iPhone als Navigationsgerät: Top-5-Apps im Überblick

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In den letzten Monaten haben alle namhaften Navigations-Apps für iPhone und jetzt auch iPad wichtige Updates erhalten. Da gleich ein paar Unternehmen für kurze Zeit die Preise gesenkt haben, lohnt sich aktuell ein Blick auf die wichtigsten Anwendungen, die Autofahrer, Radler und Fußgänger ans richtige Ziel bringen wollen.

Schon auf der IFA im Herbst deutete sich an, dass TomTom, Falk und Co einige Neuerungen in petto haben, die über ein gewöhnliches Karten-Update hinausgehen. Wir haben einige Apps zumindest schon angetestet.

Die teueren Lösungen greifen überwiegend auf das Kartenmaterial von TomTom oder Navteq zu. Daneben gibt es Low-Budget-Angebote wie skobbler. Die geographischen Informationen stammen bei derartigen Angeboten häufig vom “Straßen-Wikipedia” OpenStreetMaps. Dabei sind die Karten oft nicht lokal auf dem iPhone gespeichert, sondern werden unterwegs ständig über die Mobilfunkverbindung geladen. Eine vernünftige Flatrate und Mobilfunknetz sind also Voraussetzung.

Im Grunde sind sich die etablierten Navigations-Apps ähnlich. Einmal ist das Design bunter, einmal übersichtlicher, in erster Linie ist das vor allem Gewohnheits- und Geschmackssache. Routenberechnung und das Lotsen ist meist so überzeugend wie bei den “echten” Navigationsgeräten,

ganz ohne Macken geht es aber leider nicht. Fahrspurassistent und Geschwindigkeitswarung sind Standard. Mittlerweile bringen einige Apps die iPad-Größe mit. Das hört sich zunächst unsinnig an, aber auf so einem großen Bildschirm ist Kartenlesen viel angenehmer. Und wenn der Fahrer keinen Platz an der Windschutzscheibe hat, dann ja immer noch der Beifahrer oder die krakeelende Rückbank (“Papa, Du fährst 7 km/h zu schnell!”).

Spannend wird es bei den Zusatzfunktionen. Die Premium-Hersteller bieten sehr ausgefeilte Dienste, wie zum Beispiel eine (recht) zuverlässige Stau-Anzeige, die sich “live” aus den Bewegungsdaten der Navigationsgeräte generiert. Diese Dienste müssen aber in Monats- oder Jahresabos gebucht werden. Besondere Funktionen wie die 3D-Darstellung kosten manchmal ebenfalls extra.

Nun ein Überblick zu den Navigationsapps für das iPhone, deren Updates und Preisaktionen.

Hinweis: Nach der Erstinstallation beziehungsweise dem Update die App zu Hause im WLAN starten. Denn manche Apps laden das Kartenmaterial beim ersten Start gesondert auf das iPhone – und das können ein paar hundert Megabyte sein. Die Geräte ohne GPS (iPod touch und iPad WiFi) können natürlich keine vernünftige Navigation unterwegs bieten. Und da GPS ein Stromfresser ist, ist der Stromanschluss im Auto* zwingend notwendig.

Navigon

Navigon Europe führt die Liste der umsatzstärksten Apps 2011 an. Eine DACH-Version gibt es nicht, die Europa-App ist zur Zeit im Angebot. Das Update im November auf Version 2.0 brachte unter anderem eine neue Benutzerführung und Fresh Maps XL. Dieses häufigere Update der Karten, nämlich alle drei Monate, kostet allerdings extra, und zwar nicht zu knapp: 29,99 Euro per In-App-Kauf.

  • Navigon Europe: 54,99 Euro*, Normalpreis 89,99 Euro
  • Traffic Live: 13,99 Euro, zudem ADAC Campingführer (19,99 Euro) und mehr verfügbar
  • für iPhone, iPod touch und iPad
  • Navteq-Karten

TomTom

TomTom hat jetzt ebenfalls die Preise gesenkt, zudem gibt es eine günstigere DACH-Version (Deutschland, Österreich, Schweiz). Das Design ist sehr ruhig (im Bild der Nachtmodus), die Zahlen gut erkennbar. Welche Ziffer nun für Geschwindigkeit, Fahrdauer etc. steht, ist beim Fahren allerdings schlecht zu erkennen – man muss es also wissen. Das Herbst-Update brachte die iPad-Unterstützung.

Sygic

Sygic ist unter den Premium-Anbietern ein echter Preistipp, zumal die Apps gerade im Angebot sind. Die Navigationslösung verwendet ebenfalls TomTom-Kartenmaterial, das Design ist zudem sehr gefällig. Auch Verkehrsdienste gibt es – ebenfalls im Abo natürlich. Der Abschluss erfolgt über eine eigene Webseite. Die besten reduzierten Pakete:

Bosch

Bosch ist einer der Pioniere der Navigation. Charakteristisch für das (etwas farblose) Design ist der Charme der gezeichneten Gebäude soweit vorhanden, siehe Bild ganz oben. Natürlich bietet auch Bosch alle Standards wie Fahrspurassistent, Geschwindigkeitsmodus, Fußgängermodus, und sogar Twitter-Anbindung. Für den Verkehrsdienst fällt wie bei den Konkurrenten eine Abogebühr an. Eine Anwendung, die alle europäischen Karten vereint, gibt es allerdings nicht. Ab morgen, 17.12. sind die Bosch-Apps für kurze Zeit drastisch im Preis reduziert.

skobbler

skobbler ist nach eigenen Angaben die meistverkaufte Navigationslösung für iPhone in Deutschland. Kein Wunder: Der Preis hat mit denen der etablierten Konkurrenten nichts gemein. Das liegt zum Teil daran, dass die Anwendung nicht so ausgefeilte Funktionen bietet und auf OpenStreetMap zugreift. Diese Daten werden live über das Internet abgerufen. In der Version “GPS Navigation 2 – skobbler” können Karten für die Offline-Speicherung auf dem iPhone für 2,99 Euro pro Land gekauft werden.

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