Kurz vor der Auslieferung erster Geräte hatten einige Medienvertreter erneut die Gelegenheit zur Hörprobe von Apples HomePod im direkten Vergleich mit der Konkurrenz. So fielen die Berichte aus.

„Klingt wie aus Pappe“: Apples HomePod lässt der Konkurrenz keine Chance
Bildquelle: Apple

Update: Mittlerweile sind die ersten klassischen HomePod-Tests online.

Apple lädt zum Vergleich zwischen HomePod, Sonos One, Amazon Echo und Google Home Max

Mit dem nahenden Verkaufsstart des HomePod, Apples Variante eines intelligenten Lautsprechers, hat Apple eine Reihe von Journalisten eingeladen, um diesen einen direkten Vergleich mit der aktuellen Konkurrenz zu erlauben. Nachdem die ersten Demonstrationen des HomePod bereits im Juni vergangenen Jahres im Rahmen von Apples Entwicklerkonferenz WWDC stattgefunden hatten, folgte nun wenige Tage vor dem Beginn der Auslieferungen in den USA, Großbritannien und Australien der Vergleich mit der finalen HomePod-Hardware.

Apple stellte als Konkurrenz zum HomePod drei weitere Geräte parat. Neben dem Amazon Echo und einem Sonos One musste sich auch Googles Home Max dem Vergleich stellen. Zu den geladenen Gästen gehörten unter anderem Serenity Caldwell von iMore, David Pogue von Yahoo und Brian Heater von TechCrunch. Da der HomePod zunächst nicht in Deutschland verfügbar sein wird, Apple spricht weiterhin nur von einer Verfügbarkeit im Frühjahr 2018, ist es wenig überraschend, dass primär US-Journalisten eingeladen wurden.

Getestet wurde, wie iMore berichtet, in einem durchschnittlich großen Raum mit hohen Decken und minimalistischem Mobiliar wie ein paar Stühlen, Bücherregalen und einem Teppich – genug, um ein Echo im Raum verhindern. Die Lautstärke aller vier Kontrahenten wurde angeglichen, um Unterschiede hierdurch zu minimieren. Per Knopfdruck konnte der spielende Song fließend von einem Gerät aufs nächste „übertragen“ werden.

HomePod: Smarter Lautsprecher – mehr Lautsprecher als Smart

Der Vergleich zwischen den vier Geräten war schon aufgrund der Preise einiger der ausgewählten Geräte nicht fair. Während der Echo beispielsweise primär ein smarter Assistent sein soll, weniger ein Lautsprecher, kostet Amazons Zylinder auch nur einen Bruchteil dessen, was Google, Sonos oder auch Apple für ihre Geräte verlangen. Dennoch wird auch via Alexa gerne die Musikwiedergabe aus der Dose angefordert und passt daher in den Vergleich – man sollte Preise allerdings im Hinterkopf behalten.

Im Vergleich zum Echo gab es aber laut iMore keine Überraschungen, der HomePod schlägt Alexa um Meilen und das nicht nur bei der eigentlichen Musikwiedergabe. Den Klang von Amazons Assistenten vergleicht Serenity Caldwell mit einem Autoradio aus den 90ern. Sie erwähnt aber gleichzeitig, dass die Mikrofone des HomePod deutlich ausgefeilter sind als die vom Echo. Während man Siri selbst bei 90 Prozent der maximalen Laustärke mit der normalen Stimme aktivieren kann, muss man im Fall von Amazons Echo schon bei 80 Prozent laut schreien, um die Aufmerksamkeit von Alexa zu erhaschen.

Die größte Limitierung des HomePod liegt aber in Siri an sich. Apples Assistent hat im Vergleich zur Konkurrenz von Google oder Amazon weiterhin das Nachsehen. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass Apple den HomePod als Lautsprecher mit Siri verkauft und nicht als smarten Assistenten, der auch als Lautsprecher genutzt werden kann.

David Pogue: Google Home Max klingt wie aus Pappe

Während die Klangqualität von Amazons Echo keine große Überraschung war, verlor David Pogue hingegen auch keine guten Worte über Googles Home Max, der in den USA mit 399 US-Dollar sogar kostspieliger ist als Apples 349 Dollar teurer HomePod. Den Klang im Vergleich zu Apples HomePod und dem Sonos One beschrieb er mit den Worten „wie aus Pappe“.

Im Vergleich zum HomePod, der mit 7 Hochtönern und einem rund 10 Zentimeter großen Subwoofer ausgestattet ist, der sich um 22 Millimeter bewegen kann, verfügt der Home Max nur über zwei Hochtöner und zwei Subwoofer. Während der HomePod mit seinem 360-Grad-Sound aus jeder Position einen Raum füllen kann, welcher von Apples eigenem Prozessor „vermessen“ wird, zum Beispiel beim Bewegen des Geräts, arbeitet der Home Max wie ein traditioneller Lautsprecher.

Der Sonos One konnte im Vergleich aller vier Lautsprecher am besten mit dem HomePod mithalten. Beide Lautsprecher bieten laut iMore einen ausgeglichenen Sound. Lediglich wenn es um die Trennung zwischen Mitten und Stimmen geht, konnte sich der HomePod auch vom Sonos One distanzieren.

Wie die Nachfolger des ersten HomePod aussehen könnten, seht ihr in folgender Bilderstrecke.

Bilderstrecke starten
6 Bilder
HomePod: So schön könnten weitere smarte Apple-Lautsprecher aussehen

Apple HomePod: Eingeschränkte Musikquellen

Konnte der HomePod zwar von den Testhörern im reinen Klang überzeugen, hat er neben Siri – wie oben beschrieben – eine weitere wichtige Limitierung. So bietet Apples Lautsprecher keinen Eingang für eine 3,5-mm-Klinke. Auch eine Verbindung via Bluetooth steht, beispielsweise für die Musikwiedergabe von einem Smartphone, nicht zur Verfügung.

Als weitere Möglichkeit für die Wiedergabe von „externer“ Musik steht aktuell nur AirPlay zur Verfügung. Während dies für Geräte von Apple kein Problem ist, findet sich dieses Feature zum Beispiel auf Android-Smartphones nativ nur in einigen Geräten von HTC. Eine Alternative sind jedoch Apps wie doubleTwist.

Im Gegensatz zur Konkurrenz steht als direkter Streaming-Dienst beim HomePod außerdem lediglich Apple Music zur Auswahl. Spotify, Google Play Music etc. finden vorerst nur via AirPlay ihren Weg auf den HomePod.

Quellen: iMore, Yahoo, TechCrunch

* gesponsorter Link