Apple

Beschreibung

Apple, der Hardware- und Softwarehersteller aus Cupertino, gehört seit Beginn der Computerentwicklung für den Massenmarkt zu den bedeutendsten und innovativsten Unternehmen in der IT-Branche. Ende des vergangenen Jahrtausends lieferte sich Apple einen harten Konkurrenzkampf mit Microsoft um die Gunst der Computernutzer bei der Wahl des Betriebssystems. Aktuell steht besonders der Kampf um die Spitze auf dem Smartphone-Markt, vor allem gegen Samsung mit seiner Galaxy-Reihe, aber auch im Tablet-Bereich im Vordergrund.

Bereits in den 1970er Jahren begann Apple Inc. Mit der Herstellung von Computern. Neben der Pionierrolle in der Entwicklunng der Heim-PCs konnte Apple die grafische Bedienoberfläche, sowie die Steuerung mit der Maus im alltäglichen PC-Gebrauch etablieren.

Weitere Meilensteine in der Geschichte Apples:

  • 2001: Release des ersten iPods
  • 2007: Etablierung des iPhones als Smartphone
  • 2010: Erscheinen des ersten iPads als Tablet-PC von Apple

Neben den tragbaren Geräten hat Apple mit dem MacBook Air zudem eine Notebook-Variante und mit dem iMac einen Desktop-PC mit dem eigenen Betriebssystem Mac OS X im Angebot.

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Apple: Für viele die Nummer 1

Auch wenn der heutige Diskurs um das Unternehmen Apple regelmäßig in einem Konflikt zwischen „Apple-Fanboys“ und Apple-Kritikern mündet, ist das Unternehmen samt seiner Marke das aktuell wertvollste der Welt. Das prägende Gesicht von Apple ist das im Oktober 2011 verstorbene ehemalige Firmenoberhaupt von Apple, Steve Jobs. Neue Inhalte für die einzelnen iOS-Geräte in Form von Musik, Anwendungen, Büchern finden sich in den unternehmenseigenen Distributoren iTunes Store und App Store. Besonders der iTunes Store veränderte die Musikwelt Anfang des aktuellen Jahrtausends nachhaltig. Galt Musik in digitaler Form im Vorfeld lediglich als das Werkzeug von Raubkopierern, um Alben und einzelne Lieder über Napster und Co. zu verteilen, richtete Apple mit dem iTunes Music Store die erste Möglichkeit ein, sich Musik in digitaler Form auf legalem Weg zu beschaffen. Besonders die Kombination mit dem iPod als tragbaren Musikplayer führte dazu, dass Apple marktführend auf dem Gebiet des digitalen Musikgeschäfts ist.

Ausblick in die Zukunft von Apple

Auch nach dem Rücktritt und Tod des Geschäftsführers und kreativen Kopfes Steve Jobs ist der innovative Weg von Apple lange nicht vorbei. Aktuell arbeitet das Unternehmen an einer Smartphone-ähnlichen für das Handgelenk, der iWatch. Darüber hinaus wird das Smartphone-Repertoire regelmäßig mit Nachfolgern erweitert. Das aktuelle iPhone 5 ist mittlerweile die 6. Generation in Apples Smartphone-Serie. Für Herbst 2013 ist der Nachfolger, das iPhone 5S geplant. Auch Gerüchte über ein „Billig“-iPhone für den Massenmarkt reißen nicht ab. Zur Zeit steht das Unternehmen Apple unter der Führung von Tim Cook.

Zum Thema: Was ist Bonjour-Service und wie werde ich ihn wieder los?

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Weitere Themen: Apple Lightning, iPhone 3GS, iPad Air, Fingerabdruckscanner, iPad maxi, iPod Touch 4, Apple TV 2, iPhone 3G(S), iPod Touch 3G

Produkte und Artikel zu Apple
    Was gibt es neues im Hause Apple? Alle News zu Apple, Gerüchte und Infos über kommende Geräte und Erscheinungen findet ihr hier.

    Inhaltsverzeichnis

    1. 22.08.2013
      Ex-Levi’s-Manager arbeitet jetzt für Apple Retail
    2. 29.07.2013
      Apple-Tochter HopStop bringt App-Update mit neuen Funktionen
    3. 29.07.2013
      Apple-Management: Bob Mansfield ist kein Senior Vice President mehr
    4. 24.07.2013
      Fu*k Apple: Autokorrektur bevormundet Nutzer
    5. 18.07.2013
      Apple plant Großes für die kleine iWatch
    6. 17.07.2013
      3. Quartal: Apple mit höheren iPhone-Verkäufen als erwartet?
    7. 16.07.2013
      Apple Stores: Apple will Ideen von Mitarbeitern für iPhone-Verkauf
    8. 12.07.2013
      Eric Schmidt: Google-Apple Beziehung bessert sich
    9. 10.07.2013
      Apple wegen eBook-Preisabsprachen verurteilt
    10. 09.07.2013
      Pages, iMovie & Co: Sind alle Apple-Apps in Zukunft gratis?
    11. 04.07.2013
      Soziale Anlehnungen: Apple plant große Neuerungen in eigenen Karten
    12. 03.07.2013
      75 Millionen Dollar: US-Universität Boston verklagt Apple
    13. 02.07.2013
      “Smart Bezel”: Neues Patent beschreibt intelligenten Rahmen
    14. 01.07.2013
      Apple Frankreich: Wettbewerbshüter beschlagnahmen Dokumente
    15. 27.06.2013
      Apple-Patent: Karten-Slot und Anschluss in einem
    16. 26.06.2013
      Smartphone-Markt in Westeuropa: Apple verliert Anschluss an Samsung
    17. 26.06.2013
      Apple Online Store öffnet in Russland (Vorsicht: Satire)
    18. 26.06.2013
      Hälfte der Tablet-Nutzer hat noch nie eine App gekauft (Grafik)
    19. 21.06.2013
      Sprite Kit: Apple macht 2D-Spiele-Entwicklern das Leben leichter
    20. 19.06.2013
      Apple erwägt flüssigkeitsgekühlte iPhones [Gerücht]
    21. 14.06.2013
      Goldesel: So viel ist jeder Apple-User wert
    22. 13.06.2013
      Apple soll über Saphirglas-Displays fürs iPhone nachgedacht haben
    23. 13.06.2013
      Neues Apple-Video: Making a difference. One app at a time
    24. 09.06.2013
      Trade-in-Programm: Apple soll alte iPhones bald in Zahlung nehmen wollen
    25. 05.06.2013
      WWDC 2013: Apple dekoriert bereits das Moscone Center [Fotos]
    26. 31.05.2013
      Gerücht: Apple soll Werbeplattform nach Ad-Exchange-Modell planen
    27. 31.05.2013
      Apple mischt sich ein: App-Werbung zu negativ
    28. 27.05.2013
      Schwindende Apple-Aufträge: Foxconn flüchtet in eigene Zubehörlinie
    29. 23.05.2013
      iWalk – Urahn des iPhone und iPad: Die Mutter aller Apple-Fakes (Video of the Day)
    30. 17.05.2013
      Download-Milliardäre: Wie Apple und Google Apps zählen
    31. 17.05.2013
      Apple baut neuen Flagship Store in San Francisco
    32. 14.05.2013
      Apple im Interview: iPhone und iPad als Fitness-Zubehör [Video]
    33. 13.05.2013
      Smartphone-Diebstähle: New Yorker Staatsanwalt fordert Taten von Apple & Co.
    34. 12.05.2013
      Apple und Facebook: Gerüchte um Übernahme der Navigations-App Waze
    35. 05.05.2013
      Apple an der Spitze: 39 Prozent aller US-Smartphones sind iPhones
    36. 30.04.2013
      Apple-Patent: Automatisches Feststellen des besten Kontaktwegs
    37. 29.04.2013
      Apple I: Begehrtes Sammlerstück wird versteigert
    38. 27.04.2013
      Nach WWDC: Apple kündigt “Tech Talks”-Tour für Herbst an
    39. 26.04.2013
      Apples Aktienrückkauf: Anatomie eines Steuertricks
    40. 25.04.2013
      Apple: Voraussichtlich längste “Trockenphase” zwischen neuer Hardware seit Jahren
    41. 24.04.2013
      WWDC 2013: iOS und OS X im Fokus der Apple-Entwicklerkonferenz
    42. 22.04.2013
      Apple spendet für Erdbebenopfer in China
    43. 19.04.2013
      Börse ade: Könnte Apple sich selbst freikaufen?
    44. 04.04.2013
      Analyst sagt Apple-Fernseher mit “iRing” und “Mini-TVs” für zweite Jahreshälfte voraus
    45. 27.03.2013
      Google Play Store vor Apple App Store – und dahinter
    46. 20.03.2013
      US-Smartphone-Markt: Apple soll 2013 Anteile gewinnen
    47. 20.03.2013
      US-Gericht droht Apple mit Strafzahlung
    48. 17.03.2013
      Apple: Neue iPhone-Website mit viel Eigenlob
    49. 12.03.2013
      (Un)berechenbar: Apple und das Rhythmus-Problem
    50. 12.03.2013
      Deutlicher Produktionsrückgang bei Apple-Zulieferern im Februar
    51. 08.03.2013
      Biete gebrauchtes E-Book: Apple-Patentantrag beschreibt DRM-Flohmarkt
    52. 08.03.2013
      iRadio: Apple will weniger Geld als Konkurrenz zahlen
    53. 04.03.2013
      Fund des Tages: Matt Groenings Illustrationen für Apple
    54. 28.02.2013
      Guy Kawasaki: Der „Apple-Prediger“ arbeitet für Google (Motorola)
    55. 27.02.2013
      Apple setzt sich für gleichgeschlechtliche Ehen ein
    56. 26.02.2013
      Orange-Chef über Mobilfunkmarkt: “Apple nicht mehr so arrogant wie früher”
    57. 14.02.2013
      Spiele fürs Apple TV: Mitglied des ersten Xbox-Teams sieht großes Potential
    58. 08.02.2013
      Apple: 22 Prozent des Smartphone-Weltmarkts im vierten Quartal 2012
    59. 03.02.2013
      Apple: Unvorhersehbare Produktzyklen bringen Vorteile
    60. 31.01.2013
      Apple Patente: iMac mit Laser-Keyboard und iOS-Nutzer als Bankomaten
    61. 31.01.2013
      Killswitch: Apple blockiert erneut Java 7 Web Plugin für OS X
    62. 31.01.2013
      Apple sucht Kunststoff-Experten für kommende Produkte
    63. 31.01.2013
      OS X 10.8.3 Beta: Apple veröffentlicht Build 12D61 für Entwickler
    64. 27.01.2013
      Apple nicht mehr wertvollstes Unternehmen der Welt
    65. 23.01.2013
      Apple legt heute Quartalsbericht vor
    66. 21.01.2013
      Apple: Abschied von Skeuomorphismus auch wegen Retina Displays?
    67. 21.01.2013
      Apple-Quartal 1/2013: Analysten befürchten erstes Gewinn-Minus seit neun Jahren
    68. 20.01.2013
      Lala und Color Labs: Wie Apple durch die Übernahmen doppelt profitierte
    69. 16.01.2013
      Apple wird von der russischen Eisenbahn verklagt
    70. 16.01.2013
      Retail-Vizepräsident Jerry McDougal verlässt Apple
    71. 09.01.2013
      OS X Mountain Lion: Apple stellt Entwicklern neue Vorversion zur Verfügung
    72. 08.01.2013
      Anzeichen für 802.11ac: Apple sucht nach WiFi-Tester
    73. 05.01.2013
      US-Smartphonemarkt: Google und Apple nähern sich dem Duopol
    74. 28.12.2012
      Apple Jahresrückblick 2012: die Skandale
    75. 22.12.2012
      Smartphone-Markt: Apple wieder Marktführer in den USA – Android führt in Europa
    76. 22.12.2012
      iPad mini: Apple zeigt neuen Werbespot zu Weihnachten
    77. 21.12.2012
      Apple Jahresrückblick 2012: Überraschungen aus Cupertino
    78. 19.12.2012
      TSMC soll US-Fabrik für Herstellung von Apple-AX-Chips planen
    79. 18.12.2012
      Apple Karten und Foursquare: Mögliche Kooperation
    80. 18.12.2012
      Apple veröffentlicht Updates für jüngste Mac-Modelle
    81. 12.12.2012
      Apple Werbespots: Die Songs 2012 – Teil 1
    82. 12.12.2012
      Google-CEO Page wünscht sich mehr Kooperation mit Apple und Amazon
    83. 05.12.2012
      Betthupferl: Apple passt Straßen und Gelände der Karten-App an
    84. 04.12.2012
      Schumachers Hasstirade: Noch ein frustrierter Abschied
    85. 02.12.2012
      iRadio: Apples Musik-Streaming-Angebot kommt angeblich 2013
    86. 24.11.2012
      Bilder der ersten Apple-I-Exemplare aufgetaucht
    87. 22.11.2012
      iPad-Schöpfer: “Apple sollte Twitter kaufen”
    88. 13.11.2012
      Ex-Apple-Manager sieht Scott Forstalls Weggang als “Anfang vom Ende”
    89. 11.11.2012
      Apple vor Gericht: Unternehmen klagt wegen Display-Rotation – VirnetX klagt erneut
    90. 09.11.2012
      Hurrikan Sandy: Apple spendet 2,5 Millionen Dollar ans Rote Kreuz
    91. 11.10.2012
      PC-Markt: Apple schrumpft langsamer als die Konkurrenz
    92. 28.08.2012
      Apple-Management: Zwei neue Senior Vice Presidents – Bob Mansfield bleibt
    93. 26.06.2012
      Doku-Tipp “Ulrich protestiert: Mythos Apple”
    94. 14.06.2012
      Apple will Top-Level-Domain “.apple”
    95. 09.06.2012
      Apple erhält Design-Patent für MacBook Air
    96. 09.06.2012
      Phil Schiller als Hüter der Apple-Coolness
    97. 08.06.2012
      Samsung Electronics: Neuer Chef mit guten Apple-Kontakten
    98. 02.06.2012
      ETSI macht Apples nano-SIM zum Standard
    99. 01.06.2012
      Spekulation: Plant Apple eine eigene Kamera?
    100. 31.05.2012
      Apple soll Entwickler von Musik-Produktionssoftware übernommen haben

    Ex-Levi’s-Manager arbeitet jetzt für Apple Retail

    Seit Apple Ende letzten Jahres John Browett entlassen hat ist die Position des Senior Vice President für den Bereich Retail vakant. Jetzt hat das Unternehmen auf einer niedrigeren Position einen bisherigen Levi’s-Manager eingestellt.

    Enrique Atienza war bisher beim Modeunternehmen Levi’s als Senior Vice President für den Bereich Nord- und Südamerika und das globale Retail-Geschäft zuständig. Bei Apple soll er nach Informationen von 9 to 5 Mac für die Stores an der amerikanischen Westküste zuständig sein. Das ist zwar ein geographisch recht eingeschränkter, für Apple aber sehr wichtiger Bereich – es soll sich um eine der höchsten Management-Positionen im Bereich Retail handeln.

    Atienza wird ab Oktober seine Tätigkeit bei Apple offiziell aufnehmen und an den Retail-Vizepräsident Steve Cano berichten. Dieser untersteht wiederum direkt dem Apple-CEO Tim Cook, der sich seit dem Weggang von Browett unmittelbar um den Bereich Retail kümmert. Steve Cano wird immer wieder als potentieller Nachfolger für Browett gehandelt, allerdings soll Apple auch hier wieder eher nach einem externen Kandidaten suchen.

    Atienza soll sich bei Levi’s darum gekümmert haben, dass sich das Levi’s-Sortiment weltweit aneinander angleicht, um den Verbrauchern ein global wiedererkennbares Kundenerlebnis zu bieten. Auch Apple will bekanntlich global wachsen – möglicherweise ist Atienzas Rolle also nur anfänglich auf die US-Westküste beschränkt.

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Apple-Tochter HopStop bringt App-Update mit neuen Funktionen

Apple hat zuletzt einige Unternehmen übernommen, die sich auf Navigation und Karten spezialisieren. Die Apple-Tochter HopStop hat jetzt eine neue Version 2.6 ihrer App veröffentlicht, die ein paar neue Funktionen mit sich bringt.

Die neue Version 2.6 von HopStop liefert Kartenmaterial für weitere Städte im Vereinigten Königreich, Deutschland, Norwegen, Schweden, den Niederlanden, Irland und Israel – wobei HopStop auf der eigenen Seite schon zuvor die Erweiterung auf die deutschen Städte Berlin und Ulm beworben hatte. Die beiden Städte sind allerdings auch die einzigen unterstützen Orte in Deutschland sind.

Neu ist aber auch eine “Berichten”-Funktion, die sich vor allem auf die ÖPNV-Integration bezieht: Benutzer können Daten zu Verzögerungen, Menschenmassen, Vorfällen, Veränderungen im Betriebsablauf oder für Haltestellen oder auch zu defekten Aufzügen an HopStop melden, so dass andere Benutzer darüber informiert werden. Außerdem lassen sich nun die Heim- und die Büro-Adresse speichern und dann schneller aufrufen; zusätzlich gibt es Verbesserungen der Benutzeroberfläche.

HopStop ist eine kostenlose App, mit der sich Benutzer besser in Städten zurechtfinden sollen: Die Anwendung bietet eine Navigationslösung für Fußgänger, Autofahrer und ÖPNV-Benutzer. Die Integration des Nahverkehrnetzes ist etwas, was den Apple-Karten noch fehlt; möglicherweise ist das ein Grund, warum Apple HopStop übernommen hat. Bisher gibt es auch noch eine HopStop-App für Android-Smartphones, diese dürfte sich nach der Übernahme aber bald vom Netz verabschieden.

HopStop ist nur eine von mehreren Übernahmen, die Apple in der jüngeren Vergangenheit getätigt hat, um die eigene Karten-App zu verbessern. Kurz zuvor war es beispielsweise zur Übernahme von Locationary gekommen – ein Spezialist für Crowdsourcing-Technologie für Online-Karten.

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Apple-Management: Bob Mansfield ist kein Senior Vice President mehr

Apples Management-Struktur kommt nicht zur Ruhe: Bob Mansfield, der erst seit letztem Jahr Apples Senior Vice President für den neu eingerichteten Bereich “Technologies” war, hat diese Jobbezeichnung nun wieder verloren. Dennoch soll er im Unternehmen bleiben.

Apples Management: Viele Änderungen in den letzten Monaten

Bereits im letzten Jahr hatte sich in Sachen Management-Umstrukturierung einiges um Bob Mansfield gedreht: Im Juni 2012 hatte Apple angekündigt, dass Mansfield in Rente gehen würde. Bis zu diesem Zeitpunkt war er Senior Vice President für den Bereich Hardware Engineering.

Sein Nachfolger sollte der bisherige iPad-Hardware-Chef Dan Riccio werden, der diesen Titel seit dem letzten Sommer auch trägt: Im August 2012 führte Apple sowohl Mansfield als auch Riccio auf der eigenen Website als SVP für den Bereich Hardware Engineering.

Zu diesem Zeitpunkt wurde auch bekannt, dass Mansfield dem Unternehmen erhalten bleiben würde, um “an zukünftigen Produkten” zu arbeiten; er werde weiterhin direkt an den Apple-CEO Tim Cook berichten. Wenige Tage später änderte sich die Management-Website erneut: Mansfield war nun weiterhin Senior Vice President, ihm stand – zumindest, was den Titel betrifft – jedoch kein ausdrücklicher Zuständigkeitsbereich zu.

Ende Oktober 2012 folgte ein Paukenschlag: Scott Forstall und John Browett, Senior Vice Presidents für die Bereiche iOS Software und Retail, verließen das Unternehmen. Angelich soll sogar ein Zusammenhang zwischen Forstalls Abschied und Mansfields Verbleib bestanden haben: Mansfield sei von Forstalls “Konfrontations-Stil” im Management nicht begeistert gewesen, so hieß es.

In Folge des Weggangs seiner beiden Kollegen bekam Mansfield auch wieder einen eigenen Zuständigkeitsbereich als SVP, er leitete nun den Bereich “Technologies”, der sich offenbar unter anderem um den Bereich Chip-Entwicklung kümmerte. Insgesamt schien Tim Cook die Trennung von Browett und Forstall als Anlass zu nehmen, das Apple-Management umzustrukturieren; beispielsweise kümmert sich seitdem Apples Design-Chef Jonathan Ive auch um den Bereich des Benutzeroberflächen-Design.

Mansfield seit gestern kein Senior Vice President mehr

Gestern, also am 28. Juli, fiel Mac Rumors plötzlich eine erneute Änderung auf Apples Management-Website auf: Bob Mansfield war von dieser komplett verschwunden. Es sah so aus, als habe der Manager das Unternehmen nun doch verlassen.

Gegenüber AllThingsD äußerte sich der Apple-Sprecher Steve Dowling zu der Änderung: “Bob ist von nun an nicht mehr Teil des Apple-Management-Teams; er wird aber bei Apple bleiben, an speziellen Projekten arbeiten und direkt an Tim berichten.” Letztendlich dürfte seine Rolle zumindest nach außen hin wieder mit derjenigen vergleichbar sein, die Mansfield letztes Jahr inne hatte, bevor der Bereich “Technologies” entstand – mit dem Unterschied, dass er nun eben nicht mehr zum Kreis der Senior Vice Presidents gehört.

Was hinter der Entscheidung stecken könnte, ist schwer zu sagen. Insgesamt scheint es in Apples Management relativ unruhig zuzugehen: Vor Forstalls Weggang gab es, wie erwähnt, offenbar Konfrontationen zwischen ihm und Mansfield und auch zwischen ihm und Jonathan Ive. Als Mansfield ankündigte, in Rente gehen zu wollen, sollen Mitglieder seines Teams sich darüber beschwert haben, dass Riccio dieses nun führen sollte – ihrer Auffassung nach sei dieser dem Job ohne Mansfield im Unternehmen nicht gewachsen. Cook soll Mansfield dann einen Verbleib unter anderem mit einem Bonus-Paket in Höhe von monatlich zwei Millionen US-Dollar schmackhaft gemacht haben.

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Fu*k Apple: Autokorrektur bevormundet Nutzer

Unsere Leser mögen die plakative Überschrift verzeihen. Dennoch ist diese angebracht und passt wie die Faust aufs Auge. Der Grund: Apples Autokorrektur in iOS zeigt sich im Übermaße politisch korrekt – nicht nur bei eindeutigen Schimpfwörtern.

Apples Autokorrektur war und ist stets für einen Lacher gut. Wörter werden nicht selten auf absurde Weise berichtigt, was im Falle einer flink geschriebenen Nachricht oftmals für Skepsis und Verwirrung beim Adressaten sorgt. Recht wortkarg hingegen zeigt sich der digitale Lektor bei einer Auswahl bestimmter Formulierungen. Beunruhigend: Betroffen sind nicht nur eindeutige Schimpfwörter.

Verbotene Worte: Realitätsentzug

Analysiert hat dies Michael Keller von The Daily Beast. Eine Reihe von Ausdrücken ignoriert Apples Autokorrektur. Ergo: Selbst bei minimalsten Tippfehlern, wird die richtige Schreibweise nicht angezeigt, Alternativen oftmals auch nicht angeboten. Kurz gesagt: Apple kennt diese Wörter nicht. Einige Beispiele: abortion (Abtreibung), rape (Vergewaltigung), ammo (Munition), bullet (Gewehrkugel), murder (Mord), virginity (Jungfräulichkeit), homoerotic (homoerotisch), marijuana (Marihuana), suicide (Selbstmord) und abduct (Entführung).

Allen gleich ist eine gewisse Brisanz im Wortsinn. Nichtsdestoweniger handelt es sich um gebräuchliche Formulierungen des Alltages. Diese werden dem User nun vorenthalten. Kurios: Freuen dürfen sich über diese politisch korrekte Spracherziehung ausschließlich englischsprachige iPhone- und iPad-Anwender. Deutschsprachige Apple-Nutzer sind hiervon nicht betroffen. Sowohl die oben erwähnten deutschen Entsprechungen, als auch zum Teil eindeutige Schimpfwörter sind dem „Schandmaul“ iOS bekannt – entscheidend ist also die Systemsprache von iOS. Ebenso erwähnenswert: Ältere iOS-Versionen (iOS 3.1.3) zeigen sich von der neuerlichen Sprachschule unbeeindruckt und enthalten auch „brisantes“ Wortgut.

Kommentar: Apple-Neusprech

Ist ja nicht so wichtig. Viel Lärm um nichts. So oder so ähnlich dürften wohl viele Anwender auf diese Tatsachen reagieren – zu kurz gedacht. Apple, oder vielmehr die leicht schizophrene, amerikanische Gesellschaft, unternimmt den subtilen Versuch die eigene Sprache zu entwerten. Ein Neusprech frei nach Orwell steht am Ende dieses Vorhabens. Vielleicht sollte man sich dem entziehen, die Autokorrektur komplett abschalten, gute Bücher mit freien Worten lesen und auf die Scheinheiligkeit der PC (Political correctness) einen dicken Haufen setzen – Amen!

Quelle: The Daily Beast via TUAW.
Bildquelle: Man is showing fuck off with the middle finger von shutterstock

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Apple plant Großes für die kleine iWatch

Ein aktueller Bericht deckt viele Geheimnisse bezüglich der iWatch auf. Erik Gurman, für dessen zuverlässige Angaben bekannt, berichtet über Apples Vorhaben und dem Team hinter der Armbanduhr. So wie es aussieht, plant das Unternehmen aus Cupertino Großes. 

Ein vor kurzem erschienener Bericht der Website 9to5mac gibt tiefe Einblicke in Apples Vorhaben bezüglich der iWatch. Demzufolge soll die kleine Armbanduhr über eine Vielzahl verschiedener Sensoren verfügen, vor allem für die Bereiche Fitness und Medizin. Um dies zu ermöglichen, habe Apple über die Jahre hunderte Experten eingestellt, welche sich mit der Entwicklung befassen. Sicher ist: Apple plant mit der iWatch etwas Großes, etwas, das der Veröffentlichung des ersten iPhones gleichkommen soll.

Das Team: Experten über Experten

Den Angaben zufolge sind hunderte Experten an der Entwicklung der kleinen Armbanduhr beteiligt. Anscheinend gibt es zwei Hauptbereiche, das Hardware- und Softwareteam. Diese seien noch einmal in kleinere Bereiche unterteilt, beispielsweise der Sensor- oder Batterieabteilung. Über all diese Teams wacht Bob Mansfield, der Leiter des iWatch-Projekts.

Am engsten arbeitetet der Verantwortliche mit der Hardware- und Softwaregruppe zusammen. Kevin Lynch, ein ehemaliger Mitarbeiter Adobes, ist für die Software zuständig und scheint sehr angetan zu sein von seinem Job (“very excited”). Sein Team umfasst rund hundert Mann, darunter viele Beschäftigte der iPod-Abteilung. Das Hardwareteam hingegen wird angeführt von James Forster. Sein Bereich besteht größtenteils aus neuen Mitarbeitern, hier hat Apple über die Jahre einige Experten für sich gewinnen können. Diese Spezialisten stammen hauptsächlich aus den Firmen C8 MediSensors, AccuVein und Senseonics und sind für den “medizinischen” Bereich der iWatch zuständig. Anscheinend arbeite man unter anderem an einem Schlaf-, Herzschlag-, und – Achtung – Glukosesensor. Dieser soll dank neuer Technologien ein großes Feature der Armbanduhr werden.

Doch das reicht noch lange nicht. Somit soll wohl auch Authentec, bisher oftmals mit dem potentiellen Fingerprint-Sensor des iPhone 5S in Verbindung gebracht, an der Entwicklung beteiligt sein und sich primär mit den optischen Sensoren beschäftigen. Eventuell könnte dies auch auf einen Fingerabdruck-Scanner in der Armbanduhr hindeuten.

Auch für die kleinen, meist nicht sichtbaren Bauteile gibt es einen separaten Bereich. Spezialisten der Unternehmen Infineon und XMOS sowie Ingenieure des originalen iPhones arbeiten an den inneren Komponenten. Diese sollen die verwenden Chips und andere, innerhalb der Uhr verbauten Hardwareteile möglichst platzsparend anordnen und konstruieren. Möglicherweise könnte hier “Liquidmetal” zum Einsatz kommen.

Besonders viel Wert legt Apple auf die Batterie der Uhr. Für diesen Bereich habe man Mitarbeiter der Mac-Abteilung umstationiert. Als Vorbild gilt das MacBook Air, welches trotz des geringen Gewichts und platzsparenden Gehäuses eine ordentliche Akkulaufzeit aufweisen kann. Diese Erfahrungen sollen nun auf die iWatch übertragen werden.

All diese Bereiche müssen letzten Endes von der Designabteilung rund um Jony Ive und Craig Federighi zu einem Ganzen zusammengefügt werden. Wie das aussehen könnte, seht ihr unter diesem Link.

Natürlich ist die gesamte Entwicklung streng geheim und findet an einem Ort außerhalb des Infinity Loops statt, sodass möglichst wenig Informationen ungewollt an die Öffentlichkeit geraten.

Das Ziel: Den Alltag erleichtern

Wie zu Beginn des Artikels bereits erwähnt, legt Apple großen Wert auf die Sensoren der kleinen Armbanduhr. Demzufolge habe man bereits den Markt analysiert und unter anderem Produkte, wie beispielsweise das Armband Jawbone Up, getestet. Die iWatch sei sozusagen vollgestopft mit Sensoren, welche den Alltag erleichtern sollen. Darunter, wie bereits beschrieben, nicht nur Optische, sondern auch Medizinische, wie beispielsweise sogar einem Glukosesensor.

Interessant zu wissen: Tim Cook gilt als großer Fan solcher Messfühler. Dies geht aus einigen Äußerungen des CEOs hervor. Auf der D11-Konferenz beispielsweise äußerte er sich sehr positiv zu biometrischen Sensoren. Darüber hinaus trage er selber das Nike FuelBand. Zukünftig sollten solche Armbänder jedoch, so Cook, deutlich mehr Features beinhalten. Das ruft dem Apple-Nutzer doch gleich den Begriff iWatch in das Gedächtnis…

Nicht ein Mal in dem Bericht erwähnt wurden die bisher spekulierten Grundfunktionen, wie beispielsweise dem Lesen von SMS oder Annehmen von Telefonaten. Doch es ist davon auszugehen, dass diese Features als selbstverständlich angesehen und somit möglicherweise nicht aufgegriffen wurden.

Wir dürfen gespannt sein

Dass die Uhr erscheinen wird, ist nahezu sicher. Allerdings stellt sich weiterhin die Frage, wann genau und welche sonstigen Features sie mit sich bringt. Analysten gehen davon aus, dass die iWatch gegen Ende 2014 erscheinen wird.

Apple plant etwas Großes, so viel ist klar. Man möchte den Erfolg des iPhones und iPads wiederholen und den Markt revolutionieren. Tim Cook braucht sein eigenes Produkt. Ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, doch dabei könnte es sich eventuell um die iWatch handeln.

Ihr habt noch nicht genug zu diesem Thema? Dann schaut euch die folgenden Links an: 

Quelle: 9to5mac

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3. Quartal: Apple mit höheren iPhone-Verkäufen als erwartet?

Bisher sah es so aus, als würden Apples diesjährige Zahlen zum dritten Quartal 2013 eher mäßig ausfallen. Doch neue Spekulationen deuten nun auf ein durchaus akzeptables Ergebniss hin. 

Katy Huberty schwimmt mit ihrer neuesten Aussage bezüglich Apples kommender Quartalszahlen gegen einen mächtigen Strom an. Während bisherige Spekulationen einiger Marktbeobachter nur mäßig gute Ergebnisse nahelegten und teilweise sogar Verschlechterungen im Vergleich zum Vorjahresquartal voraussagten, orakelt Huberty hingegen einen Anstieg.

Sie glaubt, die iPhone-Verkäufe seien mit 29 Millionen bis 32 Millionen Einheiten höher als erwartet, ein großer Unterschied zu den bis dato prophezeiten 20,5 Millionen verkauften Geräten.

