Portrait-Modus mit iPhone 7 Plus (und iPhone 7, 6s etc.) nutzen

Sebastian Trepesch
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Mit dem Update auf iOS 10.1 kann das iPhone 7 Plus einen Vorteil der Dualkamera ausspielen: den Portrait-Modus. Wir erklären, wie er funktioniert und welche beeindruckende Ergebnisse er (manchmal) hervorbringt. Für andere iPhones empfehlen wir eine Notlösung.

Portrait-Modus mit iPhone 7 Plus (und iPhone 7, 6s etc.) nutzen

Der Portrait-Modus von iOS benötigt die Dualkamera – dadurch, dass die Linsen leicht versetzt sind, erkennt die Kamera die Tiefenstaffelung. Somit kann der Hintergrund identifiziert und unscharf maskiert werden. Dies hebt den Vordergrund (zum Beispiel eine Person) hervor und das störende Umfeld wird etwas stärker ausgeblendet.

Das iPhone bedient sich hierbei einer Software-Lösung. Bei Spielgelreflexkameras – beziehungsweise Kameras mit möglichst großem Sensor – ist dieser Effekt ganz natürlich,: Je größer die Blende und die Brennweite desto kleiner ist die Schärfentiefe. Fehler gibt es hier keine. Das Smartphone dagegen muss den Vordergrund identifizieren und dann „unscharf malen“.

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Portrait-Modus des iPhone 7 Plus: Das gilt es zu beachten

In der Kamera-App von iOS 10 findet sich der Portrait-Modus als eigene Option neben Foto, Video, Panorama etc. Der Bildausschnitt entspricht dem 2-fach-Zoom. Das ist einerseits technisch bedingt (diesen Bereich identifizieren beide Linsen), andererseits aus fotografischer Sicht sinnvoll: Portraits mit Weitwinkel verzerren das Gesicht.

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Auch wenn die Funktion „Portrait-Modus“ heißt, können wir ihn auch für andere Motive einsetzen – nicht nur für Gesichter. Ein paar Eigenheiten gilt es allerdings zu beachten:

  • Das in der Nacht erschienene iOS 10.1 muss auf dem iPhone 7 Plus installiert sein.
  • Mindestens rund 20 Zentimeter Abstand vom Objekt sind notwendig. Die App informiert, sofern er zu gering ist.
  • Das gewünschte Objekt liegt möglichst auf einer Schärfenebene.
  • Bei manchen Objekten funktioniert die Erkennung nicht sonderlich gut. Vor allem Brillenträger sollten möglichst frontal in die Kamera blicken.

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Die Funktion bezeichnet Apple auch im finalen iOS 10.1 als „Beta“. Mit der Testphase will sich Apple vermutlich noch vor Kritik schützen und die Funktion weiterentwickeln. Im Gegensatz zu iOS-Beta ist der Portrait-Modus aber schon verbessert worden.

Praktisch: Das iPhone speichert auch die unbearbeitete Version eines Bildes ab. Sollte die Unschärfe also misslingen, kann auf das gewöhnliche Foto zugegriffen werden.

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Portrait-Modus für das iPhone 7, iPhone 6s etc.

Mangels Dualkamera gibt es den Portrait-Modus nicht bei anderen iPhones. Alternativ können wir Apps benutzen, die Tiefenunschärfe auf die Bilder bringen. Die sieht zum Beispiel mit Tadaa SLR richtig gut aus. Großer Nachteil (und dadurch wird ein überzeugendes Ergebnis schwierig): Den Vordergrund müssen wir manuell maskieren.

Tadaa SLR
Preis: 3,99 €

Kameravergleich: iPhone 6s versus Nikon-Spiegelreflex

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Kameravergleich: iPhone 6s versus Nikon D750

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