Resident Evil 7: Die wichtigsten ungeklärten Fragen – beantwortet!

Kristin Knillmann
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Ich habe fünf Stunden Resident Evil 7 gespielt und beantworte Dir in diesem Artikel alle wichtigen Fragen: Welche Gegner gibt es? Wo spielt das Game? Werden wir bekannte Charaktere wiedersehen? Kam der Dummy-Finger wieder vor? Und am wichtigsten: Wird das Spiel überhaupt gut?

Resident Evil 7: Die wichtigsten ungeklärten Fragen – beantwortet!

In den Monaten seit seiner Ankündigung, hat sich Resident Evil 7 mit Informationen eher rar gemacht. Klar, es gab die „Beginning Hour“-Demo, aber die sagt ja nicht zwingend etwas über das fertige Spiel aus – oder etwa doch? Das ein oder andere Teaser-Video zum Spiel hat kleine Eindrücke vermitteln können, aber irgendwie auch nicht so richtig viel Konkretes zum neuen Resi verraten. Während Du Dich in meiner Vorschau zu Resident Evil 7 nun endlich in die Materie einlesen kannst, verrate ich Dir in diesem Artikel noch mehr Details und Antworten auf offene Fragen.

Wird das Spiel gut?

Ja, definitiv. Ich durfte Resident Evil 7 im November im Capcom-Office in Osaka, Japan etwas mehr als 5 Stunden lang spielen und war von der Atmosphäre und den Gegnern restlos begeistert. Was mir gefallen hat, kannst Du in meiner Vorschau nachlesen. Oder Du schaust Dir alternativ dieses etwas kompaktere Vorschau-Video an:

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Wie gut ist die VR-Erfahrung?

Resident Evil 7 ist in VR quasi das gleiche Spiel wie ohne virtuelle Realität – das ist schon mal ein großer Pluspunkt. Damit wäre Resi 7 nämlich das erste „richtige VR-Spiel“, das sich nicht nur wie eine Demo anfühlt. Die Erfahrung hat es allerdings in sich, denn das Spiel ist unfassbar blutig und unheimlich. So, wie es bei einem guten Horror-Spiel halt auch sein sollte. In meiner Anspiel-Session zockte ich einige Szenen, in denen ich tatsächlich sofort denken musste „OMG, ich bin so froh, dass ich das grad nicht mit PlayStation VR spielen musste.“ Dich erwarten also einige wirklich fiese Szenen, die mit der Virtual-Reality-Brille noch besser funktionieren, aber eben auch nichts für schwache Nerven sind.

Motion Sickness könnte natürlich ein Problem werden, wenn Du lange Sitzungen spielst. Dafür hat Resident Evil 7 allerdings die Option, zwischen der nahtlosen und der gesprungenen Steuerung umzustellen. Das bedeutet konkret, dass die Kamera auf Wunsch um 30, 45 oder 90 Grad springt, wenn du den Thumbstick berührst. Ich empfand besonders die 30-Grad-Option im Vergleich zur regulären Steuerung deutlich angenehmer.

Wer ist Familie Baker?

Familie Baker haben wir bereits im „Dinner with the Bakers“-Trailer kennenlernen dürfen – leider. Diese ungemütlichen Zeitgenossen sind die wichtigsten Gegner in Resident Evil 7, sowie zentraler Dreh- und Angelpunkt für die Geschichte des Spiels. Zur Familie gehören Vater Jack, Mutter Marguerite, Sohn Lucas, sowie eine alte Frau, die sich im gleichen Wohnhaus herumtreibt. Auf Fotos können wir außerdem erkennen, dass die Familie noch ein weiteres Kind gehabt haben muss.

Jack und Marguerite (und vermutlich auch Sohn Lucas) gelten als ortsbasierte Boss-Gegner, die jeweils über eines der Häuser wachen, die als Setting für Resident Evil 7 herhalten. Sie können im normalen Kampf nicht erledigt, sondern nur lahmgelegt werden. Nach kurzer Zeit werden sie immer wieder aufstehen und Dir weiter das Leben zur Hölle machen. Erst ein Boss-Kampf vertreibt sie aus dem jeweiligen Haus.

Welche Gegner gibt es?