Ein großer Anteil, so die Analystin, sei auf Apples ältere Geräte, wie dem iPhone 4 und 4S, zurückzuführen. Dies könnte unter anderem an deren günstigeren Preis liegen und spricht möglicherweise für ein potentielles iPhone Light. Des Weiteren rechne Huberty mit rund 3,9 Millionen Mac- sowie 18 Millionen iPad-Verkäufen.

Wir können nur gespannt auf Apples offizielle Bekanntgabe der Zahlen zum dritten Quartal 2013 warten. Wie die hoch die Absätze im Endeffekt wirklich sind, werden wir erst an dem 23. Juli erfahren.

Quelle: AppleInsider

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Apple Stores: Apple will Ideen von Mitarbeitern für iPhone-Verkauf

Apple hat ein Rundschreiben an seine Retail-Mitarbeiter versandt, in denen das Unternehmen um Ideen beim Verkauf des iPhone bittet. Das Schreiben könnte damit zusammenhängen, dass Apple mehr iPhones über die eigenen Stores verkaufen möchte.

In dem Rundschreiben, das 9 to 5 Mac veröffentlicht hat, wendet sich Apple an Retail-Store-Mitarbeiter unterhalb des Management-Levels. Diese sollen darüber nachdenken, wie man das iPhone besser verkaufen könnte.

Wenn sie eine Idee haben, sollen sie diese auf maximal einer Seite aufschreiben und bei Apple einreichen. Die Umsetzbarkeit der Idee soll hierbei keine Rolle spielen; Apple sucht explizit nach Innovationen und “Luftschlössern” (“Pie in the Sky”). Unter denjenigen, die Ideen versandt haben, wird Apple einige Mitarbeiter auswählen, um sie im vorübergehend in einem iPhone-Verkaufs-Team einzusetzen.

Das Rundschreiben könnte Teil von Apples Bestreben sein, mehr iPhones über die eigenen Retail Stores zu verkaufen: Apples CEO Tim Cook soll kürzlich in einem Meeting darauf aufmerksam gemacht haben, dass 80 Prozent aller iPhones über andere Wege als Apple Stores, also beispielsweise über Mobilfunkpartner, an die Kunden gelangen.

Den Anteil der Apple Stores wolle Apple bei den iPhone-Verkaufszahlen in Zukunft erhöhen. Einerseits möchte Apple so die Möglichkeit haben, iPhone-Kunden direkt auch an andere Apple-Produkte wie iPads und Macs heranzuführen. Andererseits möchte sich Apple auch unabhängig von dritten Unternehmen wie Mobilfunkpartnern machen, die unter anderem auch iPhone-Konkurrenzprodukte im Angebot haben.

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Eric Schmidt: Google-Apple Beziehung bessert sich

Das Verhältnis zweier jahrelanger Konkurrenten scheint sich langsam aber sicher zu bessern. Eric Schmidt, ein hohes Tier in den Reihen von Google, berichtet, dass sich die Beziehung zwischen Apple und Google aufgrund mehrere Meetings deutlich gebessert hat.

Jahrelang herrschte ein schier endloser Streit zwischen den beiden Unternehmen Apple und Google. Dieser war vor allem auf den Konkurrenzkampf in dem Bereich der mobilen Betriebssysteme zurückzuführen. Steve Jobs verachtete die Firma hinter Android, all deren Ideen seien seiner Meinung nach von iOS geklaut. Aus diesem Grund entfernte sich Apple immer weiter von dem Suchmaschinen-Giganten und strich mit iOS 6 Youtube als auch Google Maps als Standard-Anwendungen aus dem eigenen System. Wie groß der Hass auf Google wirklich war, lässt sich am besten mithilfe eines Zitats aus Jobs’ Biografie verdeutlichen:

“Wenn es sein muss, werde ich meinen letzten Atemzug dafür verwenden, und jeden Penny von Apples 40 Milliarden Dollar bei der Bank, um dieses Unrecht zu korrigieren. Ich werde Android vernichten, weil es ein gestohlenes Produkt ist. Ich werde einen Atomkrieg dagegen führen.”

Doch nun scheint sich die Beziehung zu bessern. Dies berichtete Eric Schmidt, ein hochrangiger Mitarbeiter (Executive Chairman) bei Google, gegenüber Reuters im Zuge eines Interviews auf der diesjährigen Sun Valley Konferenz. Während des letzten Jahres sollen mehrere Meetings zwischen den beiden Technik-Giganten stattgefunden haben, um die Auseinandersetzungen aus der Welt zu schaffen. Und so wie es aussieht, scheinen diese Sitzungen, meinst geleitet von Googles Business-Chef Nikesh Arora, geholfen zu haben. Wir dürfen gespannt sein, wie sich das Verhältnis künftig entwickeln wird.

Quelle: AppleInsider, Reuters

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Apple wegen eBook-Preisabsprachen verurteilt

Eine Richterin in New York City hat soeben entschieden, dass Apple mit unlauteren Mitteln versucht habe, eBook-Preise zu erhöhen. Zusammen mit den Verlegern habe Apple sich gegen den Handel verschworen.

Richterin Denise Cote räumte den Klägern, bestehend aus der US-Regierung und einigen Bundesstaaten, die Möglichkeit der sofortigen Vollstreckung ein. Zunächst müsse jedoch eine Jury entscheiden, wie viel Schadensersatz Apple zu zahlen habe.

Den Vorwürfen nach habe Apple im Jahr 2009, kurz vor dem Start des iPad damit begonnen, sich mit mehreren Verlagen abzusprechen und gemeinsam höhere Preise festzusetzen. So sollte die Vorherrschaft Amazons am eBook-Markt geschwächt werden.

Während die Verleger ihre Werke bei dem Online-Händler nur für 9,99 Dollar verkauften, sollten sie bei Apple 12,99 oder 14,99 Dollar verlangen können.

„Ohne Apples Planungshoheit hätte die Verschwörung im Frühjahr 2010 keinen so durchschlagenden Erfolg gehabt“, so die Richterin nach der Verhandlung ohne Jury.

Ein Termin für den nun folgenden Prozess um die Höhe des Schadensersatzes und möglicher Strafzahlungen wurde noch nicht angesetzt.

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Pages, iMovie & Co: Sind alle Apple-Apps in Zukunft gratis?

Fundstücke der iOS 7-Beta deuten darauf hin, dass zukünftig alle Apple-Apps gratis sein könnten.

Wer kennt sie nicht, Apples hauseigene Anwendungen für iOS-Geräte. Manche sind gratis erhältlich, während Andere, wie beispielsweise iPhoto, Pages oder iMovie (4,49 Euro), Geld kosten. Dies könnte sich jedoch in absehbarer Zukunft, und zwar mit dem öffentlichen Release von iOS 7 im Herbst, ändern. Fundstücke der jüngst veröffentlichten dritten Beta deuten auf einen kostenlosen Download aller hauseigenen Applikationen hin.

Die im September 2012 erstmals eingeführte Schnell-Aufforderung zur App-Installation bei dem ersten Start des App Stores zeigte bisher unter iOS 6 nur die aktuell kostenfreien Apple-Apps (iBooks, iTunes U, etc.) an. Mit der dritten Beta von iOS 7 hat sich dies geändert. Dort werden seit neuestem alle 19 Anwendungen Apples als kostenlos aufgelistet.

Sollte es sich hierbei nicht um einen Fehler handeln, könnten wir uns zukünftig über sehr praktische Gratis-Anwendungen freuen. Außerdem würde ein solcher Zug seitens Apple zu dem neuen Dienst “iWork in der Cloud” passen, welcher auf der WWDC vorgestellt wurde und Pages, Numbers sowie Keynote kostenlos im Browser verfügbar macht.

Quelle: 9to5mac

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Soziale Anlehnungen: Apple plant große Neuerungen in eigenen Karten

Ein neues Patent lässt vermuten, dass Apple große Neuerungen in den eigenen Karten mit Anlehnungen an den Service Waze plant.

Apples Karten: Ein sehr beliebtes Thema unter Apple-Nutzern, nicht nur wegen dem großen Dilemma zum Start des Features. Mit der Zeit konnte das Unternehmen eine Menge der Fehler ausbügeln. Die Karten sind jedoch weiterhin nicht perfekt, es gibt noch einiges zu tun. In einem jüngst genehmigten Patent werden nun Waze ähnliche Features beschrieben, welche die Karten sozialer machen sollen.

Somit könnten in kommenden Updates verschiedene Routen, Straßen und Orte von Usern bewertet werden. Anhand dieser Bewertungen ist es Apple möglich, immer die beste Strecke für andere Nutzer herauszufiltern. Gleichermaßen sollen Staus und Unfälle gemeldet werden können, sodass die Anwendung automatisch eine Umleitung vorschlägt. Ähnlich funktioniert auch der von Google aufgekaufte Dienst Waze. Auch hier werden Erfahrungen anderer Nutzer gesammelt und als Grundlage für zukünftige Navigationen verwendet.

Wann Apple dieses Feature in die eigenen Karten integrieren wird, ist noch ungewiss. Ebenso gut könnte es sein, dass Apple die Idee lediglich schützen lassen will und nicht in absehbarer Zukunft verwenden wird.

Quelle: AppleInsider

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75 Millionen Dollar: US-Universität Boston verklagt Apple

Die US-Universität Boston verlangt 75 Millionen Dollar von Apple, da das Unternehmen aus Cupertino ein Patent der Uni verletzt.

Bei einem Patentstreit zweier Parteien denkt man normalerweise instinktiv an Samsung und Apple. Doch in diesem Fall ist das koreanische Unternehmen überraschenderweise nicht in den Streit verwickelt, sondern die US-Universität Boston. Apple verletze wohl ein Patent, welches die Halbleiterfertigung mithilfe von bestimmten Materialen, wie Saphir, Magnesiumoxid, Gallium, Zinkoxid, Silicium und Siliciumcarbid beschreibt. Das Unternehmen aus Cupertino soll demzufolge einige Komponenten, unter anderem in Geräten wie dem iPhone 5 oder dem MacBook Air, widerrechtlich integriert haben. Diese wären normalerweise Lizenzgebührenpflichtig gewesen. Allerdings soll Apple nicht der einzige Konzern mit einem solchen Verhalten gegenüber der Uni gewesen sein. Sollte der Lehranstalt Recht zugesprochen bekommen, könnte Apple zu einer Strafe von 75 Millionen Dollar verurteilt werden.

Quelle: AppleInsider

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“Smart Bezel”: Neues Patent beschreibt intelligenten Rahmen

Ein neues Patent seitens Apple beschreibt einen sensitiven Rahmen, welcher bei kommenden Geräte-Generationen zum Einsatz kommen könnte. 

Und wieder einmal sichert sich Apple ein neues Patent. Diesmal ist es jedoch ein wirklich interessantes seiner Art, welches in den kommenden Geräte-Generationen ein sehr nützliches Feature wäre. “Smart Bezel” beschreibt einen intelligenten, sensitiven Rahmen, der anstelle Hardwarebuttons und desgleichen zum Einsatz kommen könnte.

Ein primäres Display, welches den eigentlichen Bildschirm zeigt, sowie ein sekundäres Display würden den Beschreibungen zufolge übereinander gelegt werden. Dieser sekundäre Bildschirm bildet gleichzeitig den Rahmen des eigentlichen Displays und würde auf Berührungen reagieren. Er könnte in Farbe und Lichtdurchlässigkeit variieren.

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Es gibt einige interessante Anwendungsmöglichkeiten, welche mit einem solchen Zweit-Display möglich wären. Teile des Bildschirms könnten einfach versteckt werden, falls diese nicht in Verwendung sind und anders herum. Vor allem den App Store-Entwicklern würde eine solche Technologie einige neue Möglichkeiten offenlegen. Das Haupt-Display des Gerätes könnte sich auf die eigentlichen Inhalte beschränken, alles andere würde infolge dessen auf dem sekundären Bildschirm seinen Platz finden.

 

Diese “Smart Bezel“-Technologie könnte in kommenden Geräte-Generationen oder auch Neuvorstellungen zum Einsatz kommen. Eine Integration in eine potentielle iWatch sowie in künftige Versionen anderer iOS-Devices wäre möglich. Der Energieverbrauch könnte durch bestimmte Technologien sehr gering gehalten werden. Bei nicht-tragbaren Geräten würde eine Plasma-Technologie in Frage kommen.

Andererseits könnte es sein, dass sich Apple lediglich die Idee schützen lassen will und aktuell keinen Einsatz plant.

Quelle: AppleInsider

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Apple Frankreich: Wettbewerbshüter beschlagnahmen Dokumente

Berichten aus Frankreich zufolge haben die dortigen Wettbewerbsbehörden vergangene Woche bei diversen Großhändlern und auch in Apples Büros Dokumente beschlagnahmt. Dabei sollen möglicherweise wettbewerbswidrige Absprachen untersucht werden.

Die Ermittler hätten demnach vergangenen Mittwoch und Donnerstag bei diversen Apple-Großhändlern und auch Apples Vertretungen in Frankreich Beweise gesammelt. Gegenüber den Einzelhändlern und Apple Premium Resellern sollen diese sich wettbewerbswidrig verhalten haben.

Ruinöse Preisvorgaben und künstliche Verknappung neuer Produkte zugunsten der eigenen Apple Stores — das wirft ein ehemaliger Premium Reseller dem Konzern vor. Der Händler Ebizcuss musste im vergangenen Jahr Insolvenz anmelden. Daraufhin rief das Unternehmen die Wettbewerbshüter an und beschuldigte Apple des „Missbrauchs seiner Marktbeherrschenden Stellung“ sowie des „unlauteren Wettbewerbs“.

Insbesondere die knappen Margen und die äußerst geringen Liefermengen neuester Produkte stießen Ebizcuss sauer auf. Jetzt haben die Ermittler der zuständigen Behörde reagiert. Frankreichs wichtigste Großhändler TechData und Ingram stehen im Fokus der Untersuchung. Darüber hinaus sei man auch am App Store interessiert.

Dort habe Apple die Preise für Zeitungs-Abonnements erhöht, zum Ärger von GESTE (Groupement des Editeurs de Services en Ligne, Vereinigung der Online-Journalisten). Auch hier untersuchen die französischen Wettbewerbshüter, ob das Vorgehen Apples gesetzeskonform war.

So erhöht sich einmal mehr der Druck auf Apple in Europa. Die EU-Kommission ist bereits argwöhnisch. Wettbewerbskommissar Almunia forderte Mobilfunkanbieter auf, ihre Vertragsbeziehung zu Apple genau zu erläutern.

Damit soll zunächst geklärt werden, ob die Bedingungen, zu denen Apple das iPhone an die Anbieter liefert, gegen EU-Wettbewerbsrecht verstoßen. Eine förmliche Untersuchung sei jedoch bislang nicht veranlasst worden.

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Apple-Patent: Karten-Slot und Anschluss in einem

Apple versucht, die eigene Hardware so dünn wie möglich zu gestalten – da bleibt manchmal kaum noch genug Platz für Anschlüsse. Ein Patentantrag des Unternehmens beschreibt, wie sich ein SD-Karten-Slot mit einem Anschluss kombinieren ließe.

Im 13-Zoll-MacBook Air befindet sich neben den USB-Anschlüssen und dem Thunderbolt-Port noch ein SD-Karten-Slot – dieser fehlt jedoch in der 11-Zoll-Variante der dünnsten MacBooks; hier war einfach nicht genug Patz, um auf einer Seite sowohl einen USB-Anschluss als auch einen Kartenslot unter zu bringen.

Damit dürfte Apple in Zukunft eher noch größere als kleinere Probleme bekommen – es ist davon auszugehen, dass das Unternehmen weiterhin versuchen wird, die eigene Hardware noch dünner und leichter zu gestalten. In diese Richtung geht die beim US-Patent- und Markenamt angemeldete Idee: Sie beschreibt, wie sich mehrere Anschlüsse oder ein Anschluss und ein Karten-Lese-Slot in einem Anschluss integrieren ließen.

Der Kern der Idee ist die Unterbringung der jeweiligen Kontakte in verschiedenen “Tiefen” – die Kontakte für einen Micro-SD-Karten-Slot könnten sich beispielsweise weiter außerhalb befinden als die für den USB-Anschluss. Der Patentantrag nennt USB und SD-Karten als Beispiel, denkbar wäre aber nach der Beschreibung auch die Kombination weiterer Anschlüsse und Slots.

Wie immer bleibt abzuwarten, ob Apple aus der beim Patentamt angemeldeten Idee tatsächlich ein fertiges Produkt machen wird – angesichts des Interesses daran, Geräte immer dünner werden zu lassen, ergäbe ein solcher Schritt aber durchaus Sinn.

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Smartphone-Markt in Westeuropa: Apple verliert Anschluss an Samsung

In seiner amerikanischen Heimat ist Apple traditionell besonders erfolgreich, in Europa tut sich selbst das iPhone relativ schwer gegen die Konkurrenz – Apple hat auf unserem Kontinent zuletzt wieder Marktanteile verloren.

IDC hat die Marktanteile verschiedener Handy- und Smartphone-Hersteller in Westeuropa für das erste Quartal 2013 ermittelt und mit dem ersten Quartal 2012 verglichen. Branchenprimus ist und bleibt sowohl auf dem Markt sämtlicher Mobiltelefone als auch auf dem Markt nur für Smartphones Samsung – in beiden Listen folgt Apple jedoch schon auf Platz zwei.

Im ersten Quartal 2013 stammten 46 Prozent aller in Westeuropa verkauften Handys von Samsung, insgesamt 19,9 Millionen konnten die Koreaner absetzen. Auf Platz zwei folgt mit 6,2 Millionen verkauften iPhones der Konkurrent Apple; die Verkaufszahlen entsprechen einem Marktanteil in Höhe von 14 Prozent. Im Vorjahr lag Samsungs Marktanteil noch bei 40, Apples Marktanteil bei 15 Prozent; der Abstand hat sich also recht deutlich vergrößert. Auf Platz drei folgt Nokia mit nunmehr 14 statt 19 Prozent, die weiteren Plätze der Top 5 nehmen Sony und LG ein.

In Sachen Smartphones liegt Samsungs Marktanteil mit 14,3 Millionen verkauften Geräten bei 45 Prozent, im Vorjahresquartal waren es noch 39 Prozent. Apple hält wiederum 30 Prozent des Smartphone-Marktes, im Vorjahr waren es noch 25 Prozent. Samsungs Verkaufszahlen haben sich im letzten Jahr in Sachen Smartphones um stolze 31 Prozent gesteigert, Apple hat 11 Prozent weniger iPhones verkauft als im ersten Quartal 2012. Auf den weiteren Smartphone-Markt-Positionen liegen Sony, LG und Nokia mit Marktanteilen in Höhe von 10, 8 und 5 Prozent.

Apples Marktanteile schwanken traditionell saisonal sehr stark, deswegen ist vor allem interessant, dass IDC die Zahlen vom ersten Quartal 2012 und dem ersten Quartal 2013 vergleicht – zu beiden Zeitpunkten waren recht neue Apple-Handys erhältlich, wenngleich das iPhone 4S im Jahr 2011 etwas später erschien als das iPhone 5 im letzten Jahr. Dennoch lässt sich sagen, dass Apple in Westeuropa ein wenig den Anschluss an Samsung verliert.

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Apple Online Store öffnet in Russland (Vorsicht: Satire)

Fakt: Den Apple Online Store gibt es ab sofort auch in Russland. Das virtuelle Ladengeschäft ist die erste offizielle Bastion des Herstellers im flächengrößten Land der Erde. Satire: Die angebotenen Produkte entsprechen dem typischen Landesstandard.

Apple wagt keine Experimente und offeriert exklusiv für den russischen Markt eine Auswahl von älteren Geräten. Diese befinden sich zwar nicht auf dem aktuellen Stand der westlichen Technik, wissen aber mit ihrer Zuverlässigkeit zu überzeugen. Der Hersteller nimmt sich dabei ein aktives Beispiel an bewährter, russischer Technologie. Apple-CEO Tim Cook gegenüber GIGA:

„Die Russen mögen zwar den kalten Krieg verloren haben, ihre Sojus-Kapseln befördern unsere US-amerikanischen Astronauten dennoch zuverlässig in den Orbit. Das überlegen geglaubte Space Shuttle rottet indes im Museum dahin. Mit dem neuen Apple Online Store zollen wird dem russischen Volk für diese Leistung unseren Respekt – Очень хороший товарищ!“

Link: Apple Online Store (Russland)

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Hälfte der Tablet-Nutzer hat noch nie eine App gekauft (Grafik)

Müssen wir uns Apps kaufen? Nein, denkt sich über die Hälfte der Tablet-Besitzer. Die meisten kommen offensichtlich mit den Board-Mitteln von iOS und Android aus oder nutzen kostenlose Alternativen.

Grafik: Statista

Es ist fast unglaublich: 54,5 Prozent der iPad-Nutzer und 65 Prozent der Android-Nutzer in Deutschland haben sich noch nie eine App gekauft. Das hat der Statista App Monitor herausgefunden. Sie nutzen also nur die vorinstallierten Möglichkeiten ihres Tablets, oder kostenlose Apps.
Weitere 10 Prozent bei Android und 2,7 Prozent bei iOS haben maximal 99 Cent ausgegeben. Wie die Grafik zeigt, haben 20 Prozent der iPad-Besitzer 4 Euro oder mehr für eine einzelne App ausgegeben.

Schlüsse daraus zu ziehen, ist schwieriger. Man könnte sagen: Die Android-Nutzer sind wesentlich knausriger, beziehungsweise reichen ihnen die günstigeren Angebote. Oder: Die Apple-Freunde spielen lieber. Denn die beliebteste App-Kategorie im App Store sind Spiele (das ergab eine andere Studie). Auch die Auswahl (bei Android schlechter? Billiger?) spielt natürlich eine Rolle. Für eine genaue Deutung der Zahlen sind die Informationen also zu spärlich.

90 Prozent der Tablet-Besitzer nutzen ihr Gerät übrigens mindestens eine Stunde pro Tag. Meistens geschieht das im Wohnzimmer und Schlafzimmer, ergab eine schon etwas ältere Studie aus 2011 von CCS insight.

Noch stärker im Detail hat onswipe die iPad-Nutzung untersucht und gestern veröffentlicht. Die App-Entwickler fanden heraus, dass 59,8 Prozent das iPad im Querformat halten, während nur 41,2 Prozent den Portrait-Modus nutzen.

Inhalte werden übrigens nicht über Facebook oder Twitter am häufigsten geteilt, sondern ganz klassisch per Mail. Den meisten Traffic macht onswipe Nachmittag und Abend mit dem Höhepunkt um 22.00 Uhr aus, und zwar in der ersten Wochenhälfte.
Die Zahlen dürften allerdings nicht repräsentativ für die Gesamtnutzung aller iPad-Besitzer sein.

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Sprite Kit: Apple macht 2D-Spiele-Entwicklern das Leben leichter

Apple möchte seine Produkte offenbar noch interessanter für Spieler machen: iOS und OS X sollen eigene Spiele-Controller bekommen, fürs die Betriebssysteme gibt es jetzt mit Sprite Kit ein neues Entwickler-Tool für 2D-Spiele.

iPhone, iPad und vor allem auch der iPod touch sind in den letzten Jahren zu einer großen Konkurrenz für herkömmliche Handheld-Videospielekonsolen wie Sonys PSP oder Nintendos DS geworden. Apple hat diesen Trend erkannt und kümmert sich verstärkt um Spiele-Fans und -Entwickler: Seit dem iOS 4.1 gibt es mit Game Center eine eigene Spiele-Plattform im iOS, in naher Zukunft sollen die erwähnten “Made for iPod/iPhone/iPad”-Spiele-Controller kommen.

Doch nicht nur bei der Bedienung können sich Entwickler über eine standardisierte Lösung freuen: Mit dem Sprite Kit soll das Erstellen von 2D-Spielen deutlich einfach werden. AppleInsider hat sich das neue Entwickler-Framework genauer angesehen und die Vorteile gegenüber bisherigen Lösungen hervorgehoben.

Sprite Kit erlaubt es Entwicklern, “Sprites”, also animierte zweidimensionale Elemente wie die Spiel-Figuren in einem Jump’n’Run einfacher als bisher in Spiele zu integrieren. Entwickler müssen sich dank des Frameworks nicht um die GPU-Programmierung für die Programmierschnittstelle OpenGL kümmern, was bisher vor allem für kleinere, unabhängige Entwickler eine große Herausforderung darstellte.

Das Apple-Angebot ist zwar nicht das erste seiner Art – Entwickler konnten bisher schon auf das Framework Cocos2D zurückgreifen. Dass das Sprite Kit von Apple selbst kommt, bietet aber Vorteile: Wer Spiele mit Hilfe des Frameworks entwickelt, kann sich dank einer engen Integration in Apples weitere Entwicklertools und ins Betriebssystem in einem größeren Maße auf Kompatibilität zu zukünftigen iOS-Versionen verlassen.

Durch das Framework ist es auch leichter möglich, Spiele fürs OS X zu portieren – zugegebenermaßen aber eben nicht für Nicht-Apple-Plattformen. Dafür sollte es aber auch ein Leichtes sein, die Spiele auf den Fernseher zu bringen, wenn Apple denn eines Tages Apps fürs Apple TV oder einen eigenen Fernseher erlauben sollte. Angesichts dessen, wie wichtig Spiele für Apple mittlerweile geworden sind, erscheint Letzteres immer wahrscheinlicher.

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Apple erwägt flüssigkeitsgekühlte iPhones [Gerücht]

Wie Digitimes berichtet, zieht die aktuelle Top-Riege der Smartphone-Hersteller, darunter auch Apple, Flüssigkeitskühlungen für zukünftige Smartphone-Generationen in Betracht.

Sommer, Sonne, über 30°C im Schatten – da kann ein Smartphone oder Tablet schon mal den Dienst verweigern. Immer hochauflösendere, größere und lichtstärkere Displays kombiniert mit immer schnelleren Multikern-Prozessoren versprechen ein immer besseres Nutzererlebnis bei Smartphones und Tablets.

Bei passiv gekühlten Geräten, wie es Smartphones und die meisten Tablets nun mal sind, stellt das Abführen der Hitze, die deren Komponenten entwickeln, eine große Herausforderung für die Hersteller dar.

Einem Bericht von Digitimes zu folge interessiert sich Apple für Flüssigkeitskühlungen, die in kommenden iPhone- und iPad-Generationen Verwendung finden könnten.

Beim Wort Flüssigkeitskühlung denken wohl nicht wenige an große klobige Wasserkühlungen. Solche Systeme können jedoch auch stark miniaturisiert in kleinen Geräten zum Einsatz gebracht werden. Im Grunde handelt es sich um hohle Kupferröhrchen, in deren Inneren Flüssigkeit die Wärme abtransportiert.

Das grobe Prinzip einer solchen Flüssigkeitskühlung ist schnell erklärt. Man fülle eine Röhre bzw. eine Leitung mit einer Flüssigkeit bzw. einem Kühlmittel, beispielsweise einer Mischung aus Wasser und Ethanol, und bringe das eine Ende der Röhre an etwas Heißem, beispielsweise einem Prozessor, und das andere Ende an etwas Kaltem an.

Wird der Prozessor heiß, erhitzt er einen Teil der Flüssigkeit, die dann (siehe Entropie) in Richtung des kühlen Elements fließt. Dort kühlt sie sich wieder ab und fließt zurück zum heißen Element. Ein Kühlkreislauf entsteht.

Ein flüssigkeitsgekühltes Smartphone ist übrigens keine Zukunftsmusik. Der japanische Hersteller NEC hat erst vor Kurzem das weltweit erste “liquid cooled” Smartphone vorgestellt. Im Inneren des NEC Medias X sorgt ein nur 0,6 Millimetern dickes und mit Flüssigkeit gefülltes Wärmerohr für Abkühlung.

Laut Digitimes werden bereits im 4. Quartal dieses Jahres weitere namhafte Hersteller flüssigkeitsgekühlte Smartphones auf den Markt bringen.

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Goldesel: So viel ist jeder Apple-User wert

Apple hat kürzlich stolz verkündet, über 575 Millionen iTunes-Konten zu verfügen. Das sind sechs mal so viele wie noch vor vier Jahren. Was jeder dieser User im Schnitt für Apple an Umsatz bringt, zeigt eine neue Schätzung von Horace Dediu.

Er bringt verschiedene Zahlen in Zusammenhang, wie etwa Apples gemeldete Umsätze, den Marktwert des Unternehmens und eben die Zahl der iTunes-User. Heraus kommt: Jeder von euch, sofern ihr ein iTunes-Konto besitzt, ist für Apple im Durchschnitt 300 US-Dollar pro Jahr wert.

Vor vier Jahren lag dieser Wert noch bei 400 Dollar. Die Zahl der Konten hat sich in diesem Zeitraum jedoch versechsfacht. Insgesamt, also über die gesamte „Lebensdauer“ eines Kontos generiert ihr in etwa den Gegenwert von 1,8 iPhones.

Das scheint nicht viel. Gerade wenn man bedenkt, dass ein Mac deutlich mehr Wert ist als ein iPhone und viele Anwender gleich mehrere Geräte besitzen.

Anhand der Entwicklung wuchs die Zahl der iTunes-Konten jedoch allein im vergangenen Jahr um 44 Prozent. Sollte Apple diese Rate beibehalten oder sogar steigern können, wird der Abfall des je Anwender generierten Umsatzes mehr als wett gemacht durch die deutlich stärker steigende Zahl der Konten.

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Apple soll über Saphirglas-Displays fürs iPhone nachgedacht haben

Apple soll über den Einsatz von Saphirglas als Display-Glas fürs iPhone nachgedacht haben. Das Unternehmen entschied sich dem Luxus-Smartphone-Hersteller Vertu zufolge aber dagegen, da eine Herstellung in ausreichenden Stückzaheln noch nicht möglich ist.

Der Vertu-Chef Perry Oosting sprach mit dem Tagesanzeiger über sein Unternehmen, das besonders hochwertige Android-Smartphones fertigt, sowie die Unternehmensphilosophie. Oosting kommt dabei auch auf Apple zu sprechen: Er verweist er darauf, dass Hersteller wie Apple und Samsung auf Massenproduktion setzen, eine Herstellung jedes Exemplars in Handarbeit wie bei Vertu sei da nicht möglich.

Bei den ersten iPhones habe nicht das Produkt an sich ein Luxusgefühl hervorgebracht, “sondern die Tatsache, es zu besitzen”. Steve Jobs habe seine Produkte “demokratisieren” wollen. Auch Apple habe versucht, auf hochwertigere Materialien zu setzen: So habe der iPhone-Hersteller in Erwägung gezogen, ein Display-Glas aus Saphirkristall herzustellen. Zu diesem Zweck habe Apple sogar Vertu-Mitarbeiter abgeworben. Allerdings habe Apple dann einsehen müssen, dass eine Saphirglas-Display-Produktion nicht in den von Apple gewünschten Stückzahlen möglich sei.

Im März waren Berichte aufgetaucht, denen zufolge synthetisches Saphirglas bis Ende des Jahres realistisch seien. Saphirglas hat den Vorteil, noch kratzfester als reguläres Glas zu sein; Apple verwendet das Material bereits für die iPhone-5-Kamera – muss damit aber eine deutlich kleinere Fläche abdecken als ein ganzes Display.

Corning, der Hersteller des Gorilla Glass, auf das Apple bisher fürs iPhone-Display setzt, hatte letzten Monat erklärt, sich keine Sorgen um Saphirglas zu machen: Das eigene Produkt sei für Smartphone-Displays deutlich besser geeignet; bei gleicher Dicke würde Saphirglas schneller brechen, außerdem sei die Herstellung deutlich teurer und benötige viel mehr Energie.

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Neues Apple-Video: Making a difference. One app at a time

Mit dem neunminütigen Video “Making a difference. One app at a time.” möchte Apple zeigen, wie viele Möglichkeiten iOS als Entwicklungsplattform bietet und dass man mit einer iOS-App das Leben von anderen in einer Weise positiv verändern kann, die man nicht für möglich gehalten hätte.

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Trade-in-Programm: Apple soll alte iPhones bald in Zahlung nehmen wollen

Plant Apple ein so genanntes Trade-in-Programm fürs iPhone? Angeblich sollen zumindest US-Kunden demnächst ihre alten iPhones an Apple Stores verkaufen können, wenn sie ein iPhone 5 erwerben.

