DirectX 12 ist die neueste Version der bekannten Microsoft-Programmierschnittstelle für Spiele und bietet etliche neue Features, die die Leistung steigern und die verbaute Hardware effizienter nutzen. Hier erfahrt ihr, wo ihr DirectX 12 herunterladen könnt, mit welchen Neuerungen DirectX 12 aufwartet und was es besser macht als seine Vorgänger.

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DirectX12: Was ist eigentlich DirectX?

DirectX ist eine Sammlung von verschiedenen Softwareschnittstellen, die Spieleentwicklern die Programmierung erleichtern sollen. Durch die Schnittstellen können Programme direkt mit den unterschiedlichen Hardware-Komponenten kommunzieren, ohne dass die Anwendung genau auf die spezifische Konfiguration der verbauten Komponente zugeschnitten ist. Die bekanntesten DirectX-Schnittstellen sind:

  • Direct3D: Zugriff auf die Grafikkarte
  • DirectSound: Wiedergabe von Sound
  • DirectInput: Zugriff auf analoge und digitale Eingabegeräte (Maus, Joypad, etc.)
  • DirectPlay: Ermöglicht Kommunikation von Multiplayerspielen

Video: Directx 12 – Schnell und einfach erklärt

Schnell und Einfach: DirectX 12
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Eine DirectX-kompatible Anwendung funktioniert z.B. mit allen Grafikarten, die DirectX unterstützen – die Programmierer müssen somit nicht alle Befehle an sämtliche erhätliche Grafikkarten anpassen und können relativ einfach für ein breites Hardware-Spektrum entwickeln. Mehr Informationen findet ihr hier: Was ist DirectX? Einfach erklärt

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Leider leidet darunter auch die Performance, da DirectX die spezifischen Hardware-Komponenten nicht voll ausnutzt. Außerdem verwendet DirectX beim „Übersetzen“ der Anfragen Prozessor-Leistung: Dieser „Overhead-Effekt“ ist im Endeffekt verschwendete Leistung, da sie nicht für die Berechnung eines Spiels genutzt wird. Genau das will DirectX 12 verbessern.

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Download von DirectX 12

DirectX 12 ist ein fester Bestandteil von Microsofts neuestem Betriebssystems Windows 10. Um DirectX 12 zu nutzen, reicht es daher aus, auf Windows 10 zu upgraden. Ein eigener Download ist für DirectX 12 nicht erforderlich, da Windows 10 alle notwendigen Komponenten für den Betrieb von DirectX 12 mitbringt. Außerdem muss die Grafikkarte DirectX 12 unterstützen. Hier erfahrt ihr, wie ihr auf Windows 10 aktualisiert: Windows-10-Upgrade sofort installieren ohne Warten – So geht’s. Lest außerdem auch den folgenden Artikel um zu erfahren, wie ihr DirectX auf den neuesten Stand bringt: DirectX aktualisieren: so geht’s unter Windows. Im Folgenden zeigen wir euch noch einige neue Features und Funktionen von DirectX 12.

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DirectX

DirectX 12 – Features und Neuerungen

DirectX12 soll das oben erwähnte Leistungsdefizit beim Einsatz ausgleichen und die im Rechner verbauten Hardware-Komponenten effizienter nutzen. Dadurch steigt die Performance, was sich z.B. in höheren Bildraten (FPS) in Spielen bemerkbar macht. Hier die wichtigsten Features von DirectX 12 in der Übersicht:

  • Bessere Auslastung von Multi-Core-CPUs
  • Bessere 3D-Performance
  • Reduzierung des CPU-Overhead

Bislang konnte DirectX die Anfragen, die eine Anwendung an die Hardware sendet, nicht parallel bearbeiten – ein einzelner CPU-Kern musste die gesamte Arbeit übernehmen, während die restlichen Kerne ungenutzt blieben.  DirectX 12 ist stattdessen besser auf Mehr-Kern-Prozessoren ausgelegt. Die Entwickler können selbst bestimmen wann welcher Speicherbreich berechnet wird und können den Kommando-Buffer auf mehrere CPU-Kerne verteilen. Dadurch können deutlich mehr Anfragen gleichzeitg bearbeitet werden. Lest zum Thema CPU auch diesen Artikel: Was ist eine CPU beim PC? Was macht der Prozessor?

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Bessere Ausnutzung der Grafikkarte – dank Asynchronous Shader-Technologie

Auch Grafikkarten arbeiten mit DirectX 12 effizienter. Möglich macht es die neue Asynchronous Shader-Technologie. In DirectX 11 wurden Grafik-, Compute- und Speicher-Befehle in der Render-Pipeline nacheinander bearbeitet. Dadurch konnt es zu „Staus“ kommen, da ein Befehl immer warten musste, bis der jeweilige Vorgänger-Befehl ausgeführt wurde. DirectX 12 ermöglicht es der Grafikkarte, verschiedene Berechnungen (z.B. Physik, Reflexionen, Beleuchtungen) gleichzeitig durchzuführen: Die Asynchronous Shader erkennen, wann ein Leerlauf in der Pipleline entsteht und reihen andere Befehle in die Lücke ein. Dadurch sinkt die Berechnungszeit und steigt die Effizienz bei gleichbleibender Hardware. Wenn ihr euch nicht sicher seid, welche Grafikkarte ihr besitzt, hilft euch übrigens dieser Artikel: Welche Grafikkarte habe ich eigentlich? Zwei Wege zur Antwort.

Feature-Levels in DirectX 12

Darüber hinaus verfügt DirectX 12 über sogenannte Feature-Levels für die Darstellung von 3D-Anwendungen (Spielen). Die Feature-Levels sind:

  • Feature-Level 11.0
  • Feature-Level 11.1
  • Feature-Level 12.0
  • Feature-Level 12.1

Je nach verbautem Chipsatz auf der Grafikkarte werden im Spiel bestimmte DirectX-Features aktiviert, z.B. schönere Raucheffekte. Vorteil für die Programmierer: Die Spiele können trotz unterschiedlich leistungsstarker Hardware-Konfigurationen einheitlich für eine DirectX-Version optimiert werden, ohne dass man auf eine frühere DirectX-Version zurückgreifen muss. Die Feature-Levels 11.0 und 11.1 entsprechen ungefähr dem DirectX 11-Standard, während 12.0 und 12.1 neu sind.

Bildquellen: Microsoft

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