Still und leise hat sich im Jahr 2017 ein altbekanntes Displayformat aus dem Staub gemacht. Besonders bei den Flaggschiff-Modellen gibt es kaum noch Screens im 16:9-Format. Hersteller setzten zunehmend auf 18:9.Warum eigentlich?

2017 – das Jahr, in dem 16:9 starb

Formatwechsel: 18:9 statt 16:9

Über viele Jahre hinweg hat sich ein Verhältnis von 16:9 bei Smartphones gehalten. Erst in diesem Jahr gab es Bewegung. Als einer der bekanntesten frühen Vertreter gilt das LG G6, zusammen mit dem LG Q6. Der Hersteller sah sich sogar genötigt, die Entscheidung weg von 16:9 öffentlich zu kommunizieren. Ein schmaleres Gerät liegt einfach besser in der Hand, hieß es zu Beginn des Jahres.

Im Video: Das LG G6 im 18:9-Format.

LG G6 im MWC-Hands-On
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Preisvergleich zum LG G6:

Seitdem sind viele andere Hersteller auf den Zug aufgesprungen. Samsungs Galaxy S8 geht mit seinem 18,5:9-Format in die gleiche Richtung. Apples iPhone X ist mit 19,5: 9 sogar noch schmaler. Huawei hat mit dem Mate 10 Pro ebenfalls ein Gerät mit 18:9 im Programm. Googles Pixel 2 XL kann auf das gleiche Displayformat verweisen. Der Trend geht also eindeutig zu schmaleren Geräten – vor allem in der Oberklasse, wo 16:9 kaum noch vorhanden ist. Auch im nächsten Jahr ist keine Rückkehr zu erwarten, ganz im Gegenteil wird sich die Anzahl der Smartphones mit 16:9 weiter verringern. Zuletzt war auch der chinesische Hersteller OnePlus auf den Zug aufgesprungen: Das OnePlus 5T kommt ebenfalls im schmaleren Format daher.

Für das kommende Jahr dürfen wir erwarten, dass sich 18:9 auch in der Mittelklasse durchsetzen wird. Samsung hat als Platzhirsch bereits angekündigt, dass manche Neuauflagen nicht mehr in 16:9 angeboten werden. Als prominentes Beispiel kann das Samsung Galaxy A8 (2018) durchgehen, das in einem Bildverhältnis von 18,5:9 auf den Markt kommt.

Pixel 2 XL und Samsung Galaxy S8: 18:9-Displays im direkten Vergleich.

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Google Pixel 2 XL und Samsung Galaxy S8 im Vergleich: Kampf der Android-Ikonen

Auf der nächsten Seite: Warum das Displayformat nicht alles ist und eine andere Kennzahl wichtiger wird. Außerdem: Was halten eigentlich die GIGA-Leser vom neuen Format? Wir präsentieren überraschende Ergebnisse.

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