Bloomberg will von entsprechenden Apple-Plänen erfahren haben: Noch im Laufe diesen Monats werde das Unternehmen in Kooperation mit dem US-Unternehmen Brightstar ein Trade-in-Programm fürs iPhone einführen. Brightstar ist ein Dienstleister für Mobilfunk-Produkte, der schon jetzt unter anderem – bisher eben unabhängig von Apple – eigene Trade-in-Programme für iPhones und Geräte anderer Hersteller anbietet.

Das Programm würde vorstehen, dass Kunden, die ein neues iPhone – in erster Linie wohl ein iPhone 5 – erwerben möchten, ihre bisherigen Geräte im Apple Store sozusagen in Zahlung geben können. Mit dem Trade-in-Programm könnte Apple zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Einerseits würde das Unternehmen die Verkaufszahlen des iPhone 5 wieder ankurbeln. Andererseits bekäme es auch einige Altgeräte von den Kunden zurück, die es dann als generalüberholte iPhones weiterverkaufen kann.

Diese könnte Apple, so Bloombergs Einschätzung, dann besonders gut in Schwellenmärkten verkaufen, auf denen Apple bisher aufgrund des vergleichsweise hohen Preises der iPhones nicht wirklich Fuß fassen konnte. Auch in Deutschland bietet Apple immer wieder generalüberholte Produkte zu günstigeren Bedinungen an – aktuell beispielsweise MacBooks, iPads und iPods; es handelt sich um an Apple zurückgegebene Produkte, die das Unternehmen in einen (fast) neuwertigen Zustand zurückversetzt hat.

Die amerikanischen iPhones wird Apple den Bloomberg-Informationen zufolge jedoch eher in andere Märkte als nach Europa verschiffen, interessant dürften Länder wie China, Brasilien oder Indien sein. Ob Kunden in Europa dafür auch ihre alten iPhones in Zahlung geben können, bleibt abzuwarten.

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WWDC 2013: Apple dekoriert bereits das Moscone Center [Fotos]

Apple hat bereits damit begonnen das Moscone Center West für die am Montag startende WWDC 2013 zu schmücken. Wie auf den folgenden Fotos zu sehen, ist der erste große Banner im Erdgeschoss schon angebracht. Dessen farbenfrohes Design lehnt sich an das diesjährige WWDC-Logo an, welches offensichtlich auf verschieden farbige Icons basiert.

WWDC 2013: Apple dekoriert Moscone West

In iOS 7 sollen Farben eine große Rolle spielen, gerade weil Apple auf Skeuomorphismus verzichten will. Anstelle von fotorealistischen Grafiken auf System-Icons, wie beispielsweise Sonnenblume bei der Fotos-App, dürften verschiedene Farbschemen der Differenzierung zwischen den einzelnen Applikationen dienen.

WWDC 2013: Apple dekoriert Moscone West

Gerüchten zufolge hat Apple jeder System-App, von App Store bis Videos-App, unter iOS 7 eine eigene Farbe zugewiesen. Die primäre Farbe der Kalender App könnte also beispielsweise rot sein, jene der Mail-App grün.

Die farbigen Icons auf den Bannern der diesjährigen WWDC dürften demnach diese neue Designstrategie repräsentieren.

Bildergalerie WWDC 2013: Apple dekoriert bereits das Moscone

Fotos: 9to5mac

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Gerücht: Apple soll Werbeplattform nach Ad-Exchange-Modell planen

Gerüchten zufolge könnte Apple sein Engagement im Bereich der Online-Werbung deutlich ausbauen. Angeblich plant das Unternehmen eine Plattform, über die Unternehmen Apple-Kunden individualisiert ansprechen könnten.

Business Insider will von einem großen Manager aus der Werbeindustrie erfahren haben, dass Apple eine “Ad Exchange”-Plattform plant. Diese könnte das Unternehmen in sein bestehendes Mobil-Werbung-Angebot iAd integrieren, möglicherweise aber auch separat betreiben.

In der Plattform könnten Werbekunden einzelne durch Apple vermittelte Werbe-”Slots” kaufen und versuchen, mit ihrer Werbung treffsicher bestimmte Kunden zu erreichen. Was das Apple-Angebot besonders interessant machen könnte sei die Tatsache, dass Apple den Werbekunden den Zugriff speziell zur Apple-Kundschaft ermöglichen könnte. Über die eigene Kundschaft kann Apple immerhin Daten sammeln, die mehr über ihr jeweiliges Kaufverhalten aussagen.

Die Website zitiert unter anderem den ehemaligen Apple-Mitarbeiter Dan Grigorovici, heute der Chef des Mobil-Werbungs-Auswertungs-Unternehmen AdMobius. Grigorovici glaubt, dass Apple auf dem Werbemarkt viel erreichen könnte, wenn das Unternehmen nur wollte: Immerhin kontrolliere Apple die Geräte, das App-Ökosystem, das Entwicklerkit für Werbung, über iTunes-Store-Accounts die Abwicklung von Verträgen, verschiedene Medien-Kanäle – online und schon jetzt eingeschränkt das Fernsehen – und verschiedene Kategorien an Inhalten wie Musik oder Filme.

Sollte sich Apple also entscheiden, das Werbe-Geschäft größer anzugehen, böte sich ein großes Potential. Allerdings müsste sich das Unternehmen dann entscheiden, ob es sich nicht auch auf anderen Plattformen als den eigenen Betriebssystemen bewegen wollte, so Grigorovici weiter.

Apples CEO Tim Cook betonte im Rahmen seines Auftritts auf der D11-Konferenz jedenfalls, dass das Werbe-Geschäft für Apple aktuell nicht Teil des Kerngeschäfts sei – das Unternehmen betreibe iAd in erster Linie, damit die Entwickler von iOS-Apps damit Geld verdienen können, nicht aus eigenen monetären Gesichtspunkten.

Das schließt natürlich nicht aus, dass sich das ändern könnte. Die Business-Insider-Quelle soll jedenfalls ein großer Name in der Branche sein – bei anderen Quellen konnte die Seite die Informationen jedoch nicht bestätigen.

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Apple mischt sich ein: App-Werbung zu negativ

Glide ist eine App für iOS, Windows Phone und Android, mit der sich Dokumente in der Cloud verwalten lassen. Die neueste Version wurde mit einer Pressemitteilung angekündigt, auf die Apples Entwickler-Liaison mit harten Worten reagierte.

Donald Leka, CEO von TransMedia erhielt nach der Veröffentlichung seiner Pressemitteilung zu eine E-Mail von Apple. Das Team in Cupertino, das sich um die weltweite Entwicklergemeinde kümmert, wies ihn auf einige Diskrepanzen mit der eigenen Philosophie hin.

In der Mitteilung hatte Leka gemutmaßt, dass „Konsumenten sich nicht darum scheren, welche Plattform sie verwenden“. So lange sie auf ihre Dokumente zugreifen könnten, sei ihnen die Technologie egal.

Das konnte Apple offenbar so nicht stehen lassen. In der E-Mail an Leka heißt es: „Wir glauben, dass Konsumenten, Blogger und die Presse äußerst genau darauf achten, welches Betriebssystem sie verwenden.“ Der Ton der Pressemitteilung gefiel Apple überhaupt nicht. Es sei zu häufig der Name anderer Dienste auf anderen Plattformen gefallen. „Unser Antrieb, unsere Leidenschaft, unsere Konzentration auf die Entwicklung der bestmöglichen Produkte, wurzelt in dem Glauben, dass es den Konsumenten keinesfalls egal ist, in welche Plattform sie viel Zeit, Geld und Energie investieren.“

„Wir empfehlen Dir, Deine Mitteilungen in dieser positiven, bejahenden Weise formulierst“, heißt es am Ende. Harte Worte. Für ein Unternehmen, das sich so stark auf seine zwei Plattformen konzentriert, aber kaum verwunderlich. Ob allerdings der Großteil der Konsumenten die Leidenschaft Apples wirklich teilt, ist fraglich.

Der von der Quelle zitierte Text im Original:

...We believe the best press releases for a product launch concentrate on that product. Your release is ostensibly for the launch of your iPhone app, but the copy actually references other apps on other platforms more often than it mentions the one being launched.

We think the customers, bloggers, and media who follow app launches are usually quite parochial — quite focused on specific platforms — so we counsel developers to craft press releases tailored to each individual platform.

And that brings me to my final point: the tone of your release and your product positioning is at odds with not just our primary marketing messaging, but the entire reason Apple exists. To wit, you are quoted in the press release as saying “Consumers really don't care that much what platform they are on...“

Our drive, our passion, our singular focus on creating the best products we can make is rooted in the fundamental belief that customers really do care about the products in which they invest their time, money, and energy. We strive to make the best products we can because we believe the right product will change a customer's life. And customers do indeed care about things that change their lives.

Our experience is that customers are interested in apps that help them get more from their iPhone, that give their cherished, chosen device exciting new functionality that fits their mobile lifestyle.

I'd encourage you to recast your messaging in this positive, affirmative way.

(via techpinions.com)

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Schwindende Apple-Aufträge: Foxconn flüchtet in eigene Zubehörlinie

Der Zulieferer Foxconn, Monteur diverser Apple-Geräte, will nun in Eigenregie Zubehör, Inhalte und Dienste anbieten. Das Unternehmen werde komplett neue Geschäftszweige für sich erschließen, heißt es. Möglicherweise ist ein Rückgang bei Apples Aufträgen der Grund.

Apple ist der größte Auftraggeber für Foxconn. Analysten schätzen das Volumen der Bestellungen aus Cupertino auf etwa 50 Prozent der Gesamtumsätze ein. Gegenüber dem Wall Street Journal erklärte ein hochrangiger Angestellter jedoch, dass „die Bestellungen bestehender Großkunden nicht mehr so stark wachsen“. Deswegen habe man begonnen, neue Kunden zu suchen und die eigenen Kapazitäten anderweitig einzusetzen.

Hierzu gehöre einerseits, dass man mit verschiedenen Asiatischen Fernsehanstalten kooperiere und für sie Hardware fertige. Teilweise umfassen diese Verträge auch die Bereitstellung von Inhalten.

Das Ziel, so das WSJ, sei es, für jedes Gerät, das Foxconn baut, auch Inhalte zur Verfügung zu stellen. Zu diesem Zweck stelle das Unternehmen derzeit Software-Entwickler für ein Forschungszentrum im Süden Taiwans ein. Dort werde an neuen Cloud-Diensten, mobilen Apps und Smartwatch-Programmen gefeilt.

Auch eigene Zubehörprodukte gehören zu den Plänen. So wolle Foxconn selbst Übertragungskabel, Kopfhörer, Tastaturen und ähnliches anbieten. „Wir planen außerdem, Apples Technologie zu lizenzieren, um unter eigener Marke Zubehör herzustellen, das mit iPhones und iPads kompatibel ist“, so die anonymen Quellen aus der Führungsetage.

Mit dieser Strategie wolle Foxconn mehr Wert aus den eigenen Kapazitäten schöpfen. Ein Rückgang der Bestellungen, die bisher immer für ausreichende Auslastung sorgen konnten, wird von manchen Analysten Apple angelastet.

Offiziell wurden diese Pläne nur in Teilen bestätigt. Ja, man wolle sich breiter aufstellen. Ja, man investiere stärker in Software und Inhalte. Weitere Details gibt es aber vom Mutterkonzern Hon Hai nicht.

Foxconn traut sich damit auf einen reich gefüllten Markt. Das Unternehmen verfügt allerdings über eine Menge Erfahrung und enorme Kapazitäten — nicht zuletzt auch dank der stetigen Vertragsbeziehungen zu Apple, HP, Sony und anderen. Jetzt will der Hersteller sich diese Bedingungen zunutze machen und sucht selbst das lukrative Endkundengeschäft.

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iWalk – Urahn des iPhone und iPad: Die Mutter aller Apple-Fakes (Video of the Day)

Gefühlt vergeht kein Tag ohne ein neues Designkonzept zum iPhone 5S, iPhone 6, iPad 5 oder zum Apple-Fernseher. Verwirrung besteht nicht, denn diese Studien geben sich offen als „Fan-Gespinste“ zu erkennen. Dem war nicht immer so – wir präsentieren den iWalk, die Mutter aller Apple-Fakes.

Vor über 10 Jahren, im Januar 2002, sorgte der iWalk für Furore. In drei kleinen Filmchen sah man ein gleichnamiges Gerät in Aktion. Augenscheinlich stammte dies von Apple und zeigte eine Art PDA, ein weiterentwickelter Newton mit Farbbildschirm und FireWire-Anschluss. Konnte ein solches Gerät tatsächlich existieren? Zweifel waren angebracht. Nichtsdestoweniger machte die Enthüllung die Runde. Selbst bei der Kult-Gazette Wired diskutierte man über den Wahrheitsgehalt der Meldung.

Hintergrund: iWalk – ein Hoax, der die Apple-Welt bewegte

Ursprüngliche Quelle der Videos war die Mac-Community Spymac. Ein illustrer Haufen von Apple-Fans, die auch schon mal gerne ihrer Fantasie freien Lauf ließen. Angeblich musste Spymac später die Videos auf Drängen Apples entfernen. Schon damals ein Indiz für die Authentizität? Nicht unbedingt. Die Hintergründe zum iWalk führten letztlich nach Deutschland, ins personelle Umfeld einer damals noch recht jungen Mac-Zeitschrift – siehe damaligen Artikel von den Kollegen der Macwelt. Letztlich sollte sich herausstellen, der iWalk war ein Hoax. Gestreut von Spymac, eben jener Mac-Community, die als ursprüngliche Quelle gilt. Das Kuriose: Noch Jahre später hielten viele Menschen den iWalk für real. Zum Beispiel entdeckte die Chip den iWalk erst zwei Jahre nach der Erstveröffentlichung. Ein Hoax mutierte zur Urban Legend.

2013 ist Spymac längst Geschichte, die Seite nicht mehr existent. Die eigentliche Idee eines Touch-basierenden Apple-Gerätes wurde indes Wirklichkeit. Fünf Jahre nach dem iWalk erschien das erste iPhone, drei Jahre später das iPad. So betrachtet war der iWalk seiner Zeit voraus.

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Download-Milliardäre: Wie Apple und Google Apps zählen

Innerhalb der vergangenen Woche haben sowohl Apple als auch Google erstaunliche Zahlen veröffentlicht. Im Play Store wurden insgesamt 48 Milliarden Android-Programme heruntergeladen. iOS-Apps knackten die 50-Milliarden-Marke. Aber was heißt das eigentlich?

Matthew Panzarino hat für The Next Web nachgefragt, wie Google und Apple ihre App-Downloads zählen. Schließlich muss man wissen, ob die Zahlen vergleichbar sind.

Beide Unternehmen erreichten kürzlich Werte um die 50 Milliarden. Googles Play Store startete allerdings einige Jahre später als Apples iTunes App Store. Mehr Schwung hat insgesamt also Android mit seinen Anwendungen für Smartphones.

Nach Angabe der beiden IT-Giganten zählen sie die Downloads nach folgenden Maßgaben:

Beide werten nur einmalige Downloads kostenloser und kostenpflichtiger Apps pro Benutzerkonto. Das heißt, dass mehrmaliges Herunterladen einer App auf mehrere Geräte unter derselben Apple-ID/demselben Google-Konto nur einmal in die Statistik eingehen. Außerdem berücksichtigen sie keine Updates installierter Anwendungen.

Bereits auf den Geräten vorhandene Programme kommen ebenfalls nicht zum Tragen. Das bedeutet für iOS, dass Apps wie iTunes, der App Store oder Safari nicht zählen — aber die kann man ohnehin nicht herunterladen. Auf Android-Geräten indes sind bisweilen durchaus Programme vorinstalliert, die man ebenso gut im Play Store bekäme. Auch diese zählen nicht.

Apples eigene Programme, wie zum Beispiel die Podcast-App, iPhoto oder Pages, werden allerdings berücksichtigt, da sie auf eine Entscheidung des Anwenders hin heruntergeladen werden.

Ein paar kleine Randnotizen: Google teilte mit, dass derzeit etwa 2,5 Milliarden Apps pro Monat heruntergeladen werden. Apple nannte das Spiel Say the Same Thing als 50.000.000.000. Download aus dem App Store.

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Apple baut neuen Flagship Store in San Francisco

Am berühmten Union Square in San Francisco plant Apple einen neuen Flagship Store, der offensichtlich den ikonischen Store an der Kreuzung Stockton und Ellis, nur wenige Meter entfernt vom alljährlichen WWDC-Austragungsort, ersetzen wird.

Das neue Gebäude an der Kreuzung Stockton und Post Streets, das zuvor Levi’s beherbergte, wird 45 Prozent mehr Fläche bieten als der aktuelle Store. Auch die Zahl der Arbeitsplätze wird von 350 auf 400 steigen, so Apple. Wann man mit dem Bau beginnen und schlussendlich umziehen wird, ist noch nicht bekannt.

Der Apple Store Stockton-Street wurde vor 9 Jahren eröffnet und zählte bisher mehr als 13 Millionen Kunden.

Bildergalerie Apple Flagship Store San Francisco

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Apple im Interview: iPhone und iPad als Fitness-Zubehör [Video]

Sogenannte “Wearable Technology“, also am Körper tragbare Elektronik, ist groß im Kommen. Googles Glass-Projekt ist wohl der derzeit prominenteste Vertreter dieser Produktkategorie aber auch die Pebble Smart Watch zählt beispielsweise dazu.

Die Fitness-Branche hat diesen Trend sehr früh erkannt und sich mit einer großen Auswahl an Zubehör wie beispielsweise dem Nike+ FuelBand, dem Fitbit oder auch dem Jawbone Up in Stellung gebracht. Kombiniert mit einem Smartphone oder Tablet, entfalten diese Produkte ihr ganzes Potenzial. Auch Apple spielt schon längere Zeit auf diesem Sektor mit und integriert fleißig Nike+ in iPod und iPhone.

Mit sogenannten Smartwatches gehen immer mehr Hersteller noch einen Schritt weiter. Was das Smartphone zum Handy, ist die multifunktionale Smartwatch zur Armbanduhr. Wenn man sieht, wie ernst Apple die Entwicklung auf dem Fitness-Markt nimmt und wie interessiert die Kunden an solchen Gadgets sind, müssen wir wohl nicht mehr lange auf eine iWatch von Apple warten.

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Smartphone-Diebstähle: New Yorker Staatsanwalt fordert Taten von Apple & Co.

In den USA mehren sich Stimmen, dass Apple und andere Smartphone-Hersteller mehr gegen Diebstähle der beliebten Geräte unternehmen sollten. Der Generalstaatsanwalt von New York hat sich jetzt in einem offenen Brief an diverse Unternehmen gewandt.

Der Generalstaatsanwalt des Bundesstaates New York, Eric Schneidermann, schrieb einen Brief an Apple, Google, Microsoft und Samsung. Von diesen Herstellern von Smartphones und Entwicklern von Smartphone-Betriebssystemen wollte er wissen, was sie für Maßnahmen zu ergreifen gedenken, um Diebstähle einzudämmen.

Bloomberg zitiert aus Schneidermanns Brief an den Apple-CEO Tim Cook: Er wolle verstehen, warum ein Unternehmen, das so fortschrittliche Mobilgeräte herstellen könne, wie es Apple mache, keine Technologie erschaffen könne, um gestohlene Geräte unbenutzbar zu machen. Gäbe es eine solche Technologie, wären iPhones für den Schwarzmarkt deutlich unattraktiver.

Schneidermann nennt zwei Extrembeispiele aus New York: Im Jahr 2012 wurde ein 26-jähriger Koch wegen seines iPhones auf dem Weg nach Hause ermordet. Im Februar kam es an einer U-Bahn-Haltestelle wegen eines Streits um ein iPhone zu einer Messerstecherei. Schneidermann sorgt sich vor allem auch darum, dass Mobiltelefon-Hersteller vielleicht kein wirkliches Interesse daran hätten, Diebstähle zu verhindern, da diese die Verkaufszahlen ankurbeln könnten – immerhin würden sich viele bestohlene Kunden ein neues Ersatzgerät besorgen.

Ende letzten Jahres sorgten die Worte des Sprechers des New Yorker Bürgermeisters für Aufsehen, denen zufolge die Kriminalstatistik von New York City deutlich besser ausfallen würde, wenn man Diebstähle von Apple-Gerichten herausrechnen würde – diese hatten im Jahr 2012 um 40 Prozent zugenommen.

Schneidermann ist derweil nicht der erste, der von Apple und anderen Herstellern Taten wünscht: Im April und zuletzt auch im Mai meldete sich ein Bezirksstaatsanwalt aus Kalifornien mit einer ähnlichen Forderung zu Wort, der von den Unternehmen die Integration eines so genannten “Kill-Switch” fordert – also eben die auch von Schneidermann angesprochene Möglichkeit, die Geräte aus der Ferne unbenutzbar zu machen.

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Apple und Facebook: Gerüchte um Übernahme der Navigations-App Waze

Apple versucht, das iOS-6-Karten-Dilemma hinter sich zu bringen und die Karten-App stetig zu verbessern. Es gibt Gerüchte, dass Apple den Navigations-App-Anbieter Waze übernehmen könnte – allerdings spricht auch manches dagegen.

Gerüchte um eine Übernahme von Waze durch Apple tauchten schon Anfang des Jahres auf. Jetzt machen sie erneut die Runde: Facebook soll an einer Waze-Übernahme interessiert sein und sogar schon eine Milliarde Dollar für das Unternehmen geboten haben. Nun fragt sich die Gerüchteküche, ob Apple dieses Angebot noch überbieten wird.

All Things D – eine üblicherweise gut über Apple-Interna informierte Quelle – will vier Gründe kennen, die für Apple gegen eine Übernahme sprechen würden. Der erste Grund sei gleich der wichtigste: Waze ist ein “Crowdsourced”-Projekt; das Kartenmaterial wird in einem besonders großen Maße dadurch erstellt und verbessert, dass es möglichst viele Benutzer verwenden.

Nun gibt es Waze sowohl fürs iOS als auch für Android – und die von Android-Benutzern gesammelten Daten sind wichtig. Apple könnte die Android-App nach einer Übernahme zwar komplett einstellen, hätte dann aber das Problem, dass wichtige Daten wegfallen. Außerdem hätte man gleich zahlreiche Waze-Bestandskunden verärgert. Andererseits wäre es für Apple problematisch, eine Android-App anzubieten; wenn auch nur über ein Tochterunternehmen.

Hinzu kommt das Problem, dass Apple für die iOS-Karten schon jetzt auf Material aus zahlreichen Quellen setzt. Eine weitere Quelle hinzuzufügen sei – zumal, wenn es sich um Crowdsourced-Material handelt – eine technische Herausforderung. Drittens würde Apple so seine ganze Strategie überdenken müssen, was auch die bisherigen Lizenzabkommen für die Karten-App beträfe.

Schließlich sei fraglich, ob Apple überhaupt so einen hohen Preis bezahlen möchte, ob Waze für Apple also so wertvoll wäre wie beispielsweise für Facebook. Der Waze-CEO Noam Bardin verlange für das Unternehmen bisher einen sehr hohen Preis. Ein Unternehmen wie Facebook, das darum bemüht sei, stärker im Mobil-Geschäft Fuß zu fassen, könnte gewillt sein, eine Milliarde für die Navigations-App zu bezahlen – für Apple würde sich dieser Betrag weniger lohnen.

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Apple an der Spitze: 39 Prozent aller US-Smartphones sind iPhones

In vielen Regionen der Welt haben Samsung und Android Apple und das iOS auf dem Smartphone-Markt recht deutlich abgehängt. In den USA liegt Apple je nach Betrachtungsweise aber noch recht deutlich vor Samsung: 39 Prozent aller aktiven Smartphones sind in Apples Heimat iPhones.

Die Marktforscher von comScore haben ermittelt, wie viele Smartphones sich in den ersten drei Monaten des Jahres im Besitz von US-Mobilfunkkunden befanden. Wohlgemerkt geht es hierbei nicht um die Verkaufszahlen in diesem Zeitraum, sondern darum, wie viele Smartphones sich insgesamt bei US-Kunden befinden.

Apple lag, was diese Statistik betrifft, mit 39 Prozent recht deutlich an der Spitze; konnte sich im Vergleich zum vorangehenden Quartal (Oktober bis Dezember 2012) sogar um 2,7 Prozentpunkte steigern. Für Samsung gab es mit nur ein leichtes Plus von 21,0 auf 21,7 Prozent. HTC verlor von 10,2 auf 9,0 Prozent, auch Motorola musste von 9,1 auf 8,5 Prozent Federn lassen. LG runde mit 6,8 Prozent – zuvor 7,1 Prozent – die Top 5 ab.

Was die Smartphone-Betriebssysteme betrifft, lag Googles Android mit 52 Prozent an der Spitze. Im vorangehenden Quartal waren es noch 53,4 Prozent. Apple liegt mit seinen 39 Prozent hier auf Platz zwei, die weiteren Betriebssysteme BlackBerry, Windows Phone und Symbian lassen sich mit 5,2, 3,0 und 0,5 Prozent schon fast in eine Kategorie “Sonstige” einordnen.

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Apple-Patent: Automatisches Feststellen des besten Kontaktwegs

Wann sollte man eine Person anrufen, wann besser nur mit einer SMS oder E-Mail kontaktieren? Apple ist nun ein Patent für eine Technologie zugesprochen worden, die die Auswahl der Kommunikationsmethode automatisieren kann.

Das Patent hatte Apple bereits im Jahr 2008 bim US-Patent- und Markenamt eingereicht, die Behörde hat Apple den Patentschutz nun aber auch offiziell zugesprochen. Als Erfinder nennt das Patent den Apple-Mitarbeiter Thomas Ethan Lowry.

Die Beschreibung des Patentes nennt Details, wie die Technologie funktionieren könnte: Wenn eine Person eine andere kontaktieren möchte, könnte das iPhone der erstgenannten Person diese darüber informieren, welche Kontaktaufnahme aktuell die beste sei – also ein Anruf, eine E-Mail oder eine SMS. Das iPhone der Person, die kontaktiert werden soll, könnte dies anhand vorher definierter Regeln feststellen und die notwendigen Daten über das Internet an Kontakte übermitteln.

Das iPhone könnte dann anhand von Hilfsmitteln wie dem GPS-Empfänger aber auch über die Kamera oder das Mikrofon feststellen, in was für einer Situation sich der Besitzer befindet. Ist der Besitzer beispielsweise im Büro, könnte eine Kontaktaufnahme via SMS oder E-Mail angeregt werden, befindet er sich zu Hause, könnte die präferierte Methode ein Anruf sein.

Das iPhone könnte anhand der Bewegung auch feststellen, ob sich der Besitzer gerade in einem Auto oder in einem Zug befindet und auch hier festlegen, welche Methode der Kontaktaufnahme die beste ist. Schließlich könnte es dem potentiellen Empfänger auch möglich sein, verschiedene Regeln für verschiedene Personen festzulegen – befindet er sich also im Büro, könnten Anrufe nur von Familienmitgliedern erwünscht sein.

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Apple I: Begehrtes Sammlerstück wird versteigert

Im vergangenen November versteigerte das Kölner Auktionshaus Breker einen der sechs verbleibenden, intakten Apple I für fast 500.000 Euro. Jetzt kommt ein weiteres der begehrten Sammlerstücke unter den Hammer, zusammen mit einigen anderen IT-Museumsstücken.

Der geschätzte Wert dieses funktionstüchtigen Apple I liegt laut Breker bei 200.000 bis 300.000 Euro. Die letzte Auktion dieser Art vor ein paar Monaten brachte einen Rekordpreis: Für beinahe 500.000 Euro bekam der glückliche Höchstbieter den Zuschlag.

Am 25. Mai findet die Auktion in Köln statt, zu der neben dem ersten Apple-Computer aus dem Jahr 1976 noch einige weitere IT-Raritäten im Katalog stehen. Darunter ein Apple Lisa 1 (1983), ein Scelbi-8H (1973), ein Altair 8800 (1974) sowie eine „Pascaline“, eine der ersten mechanischen Rechenmaschinen aus dem 17. Jahrhundert.

Die meisten der Exponate dürften das Budget des Durchschnittsanwenders überschreiten. Trotzdem ein interessanter Termin für Fans neuer und alter Computertechnik.

(Bild: Auction Team Breker)

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Nach WWDC: Apple kündigt “Tech Talks”-Tour für Herbst an

Die Karten für Apples Entwicklerkonferenz WWDC waren dieses Jahr binnen zwei Minuten ausverkauft. Allerdings wird Apple auch dieses Jahr wieder Video-Aufzeichnungen der Sessions anbieten – und eine “Tech Talks”-Tour anbieten.

Schon in den letzten Jahren gingen die Tickets für die Worldwide Developers Conferen (WWDC) von Jahr zu Jahr schneller über den virtuellen Ladentisch. Dieses Jahr waren die Karten aber schon binnen zwei Minuten nicht mehr erhältlich. Einige glückliche Entwickler bekamen später von Apple noch einzelne Karten angeboten.

Die Entwickler, die keine Karten bekommen haben und sich vor allem für die Schulungen beziehungsweise Sessions interessieren, müssen allerdings nicht leer ausgehen: Einerseits wird Apple nach der Konferenz, die vom 10. bis 14. Januar in San Francisco stattfindet, auch Video-Aufzeichnungen der Sessions ins Netz stellen.

Andererseits soll es wie schon 2011 im Herbst diesen Jahres eine “Tech Talks”-Tour geben, bei der sich Entwickler Know-How für die iOS- und OS-X-Entwicklung aneignen können. 2011 fand die Schulung unter anderem auch in Berlin statt, die Städte für dieses Jahr wird Apple noch bekannt geben.

Auf der WWDC möchte Apple dieses Jahr Neuigkeiten zum iOS und OS X vorstellen – wahrscheinlich die neuen Versionen iOS 7 und OS X 10.9. Für die meisten Entwickler, die 1599 US-Dollar Eintritt bezahlen, sind die Schulungen aber sicherlich wichtiger als die Eröffnungs-Keynote.

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Apples Aktienrückkauf: Anatomie eines Steuertricks

Tim Cook und Peter Oppenheimer haben im Rahmen der letzten Quartalskonferenz angekündigt, 100 Milliarden Dollar an die Aktionäre auszuschütten. 60 Milliarden will sich man für einen Aktienrückkauf leihen — offenbar eine reine Steuersparmaßnahme.

Das größte Aktienrückkaufprogramm, das je in Gang gesetzt wurde. Für 60 Milliarden Dollar will Apple AAPL-Papiere von den Aktionären erwerben. Die Aktion soll durch einen Kredit finanziert werden. Moment — Apple verfügt über knapp 145 Milliarden Dollar in Bar, man muss sich doch nichts leihen, was man selbst schon hat, oder?

Allan Sloan vom Fortune Magazin beschreibt in der Washington Post, welche steuerlichen Vorteile es für Apple hat, sich die nötigen Mittel von einer Bank zu leihen. Der größte Teil von Apples Barschaft ist nämlich nicht im amerikanischen Heimatland, sondern im Ausland gelagert. Da, wo das Unternehmen keine 35 Prozent Einkommensteuer zahlen muss.

Durch das Vermeiden dieser Steuer und die niedrigen Zinsen entsteht eine Situation, in der es für Apple günstiger ist, fremdes Geld zu nehmen, als eigenes wieder in die USA zu holen.

Außerdem werden mit diesem Manöver nicht-absetzbare Ausgaben ganz einfach in solche verwandelt, die steuerlich geltend gemacht werden können.

Bei einem (großzügig) geschätzten Zinssatz von 3 Prozent würde jeder Rückkauf einer Aktie zum Preis von 410 Dollar 12,30 Dollar Zinsen kosten. Gleichzeitig spart Apple sich die Dividende, die sie sonst an den Inhaber dieser Aktie vierteljährlich zahlen müsste (12,20 Dollar pro Jahr). Das gleicht sich beinahe exakt aus — wenn da nicht der kleine aber feine Unterschied wäre: Zinsen sind absetzbar, Dividenden sind es nicht.

