Externe Festplatten für den Mac: Aktuelle Bestseller im Überblick

Sven Kaulfuss
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Die preisgünstigste Möglichkeit für Mac-Nutzer Daten zu speichern, ist immer noch der Einsatz . Wir geben Tipps zum Kauf und werfen einen Blick auf die aktuellen Bestseller (aktualisierte Ausgabe Mai 2015).

Externe Festplatten für den Mac: Aktuelle Bestseller im Überblick

Festplatte vs. SSD: Vor- und Nachteile

Sind normale Festplatten denn überhaupt noch zeitgemäß? Und ob, allerdings kommt es auf den Verwendungszweck an. Mechanische Speicherlaufwerke sind langsamer und reagieren empfindlicher auf Stöße und Erschütterungen als die heute in den meisten Macs schon verbauten SSDs (Flash-Speicher). Allerdings sind sie mit Abstand günstiger, bieten bezogen auf die Speicherkapazität den besten Preis. Auch hinsichtlich der absoluten Größe sind sie im Vorteil. SSDs gibt's meist maximal mit 1 TB, Festplatten hingegen toppen diesen Wert teils mehrfach.

Wer hauptsächlich Daten – beispielsweise Fotos, Filme, die iTunes-Bibliothek und andere Dokumente – archivieren möchte, vorwiegend diese nur ausliest und eher selten ständige Schreibzugriffe vornimmt, der fährt mit einer günstigen externen Festplatte besser. Selbiges gilt für die Erstellung von Backups, zum Beispiel mit Apples Time Machine in OS X. Die Geschwindigkeitsvorteile einer SSD sind hier irrelevant. Nur wer auch explizit mit größeren Daten direkt von der Festplatte aus arbeiten möchte, der sollte über den alternativ nachdenken.

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Externe Festplatten am Mac: Anschlüsse, Formatierung

Wer nicht möchte, dass die Festplatte „ausgebremst“ wird, der sollte darauf achten, dass das gewünschte Modell einen USB-3.0-Anschluss (5 Gbps) besitzt. Den technisch noch besseren Thunderbolt-Port (10 beziehungsweise 20 Gbps) finden wir leider nur selten, unter den meistgekauften externen Festplatten schon gar nicht. Ursächlich hierfür die geringe Verbreitung des Anschlusses und der wesentlich höhere Preis. Exotisch ist auch eSATA (externe Ausführung des internen, standardisierten SATA-Anschlusses), dieser findet sich an immer weniger externen Festplatten, auch gelingt der Anschluss am Mac nur unter Zuhilfenahme von entsprechenden Adaptern. FireWire – eine Apple-Spezialität aus vergangenen Tagen – ist gleichfalls kaum noch anzutreffen.

Ein mögliches Problem: Apple verbaut USB 3.0 erst in Rechnern seit 2012, zuvor allein USB 2.0, teils FireWire 800 und seit 2011 auch Thunderbolt. Immerhin sind Festplatten mit USB 3.0 abwärtskompatibel, lassen sich also auch (mit verringerter Geschwindigkeit) an USB 2.0 betreiben – für Backups und Co meist noch ausreichend. Wer an seinem Mac (MacBook Air, MacBook Pro, MacBook Pro Retina, Mac mini, iMac oder Mac Pro) schon Thunderbolt besitzt, kann alternativ auch einen USB-3.0-Adapter oder eine Thunderbolt Dockingstation verwenden. Unser Tipp in diesem Fall: USB-3.0-Festplatte kaufen, zunächst prüfen ob die geringere Geschwindigkeit (USB 2.0) dennoch den Anforderungen entspricht und erst dann eventuell eine Thunderbolt-USB-3.0-Lösung hinzukaufen.

Ein weiterer Sonderfall: USB 3.1 Typ C. Diesen flachen Stecker finden wir am neu vorgestellten MacBook mit 12-Zoll-Display. Grundsätzlich ist dieser kompatibel zu normalen USB-3.0-Festplatten, bedarf aber entweder eines USB-Adapters (Typ C auf Buchse A) oder aber (besser) gleich eines geeigneten Kabels von USB 3.1 Typ C auf USB 3.0 Micro (breiter Anschluss an der Festplatte) – gibt's schon für unter 10 Euro.

Im Normalfall sind die externen Festplatten für den Windows-PC formatiert. Mittels des Festplattendienstprogramm in OS X (Programme -> Dienstprogramme -> Festplattendienstprogramm) können wir diese aber mit Leichtigkeit für den Einsatz am Mac formatieren. Wer Daten auch mit PCs austauschen möchte, sollte aber das FAT-Dateisystem hierfür verwenden, andernfalls können Windows-PCs mit der Festplatte nichts anfangen. NTFS (modernes Dateisystem unter Windows) kann der Mac zwar lesen, aber leider nicht schreiben. Dies gelingt nur durch zusätzliche Software, beispielsweise mit (circa 20 Euro).

