Den Internet-Browser Opera aus Norwegen gibt es bereits seit 1994, bis heute ist er aber eher der Underdog unter den großen Browsern geblieben. Das ursprünglich kommerzielle Programm wurde mit Version 4 zunächst zu werbefinanzierter Adware, seit Version 8.5 ist Opera Freeware und werbefrei.
Dass sich Opera nie so recht durchsetzen konnte, überrascht etwas, denn häufig war Opera Vorreiter für Internet-Technologien, mit denen andere dann später erfolgreich wurden. So bot Opera schon sehr früh Tabbed Browsing (bei Opera MDI genannt) oder Mausgesten. Bis heute bietet das Programm trotz der vergleichsweise kleinen Dateigröße eine erstaunliche Funktionsvielfalt.
So gibt es bei Opera immer noch eine fest integrierte Mailanwendung, einen IRC-Client zum Chatten, einen Download-Manager, der gleichzeitig auch als Bittorrent-Client Peer-to-Peer-Networking ermöglicht, Adressbuch, Notizen und mit Opera Unite sogar einen eigenen kleinen Webserver, über den man beispielsweise eigene Fotos oder einen eigenen Blog online stellen kann.
Zum Konzept von Opera gehört auch die umfassende Möglichkeit von individuellen Anpassungen. So kann der Browser nicht nur mit Addons und Widgets auf die eigenen Bedürfnisse angepasst, auch die Symbolleisten können mit neuen Schaltflächen versehen oder von nicht benötigten befreit werden. Schließlich gehört auch das weitestgehende Ausblenden von störenden Elementen zur Philosophie von Opera. Der Browser bietet neben bereits vorinstalliertem PopUp- und Werbeblocker auch einen Phishing-Filter. Bei Abstürzen des Programms kann Opera sich meistens mit denselben geöffneten Seiten wieder aufbauen.
Zwei weitere praktische Ideen von Opera sind die Möglichkeit, auch unverlinkte Links durch Markieren öffnen zu können oder für markierte Wörter via Rechtsklick-Menü den Wikipedia-Eintrag oder eine Suchmaschine auswählen zu können. Ein relativ neues Programmmodul ist Opera Turbo, ein Proxyserver auf den Opera-Servern, der bei langsamen Internetverbindungen die Webseiten schneller aufbauen kann.