Forderungen nach einer Senkung der Einkommensteuer für Unternehmen werden begründet mit einem geringeren Anreiz für solche Spielchen. Sloan zufolge würden sie eine solche Praxis zwar weniger lukrativ machen. Die Geschichte habe aber gezeigt, dass auch geringere Sparmöglichkeiten niemanden davon abhalten, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen. Schon gar nicht Unternehmen, die Steuern vermeiden wollen.

Auch ein, wie gefordert, auf 25 Prozent gesenkter Steuersatz würde nichts daran ändern, dass es für Apple billiger ist, das Geld zu leihen, als das eigene zu „importieren“. So bleibt es bei Tricks und Manövern, um die Barschaft möglichst voluminös zu halten.

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Apple: Voraussichtlich längste “Trockenphase” zwischen neuer Hardware seit Jahren

Kommt von Apple in Sachen neuer Hardware bis Herbst (so gut wie) überhaupt nichts mehr? Das Unternehmen hat immerhin kürzlich entsprechende Andeutungen gemacht. Es wäre für Apple-Kunden die längste “Trockenphase” der letzten Jahre.

Die Website 9 to 5 Mac verweist auf eine Grafik von BusinessInsider, die zeigt, dass Apple sich in den letzten Jahren zwischen zwei Apple-Events zur Einführung neuer Hardware nie so lange Zeit gelassen hat, wie es aktuell der Fall zu sein scheint.

Seit der Präsentation zahlreicher neuer Produkte im vergangenen Herbst hat Apple keine neue Hardware mehr vorgestellt. Nach der Präsentation des jüngsten Quartalsergebnisses erklärte der Unternehmenschef Tim Cook, dass Apple “im Herbst” “fantastische neue Produkte” vorstellen werde.

Gestern folgte wiederum die Ankündigung, dass Apples Worldwide Developers Conference (WWDC) dieses Jahr vom 10. bis 14. Juni stattfinden werde. In der Vergangenheit hat Apple auf dieser Veranstaltung oft neue Hardware präsentiert, in den letzten beiden Jahren war das allerdings nicht mehr der Fall.

In der Ankündigung zur diesjährigen WWDC stellt Apple Neuigkeiten zum iOS und zum OS X in Aussicht, also größere Updates für die eigenen Betriebssysteme. Das könnte bedeuten, dass es auch im Juni keine neue Hardware geben wird – wodurch die “Trockenphase” noch deutlich länger wäre, als die BusinessInsider-Grafik vorhersagt: Diese zeigt, dass zwischen der Präsentation des iPad mini, des neuen iMac und des 13-Zoll-MacBook Pro mit Retina Display im vergangenen Oktober und der WWDC 230 Tage liegen.

Die längste Phase zwischen zwei Präsentationen neuer Hardware lag zwischen der Vorstellung des 2010er-MacBook Air und dem iPad 2 – damals waren es “nur” 132 Tage ohne neue Apple_Geräte. Andernfalls lagen zwischen zwei Präsentationen in den letzten drei Jahren selten mehr als 100 Tage.

Es stellt sich die Frage, ob Apple eine andere Strategie verfolgt als in den letzten Jahren und Produktvorstellungen absichtlich auf den Herbst konzentrieren möchte. Denkbar ist allerdings auch, dass der lange Zeitraum zwischen Präsentationen nicht ganz freiwillig gewählt ist, sich einige Produkte also beispielsweise wegen Produktionsproblemen verzögern. Was dahinter steckt, wird man wohl erst in einigen Jahren sagen können.

Denkbar ist natürlich, dass Apple zwischenzeitlich kleinere Hardware-Upgrades veröffentlichen wird – so wie die jüngsten MacBook-Modelle Anfang des Jahres etwas bessere Prozessoren erhalten haben. Solche Neuerungen bleiben bei der Rechnung natürlich außen vor.

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WWDC 2013: iOS und OS X im Fokus der Apple-Entwicklerkonferenz

Im Rahmen der WWDC 2013 im Juni wird uns Apple Neuheiten präsentieren. So wie sich Apple aktuell äußert, wird es sich dabei um neue Versionen von iOS und OS X handeln.

Die Worldwide Developers Conference (WWDC) ist Apples große Entwickler-Konferenz. Traditionsgemäß eröffnet sie Apple mit einer Keynote, in der der Öffentlichkeit und natürlich den Entwickler neue Produkte vorgestellt werden. Der neue Mac Pro? iWatch? Weitere Hardware? Auszuschließen ist das nicht. Eine komplett neue Produktkategorie erscheint aber frühestens im Herbst, das hat CEO Tim Cook bereits angedeutet. Der Fokus der WWDC wird auf den beiden Betriebssystemen – einerseits für die Macs, andererseits für iPhone und iPad – liegen. Mit der Ankündigung der WWDC soeben erklärt Philip Schiller: „Wir können es kaum erwarten, neue Versionen von iOS und OS X auf der WWDC an die Entwickler auszuhändigen“, so der Senior Vice President Worldwide Marketing von Apple.

Das Bildmaterial verrät nur wenig: Das Logo kann als mehrere farbige Apps gedeutet werden, in der “WWDC 2013″ (als lateinische Jahreszahl -> MMXIII) geschrieben steht. Es wirkt gar ein wenig futuristisch, anders als die Jahre zuvor.

Fokus Software – das ist nichts Überraschendes, sondern liegt in der Natur der Sache: Die WWDC ist die Entwickler-Woche, in der Apple alle unterstützt, die Apps für OS X und iOS entwickeln. Für dieses Jahr kündigt das Unternehmen über 100 technische Sessions an, in der über 1000 Apple-Ingenieure die Anwendung und Integration neuer Technologien der eigenen Betriebssysteme erklären. Zudem erhalten die Entwickler Unterstützung in 100 Veranstaltungen und kleinen Workshops.

Apple wird die neuen Betriebssystem-Versionen vorstellen und an die Entwickler aushändigen. Das heißt: Für die Allgemeinheit wird es das neue iOS und OS X im Juni noch nicht geben, und das ist auch gut so: So kann Apple auf Basis der Entwickler-Rückmeldungen die Produkte verbessern. Andererseits können die Entwickler ihre Software für die neuen Betriebssysteme anpassen. iOS 7 dürfte dann im Herbst zusammen mit einem neuen iPhone und iPad erscheinen. Hauptaugenmerk legt Apple hierbei auf die Bedienoberfläche und das Design. Der Zeitplan für OS X 10.9, also die nächste Raubkatze für die Macs, ist dagegen schwer abzuschätzen, zumal Apple unternehmensintern die Entwicklung von iOS priorisiert haben soll. Mountain Lion hat Apple knapp ein halbes Jahr vor der endgültigen Veröffentlichung im letzten Sommer vorgestellt.

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Apple spendet für Erdbebenopfer in China

Das Erdbeben in der chinesischen Provinz Sichuan, dem am Wochenende über 180 Menschen zum Opfer fielen, ist auch an Apple nicht vorüber gegangen: Das Unternehmen bekundet den Betroffenen auf seiner chinesischen Website sein Beileid und kündigt an, umgerechnet über 6 Millionen Euro und Apple-Geräte für Schulen zu spenden.

Wer in diesen Tagen die chinesische Apple-Website aufruft, findet auf der Startseite an prominenter Stelle keinen Hinweis auf Apple-Produkte, sondern eine Mitleidsbekundung: In diesen schwierigen Zeiten, so die Mitteilung, “sind unsere Herzen bei den Opfern des Sichuan-Erdbebens”.

Neben Geldzahlungen in Höhe von 80 Millionen Yuan, umgerechnet 6,2 Millionen Euro, die den Betroffenen direkt zugute kommen sollen, werde Apple neue Exemplare der eigenen Produkte für Schulen in der Region zur Verfügung stellen. Apple-Mitarbeiter in der betroffenen Gegend stünden ebenfalls bereit, um gegebenenfalls zu helfen.

Bei dem Erdbeben der Stärke 7 kamen nach aktuellem Stand 186 Menschen ums Leben, 24 sind weiterhin vermisst. 11.826 Menschen wurden verletzt, zehntausende Menschen verloren ihr Zuhause.

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Börse ade: Könnte Apple sich selbst freikaufen?

Diese Frage beschäftigte kürzlich Ryan Block, Produktmanager bei AOL Tech und Gründer von gdgt. Könnte Apple seine Barschaft dafür einsetzen, sich von der Börse zu nehmen und fortan ohne Wall Street zu agieren? Eine interessante Überlegung.

Es gibt eine Menge Vorteile, die für den Abzug Apples von der Börse sprächen. Keinen Ärger mit der SEC, keine Aktionäre, die einem im Nacken sitzen. Auf der Kommunikationsplattform Branch stellen einige Kommentatoren fest: Apple könnte sich seinem Kerngeschäft, dem Design von Hard- und Software, sehr viel besser widmen.

Vorab: Die Antwort auf die Frage lautet leider nein. Trotzdem ist es ein nettes Gedankenspiel und auch der Grund für das Nein ist interessant.

Zunächst eine Bestandsaufnahme. Derzeit verfügt Apple über Barreserven in Höhe von etwa 140 Milliarden Dollar. Der Börsenwert des Herstellers liegt bei ungefähr 368 Milliarden. Nimmt man eine großzügige Prämie von 50 Prozent an, käme der Kaufpreis für Apple auf etwa 552 Milliarden Dollar.

Ganz abgesehen davon, dass die Barreserven hierfür nicht ausreichen — wer glaubt, Apple könnte einfach diese Mittel als Eigenkapital in eine Finanzierung einbringen, liegt falsch. Das Geld gehört den Aktionären, kann also nicht ohne ihre Zustimmung dazu verwendet werden, sämtliche Papiere aufzukaufen.

Nehmen wir aber mal an, Apple wäre in der Lage, eine Bank davon zu überzeugen, dem Unternehmen einen Kredit zu gewähren. Matthew Yglesias hat für slate.com ausgerechnet, dass sich allein die Zinsen auf 31 Milliarden Dollar pro Jahr belaufen würden. Dafür würden die Profite wohl noch ausreichen. Das Problem ist also nicht Apple — genug Geld wäre da oder könnte besichert werden.

Es gäbe derzeit ganz einach keine Bank, die es sich leisten könnte, ein derartiges Finanzierungsunterfangen überhaupt anzufassen. Die größte Übernahme dieser Art bis dato fand Yglesias zufolge im Jahr 1989 statt. Damals kaufte die Beteiligungsgesellschaft Kohlberg Kravis Roberts & Co. den Konzern RJR Nabisco für eine Summe, die heute 55,38 Milliarden Dollar entspricht.

Eine Finanzierung der nötigen 552 Milliarden Dollar wäre also schlichtweg unmöglich: „Man sagt, manche Banken wären zu groß zum Scheitern, Apple ist zu groß zum Kaufen.“ Apple wird sich sicherlich etwas einfallen lassen, was mit all dem Bargeld anzufangen ist, damit auch die Aktionäre zufrieden gestellt sind.

Ohne sie kann das Unternehmen aber vorerst nicht auskommen, dazu müsste der Börsenwert zunächst ganz erheblich in den Keller fallen — zum Beispiel, weil die Analysten immer wieder enttäuscht werden und Apple immer mehr Bargeld anhäuft…

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Analyst sagt Apple-Fernseher mit “iRing” und “Mini-TVs” für zweite Jahreshälfte voraus

Seit Jahren sagen Analysten einen Apple-Fernseher voraus, geworden ist daraus bisher noch nichts. Dennoch gibt es immer wieder neue Vorhersagen – die im Fall des Analysten Brian White jetzt besonders skurril ausfallen.

Der Topeka-Capital-Markets-Analyst White will erfahren haben, dass Apple einen 60-Zoll-Apple-Fernseher in der zweiten Hälfte diesen Jahres veröffentlichen möchte. Das Gerät könnte es aber auch in einer kleineren Variante mit 50 oder 55 Zoll Bildschirmdiagonale geben. Als Preis nennt White eine spanne zwischen 1.500 und 2.500 US-Dollar, wobei die Möglichkeit bestehe, dass Kabelfernsehen-Anbieter das Gerät subventioniert in Verbindung mit Laufzeitverträgen verkaufen.

Soweit, so unspektakulär – abgesehen vielleicht von der Tatsache, dass die Vorhersage “zweite Jahreshälfte 2013″ vielleicht etwas optimistisch ist. White will aber noch weitere Details kennen, die zumindest auf den ersten Blick ein bisschen ausgefallen klingen: Als Zubehör werde Apple dem Gerät einen “iRing” beilegen – also eine Mini-Fernbedienung, die der Benutzer als Ring am Finger tragen wird.

Mit Hilfe dieses Gerätes soll eine Bedienung über Gesten möglich sein. White ist zwar nicht der Erste, der eine Gesten-Steuerung vorhersagt, wohl aber der Erste, der von einer Umsetzung mit Hilfe eines Rings gehört haben will. Darüber hinaus werde es, so White weiter, auch eine FaceTime- und eine Siri-Integration geben; eine Bedienung über Sprachsteuerung soll also auch möglich sein. Auch die iWatch – eine Armbanduhr von Apple, die ebenfalls durch die Gerüchteküche geistert – soll mit dem Fernseher zusammenarbeiten können.

Sollte Apple tatsächlich einen Fernseher herausbringen, dürfte die Fernbedienung auch über ein iPhone oder iPad möglich sein – immerhin machen Besitzer eines Apple TV mit der App schon ganz gute Erfahrungen.

White glaubt aber, dass Apple dem Fernseher noch eine Art abgespecktes iPad beilegen werde: Der “Mini-iTV” soll es ermöglichen, die Inhalte des Fernsehers über Distanzen von bis zu 200 Metern in andere Teile des Hauses zu streamen. Die tragbaren Geräte sollen aber eben keine vollwertigen iPads sein. Eines werde im Lieferumfang enthalten sein, Kunden dürften sich dann aber bis zu drei weitere hinzukaufen können.

Ob White Recht behalten wird, bleibt – wie immer – abzuwarten. Bisher ist aus dem Apple-Fernseher auch nach Jahren der Vorhersagen durch zahlreiche Quellen zumindest noch nichts geworden.

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Google Play Store vor Apple App Store – und dahinter

Wer unter den App Stores hat die Nase vorne? Eine deutsche Studie hat sich den aktuellen Stand zwischen App Store (iOS) von Apple und Play Store (Android) von Google angesehen. Heraus kam: Der eine wird häufiger genutzt, der andere macht mehr Profit.

Der Play Store ist der am häufigsten genutzte App Store, zu dem Ergebnis kommt die Studie „Smartphone Mobile Internet eXperience (SMIX)“ des Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov. 38 Prozent der deutschen Smartphone-Nutzer greifen auf den Shop von Google zu.

Das heißt aber noch lange nicht, dass die Kunden Apps kaufen. Hier kann Apple punkten: 84 Prozent der iPhone-Nutzer laden regelmäßig kostenpflichtige Anwendungen herunter, während es bei den Google-Besuchern nur 58 Prozent sind.

Was könnten die Gründe hierfür sein? Zum einen ist die Zahlungsbereitschaft im iOS-Bereich höher, wie in der Vergangenheit schon mehrere Studien herausfanden. Dieser Trend kehrt sich jedoch langsam um, wie mein androider Kollege Jens meint: „Auch bei uns zahlt man mittlerweile lieber 2-3 Euro für eine App, wenn es im Gegenzug keine In-App-Käufe oder Werbung gibt.“ Ein anderes Manko des Play Store: Der Einkauf funktioniert nur über Kreditkarte. Weitere Zahlungsmöglichkeiten könnten schnell für eine größere Käuferschaft sorgen.

Zurück zur SMIX-Studie: Noch immer ist der iOS-App Store der beliebteste Download-Shop, allerdings bekam er von seinen Nutzern einen Dämpfer: Die Bewertungen sind zwar noch immer besser als die der Konkurrenz, aber nicht mehr so gut wie im Quartal zuvor. YouGov vermutet die Gründe hierfür in der strittigen Karten-App von Apple – wobei diese genaugenommen nichts mit dem App Store zu tun hat.

Samsungs App Store konnte sich in Sachen Kundenzufriedenheit dagegen verbessern. Abgeschlagen ist immer noch Nokias OviStore.

Die Studie SMIX untersucht vierteljährlich den Smartphone-Markt in Deutschland. Die aktuellen Zahlen wurden im vergangenen Herbst erhoben, 1533 Personen wurden befragt. Über die Repräsentativität hat YouGov keine Angaben gemacht.

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US-Smartphone-Markt: Apple soll 2013 Anteile gewinnen

Das US-Marktforschungsinstitut Yankee Group prophezeit Apple ein gutes Jahr: Vermutlich könne das Unternehmen 2013 mehr Smartphones verkaufen als Konkurrent Samsung und damit Marktanteile in den USA gewinnen.

Yankee Group sieht im Samsung Galaxy S4 eine Neuauflage des bekannten Galaxy-Designs. Das Gerät sei lediglich etwas größer, schneller und mit ein paar neuen Applikationen ausgestattet. Zwar sei das S 4 für Samsung ein exzellentes Flaggschiff-Gerät, aber offenbar nicht spektakulär genug, um für Samsung Marktanteile zu erkämpfen.

In einer Aufstellung listet Yankee Group die Anteile am Smartphone-Markt für verschiedene Hersteller auf und zeigt, wie groß die Anteile der Hersteller bei geplanten Neukäufen sind.

Apple allein könne demnach in diesem Jahr Marktanteile gewinnen. Neben einem derzeitigen Marktanteil von gut 30 Prozent, planen 40 Prozent der Befragten, in den nächsten sechs Monaten ein iPhone zu kaufen. Samsung setzt sich mit etwa 15 Prozent immerhin deutlich von den übrigen Herstellern ab. Apples Anteil war bei der letzten Befragung sogar noch höher.

“Wenn Samsung Apple wäre, hätte es dieses Design als Galaxy S 3S bezeichnet”, schreibt der Leiter von Yankee Groups Marktforschungsabteilung Carl Howe.

Wie loyal Apple-Kunden sind zeigt dieser Vergleich: 85 Prozent der iPhone-Nutzer planen einen erneuten iPhone Kauf. Samsung wollen dagegen nur 61 Prozent der Nutzer treu bleiben. Sofern Samsung nicht daran arbeite, dies innerhalb der nächsten sechs Monate zu ändern, sehe man 2013 einen Zugewinn an Marktanteilen eher bei Apple als bei Samsung, so Howe.

Wer sich ein Bild vom Samsung Galaxy S4 verschaffen möchte, dem sei das Hands-On der Kollegen von androidnews ans Herz gelegt. Einen Vergleich zum iPhone 5 gibt es bei Giga\\iPhone & iPad.

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US-Gericht droht Apple mit Strafzahlung

US-Richter Paul Grewal wirft Apple in einem aktuellen Prozess ein “inakzeptables Verhalten” vor. Der Konzern aus Cupertino hatte geforderte Dokumente nicht eingereicht. Apple wird in dem Fall beschuldigt, Ortsdaten von iPhone-Nutzern zu sammeln und weiterzugeben. 

Zwar hatte sich, so berichtet Bloomberg aus dem Gerichtssaal, die Anzahl der eingereichten Dokumente seit März verdoppelt, überzeugt war Richter Grewal davon allerdings nicht.

Er hatte Apple bereits im November 2012 gebeten, detaillierte Informationen zur Ortsdaten-Sammlung zusammenzustellen. Nicht nur ließ sich Apple dabei offenbar zu viel Zeit, auch die Qualität der hervorgebrachten Dokumente war für Grewal nicht zufriedenstellend. So fehlten beispielsweise E-Mails ranghoher Angestellter einschließlich Steve Jobs.

Die Klägerparteien lud Richter Grewal ein, über den Umfang von Sanktionen gegen das Unternehmen nachzudenken. Apple soll nun Teile interner Informationspolitik offenlegen. Grewal könne sich andernfalls nicht länger auf das Unternehmen verlassen.

Im Zuge des Prozesses erwirkten Anwälte zudem, dass Apple nähere Informationen zur Zulassung von Apps im App Store preisgeben muss.

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Apple: Neue iPhone-Website mit viel Eigenlob

Apple hebt in der Werbung gerne hervor, dass das iPhone trotz aller Konkurrenz ein ganz besonderes Gerät ist: “If you don’t have an iPhone, you don’t have an iPhone”, so ein bekannter Slogan. Jetzt hat das Unternehmen auch eine Website veröffentlicht, die die Besonderheiten des Gerätes hervorheben soll.

Auf seiner amerikanischen Website erklärt Apple (potentiellen) Kunden, wie die Smartphone-Welt der Auffassung des Unternehmens zufolge aufgeteilt ist: Zum einen gebe es das iPhone. Und dann gebe es alles andere. (“There’s iPhone. And then there’s everything else.”) Die Website soll erklären, warum eine solche Einteilung gerechtfertigt ist.

Apple verweist darauf, dass die Marktforscher von JD Power and Associates das iPhone schon mehrere Male für die höchste Kundenzufriedenheit ausgezeichnet hätten. “Liebe”, so Apple, “scheint sich messen zu lassen”. Im Anschluss lobt sich Apple noch für das tolle Design des iPhone 5 – die Ingenieure hätten sich jedes Detail so genau angesehen, wie es sonst bei Armbanduhren der Fall sei – sowie einige weitere Punkte.

So sei die Batterielaufzeit im Vergleich zur Konkurrenz sehr lang, was sich unter anderem durch den leistungsfähigen, aber sparsamen Prozessor Apple A6 erklären lasse. Das iPhone biete dem Kunden schnelle LTE-Verbindungen, enthalte die – bei Flickr – beliebteste Digitalkamera, biete eine Anbindung an den bekannten iTunes Store und App Store, mit dem iOS 6 das beste Mobil-OS, mit Siri einen einzigartigen Spracherkennungs-Assistenten, die Anbindung an iCloud und hervorragenden Support durch Apples Retail Stores.

Insgesamt lobt sich Apple also mal wieder ausführlich selbst und arbeitet mit vielen Superlativen – und erklärt die Einzigartigkeit des iPhone zum Teil auch mit Features, die auch den Konkurrenzprodukten nicht fremd sind. Besonders fragwürdig erscheint die Behauptung, dass es nur beim iPhone ein Retina Display gebe. Streng genommen stimmt das zwar, weil kein anderes Unternehmen seine Displays mit diesem Ausdruck bezeichnet.

Das Smartphone mit der höchsten Pixeldichte hat Apple aber nicht einmal ansatzweise: Auf dem iPhone-5-Display befinden sich 326 Pixel pro Zoll, der Wert liegt bei einigen Konkurrenzprodukten deutlich höher: Das kürzlich vorgestellte Samsung Galaxy S4 bietet 441 Pixel pro Zoll, beim HTC One sind es sogar 486 Pixel pro Zoll.

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(Un)berechenbar: Apple und das Rhythmus-Problem

Betrachtet man die Reihe der iPhone-Modelle, in der jedes Jahr auf ein größeres Update ein kleineres S-Upgrade folgt, merkt man, wie berechenbar Apple geworden ist. Die Konkurrenz hat’s begriffen und reagiert mit antizyklischen Produktvorstellungen. Muss Apple seine Routine durchbrechen, um weiter vorne mitzuspielen?

Apples Produktzyklen: Ein offenes Geheimnis

Inzwischen wissen alle, und zwar wirklich alle, dass Apple jedes Jahr zwischen Juli und September ein neues Smartphone präsentiert. Dabei wechseln sich größere Upgrades mit den „S“-Varianten ab. HTC, Samsung und BlackBerry haben das aufgeschnappt und beginnen, ihre Top-Geräte im Frühjahr zu veröffentlichen. Das HTC One, das Samsung Galaxy S4 und das BlackBerry Z10 — sie alle wollen dem massiven Schatten eines neuen Apple-Smartphone entfliehen.

Eine gewisse Regelmäßigkeit verschafft Apple enorme Vorteile. Produktionskosten für sehr ähnliche Bauteile sinken mit steigenden Volumina, das heißt, das Gehäuse eines iPhone 4S ist bereits günstiger als das eines iPhone 4. Kleinere Verbesserungen an Hardwarekomponenten und Software machen das S-Upgrade zu einem guten Deal für den Hersteller.

Auch für den Anwender ist das von Vorteil – er bekommt bessere Technik zum gleichen oder sogar zu einem niedrigeren Preis, auch wenn vielleicht nicht alle Kunden jedes Jahr ein neues Gerät kaufen werden.

Routine macht berechenbar

Gleichzeitig ist diese gleichmäßige Wellenbewegung aber auch ein Problem, wie Rene Ritchie von iMore anmerkt. Wenn alle wissen, dass es jedes Jahr in einem Rahmen von maximal drei Monaten irgendwann im Herbst neue Apple-Hardware gibt, positionieren sich die Konkurrenten mit ihren neuen Produkten eben genau gegenläufig. Im Januar, Februar und März müssen sie die Aufmerksamkeit der Medien und der Konsumenten nicht teilen.

Außerdem merken auch die Kunden, wann es sich lohnt, zuzuschlagen und wann nicht. Lange sind es nicht mehr nur Geeks und Tech-Blog-Leser, die den spürbaren Rückgang der Verkaufszahlen im Spätsommer verursachen. „Ottonormaluser“ hat längst Wind von der Taktik bekommen.

Hinzu kommen die Einschränkungen, welche das kleine Update auf iPhone 3GS, 4S und möglicherweise iPhone 5S mit sich bringen. Die Möglichkeiten zur Verbesserung sind stark eingeschränkt, will man die Vorteile der immer günstigeren Massenfertigung wie beschrieben nutzen. Neues Display? NFC? Kabellose Akkuladung per Induktion? Fingerabdruck-Sensor im Home-Button?

All das würde größere Umbauten am gesamten Gerät erfordern und die Früchte der Strategie völlig zunichte machen. Was können wir also beim iPhone 5S erwarten: Höchstens einen LTE-Chip mit umfassenderem Frequenzband, schnellere CPU und eine bessere Kamera. Hinzu kommen natürlich mögliche Zusatzfunktionen der Software. Alles Grund genug für diejenigen Kritiker, die schon den Schritt vom iPhone 4S zum iPhone 5 für „langweilig“ hielten, erneut in dieselbe Kerbe zu schlagen.

Die Lösung: Mehr Routine oder neue Überraschungen?

So, was heißt das jetzt für Apple — werden sie stur ihrer inneren Uhr gehorchen und Jahr für Jahr, Herbst für Herbst immer abwechselnd ein iPhone XS auf ein iPhone X folgen lassen? Vielleicht würde das funktionieren. Schließlich schlägt das iPhone bisher noch mit jedem Verkaufsstart aufs Neue alle Rekorde. Sowohl die eigenen als auch die der Konkurrenz. Vielleicht verblasst der Reiz des iPhone aber auch irgendwann hinter immer attraktiveren Geräten von Samsung, HTC und Co.

Doch das muss nicht die Lösung sein. Wie wir beim iPad gesehen haben, kann Tim Cook auch anders. Wer mitgezählt hat: 2012 gab es insgesamt drei neue iPad-Modelle. In einem Jahr. Drei Stück. Jetzt kursieren zahlreiche Gerüchte zu einer Uhr, genannt iWatch, die Apple angeblich noch in diesem Jahr vorstellen soll. Es ist also noch lange nicht alles in Stein gemeißelt.

Mit überraschenden Manövern und unkonventionellen Produkten hat Apple es auch in der Vergangenheit schon geschafft, ganze Branchen auf den Kopf zu stellen. Wer sagt, dass das nicht ein weiteres Mal geschehen kann…

Was glaubt ihr — läuft Apple Gefahr, für die Konkurrenz zu berechenbar zu werden?

(Bild: classic 3d newton cradle via Shutterstock)

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Deutlicher Produktionsrückgang bei Apple-Zulieferern im Februar

Steckt Apple in Problemen? Nachdem in den letzten Monaten bereits der Sinkflug der Apple-Aktie für Schlagzeilen sorgte, verdichten sich die Anzeichen, dass auch die Verkaufszahlen nachlassen. Im Februar sollen die Apple-Zulieferer ihre Produktion deutlicher zurückgefahren haben als saisonal üblich.

Der Topeka-Capital-Analyst Brian White spricht von einem “schrecklichen” Februar für Apple. White veröffentlicht regelmäßig die Daten seines “Apple Monitor” – Zahlen über die Aktivitäten von Apple-Zulieferern, die Rückschlüsse auf Apples Verkaufszahlen zulassen sollen. In der Vergangenheit hatte White meist Positives für Apple zu vermelden; in seinem jüngsten Bericht sieht das allerdings ganz anders aus.

Im Februar hätten die Zulieferer ihre Produktion im Vergleich zum Januar um stolze 31 Prozent zurückgefahren. Für den Monat seien sonst lediglich 8 Prozent üblich. Zwar sei in diesem Jahr das chinesische Neujahrsfest hinzugekommen, das die Produktionsgeschwindigkeit schmälere. Beziehe man diesen Faktor mit ein, seien die Zahlen immer noch schlecht – laut White handelt es sich um den bisher schlechtesten “Apple Monitor”-Februar überhaupt.

Ein Unternehmen, das nicht Teil des “Apple Monitor” ist, jedoch ebenfalls deutlich weniger produzierte, ist Hon Hai: Die Firma ist das Mutterunternehmen des Apple-Partners Foxconn, der die Montage von Apple-Produkten übernimmt.

All diesen Zahlen sei allerdings hinzugefügt, dass die Zulieferer für die gesamte IT-Branche im Februar deutlich weniger produzierte als gewohnt. Die meisten der “Taiwan Monitors” zeigten ein ungewöhnlich hohes Minus für den vergangenen Monat, so der Analyst White.

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Biete gebrauchtes E-Book: Apple-Patentantrag beschreibt DRM-Flohmarkt

Ein neu entdeckter Patentantrag von Apple beschreibt ein System zur Weitergabe von DRM-geschützten Inhalten. Musik, E-Books und Videos können demnach von einem Endkunden an den nächsten weitergegeben werden. Die Infrastruktur dafür könnte im iTunes Store liegen, ein Teil des Verkaufspreises geht an Apple.

In einem ganz ähnlichen Patentantrag von Amazon geht es ebenfalls um eine Lösung für Geschäfte mit digitalen Medien unter Endverbrauchern. Anders als bei Apple schlug Amazon aber vor, den eigenen Marktplatz im Netz als Drehscheibe für all diese Verkäufe zu verwenden.

Apple geht einen Schritt darüber hinaus und will auch den direkten Austausch der User untereinander zulassen. Übertragen wird jeweils nur das Recht, auf die Inhalte zuzugreifen. E-Book, Musiktitel oder Film können mit übertragen werden, müssen es aber nicht.

Praktisch würde ein solcher Transfer in etwa so von statten gehen: Ich habe ein E-Book aus dem iBook Store, das ich auf dem iPad durchgelesen habe und nicht mehr benötige. Ich verkaufe dieses E-Book mit einem Knopfdruck an einen Freund, der es daraufhin von seinem iPhone aus herunterladen kann. Die Berechtigung dazu wurde ihm nach der Bestätigung der Transaktion durch mich an iTunes erteilt.

Der Inhalt verschwindet anschließend von meinem iPad. Möglich ist aber auch, dass das Buch nie auf meinem Gerät war, sondern in der Cloud bleibt. Ich verkaufe nur die Lizenz am Buch, Musikstück oder Film. Nicht den Inhalt selbst.

Wie der Kaufpreis von einem Anwender zum anderen fließt, wird in dem Patentantrag nicht erklärt. Eine denkbare Variante ist aber, dass die iTunes-Konten der jeweiligen

Anwender für den Zahlungsverkehr genutzt werden. Mein Guthaben wird also um den vereinbarten Kaufpreis erhöht — abzüglich einer Gebühr für Apple, versteht sich.

Auch eine Leihe soll mit dem vorgeschlagenen System möglich sein. Der Verleiher bestimmt demnach die Leihdauer, iTunes beschränkt den Zugriff auf den Inhalt auf dem Gerät des Entleihers. Dies könnte etwa nach dem bewährten System funktionieren, nach dem auch Leih-Filme nach Ablauf der Leihdauer einfach verschwinden.