Externe Festplatten: Wahl des Formfaktors

Wir unterscheiden zwei Formfaktoren bei , die sich nach den verbauten Laufwerken richten: 2,5 und 3,5 Zoll. Erstere beinhalten die entsprechenden mobilen Festplatten, die man sonst auch in Notebooks findet. Vorteil: Kleiner und für den Betrieb ist kein separater Stromanschluss notwendig, allein das USB-Kabel (beziehungsweise Thunderbolt) genügt. Nachteil: Meist etwas langsamer als die größeren Pendants und geringere Kapazitäten. Diese sind mit ihren 3,5-Zoll ursprünglich für den typischen Desktop- beziehungsweise Tower-PC gedacht. Vorteil: Höhere Kapazitäten und günstiger bezogen auf den Preis pro Megabyte. Nachteil: Für den mobilen Einsatz nicht geeignet, benötigen ein extra Stromkabel und sind meist auch etwas lauter.

Betrachten wir uns die Topseller, müssen wir feststellen: Die Mehrheit greift aktuell zu Modellen im 2,5-Zoll-Formfakor.

Externe Festplatten für den Mac: Aktuelle Bestseller (Top 10)

Folgend finden unsere Leser eine Auflistung der gegenwärtig . Die Daten beruhen auf Angaben des Onlineversenders Amazon und sind als Momentaufnahme zu verstehen.

Platz 1: Toshiba Canvio Basics 1 TB

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Kapazität: 1 TB. Formfaktor: 2,5 Zoll. Anschlüsse: 1x USB 3.0. Besonderheiten: Integrierter Stoßsensor und Ramp-Load-Technologie für besseren Schutz.

Platz 2: WD Elements Portable 1 TB

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Kapazität: 1 TB. Formfaktor: 2,5 Zoll. Anschlüsse: 1x USB 3.0. Besonderheiten: Testversion WD SmartWare Pro für automatische Cloud und -Datensicherung.

Platz 3: WD Elements Portable 2 TB

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Kapazität: 2 TB. Formfaktor: 2,5 Zoll. Anschlüsse: 1x USB 3.0. Besonderheiten: Testversion WD SmartWare Pro für automatische Cloud und -Datensicherung.

Platz 4: Toshiba Canvio Basics 2 TB

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Kapazität: 2 TB. Formfaktor: 2,5 Zoll. Anschlüsse: 1x USB 3.0. Besonderheiten: Integrierter Stoßsensor und Ramp-Load-Technologie für besseren Schutz.

Platz 5: Transcend StoreJet M3 Anti-Shock 1 TB

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Kapazität: 1 TB. Formfaktor: 2,5 Zoll. Anschlüsse: 1x USB 3.0. Besonderheiten: Stoß- und rutschfestes Silikongehäuse mit Anti-Shock-Technologie. Datensicherung per Knopfdruck.

Platz 6: Seagate Expansion Portable STBX2000401 2TB

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Kapazität: 2 TB. Formfaktor: 2,5 Zoll. Anschlüsse: 1x USB 3.0. Besonderheiten: Sehr dünnes Design und genügsam im Stromverbrauch.

Platz 7: Toshiba Canvio Basics 500 GB

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Kapazität: 2 TB. Formfaktor: 2,5 Zoll. Anschlüsse: 1x USB 3.0. Besonderheiten: Integrierter Stoßsensor und Ramp-Load-Technologie für besseren Schutz.

Platz 8: Intenso Memory Case 1TB

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Kapazität: 2 TB. Formfaktor: 2,5 Zoll. Anschlüsse: 1x USB 3.0. Besonderheiten: Plattformübergreifendes FAT32-Dateisystem, Angabe der maximalen Datentransferrate – Lesen (85MB/s), Schreiben (75MB/s).

Platz 9: Intenso Memory Station 1 TB

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Kapazität: 1 TB. Formfaktor: 2,5 Zoll. Anschlüsse: 1x USB 2.0. Besonderheiten: Plattformübergreifendes FAT32-Dateisystem, Achtung: Nur für ältere Macs mit USB 2.0-Anschluss sinnvoll.

Platz 10: Intenso Memory Center 4TB

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Kapazität: 4 TB. Formfaktor: 3,5 Zoll. Anschlüsse: 1x USB 3.0. Besonderheiten: Plattformübergreifendes FAT32-Dateisystem, Angabe der maximalen Datentransferrate – Lesen (85MB/s), Schreiben (75MB/s).Stromversorgung über eigenes Netzteil.

Hinweis: Artikel ursprünglich am 03. Februar 2015 veröffentlicht, am 29. Mai 2015 überarbeitet.

Weitere Themen: iMac mit Retina 5K Display, USB 3.1 Typ C, MacBook, MacBook Pro mit 13-Zoll Retina-Display, iMac 2014, Mac mini (2012), Mac Pro, MacBook Pro mit Retina Display, Thunderbolt Festplatte , Apple