilder in geringerer Lösung über Google-Server heruntergeladen werden und so das Datenvolumen geschont wird. Dank regelmäßiger Updates ist Chrome technisch zumeist auf demselben Stand wie die Desktop-Version, abzüglich des Supports für Flash, Plugins und Erweiterungen. Die Performance ist dafür nicht immer optimal, insbesondere auf älteren und schwächeren Geräten kommt Chrome manchmal ins Ruckeln.

Beta-Version
Von Google Chrome für Android gibt es ebenso eine Beta-Variante, in der Funktionen getestet werden, die für die Veröffentlichung in der finalen Version vorgesehen sind. So können Neuerungen bereits früher ausprobiert werden – an sich läuft die Beta-Version ohnehin sehr stabil, jedoch können kleinere Fehler auftreten. Außerdem kann es durchaus vorkommen, dass es die Neuerungen nicht in die finale Version schaffen, allzu sehr an sie gewöhnen sollte man sich also nicht.

Chrome-Browser – Google
Entwickler: Google Inc.
Preis: Free
Chrome Beta
Entwickler: Google Inc.
Preis: Free

Dolphin Browser: Klassiker unter den alternativen Android-Browsern

Nicht nur wer Delfine mag, sondern auch Freunde eines schnellen Android-Browsers mit umfangreichen Funktionen sollten dem Dolphin Browser eine Chance geben. Zu den Kernfunktionen zählen das Tab-basierte Surfen, die Möglichkeit, aufgerufene Webseiten an die Desktop-Version von Chrome senden zu können, selbst konfigurierbare Gestensteuerung und die Unterstützung von Sprachbefehlen sowie zahlreiche Erweiterungen. Unter den Erweiterungen finden sich beispielsweise Download-Tools, Addons zur Verbesserungen der Ladegeschwindigkeit sowie eine Screenshot-Erweiterung. Außerdem lässt sich das Erscheinungsbild über Themes anpassen. Die Oberfläche erinnert sehr an die der Desktop-Version von Chrome, die Ladezeiten sind zügig und die Performance von Dolphin Browser ist ebenfalls hervorzuheben.

Dolphin Browser für Android

Mozilla Firefox: Android-Browser mit Desktop-Synchronisierung und Erweiterungen

Wer Firefox als Standardbrowser auf seinem Desktop-Computer benutzt, für den ist die Android-Variante des Browsers ebenfalls nicht uninteressant. Denn Firefox unterstützt wie auch Chrome die Synchronisierung von Lesezeichen, Tabs und Passwörtern – so muss der Android-Browser nicht erst mühevoll eingerichtet werden. Anders als der Google-Browser für Android kann der kleine Panda unter den Browsern ebenso mit Erweiterungen dienen. Als technischer Unterbau dient, wie auch am großen Rechner, die hauseigene Gecko-Engine. Neben Privatsphäreeinstellungen dient Firefox für Android ebenso mit einem Lese-Modus, über den Artikel für das mobile Betrachten optimiert werden und beispielsweise die Größe der Schrift angehoben wird. Auch von Mozillas Firefox für Android ist eine Beta-Version im Play Store verfügbar, mit der sich Neuerungen vor der Veröffentlichung in der finalen Version testen lassen.

Firefox for Android
Entwickler: Mozilla
Preis: Kostenlos
Firefox Beta
Entwickler: Mozilla
Preis: Free

Link Bubble: Android-Browser mit „Twist“

Link Bubble ist kein klassischer Android-Browser, sondern dient einem bestimmten Zweck. Wer viel in sozialen Netzwerken unterwegs ist, stößt auch des öfteren auf interessante Links. Öffnet man diese mit einem Standard-Android-Browser wie beispielsweise Firefox, Opera oder Chrome, legt sich die geöffnete Webseite über die geöffnete Social Media-App. Was aber, wenn man diese erst später lesen möchte? Der Android-Browser Link Bubble, der die Webseiten zunächst in kleine Overlay-Blasen zum späteren Lesen im Hintergrund lädt, schafft Abhilfe. Erst beim Tap auf die frei verschiebbare „Blase“ werden die entsprechende Seiten angezeigt. Zieht man den Tab nach oben, kann der aktuelle Link über das Facebook-Symbol direkt im Zuckerberg-Universum geteilt werden, der zusätzliche Teilen-Button zeigt weitere Share-Möglichkeiten an. Die kostenlose Version von Link-Bubble ist auf die Anzeige von zwei Webseiten begrenzt, die Pro-Version ist für 2,79 Euro im Play Store erhältlich.

Link Bubble Browser
Entwickler: Chris Lacy
Preis: Free
Link Bubble Browser Pro
Entwickler: Chris Lacy
Preis: 2,79 €

Opera: Android-Browser aus Norwegen

Ebenso mit einer guten Performance und Ladegeschwindigkeit kann Opera punkten. Der Android-Browser besitzt zudem einen Turbo-Modus, der beispielsweise Bilder über einen eigenen Server komprimiert herunterlädt und so nicht nur Datenvolumen spart, sondern auch einen schnelleren Aufbau von Webseiten ermöglicht. Wie auch Google Chrome und Firefox für Android kommt der Opera-Browser für das Android-Betriebssystem mit einem Synchronisierungs-Feature, auch hier ist die Funktionalität an das Opera-Konto gebunden. Lesezeichen, Passwörter und dergleichen müssen also zum Abgleich zuvor beispielsweise in der Windows-Version des Browsers eingegeben worden sein. Zwar bietet der Android-Browser mit dem roten „O“ keine Erweiterungen, dafür jedoch umfangreiche Einstellungen. Über den integrierten Teilen-Button lassen sich schnell und einfach Webseiten weiterleiten. Technisch basiert auch Opera auf der Chrome-Engine.

Opera-Browser für Android

Yandex Browser für Android: Russischer Google-Konkurrent setzt auf … Google

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Die russische Suchmaschine Yandex greift, wie die meisten Browser in dieser Übersicht, auf die Chrome-Engine zurück. Yandex bietet ebenso eine Synchronisierung der eingegeben Daten – beschränkt sich jedoch auch auf den hauseigenen Browser. Weiter sind die Einstellungen recht übersichtlich gehalten, genauso der Funktionsumfang. Erweiterungen gibt es beispielsweise nicht, dafür rückt die Bedienbarkeit in den Vordergrund. Etwas ungewohnt, aber praktisch, ist die Adressleiste, die wie beim Windows Phone-Browser an den unteren Bildschirmrand gerutscht ist. Wer in Deutschland nicht mit Yandex nach in der Adressleiste eingegebenen Begriffen suchen möchte, kann ebenso auf Google, Yahoo oder beispielsweise DuckDuckGo zurückgreifen. Yandex bietet seinen Browser wie auch Mozilla und Google in einer Beta-Version im Play Store an.

Yandex.Browser for Android
Entwickler: Яндекс
Preis: Free
Yandex.Browser Beta
Entwickler: Яндекс
Preis: Free
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Weitere Themen: Mozilla Firefox, Google Chrome, Opera, Google Play Store

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