Ebenfalls vorgesehen sind Bedingungen, unter denen die Inhalte weitergegeben werden dürfen. So wird für Filme beispielhaft ein Mindestpreis von 10 Dollar angeführt, wenn er innerhalb der ersten sechs Monate nach dem ursprünglichen Neukauf weitergegeben werden soll. Anschließend sind mindestens 5 Dollar zu verlangen.

Auch bestimmte Zeiten, seien es Monate, Wochentage oder Tageszeiten, können für einen solchen Transfer bestimmt werden, ebenso wie die maximal Anzahl an Weiterverkäufen.

Eine sehr spannende Sache, auch im Lichte der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes im Juli 2012, dass gebrauchte Software sehr wohl weiterverkauft werden darf.

Zwar wurde damals die theoretische Möglichkeit für einen Gebrauchtmarkt geschaffen. Den Anbietern steht es aber weiterhin frei, eine Nutzung dieser Möglichkeit überhaupt nicht vorzusehen. Beispiel: Der iTunes App Store. Die Weitergabe von Apps an andere User ist nicht Teil des Ökosystems.

Zumindest bis jetzt. Vielleicht deutet dieser Patentantrag Apples auf eine Zukunft, in der Anwender nicht mehr gebrauchte digitale Inhalte untereinander tauschen, ausleihen und verkaufen können.

Was haltet ihr von dieser Lösung?

(via Appleinsider, Bild: Hand handing over money via Shutterstock)

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iRadio: Apple will weniger Geld als Konkurrenz zahlen

Apple soll weiter an einem Musik-Streaming-Angebot als Ergänzung zu iTunes Match arbeiten. Dass es das “iRadio” immer noch nicht gibt, soll in erster Linie an Verzögerungen durch schwierige Verhandlungen mit den Rechteinhabern liegen: Apple will weniger Geld als Mitbewerber bezahlen, gleichzeitig aber mehr Flexibilität bekommen.

Die New York Post (via Mac Rumors) will Details zu Apples iRadio-Verhandlungen erfahren haben. Der Zeitung zufolge möchte Apple den Musik-Labels 6 US-Cent für 100 gestreamte Titel bezahlen – und damit deutlich weniger als die Konkurrenz: Pandora bezahle aktuell 12 Cent pro 100 Songs, mit herkömmlichen Antennenradio verbundene Dienste wie iHeartRadio sogar 22 Cent. Mit 35 Cent pro 100 Songs bezahle Spotify aktuell am meisten.

Nach Apples Vorstellungen sollen Kunden sich mit dem iRadio ein Internet-Radioprogramm selbst zusammenstellen können. In Ansätzen erlaubt das auch Pandora, allerdings bekommen Kunden mit dem US-Dienst in erster Linie ein nach ihrem Musikgeschmack automatisch ausgewähltes Programm vorgesetzt, wobei sie einzelne Titel nur in begrenztem Maße überspringen können. Mehr Individualisierung erlaubt hingegen Spotify – was den höheren Preis erklären dürfte, den der schwedische Anbieter an Rechteinhaber bezahlt. Dennoch beklagt sich auch Pandora über zu niedrige Gewinne bei den aktuellen Preisen.

Apple scheint nun weniger bezahlen, gleichzeitig aber mehr Flexibilität und somit mehr individuelle Optionen für die eigenen Kunden zu verlangen. Dass das Unternehmen über gute Verhandlungstaktikten verfügt, hatte es bereits mit dem iTunes Music Store bewiesen. Aufgrund der riesigen bestehenden Apple-Kundschaft könnten auch jetzt die Labels dem Unternehmen letztendlich mehr entgegenkommen, als sie es bei anderen Partnern tun.

Bisher konnte Apple aber jedenfalls keine Einigung erzielen, obwohl das Unternehmen einen Start des Dienstes wohl schon zur Einführung des iPhone 5, zumindest aber – so die New York Times – Anfang diesen Jahres geplant hatte. Laut Bloomberg plant Apple allerdings weiterhin einen Start des Angebots in diesem Jahr.

Was das Angebot letztendlich die Endkunden kosten könnte, ist schwer vorherzusagen. Apple könnte das iRadio beispielsweise allen iTunes-Match-Bestandskunden als kostenloses Extra anbieten, das Angebot aber zusätzlich mit Werbung finanzieren.

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Fund des Tages: Matt Groenings Illustrationen für Apple

Immer mal wieder findet man kleinere und größere Spitzen gegen Apple in den Cartoon-Serien Die Simpsons oder Futurama. Manche davon genießen inzwischen eigenen Kultstatus. Doch Simpsons-Schöpfer Matt Groening hat auch einmal für Apple gearbeitet — als Illustrator einer Werbebroschüre.

„Shut up and take my money“ — mit diesen Worten ordert Fry aus der Serie Futurama trotz aller Mängel ein iPh- Pardon, eyePhone. Diese

neckischen Anspielungen auf das Verhalten mancher Apple-Jünger entspringen kaum aus tatsächlicher Abneigung. Matt Groening, Erfinder dieser Serie und der Simpsons, hat in den 80er Jahren eine Broschüre und einige Poster für Apple illustriert.

Eines davon tauschte er gegen einen LaserWriter im Wert von mehreren tausend Dollar ein.

Bemerkenswert ist darüber hinaus auch das Layout der Broschüre. Eng gesetzt Textwüsten, bei denen sich heute kein Mensch mehr die Mühe machen würde, sie zu studieren. Außerdem bediente Apple sich eines höchst seltsamen Stils und ausgefallener Vokabeln.

Aber seht und lest selbst — unser Fundstück zum Wochenstart:

Bildergalerie Matt Groenings Apple-Illustrationen

(via vintagezen.com)

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Guy Kawasaki: Der „Apple-Prediger“ arbeitet für Google (Motorola)

Altgedienten Apple-Usern ist Guy Kawasaki ein Begriff. In seiner Funktion als „Chief Evangelist“ (Technik-Prediger beziehungsweise Missionar) zeichnete er sich 1984 verantwortlich für das Marketing des Macintoshs und begleitete die Szene auch danach noch über Jahre. Gestern gab er bekannt, dass er ab sofort einen Berater-Job bei Motorola (im Besitz von Google) annimmt.

Kawasaki arbeitete für Apple bis 1987, übernahm dann die Führung von ACIUS (Datenbanklösung 4th Dimension), verlies diese Firma im Jahr 1989 und verdingte sich fortan als Risikokapitalgeber, Berater und Autor. 1995 kehrte Kawasaki kurzzeitig zu Apple zurück. Als „Apple Fellow“ oblag es ihm, den Apple-Kult zu hegen und zu pflegen.

In seiner neuen Funktion als Berater für Motorola wird sich Guy Kawasaki den Themen Produktdesign, User-Interfaces, Marketing und Social Media annehmen. Im ersten Schritt darf er eine Google+ Community rund um mobile Geräte ausgestalten.

Kawasaki freut sich sichtlich über die neue Aufgabe. Motorola erinnere ihn an Apple im Jahre 1998 – ein Pionier im eigenen Marktsegment, reif für Innovationen. Einst wie Apple 1998 verlor auch Motorola an Einfluss in den letzten Jahren und scheiterte bisher, am neuerlichen Smartphone-Erfolg zu partizipieren. Kurzum: Die perfekte Gelegenheit, etwas zu bewegen.

Bildquelle: Guy Kawasaki, Autor: Eirik Solheim, veröffentlicht unter CC BY-SA 3.0 NO.
Quelle: Guy Kawasaki (Facebook)

Via Cult of Mac.

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Apple setzt sich für gleichgeschlechtliche Ehen ein

Apple setzt sich zusammen mit anderen Unternehmen in einem Fall des US Supreme Court für die landesweite Anerkennung der gleichgeschlechtlichen Ehe ein. Die Unternehmen argumentieren mit wirtschaftlichen Gesichtspunkten: Ein Verbot der “Homo-Ehen” sei schlecht fürs Arbeitsklima und das Anwerben von Mitarbeitern.

In dem Fall vor dem höchsten US-Gericht geht es um eine Gesetzesänderung aus dem Jahr 2008 im Bundesstaat Kalifornien: In einer Volksabstimmung hatten sich die Kalifornier dafür entschieden, in der Verfassung des Staates festzulegen, dass der Staat von nun an nur noch Ehen zwischen Mann und Frau anerkennt. Die Verfassungsänderung hob die Wirkung eines Urteils des höchsten kalifornischen Gerichtes auf, dem zufolge gleichgeschlechtliche Paare ein Recht auf das Eingehen einer Ehe haben.

Der US Supreme Court muss nun entscheiden, ob diese Verfassungsänderung wiederum mit der Bundesverfassung der USA vereinbar ist – ein sehr politischer Fall, an dem sich auf beiden Seiten zahlreiche Gruppen und Institutionen mit Argumenten beteiligen. Apple gehört ebenso wie Morgan Stanley, Facebook und Intel zu den Unternehmen, die sich dafür einsetzen, dass das kalifornische Recht diesbezüglich für verfassungswidrig erklärt wird.

Die Anwaltskanzlei, die die Gruppe der Unternehmen vertritt, wird laut Bloomberg in erster Linie wirtschaftliche Argumente anbringen: Auch wenn eine Unternehmenskultur einladend sei, könne sie das Stigma, das die kalifornische Verfassungsänderung mit sich bringt, nicht aus der Welt schaffen.

Für Apple dürfte die Rechtslage besonders relevant sein: Das Hauptquartier des Unternehmens befindet sich im kalifornischen Cupertino. Die Unternehmen wollen zum Ausdruck bringen, dass das Recht es schwieriger macht, talentierte Homosexuelle in Kalifornien anzustellen – da diese dann in einem Staat leben und arbeiten müssten, in dem sie nicht heiraten können oder der ihre Hochzeit nicht anerkennt.

Für Apples CEO Tim Cook dürfte der Fall um gleichgeschlechtliche Ehen auch ein persönliches Anliegen sein. Zwar ist nicht viel aus dem Privatleben des Nachfolgers von Steve Jobs bekannt. Allerdings ist es kein Geheimnis, dass Cook selbst homosexuell ist. Apple vertrat die gleiche Position aber schon zu Jobs’ Zeiten – während der Abstimmung über die Verfassungsänderung im Jahr 2008 setzte sich das Unternehmen ebenfalls für die Homo-Ehe ein.

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Orange-Chef über Mobilfunkmarkt: “Apple nicht mehr so arrogant wie früher”

Hat sich Apple in der Zeit unter Tim Cook verändert? Stephane Richard, Chef des französischen Mobilfunkanbieters France Telecom-Orange, bejaht das. In der Zeit davor scheint Richard nicht so glücklich mit dem Geschäftspartner gewesen zu sein.

Bei einem Abendessen mit Journalisten in Barcelona erklärte der Orange-CEO, dass Apple “flexibler” geworden sei. Das Unternehme achte jetzt mehr auf alle anderen und sei “wahrscheinlich ein bisschen weniger arrogant, als sie es früher waren.” Ein Grund für die Veränderung könnte auch sein, dass die Konkurrenz heute stärker ist: “Ich glaube, dass sie etwas mehr unter Druck stehen, und das ist sehr schön”, erklärte Richard weiter.

Gleichzeitig hofft der französische Manager, dass Apple und Google den Markt für Smartphone-Betriebssysteme nicht dauerhaft mehr oder weniger alleine unter sich aufteilen: Mit Mozilla und Mobile Linux gebe es neue Marktteilnehmer, und Microsoft und BlackBerry versuchen, Marktanteile zurück zu gewinnen.

Der Markt sei zwar vielleicht nicht groß genug für so viele Mitbewerber: “Wahrscheinlich gibt es nicht genug Platz für jeden. Aber wir alle hoffen, dass eine von all diesen Initiativen sich als drittes Ökosystem hervortun wird.” Für Microsofts Windows Phone sei diese Aufgabe beispielsweise bisher sehr schwierig: Das Betriebssystem sei zwar gut, ihm fehle aber der “Wow”-Faktor.

Auch für BlackBerry findet Richard ein prinzipielles Lob: Der CEO Thorsten Heins mache sehr gute Arbeit. “Aber ich bin mir nicht sicher, ob sie erfolgreich sein werden. Aber wenigstens haben sie eine Basis sehr treuer Benutzer, das ist bei Nokia nicht der Fall.”

Bild: Orange

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Spiele fürs Apple TV: Mitglied des ersten Xbox-Teams sieht großes Potential

Die Meldung, dass Apple für März ein Apple-TV-Event plane, um ein Entwicklerkit für die Set-Top-Box zu veröffentlichen, war offenbar eine Ente. Ein Mitglied des ersten Xbox-Teams bei Microsoft glaubt jedoch, dass ein solcher Schritt sehr erfolgsversprechend wäre: Apple könnte den Videospiele-Markt problemlos erobern.

Viele Beobachter halten es nur für eine Frage der Zeit, bis Apple die Entwicklung von Apps fürs Apple TV offiziell erlauben wird – auch wenn ein Entwicklerkit zugegebenermaßen schon ziemlich lange auf sich warten lässt. Der frühere Apple-CEO Steve Jobs hatte einst jedoch durchblicken lassen, dass Apple ein solches immerhin in Erwägung zieht.

Nat Brown (via Mac Rumors), der an der Entwicklung der ersten Microsoft-Spielekonsole Xbox beteiligt war, glaubt, dass Apple mit Apps fürs Apple TV ziemlich leicht große Erfolge feiern könnte. Das App-Store-Modell, das es auch unabhängigen Entwicklern kostengünstig erlaube, Apps und vor allem Spiele zu entwickeln, stelle hierfür einen großen Vorteil gegenüber der Konkurrenz aus Microsoft, Nintendo und Sony dar.

Zwar biete auch Microsoft eine Download-Plattform für die eigene Spielekonsole Xbox 360 an. Diese sei allerdings für unabhängige Entwickler nicht attraktiv genug – diese könnten nicht einfach mit günstigen Entwickler-Tools Software auf ihren vorhandenen Windows-Laptops entwickeln. Beim iPhone, iPad oder auch bei Android-Geräten sei dies anders.

Wenn Apple sich dazu entscheiden werde, auf den Videospiele-Markt einzusteigen, werde das Unternehmen die Konsolen PlayStation, Wii-U und Xbox einfach hinwegfegen (“simply kill”). Brown selbst verdiene bereits viel Geld mit dem iOS und werde einer der ersten sein, die fürs Apple TV entwickeln – sobald er es denn kann.

Ein Apple TV für Spiele werde vielleicht nicht 99, sondern eher 199 US-Dollar kosten, für 79 Dollar könnte Apple dann noch einen Spiele-Controller verkaufen. Ein Blick auf die aktuellen Verkaufszahlen der potentiellen Konkurrenzprodukte spreche bereits Bände: Apple habe im Jahr 2012 rund 5,3 Millionen Exemplare des Apple TV verkauft, ein Plus in Höhe von 90 Prozent. Die Xbox 360 habe sich in dem gleichen Jahr 9 Millionen mal verkauft, ein Minus in Höhe von 60 Prozent.

Dem sollte man allerdings hinzufügen, dass Microsoft die Xbox 360 bereits 2007 veröffentlichte, sie also schon etwas in die Jahre gekommen ist.

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Apple: 22 Prozent des Smartphone-Weltmarkts im vierten Quartal 2012

Apples Marktanteil auf dem Smartphone- und Handy-Markt schwankt saisonal recht stark – immer dann, wenn das Unternehmen kurz zuvor ein neues iPhone veröffentlicht hat, ist er besonders hoch. Im vierten Quartal 2012 konnte Apple mit dem iPhone 5 einen ziemlich großen Teil des Smartphone-Weltmarkts für sich gewinnen.

Die Marktforscher von Canalys haben einige Zahlen für den Smartphone-Weltmarkt im vierten Quartal 2012 zusammengestellt. Marktführer war wieder einmal Samsung mit 29 Prozent Marktanteil – doch Apple lag nicht weiter dahinter: Dank fast 48 Millionen verkaufter iPhones konnte das amerikanische Unternehmen mit 22,1 Prozent den zweiten Platz einnehmen. Im Vorjahresquartal waren es nur 15 Prozent – allerdings hatte Apple damals das iPhone 4S auch erst zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht.

Hinter Apple folgt mit großem Abstand Huawei mit einem Marktanteil in Höhe von 5,3 Prozent vor ZTE und Lenovo mit 4,7 und 4,4 Prozent. Was die Marktanteile der Smartphone-Betriebssysteme betrifft, liegt Googles Android mit großem Abstand an der Spitze: 149,8 Millionen verkaufte Geräte bedeuten einen Marktanteil in Höhe von 69,2 Prozent, Apples iOS hält auch in dieser Statistik logischerweise 22,1 Prozent – das iPhone ist das einzige Smartphone mit dem Apple-Betriebssystem.

Auf den weiteren Plätzen folgen das BlackBerry OS mit 3,5 Prozent, Microsofts Windows Phone mit 2,4 Prozent und Nokias Symbian OS mit 1,5 Prozent. Auch in dieser Statistik zeigt sich, wie sehr Apple und Samsung beziehungsweise Apple und Google den Smartphone- und Smartphone-OS-Markt mittlerweile dominieren.

Der Smartphone-Markt stellt gleichzeitig einen immer größeren Anteil des Handy-Weltmarkts: 216,5 Millionen verkaufte Mobiltelefone waren im vierten Quartal 2012 Smartphones, was fast die Hälfte aller Geräte ausmacht – insgesamt gingen 438,1 Millionen Handys über die Ladentische. Die Größe des Gesamtmarktes blieb im Vergleich zum Vorjahr konstant, der Smartphone-Markt legte jedoch um 37 Prozent zu, so dass bald mehr als die Hälfte aller verkauften Geräte Smartphones sein dürften.

In den USA war Apple im vierten Quartal 2012 dank des Erfolgs des iPhone 5 nicht nur der erfolgreichste Smartphone-, sondern auch der größte Handy-Hersteller – eine Position, von der das Unternehmen weltweit weit entfernt ist, wie die oben genannten Zahlen zeigen. Was den Gewinn betrifft liegt Apple jedoch mit Abstand an der Spitze: Der hohe Preis des iPhone lässt Apple rund 70 Prozent des Gesamtgewinns mit Mobiltelefonen für sich verbuchen. Der Rest geht quasi komplett an Samsung, andere Hersteller machen keine Gewinne oder Verluste.

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Apple: Unvorhersehbare Produktzyklen bringen Vorteile

Die ersten drei iPad-Modelle erschienen jeweils im Frühjahr eines Jahres. Das iPad 4 folgte verhältnismäßig überraschend im Herbst 2012, nun erscheint schon im Februar ein kleineres Update – ein 128-Gigabyte-iPad. Apples Produktzyklen lassen sich deutlich schlechter vorhersagen als früher – was einige Vorteile mit sich bringen könnte.

Vor vier Jahren, als sich Apple entschied, keine neue Produkte mehr zur Macworld in San Francisco im Januar vorzustellen, erklärte der Marketing-Chef Phil Schiller, dass der Termin einfach nicht mehr zu Apples Produktzyklen passe: Das Unternehmen veröffentliche neue iPhones und iPods im Juni und Oktober und neue Macs vor Weihnachten und zur Bildungs-Verkaufssaison im Spätsommer.

Von diesem Schema ist das Unternehmen mittlerweile mehrmals abgewichen, und auch der Veröffentlichungstermin eines neuen iPad-Modells lässt sich heute eben kaum noch vorhersagen. Forbes ist die Unregelmäßigkeit der Apple-Produktveröffentlichungen ebenfalls aufgefallen – diese Neuerung, so das Wirtschaftsmagazin, könnte dem Unternehmen eher nutzen.

Ob die Entwicklung den Aktienkurs stärken werde, sei schwer vorherzusagen, da dieser ganz eigenen Gesetzen gehorche oder eben nicht gehorche. Allerdings bedeutete die Regelmäßigkeit der Produktveröffentlichungen der letzten Jahre, dass sich ein Produkt nach der jeweiligen Neuveröffentlichung besonders gut verkaufte, die Verkaufszahlen aber immer dann deutlich abnahmen, wenn die Kunden ein neues Produkt erwarteten – und aufgrund des bekannten Zyklus auch erwarten konnten.

Wenn neue Produkte nun unregelmäßiger erscheinen, dürften sich auch die Verkaufszahlen gleichmäßiger über das Jahr verteilen – so dass die Unvorhersehbarkeit in Sachen Produktzyklen mehr Vorhersehbarkeit in Sachen Quartalszahlen mit sich bringen werde.

Ein weiterer Vorteil sei die Tatsache, dass Apple nun flexibler entscheiden könne, wann ein neues Produkt erscheinen soll – und es daher zu einem Zeitpunkt vorstellen kann, an dem es wirklich ausgereift und fertig ist. Auch kann es so kleinere “Zwischen-Updates” wie eben das 128-Gigabyte-iPad geben. Was passiere, wenn ein Produkt zu einem bestimmten Kalendertermin fertig sein soll, habe die Welt an den unausgereiften Apple-Karten des iOS 6 sehen können.

Schließlich werde es auch für die Konkurrenz schwieriger, sich auf Apples Verhalten einzustellen – bisher konnten Mitbewerber es noch mit einiger Sicherheit vermeiden, bei aller Aufmerksamkeit für ein neues Apple-Produkt “unterzugehen”. Gleichzeitig werde die Beobachtung der Gerüchteküche spannender, was Apple auch über das Jahr verteilt mehr Aufmerksamkeit bringen dürfte.

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Apple Patente: iMac mit Laser-Keyboard und iOS-Nutzer als Bankomaten

Laut heute veröffentlichten Patent-Anträgen arbeitet Apple an einem Tiefenwahrnehmungssystem und Laser-Keyboard für Mac-Rechner sowie einem Projekt, dass iOS-Nutzer sprichwörtlich zu wandelnden Bankautomaten machen könnte.

Apples Patentanträge sind immer wie ein kleiner Blick durchs Schlüsselloch in die Ideen-Schmieden und Entwicklungsabteilungen des iPhone-Herstellers. So manche Idee mag jetzt noch unmöglich oder gar verrückt erscheinen, könnte aber in ein paar Jahren oder Jahrzehnten in der einen oder anderen Form durchaus ihren Weg in unseren Alltag finden.

Wie heisst es doch: “Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.”

iMac mit Tiefenwahrnehmungssystem

Einem aktuellen Antrag zufolge könnte Apple zukünftige Mac-Rechner mit Tiefenwahrnehmungssystemen ausstatten. Anhand eines im Gehäuse verbauten Laser-Systems in Kombination mit der iSight-Kamera kann der Raum bzw. das Zimmer, in dem der Mac steht, abgetastet und so dessen Große und Tiefe sowie der Abstand zur davor sitzenden Person festgestellt werden.

Basierend auf diese Daten könnten dann beispielsweise ein Keyboard oder andere Bedienelemente im richtigen Abstand zum Nutzer auf den Schreibtisch projiziert werden.

Auch eine Integration in mobile Geräte, beispielsweise iPads, sei vorstellbar. Wie so etwas in (ferner) Zukunft aussehen könnte, sehen wir im folgenden Video (ab 0:18).

iOS-Nutzer als wandelnde Bankomaten

Ein weiterer Patentantrag behandelt den Aufbau eines sogenannten “Ad-Hoc Geldausgabe-Netzwerks”. Im Grunde könnten Nutzer von iOS-Geräten so zu wandelnden Bankomaten werden. Am besten erklärt sich dieses Patent anhand eines Beispiels:

Apple stellt zentrale Apple-Server für die Verwaltung der Geld-Transaktionen zur Verfügung. Mittels einer speziellen Bargeld-App können sich Nutzer von iPhone, iPads und Macs mit diesem Server verbinden.

Benötigt man nun schnell Bargeld, findet aber keinen Bankomaten in der Umgebung, könnte man diese Bargeld-App starten und eintragen wie viel Bargeld man “abheben” möchte.

Die Bargeld-App sendet dann den gewünschten Betrag sowie den aktuellen Standort des “Nutzers A” an die Apple-Server welche dann andere Nutzer der Bargeld-App in der unmittelbaren Umgebung des “Nutzers A” ortet und schlussendlich die passenden Nutzer miteinander verbindet.

Der Nutzer A, der Bargeld benötigt, bekommt dann von Nutzer B den Betrag in bar ausgehändigt. Dieser Betrag plus einer kleiner Transaktionsgebühr wird Nutzer A dann direkt von seiner in iTunes eingetragenen Kreditkarte abgebucht und auf das iTunes-Konto des Nutzers B überwiesen.

Geld wechselt im Grunde also nicht den Besitzer, sondern nur die Form – wird nur von elektronischem Geld zu Papiergeld.

 

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Killswitch: Apple blockiert erneut Java 7 Web Plugin für OS X

Apple blockiert anscheinend erneut die Installation des Java 7 Web Plugin für OS X. Der genaue Grund ist noch nicht bekannt. Jedoch dürfte eine neue schwerwiegende Sicherheitslücke in Java 7 dafür verantwortlich sein.

Bereits Anfang des Monats musste Apple den ungewöhnlichen Schritt ergreifen und das Java-7-Plugin über das in OS X integrierte “Xprotect Anti-Malware-System” blockieren lassen. Eine gefährliche Sicherheitslücke in Java 7 machte dies notwendig.

Nun scheint Apple erneut Java 7 zu blockieren. Wie die französische Seite MacGeneration und Mac-Nutzer in Apples Diskussions-Foren berichten, hat Apple die Xprotect-Blacklist erneuert. So wird ab sofort mindestens eine Java Plugin-Version 1.7.0_11-b22 vorausgesetzt, wohingegen Version 1.7.0_11-b21 die aktuellste ist.

Mit dieser Liste kann Apple Mindest-Versionsnummer für bestimmte Plugins voraussetzen. Hat ein Plugin beispielsweise die Versionsnummer 1.7 und die Blacklist setzt mindestens Version 1.8 voraus, kann die Version 1.7 des Plugins nicht installiert werden.

Bis genau bekannt ist, warum Apple Java 7 erneut blockiert, empfehlen Experten Java vorerst zu deaktivieren, zumindest in den jeweiligen Browsern.

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Apple sucht Kunststoff-Experten für kommende Produkte

Einer neuen Stellenausschreibung auf Apple.com zufolge ist der iPhone-Hersteller auf der Suche nach einem Kunststoff-Experten für die Entwicklung kommender Produkte

Laut Stellenbeschreibung will Apple seine Kunststoff-Entwicklungsabteilung verstärken und ausbauen. Bewerber müssen sich folgenden Aufgaben zutrauen:

Ermitteln, entwickeln und einführen neuer Werkzeugherstellungsprozesse und Fertigungsverfahren zur Unterstützung zukünftiger Apple-Produkt-Entwicklungen. Der Schwerpunkt liegt auf der Anwendung “nicht-traditioneller” Kunststoffverarbeitung wie beispielsweise Thermoformen, Schaumgussverfahren, Blasformen, etc. für neue Apple-Produkte.

Diese Stellenausschreibung facht natürlich die Gerüchten rund um ein “Billig-iPhone mit Kunststoffgehäuse” weiter an. Jedoch ist nicht davon auszugehen, dass diese Stelle an der Entwicklung eines “Billig-iPhones” beteiligt ist, soll es doch bereits Ende des Jahres auf den Markt kommen. Die Entwicklung eines iPhones (und sei es auch ein “Billig-iPhone”) dauert weit länger als nur 6-8 Monate.

Auch wenn Aluminium nach wie vor eine sehr große Rolle bei der Entwicklung neuer Apple-Produkten spielt, besonders bei iPhones, iPads und Macs, verarbeitet Apple natürlich auch schon seit jeher viele Kunststoffe, beispielsweise für AppleTV, AirPort Extreme, Magic Mouse, Tastaturen und allgemein Produktbauteile.

Dass sich Apple von Aluminium als primären Baustoff für Gehäuse ablässt, ist derzeit nicht absehbar.

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OS X 10.8.3 Beta: Apple veröffentlicht Build 12D61 für Entwickler

OS X 10.8.3 Beta
Apple hat in der Nacht auf heute eine weitere Beta-Version von OS X 10.8.3 für Entwickler veröffentlicht. Build 12D61 stellt die neunte Beta dar und folgt Build 12D58, die vor weniger als einer Woche veröffentlicht wurde.

Der Fokus bei diesem Build 12D61 liegt auf AirPlay, AirPort, Game Center, Grafikkarten-Treibern und Safari. Weiters erwähnt Apple auch eine spürbar verbesserte WiFi-Leistung.

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Apple nicht mehr wertvollstes Unternehmen der Welt

Durch den jüngsten Absturz der Apple-Aktie ist der Mac-, iPhone- und iPad-Hersteller jetzt “nur” noch das zweitwertvollste Unternehmen der Welt: Der Mineralölkonzern ExxonMobil hat wieder eine höhere Marktkapitalisierung. Apple hatte ExxonMobil erstmals im August 2011 überholt.

Im August 2011 war die Marktkapitalisierung Apples nur kurzzeitig höher als ExxonMobil, später stabilisierte sich Apples Vorsprung als wertvollstes Unternehmen der Welt jedoch. Die Marktkapitalisierung ist der Wert, der sich aus der Multiplikation des aktuellen Aktienkurses mit der Zahl aller ausgegebenen Aktien ergibt.

Den bisherigen Höchstwert hatte Apple im September 2012 erreicht, als der eigene Aktienkurs bei rund 700 US-Dollar lag. Seitdem ging es mit dem Kurs aber stetig abwärts – zuletzt vor allem wegen der Enttäuschung über das jüngste Quartalsergebnis des Unternehmens. Dieses stellte zwar wieder einmal ein neues Rekordquartal für das Unternehmen dar, die Börse zeigte sich aber enttäuscht darüber, dass Apple den Gewinn nicht zusammen mit den Umsätzen steigern könnte.

Der Kurs der Apple-Aktie liegt mittlerweile nur noch bei knapp 440 Dollar, die Marktkapitalisierung nur noch bei rund 413 Milliarden Dollar. ExxonMobils Marktkapitalisierung liegt bei einem Börsenkurs von rund 92 Dollar wiederum bei rund 418 Milliarden Dollar – wobei der Trend der letzten Tage dafür spricht, dass der Mineralölkonzern seine Führung erst einmal ausbauen statt wieder verlieren wird.

Mac Rumors vergleicht einige weitere Eckdaten der beiden Unternehmen: Apple habe in seinem letzten Quartal bei einem Umsatz in Höhe von 54,51 Milliarden Dollar insgesamt 13,08 Milliarden Dollar Gewinn gemacht. ExxonMobils machte im jüngsten Quartal 9,93 Milliarden Dollar Profit, der Umsatz lag bei 115,71 Milliarden Dollar. Apple hat insgesamt 72.800 Mitarbeiter, für ExxonMobil arbeiten 82.100 Menschen.

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Apple legt heute Quartalsbericht vor

Apple Q1/2013
Apple wird heute Abend um etwa 22:30, nach Börsenschluss in New York, die Zahlen des ersten Geschäftsquartals 2013 bekannt geben. Dieser Bericht behandelt die Monate Oktober bis Dezember 2012, beinhaltet somit auch das Weihnachtsgeschäft und fällt somit traditionell stark aus. Analysten und auch Apple selbst erwarten im Vergleich zum Vorjahrsquartal weniger Gewinn bei gleichzeitig höherem Umsatz.

Im Vorjahresquartal konnte Apple einen Gewinn von 13 Milliarden US-Dollar bei einem Umsatz von 46,33 Milliarden US-Dollar verbuchen. Gewohnt zurückhaltend prognostizierte Apple für das Q1/2013 eine Umsatzsteigerung auf 54,73 Milliarden US-Dollar, sowie einen Gewinn von 11,75 US-Dollar pro Aktie.

Die Konferenz-Schaltung zu den Quartalsergebnissen wird man wie gewohnt live per Audio-Stream mitverfolgen können.

Piper Jaffray-Analyst Gene Munster erwartet folgende Zahlen:

  • Umsatz: 54,58 Milliarden US-Dollar
  • Gewinn je Aktie: 13,34 US-Dollar
  • Bruttomarge: 39,5 Prozent
  • Verkaufte Geräte
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Apple: Abschied von Skeuomorphismus auch wegen Retina Displays?