Die Baker-Familie sind die wichtigsten Gegner in Resident Evil 7. In meiner Spielzeit konnte ich vier weitere Gegner-Arten entdecken:

  • Die „Molded“ (Deutsch: „Geformte“): Diese Monster hausen im Keller der Bakers. Sie sehen aus, als würden sie aus wuchernden Pflanzen entstehen und hauen echt kräftig zu. Nach nur zwei Treffern der Molded geht Ethan zu Boden. 6 bis 7 präzise Schüsse mit einer Pistole lösen das Problem.
  • Frei herumfliegende Insekten: Im Old House schwirrten mir immer wieder vereinzelt kleinere Insekten vor der Nase herum. Die ließen sich glücklicherweise aber recht einfach erledigen oder abhängen.
  • Wegblockierende Insekten und Kokons: Im Old House versperren fliegenartige Wesen und ihre fetten Kokons einige der Wege. Es gibt Möglichkeiten, sie zu erledigen. Ohne entsprechende Waffe greifen sie Ethan aber so doll an, dass er nicht passieren kann.
  • Blockierende Käfer: In einigen Schränken sind wertvolle Crafting-Zutaten zu finden. Leider wird der Zugang hin und wieder von Käferansammlungen versperrt, die auf den Schranktüren hausen.

Weitere Gegner sind möglich, mir bisher aber nicht bekannt.

Sehen wir die alte Frau aus dem Teaser wieder?

Ja. Die alte Frau gehört scheinbar zur Baker-Familie und sitzt mit am Dinner-Tisch. Hin und wieder taucht sie an anderen Stellen im Spiel auf, sitzt dort aber nur regungslos in ihrem Rollstuhl herum. Welche Bedeutung sie hat, ist eines der Mysterien des Spiels.

Sehen wir die Schattenwesen aus dem Teaser wieder?

Ja. Die Schattenwesen sind allerdings keine Schatten, sondern komische überwuchtere Wesen namens „Molded“, das sich etwa mit „die Geformten“ übersetzen lässt. Die ganze Überwucherungs-Thematik, die bereits der Ankündigungstrailer zu Resident Evil 7 andeutete, taucht also auch im Spiel selbst wieder auf. Und das nicht nur im Bezug auf die Molded. Du darfst gespannt sein.

Mit welchen Waffen und Gegenständen setzt man sich zur Wehr?

In meiner Spielzeit verfügte ich über ein Messer, eine Pistole mit zwei unterschiedlichen Munitionstypen, eine Schrotflinte und einen Flammenwerfer. Im Boss-Kampf gegen Jack Baker gab es noch eine weitere Waffe, allerdings darf ich Dir die leider nicht spoilern. Munition ist generell jedenfalls eher rar und muss zum Teil auch selbst gecraftet werden.

Was kann man craften?

First Aid Med, also Health-Pakete, können gecraftet werden. Munition für die Pistole kannst Du ebenfalls selbst herstellen. Findest Du ein stärkeres Chem Fluid, kannst Du auch ein stärkeres Health-Paket und bessere Munition craften.

Wo spielt sich das Ganze ab?

Die Szenen aus Resident Evil, die ich spielen durfte, haben sich komplett auf dem Grundstück der Baker-Familie in Louisiana, USA abgespielt. Neben dem Haupthaus und einem alten Haus samt Gärtnerei, gab es auf dem Gelände noch ein Stück Garten bzw. Wald, sowie einen Wohnwagen und ein weiteres, nicht näher benanntes Haus. Wie atmosphärisch die Häuser aufgebaut sind, sieht Du in unserem Gameplay-Video:

Wie offen oder linear ist das Haus aufgebaut?

Ich würde sagen, dass die Häuser eine gute Mischung aus offen und linear sind. Im Grunde kannst Du das jeweilige Haus relativ frei erkunden, ohne einen bestimmten Weg einschlagen zu müssen. Allerdings gibt es durchaus Stellen, an denen Du nicht weiterkommst – sei es durch Insekten, die den Weg versperren oder Türen, für die Du den entsprechenden Tierschlüssel nicht hast. Hier schickt dich das neue Resident Evil 7 dann bewusst in eine andere Richtung. Das fühlt sich aber eher nach einem Schubs an, als komplett einer Linie zu folgen.

Wen spielt man?

In Resident Evil 7 schlüpfst Du in die Haut von Ethan. Seinen Gesundheitszustand erkennst Du an der Menge der Blutspritzer am Rande des Bildschirms, sowie über den „Codex“. Das ist eine Smartwatch, welche im Spiel noch wichtig werden soll, und die mit einer farbigen Lebenslinie anzeigt, ob es dem jungen Mann gut geht.