Seit dem Weggang von Scott Forstall bei Apple ist Jonathan Ive auch für den Bereich Software-Design zuständig. Das könnte bedeuten, dass Apple sich von der Design-Richtung Skeuomorphismus verabschieden könnte. Ein Blogger glaubt, dass ein solcher Schritt aufgrund von Retina Displays ohnehin zwangsläufig bevorstand.

Skeuomorphismus ist die Bezeichnung für eine Design-Richtung, die moderne Produkte so aussehen lässt wie ältere Ausführungen – obwohl die neuen Produkte aus einem anderen Material bestehen oder über andere Funktionen verfügen. In Sachen Software bedeutet das beispielsweise, dass ein Terminkalender – wie Apples Kalender-App – so aussieht wie ein Kalender aus Papier und Leder, obwohl dadurch keine Vorteile in Sachen Bedienbarkeit entstehen.

Apple-intern soll diese Design-Richtung umstritten gewesen sein: Während der frühere Apple Senior Vice President Scott Forstall ebenso wie der verstorbene Apple-CEO Steve Jobs ein großer Skeuomorphismus-Befürworter gewesen sein soll, soll Apples Chef-Designer Jonathan Ive davon wenig halten. Ive setzt beim Design der Apple-Hardware auf Simplizität und Design “aus einem Guss”, was in der Vergangenheit einen Kontrast zum Software-Design darstellte. Seit Forstalls Rauswurf ist Ive jedoch auch für den Bereich Software-Design zuständig.

Der Blogger John Gruber glaubt, dass Apple sich aber auch unabhängig von den Management-Veränderungen von dieser Design-Richtung verabschiedet hätte. Skeuomorphismus sei ein Phänomen der Displays mit niedriger Pixeldichte gewesen; im Retina-Display-Zeitalter ergebe ein solches Design keinen so großen Sinn mehr.

Auf den ersten iPhones hätten Elemente, die an physische Produkte erinnern, noch gut ausgesehen; sie hätten darüber hinweggetäuscht, dass die Auflösung vergleichsweise niedrig ist. Seit dem Wechsel zu Retina Displays wären elegante, einfache Designs wie das des Spiels jedoch deutlich angenehmer.

Eine Parallele bestehe zu der Geschichte der Zeichensätze: Früher seien solche beliebt gewesen, die vor allem für “pixelige” Displays designt worden seien – beispielsweise Lucida Grande oder Verdana. Seit Betriebssysteme wie Mac OS X jedoch über Anti-Aliasing für Vektorgrafiken und vektor-basierte Zeichensätze verfügen, sei dies jedoch nicht mehr nötig – die Glättung der Kanten habe dazu geführt, dass auch diese nicht mehr “pixelig” aussehen. Dementsprechende seien jetzt digital solche Zeichensätze beliebt, die auch gedruckt gut aussehen, also nicht speziell für Computer-Displays geschaffen wurden. Mit den Retina Displays werde sich diese Entwicklung jetzt auch in Sachen Benutzeroberflächen-Design wiederholen, so Gruber.

Tatsächlich ist Skeuomorphismus auf dem Apple-Gerät, das zuerst ein Retina-Display bekam – das iPhone – nicht mehr so präsent wie noch auf anderen Geräten, für die das Retina-Display erst später folgte, also wie auf dem Mac oder dem iPad. Es lässt sich aber darüber streiten, ob tatsächlich ein Zusammenhang besteht.

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Apple-Quartal 1/2013: Analysten befürchten erstes Gewinn-Minus seit neun Jahren

Wie sieht Apples Zukunft aus? Einige Beobachter glauben kurz vor der Bekanntgabe des jüngsten Quartalsergebnisses, dass dem Unternehmen schwierige Zeiten ins Haus stehen. Aufgrund wachsender Konkurrenz werde erstmals seit langem der Gewinn des Unternehmens zurückgehen.

Der Guardian widmet der nahen Zukunft des Mac-, iPhone- und iPad-Herstellers einen eigenen Artikel. Am Mittwoch könnte das Unternehmen, so die britische Zeitung, wieder einmal eine Überraschung bekannt geben – allerdings eine negative: Erstmals seit neun Jahren könnte Apples Gewinn im Vergleich zum Vorjahresquartal zurückgegangen sein.

Die Zeitung zitiert den BTIG-Analysten Walter Piecyk, der schon im April 2012 dazu riet, die Apple-Aktie zu verkaufen. Im September erreichte das Wertpapier mit 700 US-Dollar ihren bisherigen Rekordwert, seitdem ging es in erster Linie abwärts. Aktuell liegt der Kurs bei exakt 500 Dollar.

Piecyk glaubt zwar, dass Apple erneut ein Rekordergebnis in Sachen Verkaufszahlen einiger Produkte vorstellen wird – im Vergleich zum vierten Geschäftsquartal 2012, das im September endete, werde Apple 80 Prozent mehr iPhones verkauft haben, auch das iPad mini dürfte ein Verkaufsschlager sein. Ein Vergleich mit der Vergangenheit zeige jedoch, dass diese Zahlen ein anhaltendes Problem verdecken.

Zu Zeiten des iPhone 3GS oder iPhone 4 habe Apple noch durchgehend über das Jahr verteilt hohe Stückzahlen des iPhone verkaufen können. Seit dem iPhone 4S zeige sich aber verstärkt der Trend, dass die Verkaufszahlen nach der Veröffentlichung eines neuen iPhone-Modells besonders stark ansteigen, dann aber auch schnell wieder abflachen – einige Monate später habe die Konkurrenz Produkte vorgestellt, die das jeweils jüngste iPhone schon wieder alt aussehen ließen.

Kurz nach der Veröffentlichung eines neuen iPhone sei die Gewinnmarge für jedes verkaufte Gerät aber noch nicht so hoch – auch aufgrund diverser “Kinderkrankheiten”, die zu einer höheren Quote an Rückgaben führen. Beim iPhone 5 entschieden sich relativ viele Kunden aufgrund kleiner Kratzer, die das Gerät schon beim Auspacken hatte, zu einem Austausch ihres Exemplars.

Der Asymco-Analyst Horace Dediu sagt hingegen eine positive Zukunft für Apple voraus. Es gebe verschiedene Gründe, warum Apples Zahlen im ersten Geschäftsquartal 2013 nicht ganz so stark aussehen könnten; beispielsweise sei das Quartal um eine Woche kürzer gewesen als das des Vorjahres. Allgemein werde Apple aber weiter wachsen: Angesichts dessen, dass es sich beim Markt der mobilen Geräte um einen Milliardenmarkt handle, bestehe für Apple noch viel Wachstumspotential. Mit einem günstigeren iPhone könnte das Unternehmen seine Verkaufszahlen noch deutlich steigern – so, wie Apple es zuvor beim iPod und zuletzt beim iPad gemacht habe.

Das Problem sei bei Apple vielmehr die Außenwirkung: Das Unternehmen stelle alle paar Jahre revolutionäre Produkte vor, und jedes Mal wirke es so, als sei der jeweilige Erfolg nicht zu wiederholen. Das sei beim iMac, beim iPod, beim iPhone und beim iPad der Fall gewesen. Eines Tages müsse also ein ähnlich revolutionäres Produkt folgen – möglicherweise der Apple-Fernseher.

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Lala und Color Labs: Wie Apple durch die Übernahmen doppelt profitierte

Der Unternehmer Bill Nguyen hat gleich zwei seiner bisherigen Firmen an Apple verkaufen können: Zum einen den Musik-Streaming-Anbieter Lala und zuletzt Color Labs, ein auf Video-Streaming spezialisiertes Unternehmen. Eine ehemalige Color-Labs-Mitarbeiterin erklärt, wie die Übernahmen über die Bühne gingen – und warum Apple gleich doppelt profitierte.

Aubrey Johnson, die einst leitende Designerin bei Color Labs war, verrät Details über die Übernahmen der früheren Nguyen-Unternehmen (via AppleInsider). An Lala seien damals viele Unternehmen interessiert gewesen – neben Apple unter anderem auch Google und Nokia. Nokia soll Nguyen seinerzeit 11 Millionen US-Dollar geboten haben, was diesen “angewidert” habe. Letztendlich bekam im Jahr 2009 dann Apple den Zuschlag.

Nguyen habe sich, so Johnson, mit Steve Jobs, Tim Cook und Eddy Cue auf ein Abendessen getroffen. Während Jobs einen Rote-Beete-Salat aß, habe der damalige Apple-CEO dann eine Summe auf einen Zettel geschrieben und diesen Nguyen mit folgenden Worten zugeschoben: “Wenn dir das gefällt, dann lass es und machen und das Ganze einfach abwickeln. Okay?”

Die Summe soll 80 Millionen Dollar betragen haben. Hinzu kamen 80 Millionen Boni für Lala-Mitarbeiter für den Fall, dass sie dem Unternehmen treu bleiben würden. Immerhin soll Apple, so Nguyen später, vor allem wegen der Angestellten an Lala interessiert gewesen sein. Einige Mitarbeiter hätten Apple jedoch später wieder verlassen, so dass ein großer Teil der Boni verfiel.

Letztes Jahr kaufte Apple wiederum Nguyens neues Unternehmen Color Labs – auch hier dürften die Mitarbeiter eine wichtige Rolle gespielt haben. Einige der Lala-Mitarbeiter, die Apple verlassen hatten, waren aus Cupertino zu Color Labs gewechselt und kamen durch die erneute Übernahme zu Apple zurück.

Insofern habe sich, so Johnson, dieser Deal doppelt für Apple gelohnt: Das Unternehmen habe die Angestellten erneut für sich gewinnen können, wobei diese mittlerweile auch noch mehr Erfahrungen gesammelt haben. Boni musste das Unternehmen dafür aber nicht mehr bezahlen.

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Apple wird von der russischen Eisenbahn verklagt

Eisenbahnen vertragen sich mit Apple offensichtlich nicht – schon das zweite Bahnunternehmen lehnt sich gegen den Hersteller von Macs und iPhones auf. Diesmal klagt die russische Eisenbahn.

Markenrechtsverletzungen sind der Grund, weshalb die russische Eisenbahn Apple auf 2 Millionen Rubel (knapp 50.000 Euro) verklagt. Im Online-Shop des Elektronikkonzerns soll das geschützte Logo der Bahn zu sehen sein. Vermutlich handelt es sich um eine oder mehrere Anwendungen im App Store, die Fahrinformationen bieten.

Im letzten Jahr waren es die Schweizerischen Bundesbahnen SBB, die rechtliche Schritte gegen Apple prüften. In iOS 6 führte Apple eine Uhr ein, die der Bahnhofsuhr verdächtig ähnlich sah. Die beiden Parteien einigten sich außergerichtlich, Apple zahlt nun eine Lizenzgebühr.

Damals war es also nicht ein Entwickler, sondern der iPhone-Hersteller selbst, der eine Grafik kopierte. Doch auch eine Klage gegen Apple aufgrund von Markenrechtsverletzung im App Store soll es schon gegeben haben: Cartier verklagte 2009 einige Apps, die das Firmenlogo ohne Erlaubnis verwendeten. Apple soll die Anwendungen aus dem Store genommen haben.

Vermutlich freuen sich die Apple-Anwälte, mal nicht mit den Samsung-Kollegen im Gerichtssaal sitzen zu müssen...

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Retail-Vizepräsident Jerry McDougal verlässt Apple

Jerry McDougal, Vizepräsident im Retail-Bereich mit den Apple Stores, hat Apple verlassen. Er wurde als potentieller Kandidat für den Posten Senior-Vice-President dieser Sparte gehandelt. Denn im letzten Herbst wurde John Browett entlassen, und die Suche nach einem Nachfolger gestaltete sich schwierig.

John Browett traf als Senior-Vice-President bei Apple eine Reihe von Fehlentscheidungen, die später wieder rückgängig gemacht werden mussten. Es war somit keine Überraschung, dass er im Herbst entlassen wurde. Diese Nachricht wurde übrigens zeitgleich mit dem Weggang von Scott Forstall bekannt.

Für die Suche nach einem geeigneten Nachfolger wollte sich der Konzern Zeit lassen. Im Gegensatz zu externen Kandidaten wäre ein Manager, der bereits in dem Unternehmen arbeitet, mit der Apple-Philosophie vertraut. Als heißer Nachfolger für John Browett wurde deshalb Jerry McDougal gehandelt. Er arbeitete schon seit über 12 Jahren in dem Konzern.

Jetzt hat der Manager Apple verlassen – gegenüber AllThingsDigital habe das Unternehmen den Weggang schon offiziell bestätigt. Informationen von 9to5mac sollen die Gründe für die Kündigung nicht im Arbeitsumfeld liegen. Er habe vielmehr Apple verlassen, um mehr Zeit mit der Familie verbringen zu können.

Mit Blick auf die Personalkrise informiert Apple, dass nun Jim Bean (Finanz-Vizepräsident) im Retail-Bereich aushelfe, zudem verweist der Konzern auf ein “unglaublich starkes Netzwerk” der Store- und Regional-Chefs.

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OS X Mountain Lion: Apple stellt Entwicklern neue Vorversion zur Verfügung

Apple stellt Software-Entwicklern einen neuen Build von OS X 10.8.3 zum Download bereit. Die letzten Versionen gab es erst am 18. und 20. Dezember.

Die Entwickler werden gebeten, bei diesem Mountain-Lion-Build 12D50 das Augenmerk auf AirPlay, AirPort, Game Center, Graphik-Treiber und Safari zu legen und gefundene Bugs an Apple zu melden. Gleiches galt für den Build, den Apple im Dezember bereitstellte. Vielleicht steht ja die offizielle Veröffentlichung von OS X 10.8.3 schon vor der Tür.

Das nächste “große” Update von OS X wird für 2013 erwartet – vermutlich im Rahmen der WWDC im Sommer. Ersten Gerüchten zufolge wird mit OS X 10.9 Siri Einzug auf dem Mac finden. In Server-Logs konnte das Betriebssystem bereits entdeckt werden.

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Anzeichen für 802.11ac: Apple sucht nach WiFi-Tester

Gerüchten zufolge wird Apple neue Macs in diesem Jahr mit 802.11ac-WiFi-Chips von Broadcom ausstatten. Jetzt sucht das Unternehmen in einer Kleinanzeige nach einem “System Test Engineer” für 802.11-WiFi-Systeme.

802.11ac ist ein neuer WiFi-Standard, mit dem sich die dreifache Übertragungsgeschwindigkeit der bisher jüngsten Generation 802.11n erreichen lässt: Mit dem neuen “5G WiFi” lassen sich über drei Antennen jeweils 450 Megabit pro Sekunde an Daten übertragen; einige der jüngeren Macs hat Apple bereits mit ebenso vielen Antennen ausgestattet.

In der Kleinanzeige sucht Apple nun nach einem Test Engineer für den Bereich WiFi/802.11, der dem WiFi-Team helfen soll, “Qualität von Macintosh-Produkten zu sichern”. Tests sind logischerweise vor allem immer dann nötig, wenn neue Hardware zum Einsatz kommt – so dass die ausgeschriebene Position ein weiteres Anzeichen dafür ist, dass Apple in naher Zukunft den Einsatz der neuen WiFi-Generation plant.

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US-Smartphonemarkt: Google und Apple nähern sich dem Duopol

In den USA zeichnet sich auf dem Smartphone-Markt ein immer klareres Duopol von Apple und Google ab: Die beiden Smartphone-OS-Entwickler näheren sich zusammen der 90-Prozent-Grenze, während die Konkurrenz weiter zurückfällt. Am meisten Handys verkauft Samsung auf dem US-Markt – Apple liegt auf dem zweiten Platz.

Die Marktforscher von comScore MobiLens (via 9 to 5 Mac) haben die Verkaufszahlen der Monate September bis November 2012 analysiert und mit den Daten der Monate Juni bis August 2012 verglichen. Der Trend der vorangehenden Quartale setzte sich auch in diesem Zeitraum fort.

Google konnte den Smartphone-Marktanteil von Android um 1,1 Prozentpunkte auf 53,7 Prozent steigern. Apple lag von September bis November mit 35,0 Prozent auf dem zweiten Platz – ein Plus in Höhe von 0,7 Prozentpunkten. Der BlackBerry-Hersteller RIM verlor 1,0 Prozentpunkte und liegt nur noch bei 7,3 Prozent Marktanteil. Auch Microsoft und Symbian fielen weiter zurück: Der Windows-Phone-Entwickler von 3,6 auf 3,0 Prozent, Symbian von 0,7 auf 0,5 Prozent. Zusammen halten Apple und Google auf ihrem heimischen Markt mittlerweile 88,7 Prozent, die Konkurrenz muss den kleinen Rest unter sich aufteilen.

Größter Handy-Hersteller war in dem gleichen Zeitraum Samsung mit 26,9 Prozent Marktanteil (plus 1,2 Prozentpunkte). Dahinter folgt Apple mit 18,5 Prozent Marktanteil (plus 1,4 Prozentpunkte). Auf den weiteren Plätzen folgen LG, Motorola und HTC mit 17,5, 10,4 und 5,9 Prozent Marktanteil.

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Apple Jahresrückblick 2012: die Skandale

Wir Menschen regen uns gerne auf. Um das festzustellen, müssen wir nicht erst in die Wohnzimmer schauen. Es reicht ein Blick in die Leserkommentare einer beliebigen Webseite – zum Beispiel GIGA. Apple hat uns 2012 einige Aufreger beschert. Ein Blick zurück:

Es war – wieder einmal – ein erfolgreiches Jahr für Apple, haben wir bereits resümiert. Ohne Skandale ist die Edelschmiede von Smartphones und Laptops dennoch nicht durch 2012 gekommen. Acht kleinere und größere Aufreger:

Nur ein Albtraum? Preissprung bei Apps, Software & Magazinen

 

Verschlafen reiben wir uns die Augen, am Morgen des 26.10.2012. Irgendetwas stimmt mit dem App Store nicht, die Preise sehen so ungewohnt aus. Apple benutzt in seinen feste Preisstufen – zum Beispiel 79 Cent oder 7,99 Euro. Über Nacht wurden daraus 89 Cent beziehungsweise 8,99 Euro.

Heißt: Ab sofort zahlen wir in Europa (nicht USA) 10 bis 20 Prozent mehr! WhatsApp kostet 10 Cent mehr, Final Cut Pro X sogar 30 Euro mehr.

Ok, die Preissteigerung könnte man vielleicht noch irgendwie mit höheren Steuern, dem Eurokurs, der allgemeinen Preissteigerung oder sonst was rechtfertigen. Manche nervt eher die “Hochnäsigkeit” des Store-Betreibers. Denn selbst Inhalte-Anbieter und Entwickler wurden im Vorfeld nicht benachrichtigt. Eine Folge: Manche Zeitschrift kostet plötzlich im App Store mehr, als die Print-Ausgabe am Kiosk.

Na, ein bisschen werden sich die Entwickler über unerwartete Mehreinnahmen schon gefreut haben. Wir dagegen haben uns wohlgedrungen an die neuen Preise gewöhnt und hoffen, dass wir dadurch (weiterhin) gute Software bekommen.

Stadt, Land, Fluß mit Apple-Karten

 

Wenn ein Autofahrer in einen Fluß fährt – wer trägt die Schuld? Der Autofahrer? Der Fluß?

Keiner von beiden, sondern immer das Navigationssystem. Das wissen wir, so lange es Flüsse Navigationssysteme gibt. Wenn sich Apple nun auf dieses unsichere Terrain einlässt – selbst schuld!

Apple hat mit iOS 6 Google Maps vom iPhone geworfen. Jene App, die uns im Groß- und Kleinstadtdschungel den rechten Weg weist. Statt der Landkarten bekamen wir einen Apple-Dienst mit Navigation und 3D-Satellitenbildern. Schick, schick! Doch was hilft es, wenn Welt und App nicht übereinstimmen? Die Polizei in Australien hält ihre Mitbürger und Besucher für ziemlich doof und spricht eine Warnung vor der Karten-App aus. Der Rest der Welt ist entweder von den Fehlern nicht betroffen, schimpft vor sich hin oder kümmert sich um Verbesserungen.

Was macht Apple? Entschuldigt sich (Sensation!), feuert einen Manager und passt die Welt der Karten-App an. Angeblich. Nicht umgekehrt. Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.

Patentstreitigkeiten: Bis einer weint.

 

Apple und Samsung bieten gemeinsam auf Kodak-Patente, so eine Meldung vom August. Eine Liebesheirat brauchen wir dennoch nicht befürchten. Denn die beiden Unternehmen streiten sich 2012 – obwohl Samsung (noch) Apple-Zulieferer ist – ordentlich um Design, Produkte und Patente. Das schreibt amüsante Blüten wie

  • Samsung: “Wir haben Multitouch nicht von Apple geklaut, unser Multitouch ist schlechter.”
  • Apple: “Stimmt nicht, euer Multitouch ist nicht schlechter.”

oder:

Der eigentliche Skandal an der Sache ist, dass die beiden Parteien nicht endlich mal auf einen Nenner kommen, ihre Kriegskassen zur Innovationsförderung umfunktionieren und perfekte Produkte entwickeln. Am besten natürlich ohne (unlizensierten) Ideenklau.

Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte? Nö, die beiden Unternehmen sind mehr denn je die Top-Smartphone-Anbieter.

Um Gottes Willen, kein iPad 4!

 

Ruhig Blut, Leute, ruhig Blut. Da erscheint das iPad in der 4. Generation, ein kleines und vor allem überraschendes Hardware-Update. Und was machen einige Apple-Anhänger? Sie regen sich auf. „In der Fan-Gemeinde kam die Ankündigung des neuen iPads nicht gut an“, stellt N24 fest, als der Nachrichtenkanal mich interviewt, „denn das iPad 3 ist jetzt veraltet oder man muss sich ein neues Tablet kaufen.“
Tja, was will man dazu sagen? Das iPad 3 ist ein halbes Jahr alt – egal, ob es ein neueres gibt oder nicht. Und keiner muss sich die neueste Generation kaufen.

Ich hoffe, dass das nächste iPad schon wieder im Frühjahr erscheint. Nicht, weil ich jemandem einen Herzkasper wünsche. Sondern weil ich dann gerne mein Tablet update. Uups, ich habe noch ein iPad 2. Und es ist gut!

Seite 2: zerkratzte iPhone 5, Foxconn, iTunes, Mac Pro

 

iPhone 5 kratzt am Apple-Image

 

Neben Tablets hat Apple 2012 ein hübsches Smartphone veröffentlicht, nur: Man muss es mit Samthandschuhen anfassen. Sonst ist es schnell ein Kratzophon. „Scuff Gate“ oder „Scratch Gate“ wird das Problem genannt, nämlich dass die Farbe des iPhone 5 an den Ecken des Aluminiumgehäuses abbröselt. „Das ist bei Aluminium ganz normal“, antwortet Phil Schiller, Marketing-Manager bei Apple. Eine Antwort, die wahrscheinlich die wenigsten der iPhone-5-Käufer zufrieden stellen dürfte. Schließlich haben sie für ihr neues Smartphone mindestens 679 Euro auf den Tisch gelegt.

Damit nicht schon schadhafte Geräte die Lager verlassen, werden die Qualitätskontrollen verschärft – was wiederum zu Lieferverzögerungen führt.

Aufsässige Mitarbeiter versus 5000 Polizisten

 

Womit wir bei den Qualitätsanforderungen an den Hersteller wären. Apple lässt das iPhone 5 von Foxconn in China produzieren. Und dessen Mitarbeiter gehen im Oktober in den Streik, wegen zu hoher Qualitätsanforderungen.
Während hier die Mitarbeiter mit dem eigenen Management im Clinch liegen, legen sie sich Anfang des Jahres mit dem ruppigen Sicherheitsdienst an. 5000 Polizisten müssen die Situation schlichten. iPhone 5 bauen? Nee, dann doch lieber Jeans verkaufen.

Aber: Seit diesem Jahr haben wir erstmals das Gefühl, dass Apple an der Verbesserung der Arbeitsbedingungen arbeitet: Im Herbst gibt es eine Lohnerhöhung bei Foxconn – vermutlich dank direkter Beteiligung Apples. Und ab nächstem Jahr soll ein Mac direkt in den USA produziert werden.

iTunes 11: Die Geschichte von der verloren gegangenen Seitenleiste

 

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, Apple ist ein fortschrittliches Unternehmen. Anfang Dezember erdreistet sich der Konzern doch tatsächlich, iTunes einer Frischzellenkur zu unterziehen. Dabei ändern die Entwickler nicht nur das Design, sondern streichen glatt die Seitenleiste und Cover Flow.
Mir ist das ziemlich schnuppe, weil die Seitenleiste bei Bedarf wieder angeschaltet werden kann und ich Cover Flow eh nicht benutzte – zu unübersichtlich. Manche, die die Ansicht gerne nutzten, sind ein bisschen traurig. Und ein paar Leute steigen auf die Barrikaden und singen ihr Lied vom Niedergang Apples. Bis ihnen jemand sagt, wie man die Seitenleiste wieder einschaltet.

Da die Apple-Welt offensichtlich keine größeren Probleme hat, ist dies der zweite große iTunes-Skandal. Den ersten gab es mit der Veröffentlichung von iTunes 10 und der Icon-Änderung von bunt auf grau.
Wie glücklich wir uns Angesichts dieser Probleme doch schätzen können.

Etwas weniger spitz formuliert: Änderungen an iTunes sind immer kritisch, da viele Nutzer der Software ihr Heiligtum – die Musiksammlung – anvertraut und viel Zeit in die Pflege investiert haben. Änderungen erschrecken. Aber ich muss sagen, ich komme mit iTunes 11 recht gut aus!

Was lange währt, wird – egal wie, Hauptsache ein Mac Pro!

 

Man könnte es fast als „entgegengesetzte Strategie“ zu iTunes beschreiben, was Apple mit dem Mac Pro treibt. Der schon fast totgeglaubte Highend-Rechner von Apple erhält auch dieses Jahr wieder kein Update. Zumindest nichts, was man wirklich als Update bezeichnen könnte. Nur als ein Kitzeln: “Guggug, ihr wollt mich immer noch! Aber jetzt bin ich noch teurer! Und hab noch nicht mal Thunderbolt!”

Es dauert nicht mehr lange, und die iPads sind leistungsfähiger als die einstigen Arbeitstiere. Einziger Mehrwert der Macs gegenüber den Tablets: Der Mac Pro steht ohne Ständer auf dem Fußboden.

Apple lässt also die Anwender so lange auf ein neues Modell warten, bis völlig Wurst ist, was da erscheint. Hauptsache, es erscheint irgendetwas. Hätte es Apple mit iTunes so gehandhabt, hätte das Unternehmen einen Ärger weniger gehabt.

Doch Moment – eine Drohung gibt uns Apple auf den Weg: Im nächsten Jahr wird ein neuer Mac Pro erscheinen.

Na dann – auf ein skandalös interessantes Jahr 2013!

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Smartphone-Markt: Apple wieder Marktführer in den USA – Android führt in Europa

Durch den Erfolg des iPhone 5 konnte Apple zuletzt deutlich an Marktanteil in den USA hinzugewinnen. Apple ist dort mit 53 Prozent recht deutlicher Marktführer vor Googles Android. Ganz anders sieht es aber in Europa aus.

Die Marktforscher von Kantar Worldpanel ComTech haben die Zahlen für die USA und diverse andere Länder ermittelt. Apples Marktanteile verändern sich traditionell saisonal recht stark: Immer dann, wenn das Unternehmen kurz zuvor ein neues iPhone vorgestellt hat, steigt der Anteil an allen verkauften Smartphones recht stark, nimmt dann aber bis zur Vorstellung des nächsten Modells stetig ab.

Ein starkes Plus gab es auch nach dem Verkaufsstart des iPhone 5: In den 12 Wochen vor dem 25. November lag der Marktanteil des iOS unter allen Smartphone-Betriebssystemen in den USA bei 53,3 Prozent. Auf Platz zwei folgt Android mit 41,9 Prozent. Im Vorjahr waren es noch 35,8 Prozent fürs iOS und 52,8 Prozent für Android. Andere Betriebssysteme lassen sich in den USA fast nur noch unter “ferner liefen” aufführen: Das BlackBerry OS erreichte vor einem Jahr noch 7,0 Prozent, dieses Jahr sind es nur noch 1,4 Prozent. Überholt hat somit das Microsoft-Betriebssystem Windows Phone, das jedoch nur von 2,1 auf 2,7 Prozent klettern konnte.

In Deutschland konnte Android seine Führung hingegen ausbauen: Hier lag der Wert für Googles Smartphone-OS schon vor einem Jahr mit 61,0 Prozent sehr hoch, Ende 2012 sind es sogar 68,2 Prozent. Das iOS konnte von 21,9 auf 22,2 Prozent nur wenig zulegen. In anderen europäischen Ländern ist das Bild ähnlich, wobei Apples Marktanteil in Großbritannien mit 36,1 Prozent am höchsten und in Spanien mit 4,4 Prozent am niedrigsten ist.

Auch in anderen Nationen außerhalb der USA ist Google mehr oder weniger deutlich Marktführer: In Australien liegt Android mit 58,0 Prozent vor dem iOS mit 35,9 Prozent, im urbanen China sind es 72,2 und 19,2 Prozent. In Brasilien hält Android 60,7, Apples iOS hingegen nur 1,6 Prozent.

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iPad mini: Apple zeigt neuen Werbespot zu Weihnachten

Apple zeigt kurz vor Weihnachten noch einen neuen Werbespot fürs iPad mini. Im Spot ist neben dem iPad mini wieder einmal ein großes iPad als Vergleich zu sehen.

In dem Werbespot singt ein Mädchen das Lied “I’ll be Home for Christmas” für ihren Großvater – wobei sich die beiden trotz der Distanz dank FaceTime auf ihrem iPad und iPad mini sehen können.

Kurz vor Weihnachten noch einen neuen Werbespot zu veröffentlichen, hat bei Apple schon eine gewisse Tradition. Letztes Jahr zeigte sich der Weihnachtsmann von Siri begeistert, vor zwei Jahren verkleidete sich ein Vater als Nikolaus und sprach mit seinem Sohn über FaceTime.

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Apple Jahresrückblick 2012: Überraschungen aus Cupertino

Das Apple-Jahr 2012 bot viele Überraschungen, gleichermaßen wie Erwartetes. Wir halten Rückschau und fassen zusammen. Was verblüffte uns völlig, mit welchen Produktankündigungen konnte jedoch gerechnet werden?

Vorweg: Für Apple war es unzweifelhaft ein erfolgreiches Jahr. Zeitweise war der kalifornische Hersteller das wertvollste Unternehmen am Börsenhimmel, die Aktie erreichte ihren Höchststand, wenngleich sie jüngst auf den Frühjahrswert zurückfiel – Peanuts. Kurzum: Tim Cook und seine Mannschaft überzeugten zugleich Kunden als auch Shareholder. Apple funktioniert folglich ohne den Gründer, Visionär und ehemaligen CEO Steve Jobs. Doch wie lange noch?

Schließlich dürften fast alle Produkte dieses Jahres noch durch Jobs inspiriert worden sein. Für Tim Cook folgt demnach die eigentliche Reifeprüfung 2013. Gelingt es ihm die Firma langfristig zu neuen Ufern zu führen, eigenständig das nächste innovative Produkt einzuführen und somit vollständig aus dem Schatten des allgegenwärtigen Firmengründers zu treten?

Von Skandalen und Skandälchen blieb Apple auch im zurückliegenden Jahr nicht ganz verschont, es folgten interne Umstrukturierungen und formale Erklärungen. Genug um damit einen extra Artikel zu füllen. Diesen präsentieren wir unseren Lesern in der nächsten Woche. Heute dagegen stehen zunächst die eigentlichen Produktüberraschungen 2012 im Mittelpunkt.

iPad mini: Das Tablet was es nicht geben dürfte

Ein echter Coup: Mit dem iPad mini stellt Apple ein kleinformatiges Tablet vor und erweitert die Produktfamilie nach unten. Dabei schien die Produkteinführung alles andere als gewiss, hatte doch kein geringerer als Steve Jobs zwei Jahre zuvor dieser Geräteklasse eine deutliche Abfuhr erteilt. Doch Konstellationen ändern sich, Meinungen sind nicht in Stein gemeißelt – das galt nicht zuletzt auch für Steve Jobs. Von der Medienlandschaft wird das iPad mini zunächst verhalten aufgenommen: Zu teuer, ein geringer auflösendes Display als bei der Konkurrenz – Google Nexus 7 und Kindle Fire HD obsiegen für viele Marktbeobachter auf dem Papier. Das iPad mini ein Flop?

Und tatsächlich, die Warteschlangen zum Verkaufsstart fallen vielerorts geringer aus im unmittelbaren Vergleich zum Start des iPads der dritten Generation. Behalten die Kritiker also recht? Mitnichten, im Laufe der Wochen entwickelt sich das iPad mini zum Bestseller und avanciert zum Hit im Weihnachtsgeschäft. Apple hat – mal wieder – Schwierigkeiten, die erforderlichen Mengen zur Verfügung zu stellen, Kunden müssen sehr frühzeitig bestellen, möchten sie das Tablet noch unterm Tannenbaum vorfinden. Die Anwender sind am Ende vom besseren App-Angebot und dem Gesamtpaket überzeugt. Das iPad mini – für uns eine echte Überraschung.

iPad 3 vs. iPad 4: Verkürzung der Produktzyklen

Nicht nur für Käufer eines iPads der dritten Generation war die Vorstellung eines aktualisierten iPads im Herbst dieses Jahres eine echte Überraschung. Das „iPad 3“ wurde – wie erwartet – im März 2012 der Öffentlichkeit vorgestellt. Ausgestattet erstmals mit einem Retina-Display und einem besseren Prozessor (A5X), vollzog der Nachfolger des iPad 2 einen Leistungssprung, derweil blieb es bei der grundsätzlichen Formgebung. Mit einem neuen Modell, rechneten die Käufer erst wieder 2013, schließlich konnte man sich bei Apple auf die Jahresplanung doch verlassen.

Diesbezüglich war die Einführung des iPads der vierten Generation ein halbes Jahr später ein unerwartetes Husarenstück. Angesichts des frühzeitigen Wertverlustes der vorigen Produktreihe rief dieses Tun Bestürzung und Wut bei den betroffenen Kunden hervor. Ab sofort ging oder geht man davon aus, dass Apple in Zukunft die Produktzyklen verringern möchte, um somit flexibler auf die Konkurrenz reagieren zu können. Schon jetzt gibt es Voraussagen für neue iPads (auch iPad mini) für das Frühjahr 2013.

Wir sind skeptisch, hierzu ein Gedankenspiel: Das aktuelle iPad erhielt erneut einen schnelleren Prozessor (A6X) und den neuen Lightning-Anschluss – mehr nicht. Die Form blieb auch hier unverändert. Hätte man dieses Modell dem Jahresrhythmus zufolge erst im Frühjahr 2013 vorgestellt, wäre die Enttäuschung vorprogrammiert gewesen. Da erscheint es sinnvoller, eben dieses Modell „unbemerkt“ begleitend zum iPad mini vorab einzuführen. Dieses Vorgehen erlaubt ferner die Umstellung auf eine zukünftige Herbstplanung – äquivalent zu den iPods. Kürzere Produktzyklen bedeuten für Apple unterm Strich höhere Kosten, warum sollte man angesichts des komfortablen Marktvorsprungs sich auf ein solches Unterfangen einlassen?

iPod touch und iPod nano: Überraschung im Detail

Die Vorstellung neuer iPods im Herbst 2012 war für uns und viele Anwender weniger überraschend, schließlich hat man sich aus Tradition an diese Methode seitens Apple gewöhnt. Positiv erstaunt zeigen wir uns indes vom Umfang der Aktualisierung. Der iPod touch der fünften Generation stellt nach über zwei Jahren die erste, echte Neuerung dieser Geräteklasse dar. Und Apple war spendabel: Ein neues Retina-Display wie das iPhone 5, endlich ein schnellerer Prozessor (A5) und eine vernünftige Kamera. Der iPod touch war für uns im September die eigentliche Überraschung und ein guter Deal für den Kunden.

Ebenso verblüfft zeigen wir uns vom neuen iPod nano, freilich nicht im positiven Sinne. Anstatt das Design des quadratischen Vorgängers konsequent in Richtung Smartwatch für das iPhone weiterzuentwickeln, präsentiert uns Apple einen iPod, der so frisch und innovativ wirkt, wie ein altbackenes Brötchen. Für uns die langweiligste Produktvorstellung 2012.

Airport Express und Apple EarPods: Zwei Klassiker im neuen Gewand

Die AirPort Express Basisstation blieb nahezu unverändert acht Jahre (seit 2004) bei Apple im Programm. Abgesehen von neuen WLAN-Standards gab es auch keinen wirklichen Grund, das Design zu ändern. Insbesondere die Formgebung als Stecknetzteil war ungeheuer praktisch, und die AirPlay-Fähigkeit erfreute die Nutzer. So erhielt AirPort Express 2008 auch nur ein kleines, rein technisches Update (WLAN nach n-Standard).

Vier Jahre später erscheint die AirPort Express Basisstation vollkommen unerwartet im neuen Gehäuse. Fortan orientiert sich die Form am Apple TV, das praktische Stecknetzteil ist Vergangenheit. Schade, eine Neuerung die eigentlich so nicht notwendig gewesen wäre.

Die originalen weißen Apple Ohrhörer (Earphones) wurden seit 2001 zum Markenzeichen der Generation iPod – schon dem Urmodell lagen sie bei. Zum Headset ausgebaut, waren sie ebenso ein Bestandteil eines jeden iPhones seit 2007. So ikonenhaft sie auch noch immer sein mögen, so bescheiden waren sie letztlich im Klang und der Verarbeitung. Bei Dauernutzung lösten sie sich meist spätestens nach einem Jahr förmlich auf – unzählige Ohrhörer verschlissen so in den Händen der Anwender.

Aktuell liegen sie nur noch dem iPod shuffle, dem iPod touch der vierten Generation und dem iPhone 4/4S  bei, die restlichen iPods und iPhones erhielten mit den neuen Apple EarPods überraschend einen adäquaten Nachfolger. Speziell geformte Hörmuscheln sorgen für einen besseren Sitz und Klang – hoffen wir, dass den EarPods ein langes Leben beschieden ist.

Erwartungsgemäß: iPhone 5, iOS 6, iPod shuffle, OS X 10.8, MacBooks, iMacs, Mac mini und Mac Pro und Apple TV

Weniger überrascht wurden wir von den folgenden Produktneuheiten, Apple erfüllte mit ihnen größtenteils die Kundenerwartungen und folgt dem Beispiel der technischen Evolution.

Das iPhone 5 befindet sich in dieser Liste, ist keine Überraschung 2012? Keine Frage: Das neue iPhone ist ein Schmuckstück, ein wirtschaftlicher Erfolg sowieso. Eine Überraschung setzt jedoch in erster Linie Unwissenheit voraus. Selten aber waren die Voraussagen zum kommenden iPhone so präzise, die Lücken in Apples Geheimhaltung so groß. Die Vorstellung geriet nur noch zur Pflichtübung – keine Überraschung.

Ebenso unspektakulär die Software bei Apple: iOS 6, OS X 10.8 Mountain Lion und iTunes 11. Die Updates sind eine logische Notwendigkeit, beinhalten kaum Raum für großes Erstaunen. Immerhin bot iOS 6 mit dem neuen Kartendienst Material für einen Skandal, doch dazu mehr in der Rückschau kommende Woche.

MacBook Air, MacBook Pro und der Mac mini erhalten rein technische Updates, die Form bleibt erhalten. Gänzlich neu dagegen die MacBook Pros mit Retina Display in 15 und 13 Zoll. Eine echte Überraschung waren aber auch diese nicht – zu viele, konkrete Berichte im Vorfeld. Das Verschwinden des 17-Zoll-Modells für Apple eine kalkulierte Folge. Auch der neue iMac wird vorgestellt. Sowohl iMac, als auch die MacBooks mit Retina Display verzichten konsequent auf ein optisches Laufwerk, ein Trend, der zuvor schon vom MacBook Air und Mac mini aufgegriffen wurde. Es ist nur eine Frage der Zeit und des Preises, bis die verbliebenen MacBook Pro alter Bauart aus dem Portfolio verschwinden.

Keine Überraschung bot zudem der Mac Pro: Es gab nur ein lächerliches Prozessor-Update. Laut Apple können wir aber 2013 mit einem gänzlich neuen Modell rechnen – Zeit wird's.

Apple TV erhält eine neue Software-Version und das neue Modell versteht nun auch Videos in Full-HD (1.080p). Keine Revolution, die kommt vielleicht erst 2013. Viel entscheidender: Bis heute existiert für Apple TV 3 kein Jailbreak, der die vielen Beschränkungen aufhebt. Als Reaktion darauf steigen bis heute die Preise gebrauchter Apple TV 2.

Bildquellen: Apple

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TSMC soll US-Fabrik für Herstellung von Apple-AX-Chips planen

Seit einiger Zeit hält sich das Gerücht, dass Apple die Prozessoren fürs iPhone und iPad in Zukunft nicht mehr von Samsung, sondern von TSMC herstellen lassen wird. Nun soll das Unternehmen aus Taiwan daran interessiert sein, eine neue Halbleiter-Fabrik in den USA zu bauen – möglicherweise, um dort zukünftige Apple-AX-Chips zu produzieren.

Die Zeitung The Oregonian (via Mac Rumors) berichtet, dass die Entwicklungs-Agentur des US-Bundesstaates Oregon in diesen Tagen versucht, eine Investition eines Unternehmens mit dem Codenamen “Azalea” in den Staat zu holen. Details dürfe die Agentur jedoch nicht nennen.

Gleichzeitig würden Behörden des US-Bundesstaates New York ein “Projekt Azalea” verfolgen, also versuchen, das Unternehmen an die andere Seite der USA zu locken. Aus Dokumenten, die einer dortigen Zeitung vorlägen, gehe hervor, dass es sich bei dem Projekt um eine 3,2-Millionen-Quadratfuß-Halbleiter-Fabrik mit mindestens 1000 Mitarbeitern handle. Die Herstellung einer solchen Fabrik koste mehrere Milliarden Dollar, was erkläre, warum die Behörden beider Staaten das Unternehmen unbedingt für sich gewinnen wollen.

Laut EETimes handelt es sich bei dem Unternehmen hinter “Azalea” um Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC), ein Chip-Hersteller aus Taiwan. Gerüchten zufolge plant Apple, seine Apple-AX-Chips fürs iPhone und iPad in Zukunft von TSMC produzieren zu lassen. Bisher lässt Apple die Prozessoren von Samsung herstellen. Aufgrund des anhaltenden Konkurrenzverhältnisses zu den Koreanern soll sich Apple aber eine Alternative zu dieser Partnerschaft wünschen.

Dementsprechend könnte mittelbar also Apple hinter dem “Projekt Azalea” stehen – es ist denkbar, dass TSMC die Fabrik speziell zu dem Zweck, die von Apple entworfenen Chips herzustellen, bauen möchte. Damit würde die Herstellung der Apple-AX-Prozessoren in den USA verbleiben: Samsung produzierte die Chips bisher in Texas.

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Apple Karten und Foursquare: Mögliche Kooperation

Einem aktuellen Bericht des Wall Street Journal zufolge befinden sich Apple und Foursquare seit einiger Zeit in Gesprächen. Gegenstand dieses Dialoges ist die Prüfung der Option, nutzergenerierte Positionsinformationen von Foursquare in Apples eigenen Kartendienst zu integrieren.

Apples Kartendienst mangelt es nicht nur an Genauigkeit, auch POIs (Points of Interesst) sind rar gesät. Eine zukünftige und direkte Integration eben dieser lokalen Informationen des standortbezogenen, sozialen Netzwerks Foursquare könnte Apple helfen, die Attraktivität des Kartendienstes zu erhöhen. Im Gegenzug würde die Popularität des jungen Start-ups steigen, neue Nutzer könnten hinzugewonnen werden.

Als Hinweis auf derartige Gespräche dient ein Tweet von Eddy Cue, seines Zeichens Apple Senior Vice President, Internet Software and Services. In diesem informierte er seine Follower über seinen ersten Foursquare-Check-In – wie passend auf dem Apple Campus.

Auch wenn dieses Indiz eher schwacher Natur ist, derartige Kooperationen sind für Apple kein Neuland. So können Apple-Nutzer neuerdings unkompliziert Inhalte per Twitter und Facebook teilen. Siri und der Kartendienst greift derweil auf Informationen von Yelp zu. Eine Integration von Foursquare erscheint da nur logisch und im Angesicht der Konkurrenz auch notwendig.

Via Wall Street Journal.

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Apple veröffentlicht Updates für jüngste Mac-Modelle

Apple hat Updates für alle Macs vorgestellt, die das Unternehmen zum Ende diesen Jahres vorgestellt hat. Ein allgemeines Update für alle diese Macs behebt ein Wi-Fi-Problem, ein Firmware-Update für die neuen iMacs darüber hinaus noch Thunderbolt- und Ruhezustand-Bugs.

Das Mac Wi-Fi Update 1.0 betrifft alle Ende 2012 vorgestellten Macs. Das 1,49 Megabyte große Update soll die Kompatibilität mit 5-Gigahertz-Wi-Fi-Netzwerken verbessern. Ende 2012 hatte Apple neben den neuen iMacs auch das 13-Zoll-Retina-MacBook Pro und den jüngsten Mac mini vorgestellt.

Das iMac EFI Update 2.0 soll generelle Verbesserungen und Fehlerbehebungen für die Bereiche Ruhezustand und Thunderbolt bringen. Darüber hinaus verbessert auch dieses Update die Zuverlässigkeit mit 5-Gigahertz-Wi-Fi-Netzwerken. Das Update ist 4,32 Megabyte groß.

Beide Updates sind sowohl über die Softwareaktualisierung des Betriebssystems als auch über Apples Downloads-Website erhältlich.

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Apple Werbespots: Die Songs 2012 – Teil 1

Das Jahr 2012 bescherte uns nicht nur jede Menge neuer Apple-Geräte, sondern auch die dazugehörigen Werbespots der Kalifornier. Apple bewies wiederholt Musikgeschmack und nutzte zur Untermalung einen Mix aus Songs unbekannter und renommierter Künstler. Wir wünschen viel Freude bei unserer Zusammenstellung.

Vorab: Am Ende des Artikels finden unsere Leser eine Spotify-Playliste mit den bisher vorgestellten Songs des ersten Teils unserer Artikelserie.

The textbook. Reinvented for iPad: Hörenswerter Schweremut

Januar 2012: Dass das iPad nicht nur ein nutzloses Spielzeug ist, veranschaulicht dieses Informationsvideo sehr deutlich. Speziell Lehrbücher werden auf Apples Tablet zum neuen Leben erweckt.

Der sehr atmosphärisch, fast träumerisch angehauchte Soundtrack wird beigesteuert von drei Independent-Künstlern beziehungsweise Bands:

Matt Berninger – Frontmann von The National – erinnert stimmlich nicht von ungefähr an Trauer-Barden im Stile eines Nick Cave oder Leonard Cohen. Dies wird auch im Song Fake Empire sehr deutlich – Melancholie pur, wenngleich in diesem Fall mit einem Schuss melodisch untermalter Hoffnung gewürzt. To Build a Home von The Cinematic Orchestra findet sich im Promotion-Video allein in der Instrumentalfassung, dabei lohnt sich es durchaus, der Stimme von Patrick Watson zu lauschen. Jón “Jónsi” Þór Birgisson ist kein Unbekannter, ist der gebürtige Isländer doch Bestandteil der nicht minder bekannten Band Sigur Rós. Sein Falsett-Gesang in Sinking Friendships entführt uns in fremde Welten – zurücklehnen und genießen.

iCloud „Harmony“: Eingängiger Sound-Schnipsel

Februar 2012: Apple präsentiert die iCloud – einfach und unkompliziert soll die Synchronisationslösung zwischen Mac, iPhone und iPad sein. Dem Werbespot gelingt es vortrefflich diesen Eindruck zu erwecken, vor allem durch den eingängigen Soundtrack.

Der Song ist eigentlich aber gar keiner. Vielmehr handelt es sich um einen kurzen, instrumentalen Jingle – Reach. Eine Auftragsarbeit des britischen Komponisten Andy Huckvale für Sqeak E. Clean Productions. Demzufolge kann man den „Song“ auch nirgends käuflich erwerben, auch fehlt er aus diesem Grunde in unserer Spotify-Playliste.

iPad 3 Promo Video: Multi-Idependent

Im März 2012 präsentierte Apple erwartungsgemäß die bisher dritte Generation des iPads. Nur offiziell „iPad 3“ durfte der Tablet-Rechner nicht heißen. Egal, allgemein hat sich – auch bei uns – dieser Terminus unabhängig vom Willen Apples eingeprägt.

Für den Sountrack des Informationsfilmes verwendet Apple allein einen einzigen Song – wenn auch nur instrumental und versatzweise integriert. Verantwortlich hierfür zeichnet ein 39-jähriger amerikanischer Musikkünstler, der seine Songs selber schreibt und zugleich als Multiinstrumentalist überzeugt.

Übrigens, Andrew Bird sollte man nicht mit dem gleichnamigen Filmeditor aus Hamburg verwechseln. Letzterer ist bekannt für seine Zusammenarbeit mit dem Filmemacher Fatih Akins (zum Beispiel: Soul Kitchen).

iPad 3 Werbespot: Klavierklänge

Im eigentlichen TV-Spot wird in erster Linie das neue hochaufgelöste Retina-Display in den Vordergrund gestellt.

Apple entscheidet sich dem Anlass der Faszination folglich für ein sehr emotionales Musikstück. Ein beschwingter, verträumter Klangteppich.

Die Künstlerin Phildel – ansässig in London – ist noch ein echter Geheimtipp und eine Newcomerin. Nicht mal einen Wikipedia-Eintrag gibt es zu ihr, sehr wohl aber eine Homepage, Facebook-Fanseite und ein myspace-Profil. Auf letzterem finden sich auch eine Menge weiterer Songs der singenden Schönheit. Bei iTunes gibt es allein nur den Song The Kiss der iPad-Werbung käuflich zu erwerben.

Weiter geht's am Freitag mit dem zweiten Teil unserer Artikelserie zu den Songs der Apple-Werbung 2012.

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Google-CEO Page wünscht sich mehr Kooperation mit Apple und Amazon

In einem Interview hat sich Googles CEO Larry Page zur Beziehung seines Unternehmens mit Apple und den verschiedenen Geschäftsstrategien von Apple, Amazon und Google geäußert. Google und Apple würden sich “unterhalten”, allgemein wünscht sich Page aber größere Offenheit und mehr Kooperation.

Larry Page erklärte in dem Interview mit Fortune, dass er “zeitweise” eine freundschaftliche Beziehung zu Steve Jobs gepflegt habe. Auch stellte er klar, dass er nie meinte, dass Apples Patentkrieg gegen Googles Mobil-OS Android “nur Show” gewesen sei: Dies sei nur zum Teil der Fall.

Er selbst stachele sein Unternehmen nicht in einer solchen Weise auf, “denn ich glaube, dass wenn man auf jemand anderes blickt, man sich anschaut, was sie jetzt machen, und so bleibt man nicht zwei oder drei Schritte vorne”. Letztendlich wünsche er sich, dass alle Unternehmen sich “besser verstehen” und die Kunden nicht unter Aktivitäten anderer leiden. Google versuche immer, die eigenen Produkte so weit wie möglich erreichbar zu machen. Manchmal werde das dem Unternehmen allerdings nicht erlaubt. In Sachen Apple bestehe immerhin eine große Zusammenarbeit im Bereich Suche: “Wir sprechen mit ihnen”, so Page.

Der Google-Mitgründer sprach sich in dem Interview auch gegen eine “Inselbildung” im Internet aus: Mit Amazon, Google und Apple gebe es drei große “Player”, die komplett verschiedene Geschäftsmodelle verfolgen: Apple mache sein Geld mit Hardware, Google mit Werbung. Amazon verfolge wiederum ein Geschäftsmodell niedriger Margen bei Verkäufen in großem Volumen, indem das Unternehmen “Gegenstände und Inhalte” über seinen Web-Store verkaufe.

All diese Unternehmen seien groß, weil sie etwas großartiges erreicht hätten. Nun, da es diese großen Player gebe, wünschte er sich mehr Kooperation. Das Internet sei in Universitäten erschaffen worden, und es sei designt worden, um zu integrieren. “Nun, da wir es kommerzialisiert haben, haben wir eine eher insulare Herangehensweise verfolgt, und ich denke, dass das schade für die Benutzer ist.”

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Betthupferl: Apple passt Straßen und Gelände der Karten-App an

Die Beschriftungen und Darstellungen in den Apple-Karten sind nicht korrekt? Falsch, die Welt stimmt nicht! Wie ein Video erklärt, nimmt Apple jetzt die Anpassungen vor – wohlgemerkt an der Erde, nicht an der iOS-App.

“Apple hat sich dazu verpflichtet, das bestmögliche User Experience anzubieten”, erklärt Apple-Chef Tim Cook dem gut gemachten “Nachrichten-Beitrag” zu Folge, und weiter: “Deshalb bauen wir die Brooklyn Bridge ab und verlegen London nach Kanada.”

 

 

Das Video nimmt somit nicht nur Fehler der Karten-App von iOS 6 auf die Schippe, sondern spielt auch auf die “Unfehlbarkeit” des Konzern an. Die Gestaltung der Erde, ein Kampf der Götter!

via twitter

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Schumachers Hasstirade: Noch ein frustrierter Abschied

Alle Jahre wieder. Der Spiegel bekleckert sich, wie schon vor etwas über 12 Monaten, erneut mit Hajo Schumachers Erguss aus Pseudo-Wut, vor Ignoranz strotzenden Stammtisch-Phrasen und unreflektiertem Geifer. Und wie im letzten Jahr interessiert uns, was ihr davon haltet.

Ich möchte zunächst Schumacher beglückwünschen. Der Spiegel-Kolumnist hat sich (wieder) eine hervorragend reißerische Überschrift einfallen lassen, unter der er seiner angeblichen Wut auf das totalitäre System Apple (wieder) Luft macht: „Abrechnung mit Apple – Das Nordkorea der Konsumwelt“. Handwerklich fragwürdig bis gelungen, inhaltlich leider (wieder) schwach.

Das Ergebnis: Mehrere Tausend Social-Media-Interaktionen, ein paar Dutzend Seiten Kommentare und zweifellos zufrieden stellende Klickzahlen. Das sei ihm und dem Spiegel gegönnt, keine Frage.

Die Überschrift zieht Klicks magnetisch an. Eine Alliteration, zwei Reizwörter. Wer sich noch an den Kommentar aus dem August 2011 erinnert, ahnt, was folgt. Oder glaubt an ein Déjà-Vu. Interessanterweise hat es Schumacher nämlich entgegen der vollmundigen Ankündigung doch nicht geschafft, sein iPhone gegen einen „Nokia-Knochen zu tauschen“.

Der Autor beklagt stattdessen weiterhin mangelnde Freiheit im Ökosystem iOS/OS X. Synchronisation mehrerer Geräte führe zu Adresssalat, Kundenservice lasse zu wünschen übrig und sowieso schadet es nie, ein paar politisch aufgeladene Reizphrasen in einen strukturell eher schwachen Text einzubauen.

Es lohnt sich nicht, Aufregung mit neuer Aufregung zu quittieren. Lieber mit Bedacht und in Ruhe statt in Rage, ganz sachlich. Also:

Zunächst das Zugeständnis. Niemand will oder sollte Apple oder irgendeinen anderen großen Elektronikhersteller bedingungslos in Schutz nehmen. Gesunde, fundierte Kritik ist nicht nur angebracht, sondern unabdingbar.

Es gibt diverse Bereiche, in denen alle, egal ob Apple, Samsung, Google oder Amazon, nachbessern müssen. Dazu gehören sicherlich die

Arbeitsbedingungen bei den jeweiligen Zulieferern. Dazu mögen auch Service am Kunden und Bedienungsfreundlichkeit sowie Offenheit der Systeme gehören.

Was man aber bei aller Sympathie für Meinungsartikel, in denen Apple so richtig einen reingewürgt bekommt, nicht einfach überlesen sollte, sind solch fürchterlich falsche und verachtend bösartige Wendungen wie „Mullah-mäßig“. So nämlich bezeichnet Schumacher jene Leser, die ihn nach seinem letzen Beitrag zu diesem Thema „der Gotteslästerung beschuldigt hätten“.

Um ihm kein Unrecht zu tun, muss ich zu seinen Gunsten annehmen, dass er die wahre Bedeutung des Wortes Mullah nicht kennt und daher diese Bezeichnung für muslimische Religionsgelehrte nur versehentlich abwertend gebrauchte. Anderenfalls müsste man ihm nämlich vorsätzliche Hetzrethorik unterstellen. Und das wollen wir schließlich nicht.

Nicht so einfach entschuldigen lässt sich dagegen der eine oder andere gewagte Vergleich mit dem totalitären Regime Nordkoreas. Man muss nicht sonderlich feinfühlig sein, um dabei erschreckt zusammenzuzucken. Zumal es um nichts weiter geht, als ein offenbar persönliches Problem mit der Synchronisation einer iTunes-Mediathek auf mehreren iOS-Geräten und Macs im Schumacherschen Haushalt.

Da will ihn der böse Diktator Cook nicht seine digitale Musik zwischen mehreren teuren Elektro-Spielzeugen synchroniseren lassen, weil er zu gehetzt und ungeduldig ist, sich auch nur eine Sekunde mit dem System zu beschäftigen? Ich bin sicher, die Herzen der tausenden hungernden, unterdrückten und vom Militärregime gepeinigten nordkoreanischen Bürgerinnen und Bürger bluten für dich, Hajo.

Auch der Vergleich zur Diskussion über Mohammed-Karikaturen oder die jüngste CDU-Presseaffaire lässt einen essentiellen Bestandteil vermissen — Vergleichbarkeit. Es geht hier nicht mehr um Äpfel und Birnen oder ein leichtes Hinken.

Einem dänischen Autor wurde es verwehrt, seine eBooks im iTunes Store zu verbreiten, da sie angeblich anstößiges Material enthielten — kurz: Nacktheit. Sicher ist das nicht sonderlich modern und mancher mag sich daran stören. Ja, sogar eine ergebnisoffene Diskussion über die Angemessenheit solcher Inhaltsregeln ist angebracht.

Diesen Vorgang aber mit den Worten „Apple sprengt die Pfeiler der Demokratie“ zu kommentieren, heißt, einem bereits lahmenden Vergleich zwischen Pferdeapfel und Glühbirne beide Beine abzuschlagen.

Doch es geht noch weiter. Wenig später werden („etwas melodramatischer“) Immanuel Kant und Martin Luther (immerhin nicht King) vorgeschoben, die von ihnen hart errungene Freiheit in Erinnerung zu rufen. Nicht einmal die katholische Organisation Opus Dei ist sicher vor Schumachers blinder Assoziationswut.

Irgendwann dann auch das obligatorische Versprechen, sich „jetzt von iTunes (zu) verabschieden“ — bis sich dann Ende 2013 das nächste

Klickmonster aus Schumachers Tastatur erbricht.

Insgesamt wirkt die unter dem Deckmantel des Kommentars veröffentlichte Schimpftirade eher wie die unausgegorene, unreife Reaktion eines kleinen Kindes, dem das Eis heruntergefallen ist. Keiner streitet ab, dass auch Apple nicht über alle Zweifel erhaben ist. Sich aber zu derart plumpem Populismus hinreißen zu lassen, der dann auch noch in einen so zäh durch den Raum mäandernden Artikel mündet, macht mehr enttäuscht als wütend.

Abstruse, aus der Luft gegriffene Vergleiche, zusammenhangloses Gejammer über unzuverlässige Dienste und neue Stecker — gepaart mit einem drohenden Unterton. Das ist nicht das Nordkorea der Konsumwelt, das ist einfach ein verdammt schlechter Text. Mensch, Hajo, hast Du das wirklich nötig?

Was meint ihr? Berechtigte Kritik an Apple oder nur das übliche Öl ins Fanboy-Feuer?

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iRadio: Apples Musik-Streaming-Angebot kommt angeblich 2013

Seit geraumer Zeit sagt die Gerüchteküche ein Musik-Streaming-Angebot von Apple voraus. Ein solches lässt allerdings weiterhin auf sich warten. Marktforscher glauben jedoch, dass Apple mit dem “iRadio” schon dieses Jahr ans Netz gehen wollte und dass der Start nun im Jahr 2013 erfolgen wird.

Spätestens seit Apple vor ziemlich genau drei Jahren den Musik-Streaming-Anbieter Lala übernahm erwarten viele Beobachter ein entsprechendes Angebot von Apple selbst – auch wenn der ehemalige Lala-Chef im Jahr 2011 erklärte, dass Apple das Unternehmen in erster Linie wegen der Mitarbeiter gekauft habe.

Mit iTunes Match hat Apple zwar einen Musik-Cloud-Dienst im Angebot. Dieser erlaubt jedoch nur das ad-hoc-Herunterladen und -Streamen von Musik, die der Kunde bereits zuvor erworben hat. Ein “iRadio” würde wiederum in Konkurrenz mit Angeboten wie Pandora und Spotify treten: Der Benutzer könnte sich also ein Radio-Programm selbst aus gewünschten Titeln zusammenstellen oder eine automatische Zusammenstellung anhand des eigenen Musikgeschmacks bekommen.

Die Marktforscher von BTIG Research haben sich in der Branche umgehört und erfahren, dass Apple einen solchen Dienst schon zusammen mit dem iPhone 5, also im September diesen Jahres vorstellen wollte. Apple habe sich aber nicht mit dem Label Sony/ATV einigen können.

Der Start werde deshalb im Jahr 2013 erfolgen, wobei dann alle wichtigen Labels an Bord sein sollen. Apple werde anders als Pandora nicht auf Standard-Pflichtlizenzen für Musik setzen, sondern eigene Deals mit den Rechteinhabern aushandeln, wodurch sich ein globales, nicht auf die Vereinigten Staaten beschränktes Angebot leichter realisieren ließe. Für die Musikindustrie dürfte sich die Ausweitung der Partnerschaft mit Apple lohnen, immerhin bietet der iTunes Store gleich auch die Möglichkeit, gestreamte Titel direkt zu erwerben. Wann genau das “iRadio” im Jahr 2013 starten dürfte, wissen aber auch die Marktforscher nicht.

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Bilder der ersten Apple-I-Exemplare aufgetaucht

Der erste Mac erschien vor fast 29 Jahren. Doch schon Jahre zuvor erblickte Apples erster Computer das Licht der Welt: Den Apple I hatten Steve Jobs und Steve Wozniak bereits im Jahr 1976 zusammen gebastelt. Jetzt sind Bilder der allerersten Version des legendären Rechners aufgetaucht.

Apple verkaufte vom Apple I nur die fertige Platine, Gehäuse, Tastatur und Bildschirm mussten sich die Kunden selbst besorgen. Im Jahr 1976 sprach Steve Jobs bei Paul Terrell vor, der im kalifornischen Mountain View einen Computer-Laden namens “Byte Shop” betrieb. Terrells Laden wurde der erste Händler, mit dem Apple zusammen arbeitete.

Jobs und Wozniak wollten über Terrell zunächst nur die Einzelteile verkaufen – die Kunden sollten Teile der Platine noch zusammen setzen und weitere Komponenten wie das Netzgerät und eben Gehäuse, Tastatur und Bildschirm selbst besorgen. Terrell war von dem Rechner begeistert, wollte ihn jedoch nur als komplett zusammengebauten Computer verkaufen. Wenn Jobs ihm einen solchen Rechner liefern könnte, würde er gleich fünfzig Stück kaufen.

Dieser Aufforderung kam Jobs nach, so dass der Byte Shop zum ersten Apple-Händler überhaupt wurde. Terrell verkaufte die Rechner in einem Holzgehäuse mit Tastatur und eingebautem Netzgerät. Für jeden Rechner bezahlte er 500 Dollar, der Preis für Endkunden lag seinerzeit bei 666,66 Dollar.

Die Technologizer-Sparte von Time Magazine (via Mac Rumors) erzählt die Geschichte und zeigt auch einige der Polaroid-Aufnahmen, die Terrell seinerzeit von den ersten Apple-I-Exemplaren machte.