Sind mehrere Charaktere spielbar?

Ja und Nein. Mehrere Charaktere im Sinne der klassischen Resident-Evil-Spiele sind nicht spielbar. Die Erfahrung mit den Bakers musst Du vorerst allein durchstehen. Ob im späteren Verlauf der Geschichte dann doch noch andere spielbare Figuren auftauchen, ist nicht bekannt. Allerdings wird es wieder Video-Kassetten geben, die Du im Spiel in einen Videorecorder legen kannst, um anschließend in sie einzutauchen und aus der Sicht einer anderen Person zu spielen. Das ist spannend gemacht und gibt bereits einen Einblick in spätere Spielsequenzen.

Werden Charaktere aus den alten Teilen auftauchen?

Besonders spannend ist, dass das Spiel im gleichen Universum spielt wie die anderen Resident-Evil-Titel. Das bedeutet also, dass Leon S. Kennedy & Co. sich irgendwo da draußen ebenfalls aufhalten. Ob sie im Spiel vorkommen werden, ist bislang nicht bekannt. Durch Zeitungen, Bilder und andere Gegenstände im Spiel, sollten aber Parallelen zu den alten Resi-Spielen erkennbar sein.

Mit welchem Teil der Reihe ist das Spielgefühl am ehesten zu vergleichen?

Mit dem allerersten Resident Evil. Es geht zurück in ein düsteres Anwesen – allerdings diesmal aus der First-Person-Sicht. Resident Evil 7 hat außerdem Elemente von P.T., The Evil Dead, The Shining und The Texas Chainsaw Massacre.

Wie ist das Verhältnis zwischen Action und Spannung?

Sehr ausgewogen. Resident Evil 7 ist von seiner Erzählstruktur und durch seine Gegner allerdings eher spannend denn actionreich. Das wird allerdings aufgebrochen durch gut platzierte Sequenzen, die unter die Haut gehen… manchmal sogar wortwörtlich. Mach Dich bereit für guten Splatter und Gore.

Wie schwer ist das Spiel?

Das Spiel ist weder herausragend schwer noch zu einfach, es ist insgesamt gut ausbalanciert. Im Grunde lebt es wirklich eher vom Grusel denn von seiner Schwierigkeit. Dennoch gibt es einige wirklich knackige Szenen, die aber stets schaffbar bleiben, ohne dass es frustig wird. Am meisten Nerven hat es mich gekostet, herauszubekommen, wie ich die Baker-Familie für einen längeren Zeitraum plätten kann, um das Haus zu erkunden. In diesen Situationen kommt es auf gutes Ressourcen-Management an, und wenn man das noch nicht raus hat, dann kann man schon mal kurz verzweifeln.

Wie speichert man?

In Resident Evil 7 gibt es zwei Speichermethoden: Einerseits verfügt das Spiel über ein Autosave-Feature, das seine Speicherpunkte relativ fair setzt. Andererseits kannst Du in den Save Rooms speichern, indem Du den dort befindlichen Kassettenspieler anwählst.

Wie lang wird das Spiel sein?

Die fünf bis sechs Stunden, die ich gespielt habe, sollen zu etwa einem Drittel innerhalb des Spiels stattgefunden haben. Ich tippe darauf, dass Resident Evil 7 etwa 15+ Stunden umfassen wird; etwas mehr, wenn man jeden einzelnen Gegenstand finden möchte. Das ist allerdings keine verlässliche Aussage, sondern nur eine Schätzung. Die finale Spielzeit kann etwas bis massiv davon abweichen.

Wie gut ist die deutsche Sprachausgabe?

In meiner Spielsession habe ich nur die Dinner-Szene mit der Baker-Familie auf Deutsch gesehen. Die war durchaus ordentlich synchronisiert – allerdings haben die Mitglieder der Baker-Familie im Deutschen natürlich keinen Südstaaten-Akzent, wodurch ein bisschen was vom Hillbilly-Flair verloren geht, der viel von der Atmosphäre ausmacht. Ein leicht wahnsinniges „Here Piggy Piggy“ klingt im Deutschen vermutlich einfach nicht so cool.

Gab es was Neues zum Dummy Finger?

Nein. Trauriger Smiley.

Weitere Themen: E3 2016, Capcom

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