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iPad-Schöpfer: “Apple sollte Twitter kaufen”

Mit einer Übernahme des sozialen Kurznachrichtendienstes Twitter könnte Apple verhindern, dass Google im toten Winkel überholt. Das meint zumindest Patrick Gibson, der damals an der Entwicklung des ersten iPad mitgewirkt hat. Apple brauche dringend Nachhilfe bei Web-Diensten.

„Google wird schneller besser beim Design als Apple es bei Web-Diensten wird“. So zitiert Gibson seinen Kollegen Tom Dale. Dieser Zustand lasse sich an mehreren Symptomen erkennen. Darunter der Umstand, dass ein einziges beliebtes Spiel (namens  — meine App der Woche aus dem dieswöchigen JFK-Podcast) das Game Center in die Knie zwingen konnte und die geradezu antiquierte Basis von iTunes Store und App Store.

Gibson nennt als Problem auch, dass der Apple Online Store offenbar nicht aktualisiert werden könne, ohne ihn vom Netz zu nehmen. Allerdings erkennt man hier schon bei beiläufiger Betrachtung, dass es offensichtlich jedes Mal für gesundes Aufsehen sorgt, wenn sich irgendwo in der Welt plötzlich die virtuellen Tore schließen.

Doch im Grunde führt seine Kritik an Apples Leistung bei Web-basierten Diensten auf eines hinaus: Steve Jobs und nach ihm Tim Cook haben sich nicht genug Know-How ins Haus geholt. Es fehle einfach an Expertise für Web-Engineering.

Derweil befindet Google sich auf der Überholspur und arbeite hart an seiner Schwäche: Design. Web-Dienste kann der Suchmaschinen-Riese aus Mountain View wie kein Zweiter, damit ist er groß geworden. Und auch wenn Android noch keinesfalls an allen Ecken hübsch aussehe, habe es sich in den letzten Monaten gemausert.

Für Apple bedeutet das, es muss sich etwas tun. Twitter scheint ein geeigneter Kandidat, um diese Lücke zu füllen. Stark skalierbare Web-Technologien kenne man dort nicht nur aus dem FF, man habe sie zum Teil sogar erfunden. Damit ergänzt das Unternehmen den Apple-Hersteller geradezu perfekt.

Nicht zuletzt könne auch Twitter von der Übernahme profitieren. Man würde sich einen komplizierten Börsengang sparen (der, wie man bei Facebook erlebt hat, auch gerne mal in die Hose geht) und könnte darüber hinaus die iAd-Infrastruktur nutzen, um die eigenen Bemühungen im Bereich Online-Werbung nach vorn zu bringen.

„Dieses Talent und diese Technologie könnte zweifelsohne dabei helfen, Apple und iCloud ins 21. Jahrhundert zu tragen“, meint Gibson. Gleichzeitig ahnt er jedoch, dass seine Vision so schnell nicht wahr wird. Twitter sei zu sehr davon überzeugt, bald auf eigenen Füßen viel Geld verdienen zu können. Und Apple leugne die eigenen Schwächen zu stark, um so viel Geld darin zu investieren.

Es ist nicht das erste Mal, dass dieser Vorschlag geäußert wird. Sicher hat auch Tim Cook ihn schon in Erwägung gezogen — über eine ausreichende Barschaft verfügt er ja.

Was könnte daraus wohl werden, wenn Apple Twitter tatsächlich übernimmt? Wie würde sich der Kurznachrichtendienst ändern und was hätte Apple davon?

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Ex-Apple-Manager sieht Scott Forstalls Weggang als “Anfang vom Ende”

Die Nachricht, dass Scott Forstall Apple verlassen werde, soll bei einigen Apple-Verantwortlichen gut angekommen sein – offenbar war es nicht leicht, mit Forstall zu arbeiten. Ein früherer Apple-Manager glaubt hingegen, dass Forstalls Rauswurf ein sehr schlechtes Zeichen für das Unternehmen ist.

Der Blogger “Rands” (via 9 to 5 Mac), hinter dessen Namen sich der ehemalige “Senior Engineering Manager” Michael Lopp verbirgt, glaubt, dass es mit Apple letztendlich abwärts gehen wird. Geschichtsschreiber würden in einigen Jahrzehnten den Tod Steve Jobs’ als Ausgangspunkt für das Ende des Apple-Erfolges sehen, wobei darauf ein weiteres Schlüsselereignis folgte. Ein solches Ereignis könnte, so Rands, der Weggang Forstalls sein.

Viele Apple-Manager seien in den letzten Jahren gekommen und wieder gegangen – auch in der Zeit, als Jobs das Unternehmen führte. Scott Forstall, der zuletzt Apples Senior Vice President für den Bereich iOS-Software war, sei jedoch ein Sonderfall: Als Rands noch bei Apple arbeitete, seien sich die Mitarbeiter im “Caffe Macs” auf dem Apple-Campus einig gewesen, dass Forstall der einzige legitime Nachfolger für Steve Jobs sein könnte.

Einige von Forstalls Charakterzügen seien nämlich mit denen des langjährigen Apple-CEO vergleichbar gewesen: “Er war ein Arschloch, aber er schien von Erfolgen umringt zu sein, und niemand kannte sein Geheimrezept für diese Erfolge genau.” Angesichts dessen sei Rands “schockiert” über den Forstall-Weggang gewesen – Forstall sei zwar sicherlich kein Steve Jobs, aber doch unter denen, die noch bei Apple waren, die größte “Annäherung an Jobs” gewesen.

Von Forstall seien immer gewisse Zerrüttungen oder Diskonuitäten ausgegangen. Und so habe das Geschäft bei Apple funktioniert: Es habe immer eine “interne Kriegsführung” gewesen. “Innovationen werden nicht aus einem Komitee geboren, Innovationen sind ein Kampf”, so Rand. Die Manager, die jetzt Forstalls Aufgaben übernommen haben, seien zwar allesamt talentierte und qualifizierte Führungskräfte, von ihnen gingen aber eben keine Zerrüttungen aus, sie seien nicht “disruptive”.

Das entspreche wahrscheinlich dem Willen des heutigen Apple-CEO Tim Cook – laut Rands “vielleicht die talentierteste Führungsperson im operativen Geschäft der Welt”. Denn das operative Geschäft wolle gerne alle Elemente entfernen, die die Welt weniger vorhersehbar und messbar machen.

Allerdings habe Apple bisher nicht so gearbeitet. Ein Reizwort in Apples Pressemitteilung zur Management-Umstrukturierung sei für Rands die Formulierung “Collaboration” gewesen. Man solle sich ein Meeting mit Steve Jobs vorstellen, wie es abläuft und wie Entscheidungen getroffen werden. “Kollaboration” passe überhaupt nicht für diese Situation. Stattdessen säßen die verantwortlichen “auf Nadeln”, während sie damit rechnen, dass der Typ vorne jederzeit explodiert und alle in der Luft zerreißt, weil sie ihn für ein mutmaßlich unwichtiges Thema zu sich bestellt hätten.

Zwar profitiere Apple davon, ein großes, stabiles operatives Geschäft zu haben, das Arbeit konstant und zuverlässig erledigt. Um weiter vor der Konkurrenz zu bleiben, brauche Apple aber auch Persönlichkeiten, die Zerrüttungen umgeben. Ohne Forstall sei Apple sicherlich ein “stabileres” Unternehmen – was aber auch der Anfang vom Ende des Erfolges sein könnte.

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Apple vor Gericht: Unternehmen klagt wegen Display-Rotation – VirnetX klagt erneut

Apple muss sich weiterhin gegen Patentklagen diverser Unternehmen verteidigen. Während das zuletzt erfolgreiche Unternehmen VirnetX seinen Rechtsstreit auf jüngere Apple-Produkte mit FaceTime-Unterstützung ausweitet, muss sich Apple auch gegen eine Klage bezüglich der Display-Rotation der iOS-Geräte verteidigen.

Ein US-Bezirksgericht in Delaware hat am Freitag entschieden, das mündliche Verfahren für eine Klage des Unternehmens MobileMedia Ideas gegen Apple einzuleiten. Apple hatte zuletzt versucht, die Klage schon in einem frühen Stadium abweisen zu lassen; diesem Antrag ist das Gericht jedoch nicht gefolgt.

MobileMedia Ideas hält ein Patent, das die Möglichkeit beschreibt, die Display-Ausrichtung eines Gerätes von vertikal nach horizontal entweder manuell oder automatisch zu ändern. Das automatische Drehen der Display-Ausrichtung gibt es auf allen iOS-Geräten seit dem ersten iPhone aus dem Jahr 2007, betroffen sind also zahlreiche Apple-Produkte.

Der Fall ist aus dem Grund interessant, dass es sich bei MobileMedia Ideas auf den ersten Blick zwar um einen so genannten “Patenttroll” handelt – also ein Unternehmen, dessen einzige Tätigkeit darin besteht, Patente zu verwalten und Geld für Lizenzen einzusammeln. Eigentümer des Unternehmens sind neben dem MPEG-Lizenznehmer MPEG LA auch die bekannten Unternehmen Sony und Nokia. Das fragliche Patent hatte ursprünglich Sony im Jahr 1999 angemeldet. Über die Klage vor dem US-Bezirksgericht sollen nun Geschworene entscheiden.

Das Unternehmen VirnetX hatte hingegen in einem Verfahren gegen Apple bereits Erfolg. VirtnetX ist Inhaber von Patenten für diverse VPN-Technologien, die das Unternehmen durch Apples Umsetzung der Videochat-Software FaceTime verletzt sieht. Vor einigen Tagen hatten Geschworene eines US-Gerichts in Texas VirnetX einen Schadensersatz in Höhe von 368,2 Millionen Dollar zugesprochen.

VirnetX hat sich nun dazu entschlossen, Apple auch für die Integration von FaceTime in jüngst vorgestellten Produkten zu verklagen – das iPhone 5, das iPad 4, das iPad mini, den iPod touch der fünften Generation sowie verschiedene Mac-Modelle.

Angesichts dessen, dass die Umsetzung der FaceTime-Chats auf allen Geräten gleich funktioniert, dürfte VirnetX auch bezüglich dieser Produkte gute Chancen haben. Im Jahr 2010 hatte sich das Unternehmen bereits mit Microsoft über eine Zahlung in Höhe von 200 Millionen Dollar geeinigt.

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Hurrikan Sandy: Apple spendet 2,5 Millionen Dollar ans Rote Kreuz

Nachdem Apple bereits im US-iTunes eine eigene Spendenoption eingerichtet hatte, berichtet 9to5Mac heute von der Millionspende an das Amerikanische Rote Kreuz.

In einer internen Mail hatte Tim Cook seine Mitarbeiter gestern darüber informiert, dass man 2,5 Millionen US-Dollar an das Amerikanische Rote Kreuz gespendet hat. Zu der eigenen Spende kommen laut Cook “Millionen von US-Dollar”, die über iTunes von Mitarbeitern und Kunden gesammelt wurden und den Opfern von Hurrikan Sandy zu Gute kommen sollen.


(Bild: 9to5Mac)

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PC-Markt: Apple schrumpft langsamer als die Konkurrenz

Apple konnte in den USA im dritten Quartal weniger Macs verkaufen als im Vorjahresquartal – und den Marktanteil trotzdem steigern. Der Rückgang fiel mit 6 bis 7 Prozent – je nach Statistik – deutlich geringer aus als bei den meisten Konkurrenten, der Marktanteil lag daher bei 12,5 bis 13,6 Prozent.

Die Zahlen stammen wie immer von den Marktforschern von Gartner und IDC (via Mac Rumors). Gartner sah den US-PC-Markt im dritten Quartal um 13,8 Prozent schrumpfen, IDC glaubt an einen Rückgang um 12,4 Prozent. Gartner hat für Apple ein Minus in Höhe von 6,1 Prozent, IDC eines in Höhe von 7 Prozent ermittelt. So oder so ist klar: Die Konkurrenz schrumpft im Schnitt noch schneller als Apple.

Beiden Instituten zufolge liegt Apple hinter HP und Dell, die überdurchschnittliche Rückgänge hinnehmen mussten, auf dem dritten Platz. Als einziges Unternehmen der Top fünf konnte sich Lenovo steigern – laut Gartner um 6,1, laut IDC sogar um 9,2 Prozent -, das Unternehmen liegt aber noch einige Prozentpunkte hinter Apple.

Auf dem PC-Weltmarkt erscheint Apple weiterhin nicht in den Top 5. Laut Gartner hat dort mittlerweile Lenovo den ersten Platz von HP übernommen, laut IDC liegt Lenovo weiterhin knapp – mit 15,7 Prozent Marktanteil im Vergleich zu 15,9 Prozent für HP – auf dem zweiten Platz.

Dass der PC-Markt so stark schrumpft, liegt auch daran, dass viele Kunden mittlerweile lieber zu Tablets als zu Laptops greifen. Dieser Trend begünstigt wiederum vor allem den iPad-Hersteller Apple: Wer ein Tablet als PC einordnet, sieht Apple mit Abstand auf dem ersten Platz.

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Apple-Management: Zwei neue Senior Vice Presidents – Bob Mansfield bleibt

Apple hat durch zwei Beförderungen den Aufbau des eigenen Management-Teams neu strukturiert. Mit Craig Federighi und Dan Riccio tragen nun zwei weitere Angestellte den Titel eines “Senior Vice President”. Der Senior Vice President Bob Mansfield soll derweil – anders als noch im Juni angekündigt – bei Apple bleiben und noch nicht in Rente gehen.

Craig Federighi ist Apples neuer Senior Vice President für den Bereich Mac Software Engineering. Federighi arbeitete bereits bei NeXT mit Apples früherem CEO Steve Jobs zusammen und wechselte mit diesem zu Apple, als der Mac-Hersteller NeXT im Jahr 1996 übernahm. Zwischenzeitlich arbeitete Federighi dann bei Ariba, bevor er zu Apple zurückkehrte. Letztes Jahr übernahm er die Aufsicht der Mac-Software-Entwicklung von Bertrand Serlet. Letzterer sitzt mittlerweile im Aufsichtsrat des Virtualisierungs-Software-Herstellers Parallels.

Dan Riccio teilt sich wiederum mit Bob Mansfield den Titel des Senior Vice President für den Bereich Hardware Engineering. Riccio kam 1998 zu Apple und wurde zunächst Vizepräsident für den Bereich Produktdesign, ab 2010 dann Vizepräsident für den Bereich iPad Hardware Engineering. Er zeigte sich in dieser Position für die Entwicklung der iPad-Hardware in allen Generationen verantwortlich.

Bob Mansfield hatte seinerzeit im Juni angekündigt, in den Ruhestand gehen zu wollen, Dan Riccio ist durch die Beförderung jetzt wohl offiziell Mansfields Nachfolger geworden – auch wenn Mansfield weiterhin den Titel des Senior Vice President für diesen Bereich trägt. Apple lässt in der Pressemitteilung zu den Beförderungen nun aber verlauten, dass Mansfield bei Apple bleiben, “an zukünftigen Produkten” arbeiten und weiterhin Tim Cook unterstehen werde.

Apples Senior Vice Presidents stehen im Unternehmen an höchster Stelle für den ihnen jeweils zugeordneten Bereich. Ihr direkter Vorgesetzter ist der CEO Tim Cook. Auffällig ist, dass sich unter den acht Personen in dieser Position keine einzige Frau befindet.

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Doku-Tipp “Ulrich protestiert: Mythos Apple”

Apple begeistert, Apple ist erfolgreich, Apple polarisiert... wer Apple nutzt, ist cool, anders und entsagt dem Mainstream. So sieht sich der kalifornische Hersteller gerne selbst, nicht weniger auch die gläubige Fan-Basis. Doch Kritiker mehren sich und beäugen das System Apple mittlerweile argwöhnisch. ZDFinfo versuchte, den Mythos Apple in einer Dokumentation zu verstehen.

Die Dokumentation „Ulrich protestiert: Mythos Apple“ lief bereits schon Anfang Juni über den TV-Schirm. Aktuell kann diese noch über die Mediathek des ZDF betrachtet werden – alternativ nutzt man die gleichlautende Mac-App und sichert sich bei Bedarf den Bericht auf die heimische Festplatte. iOS-Nutzer greifen auf die App zurück.

Resümee zu “Ulrich protestiert: Mythos Apple”

Journalist Wolf Christian Ulrich versucht eine Annäherung an den Mythos Apple. Dabei trifft er auf Fanboys wie Till Kresslein, stolzer Besitzer von über 45 Apple-Rechnern oder auch Hartmut Esslinger – Produktdesigner (frog design) zahlreicher Apple-Maschinen und somit Wegbegleiter von Steve Jobs.

Doch vor allem auch Kritiker kommen zu Wort. Beispielsweise die Aktivisten der Occupy-Bewegung, die im Februar 2012 mit der Aktion „Operation Garten Eden“ in Hamburg auf sich aufmerksam machten und gegen die Arbeitsbedingungen beim Apple-Zulieferer Foxconn protestierten. Die Art des ungewöhnlichen Protestes? Der Apple Store am Jungfernstieg wurde kurzerhand besetzt. Ebenfalls zu Wort kommt Christin Römer – Chefin des kleinen Bonner Familiencafés „Apfelkind“, die sich mit Apple einem obskuren Markenrechtstreit befindet.

Apropos: Apple selbst wirkte nicht am Film mit – kein Kommentar.

Kommentar: In jedem Fall eine interessante Dokumentation. Der Mythos Apple wird – wie erwartet – aber nicht gelüftet, dafür erhalten kritische Stimmen notwendiges Gehör. Gewünscht hätte ich mir das direkte, filmische Zusammentreffen von Apple-Fans und Kritikern. So verbleiben beide Seiten in ihren vorgefertigten Urteilen, ein Diskurs findet maximal nachher statt – wenn oftmals auch nur in digitalen Welten, wie zum Beispiel im Kommentarthread bei GIGA.

Bildquelle: ZDF

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Apple will Top-Level-Domain “.apple”

Bald wird es neben “.com”, “.de”, “.net” viele weitere Top-Level-Domains geben – darunter vielleicht auch “.apple”. Apple bemüht sich in diesen Tagen um die entsprechenden Rechte, während andere Unternehmen auf Top-Level-Domains wie “.app” hoffen.

Apple hat einen Antrag für “.apple” bei der “Internat Corporation for Assigned Names and Numbers” eingereicht und eine entsprechende Gebühr in Höhe von 185.000 US-Dollar bezahlt. Ob Apple die Top-Level-Domain tatsächlich benutzen wird oder lediglich andere Unternehmen vom eigenen Namen fern halten will, ist damit natürlich noch nicht gesagt. Möglicherweise könnte es in naher Zukunft aber schon Webseiten wie “iphone.apple” oder “macbook.apple” geben.

Viele andere Unternehmen bemühen sich um viele andere Namen – Google und Amazon wollen Top-Level-Domains wie “.app” und “.play” haben, wobei sich um “.app” zahlreiche unternehmen bemühen. Das Unternehmen Charleston Road Registry, hinter dem Google steckt, möchte sich unter anderem auch “.android”, “.chrome”, “.cloud”, “.docs”, “.drive”, “.earth”, “.game”, “.gmail”, “.google”, “.inc”, “.mail”, “.movie” und “.music” sichern. Apple hat sich bisher nur auf “.apple” beschränkt. Insgesamt bemühen sich rund 2000 Unternehmen und Gruppen um neue Top-Level-Domains.

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Apple erhält Design-Patent für MacBook Air

Neue Maßstäbe hat Apple mit dem Design des MacBook Air schon längst gesetzt – jetzt ist es auch offiziell. Für die schlanke Tropfenform wurde Apple in dieser Woche ein Patent zugesprochen – und damit die Möglichkeit, gegen Nachahmer vorzugehen. 

In dem unter der Nummer D661,296 geführten Patent wird ausschließlich die Optik des dünnsten MacBook geschützt. Das Gehäuse, das mit einer Keil- oder Tropfenform verglichen wird, hat bereits einige Nachahmer animiert, sogenannte Ultrabooks mit ähnlichem Design auf den Markt zu bringen. Bislang deutet noch nichts darauf hin, dass Apple direkt gegen die Ultrabook-Hersteller vorgehen wird. Derzeit profitieren vor allem HP, Asus und Samsung von dem beliebten Design.

Die Patentbeschreibung selbst ist sehr kurz und allgemein gehalten, sodass es reichlich Stoff für eine gerichtliche Auseinandersetzung geben könnte. Zwar beschreiben die Zeichnungen neben der Keilform auch Scharniere, Deckelform und Rückseite des MacBook Air, ab wann jedoch eine Patentverletzung vorliegt, könnte im Einzelfall streitig sein. Aus der Patentbeschreibung geht hervor, dass Apple bereits am 1. Juli 2011 den Patentantrag eingereicht hat.

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Phil Schiller als Hüter der Apple-Coolness

Zwar heißt der offizielle Jobs-Nachfolger Tim Cook, “Apples Gesicht” ist in Wahrheit jedoch jemand anderes: Der langjährige Marketing-Chef Phil Schiller soll nach Beobachtungen der Businessweek verstärkt zur WWDC in Erscheinung treten und Apples Coolness verteidigen. 

Die von so vielen Fans mit Spannung erwartete Keynote wird CEO Cook nicht allein bestreiten. Neben ihm werden andere Apple-Chefs, allen voran Schiller, iOS 6, neue Macs und Details zu Mac OS X Mountain Lion präsentieren. Phil Schillers Mission: Den Coolness-Faktor der Apple-Produkte wahren.

Für diesen nicht ganz einfachen Job sei Schiller der beste Mann – schließlich kenne der Marketing-Chef das Unternehmen seit 1997, heißt es in der Bloomberg Businessweek. Eng an der Seite von Steve Jobs habe er an allen wichtigen Hop-oder-Top-Entscheidungen mitgewirkt und teile sein unternehmerisches Verständnis mit dem verstorbenen CEO, zitiert die Zeitung ihre Interviewpartner. Angeblich habe er sich dadurch sogar den Spitznamen “Mini-Me” eingehandelt, in Anlehnung an einen Klon-Charakter aus dem Film “Austin Powers“.

Demnach sei es neben Cook vor allem Schiller, der die Schuld zugesprochen bekommt, sollte einmal etwas nicht ganz nach Plan laufen in Cupertino. Seine jahrzehntelange Nähe zum Kreativzentrum in Cupertino sei es auch, die ihn als Hüter der Apple-Philosophie zum Träger von Wohl und Wehe des Unternehmens macht. Das Wohl wird in den kommenden Wochen entscheidend davon abhängen, ob Apple die Erwartungen an ein neues, bahnbrechendes Produkt erfüllen kann oder nicht.

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Samsung Electronics: Neuer Chef mit guten Apple-Kontakten

Samsung Electronics, Apples größter Konkurrent auf dem Smartphone-Markt, hat einen neuen Chef: Kwon Oh-huyn übernimmt die Führung des Unternehmens. Kwon zeigte sich bisher für Samsungs Komponenten-Sparte verantwortlich – von der Apple einer der wichtigsten Kunden ist.

Der bisherige Samsung-Electronics-Chef Choi Gee-sung wird die Leitung der Unternehmensstrategie des Mutterkonzerns Samsung Group übernehmen. Samsung Electronics ist zwar das wichtigste, aber bei weitem nicht das einzige Unternehmen der Gruppe: Insgesamt gehören zu ihr 81 verschiedene Firmen.

Der Wechsel Chois bedeutet, so Reuters, dass Samsung den Generationenwechsel im Unternehmen vorantreiben möchte: Jay Y. Lee, Sohn des Samsung-Electronics-Vorsitzenden Lee Kun-hee, ist bereits Samsung Electronics’ Chief Operating Officer, soll aber eines Tages die Leitung des ganzen Unternehmens übernehmen. Choi soll Lee offenbar nun mit den anderen Firmen des Konzerns vertraut machen.

Kwon Oh-huyn dürfte seinerseits gute Kontakte zu Apple haben: Die Komponenten-Sparte stellt das Display für verschiedene Apple-Produkte, allen voran das iPhone und iPad, her. Darüber hinaus produziert die Sparte auch Apples A4-/A5-/A5X-Chips für die erfolgreichen Mobil-Geräte des Unternehmens aus Cupertino.

Aufgrund dessen ist Apple einer der wichtigsten Partner, aber auch eben Konkurrent der Koreaner. Apple wehrt sich in zahlreichen Gerichtsverfahren gegen verschiedene Samsung-Produkte, die nach Apples Auffassung das eigene geistige Eigentum verletzen. Ob Kwons neue Position als CEO von Samsung Electronics das Gewicht der Doppelrolle als Apple-Konkurrent und Apple-Partner verschieben wird, bleibt allerdings abzuwarten: AppleInsider spricht zumindest davon, dass seine Berufung als “Apple-freundliche Wahl” zu sehen sei.

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ETSI macht Apples nano-SIM zum Standard

Der Streit um kleinere SIM-Karten hat ein Ende gefunden. Mit der Zulassung von Apples nano-SIM öffnet das European Telecommunications Standard Institute (ETSI) gestern die Türen für einen neuen Standard.

Technisch ändert sich bei den nano-SIMs nichts gegenüber dem größeren micro-Standard, der derzeit unter anderem ab dem iPhone 4 zum Einsatz kommt. Allerdings nimmt das von Apple vorgeschlagene Kartenformat nur 60 Prozent des Platzes im Telefon ein, der bisher für diese Zwecke entbehrt werden musste.

Die Platzeinsparung wird vor allem durch den verkleinerten Plastikrahmen erreicht, ohne den die nano-SIM nur noch 12,3 x 8,8 x 0,67 mm abmisst. Der neue Standard, den ETSI “TS 102 221″ nennt, soll in kommenden Mobiltelefongenerationen zum Einsatz kommen. Über Adapter finden sie jedoch auch Platz in älteren Modellen.

Das Europäische Institut für Telekommunikationsstandards hatte sich in den vergangenen Wochen schwer getan, den Standard zuzulassen. Vor allem das gegnerische Lager um Nokia, Motorola und Research in Motion hatte sich heftig gegen den Vorschlag aus Cupertino gewehrt. Noch Ende März drohte Nokia gar damit, Apples Standard zu boykottieren.

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Spekulation: Plant Apple eine eigene Kamera?

In welche Märkte könnte Apple noch einsteigen? Die Gerüchteküche glaubt fest an einen Apple-Fernseher – doch auch andere Segmente würden sich anbieten: Eine Website spekuliert nun über eine Apple-Kamera, die mehr bieten soll als das im iPhone und iPad integrierte Modell.

Steve Jobs’ neue Märkte: Lehrbücher, Fernseher, Fotografie

Steve Jobs’ Biograph Walter Isaacson zitiert den früheren Apple-Chef in der * mit den Worten, dass er drei Märkte revolutionieren wolle: Den der Lehrbücher sowie den Fernseher- und den Fotografie-Markt. In den Lehrbuch-Markt ist Apple mit den auf dem jüngsten Education-Event vorgestellten Neuerungen iBooks 2, iBooks Author und iTunes U eingestiegen, den Fernseher-Markt könnte Apple mit einem eigenen Fernseher oder weiteren Updates fürs Apple TV revolutionieren.

Mit der Revolution des Fotografie-Marktes könnte Jobs auch einfach eine Verbesserung der Kameras im iPhone und iPad gemeint haben. Immerhin ist vor allem die Kamera des iPhone 4S mittlerweile so gut, dass viele Gelegenheits-Fotografen ihre Kompaktkamera immer öfter zu Hause lassen. Beim Foto-Portal Flickr liegen iPhones in der Liste der beliebtesten Kameras seit einiger Zeit auf Platz eins.

Was für die Apple-Kamera spricht

Die Website iLounge hat jedoch einen Tipp erhalten, dass Apple an einer eigenen Kamera arbeitet. Die Information konnte die Seite nicht bestätigen, weshalb sie ihre weiteren Ausführungen als reine Spekulation einordnet. Allerdings glaubt sie, dass in diesem Fall das Sprichwort “Wo Rauch ist, ist auch ein Feuer” zutrifft. In dem ausführlichen Kaufberatungs-Dokument zum neuen iPad widmet iLounge dem Kamera-Thema immerhin zwei Seiten.

Der Autor des Buchs “Inside Apple” hatte kürzlich berichtet, dass sich Steve Jobs für die Lichtfeldkameras des Hersteller Lytro interessiert und auch mit dem Chef dieses Unternehmens getroffen habe – ein Anzeichen dafür, dass sich Apple mit dem Thema befasst. Auch sei zu bedenken, dass sich die Kameraqualität des iPhone und iPad stetig verbessert habe. Allerdings versuche Apple auch, diese Komponenten so klein wie möglich zu halten – was einerseits dazu führe, dass die Kameras nur wenig Licht aufnehmen könnten und über keinen optischen Zoom verfügen.

Eine separate Kamera hätte also, so iLounge, durchaus ihre Daseinsberechtigung. Die Website glaubt allerdings nicht, dass Apple gleich auf den Markt der Spiegelreflex-Kameras mit Wechselobjektiven einsteigen würde; eher werde Apple auf ein fest verbautes Objektiv setzen, dass aber durch seine Größe die Nachteile der iPhone- und iPad-Kameras ausgleichen würde. Die Lytro-Kameras zeigten bereits, wie eine elegant-kleine, aber dennoch leistungsfähige Kamera aussehen könne – wobei das Display für Apples Vorstellungen zu klein wäre.

Blick in die Vergangenheit: Es wäre nicht die erste Apple-Kamera

Als Randnotiz sei hinzugefügt, dass es nicht die erste Kamera aus dem Hause Apple wäre: In den 1990er Jahren hatte Apple mit der QuickTake-Reihe schon Digitalkameras im Angebot.

Nachdem Steve Jobs im Jahr 1996 ins Unternehmen zurückkehrte und 1997 CEO wurde, verordnete er dem Unternehmen eine Schlankheitskur – der neben dem Newton und den Apple-Druckern unter anderem auch die QuickTake zum Opfer viel. In den Jahren 2003 bis 2006 verkaufte Apple außerdem die FireWire-Webcam iSight.

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Apple soll Entwickler von Musik-Produktionssoftware übernommen haben

Apple soll wieder mal ein kleines, bisher unscheinbares Unternehmen übernommen haben. Dieses Mal könnten dessen Know-How und Mitarbeiter die Zukunft von Apples Musik-Produktionssoftware beeinflussen: Es handelt sich um einen entsprechenden Software-Entwickler aus Italien.

Die Website TechCrunch hat eine entsprechende Meldung eines italienischen Blogs aufgegriffen, der sich wiederum unter anderem auf ein Dokument der italienischen Kommunikationsbehörde beruft.

Der jüngste Neuzugang unter den Apple-Übernahmen heißt Redmatica – ein ziemlich kleiner Software-Entwickler, der verschiedene Musik-Programme für den Mac entwickelt. Die wichtigste unter diesen Apps ist die Software Keymap Pro, ein Bearbeitungsprogramm für Sampler-Musikinstrumente.

Apple bietet mit * und * Software-Lösungen für Hobby- wie auch für professionelle Musiker an, GarageBand gibt es auch in einer *. GarageBand richtet sich in erster Linie an Hobbymusiker, Logic Pro kommt auch bei der professionellen Musikproduktion zum Einsatz. Sollten die Gerüchte um die Redmatica-Übernahme stimmen, dürfte Apple das geistige Eigentum und die Mitarbeiter der Firma in erster Linie für die Weiterentwicklung dieser Produkte einsetzen.

In dem jüngsten Interview im Rahmen der “D”-Konferenz erklärte Apples CEO Tim Cook, dass Apple traditionell eher kleinere Unternehmen übernehme – und zwar für das Können ihrer Mitarbeiter und das vorhandene Know-How und weniger, um mit Unternehmens-Töchtern den Konzernumsatz zu steigern. Oft stellen die von Apple übernommenen Firmen ihren bisherigen Betrieb sogar ein. Redmatica würde den von Cook skizzierten Trend fortführen: Das Unternehmen soll zuletzt lediglich 100.000 Euro Umsatz pro Jahr bei einem Gewinn in Höhe von 26.000 Euro gemacht haben.

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