Samsung Galaxy Book 12 im Test: Die Surface-Pro-Alternative?

Peter Hryciuk
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Das Samsung Galaxy Book 12 ist das aktuellste Windows-10-Tablet des südkoreanischen Herstellers, das in erster Linie als Alternative zum Surface Pro (2017) von Microsoft auftrifft. Doch kann Samsung dem Branchenprimus und Wegbereiter des 2-in-1-Formfaktors wirklich gefährlich werden? Genau das verraten wir euch im umfangreichen Testbericht des Galaxy Book 12 mit LTE, Stylus und Tastatur-Cover.

Samsung Galaxy Book 12 im Test: Die Surface-Pro-Alternative?

Samsung bietet das Galaxy Book in zwei Größen an. Einmal als Galaxy Book 10.6, das sich in erster Linie mit dem iPad Pro 10.5 messen soll, und einmal als Galaxy Book 12, das sich in Richtung iPad Pro 12.9 und Surface Pro (2017) orientiert. Als Betriebssystem kommt Windows 10 zum Einsatz. Es gibt also keine Einschränkungen bei den Programmen, die man ausführen kann. Preislich ist das Galaxy Book 12 im Premium-Sektor angesiedelt:

Es handelt sich dabei im Übrigen schon um den zweiten Versuch von Samsung, im Windows-Sektor mit Tablets Fuß zu fassen. Ob die neue Generation die Fehler des ersten Modells wiederholt, verraten wir euch im Test des Samsung Galaxy Book 12.

Samsung Galaxy Book 12 im Test: Inhaltsverzeichnis

Samsung Galaxy Book 12 im Test: Das Design

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Samsung Galaxy Books im MWC-Hands-On

Optisch tritt das Samsung Galaxy Book 12 recht unspektakulär auf und ähnelt auf den ersten Blick sehr den Tablets mit Android-Betriebssystem – zumindest an der Front. Dort ist das 12 Zoll große Super-AMOLED-Display untergebracht, das von einem recht breiten Rahmen eingefasst wird. Der ist nötig, damit die Tasten der mitgelieferten Tastatur eine angenehme Größe erreichen. Samsung setzt nämlich auf ein Seitenverhältnis des Bildschirms von 3:2 – genau wie Microsoft bei den Surface-Tablets. Damit wird deutlich mehr Inhalt auf einen Blick angezeigt, das Tablet wächst aber etwas in der Höhe.

Über dem Display ist eine Frontkamera mit einer Auflösung 5 MP verbaut. Daneben befindet sich eine LED, die mit verschiedenen Farben anzeigt, wenn die Kamera aktiviert ist oder das Tablet aufgeladen wird.

Samsung Galaxy Book 12 mit LTE

Die Rückseite des Galaxy Book 12 wirkt ebenfalls unspektakulär und eher klassisch. Samsung setzt auf mattes Aluminium, das einen sehr hochwertigen Eindruck macht. Die 13-MP-Kamera sitzt mittig und steht etwas aus dem Gehäuse heraus.

Darüber befindet sich ein Steifen aus Kunststoff, der einen optimalen Empfang der drahtlosen Module ermöglichen soll. Neben WLAN und Bluetooth ist nämlich auch LTE mit an Bord. Ein Ausstattungsmerkmal, das man nicht in vielen Windows-Tablets findet. Die Aufkleber für den Core i5 und Windows 10 Pro sind willkürlich aufgebracht und stören das Gesamtbild. Muss das bei einem so teuren Windows-Tablet gemacht werden? Nein! (und wenn doch, dann bitte gerade)

Spannender wird es da schon an den Seiten, denn dort hat Samsung jeweils die beiden Lautsprecher untergebracht, die im Grunde nie abgedeckt werden können. Das sorgt für einen guten Klang. Die maximale Lautstärke passt auch. Ein ganzer Raum lässt sich ohne Probleme beschallen. Die Lautsprechergitter bestehen unerklärlicherweise aus Kunststoff, der farblich auch überhaupt nicht passt. Das ist nicht schön gelöst.

Auf der linken Seite des Samsung Galaxy Book 12 findet sich der microSD- und SIM-Karten-Slot. Auf den ersten Blick haben wir uns gewundert, denn wenn man den Slot öffnet, kommt nur der Platz für die microSD-Karte zum Vorschein. Man muss den Schlitten umdrehen – dort ist Platz für eine Nano-SIM-Karte. Also etwas anders, als man es von Smartphones kennt.

Samsung Galaxy Book 12 ohne Thunderbolt 3

Auf der rechten Seite finden sich dann die beiden USB-Typ-C-Ports, die USB 3.1 unterstützen, aber kein Thunderbolt 3. Das ist durchaus sehr bitter, denn damit ist man auf die Leistung des Tablets beschränkt und kann auf dem Schreibtisch nicht die immer beliebter werdenden externen Grafikkarten verwenden. Positiv anzumerken ist aber die Positionierung, da genug Platz zwischen den Anschlüssen besteht. Negativ ist, dass kein USB-Typ-C-auf-Typ-A-Adapter dabei ist. Bei dem Preis darf man das erwarten. Wer ein USB-Gerät wie eine Maus oder externe Datenträger anschließen möchte, muss sich nämlich sowieso einen besorgen. .

Das Galaxy Book 12 wird über die USB-Typ-C-Anschlüsse aufgeladen. Welchen Port man verwendet, spielt keine Rolle. Das Schnellladegerät versorgt das Samsung-Tablet zügig mit neuer Energie, sodass man schnell wieder mobil arbeiten kann. Ansonsten gibt es noch den klassischen Anschluss für Kopfhörer. Darauf hat Samsung zum Glück nicht verzichtet.

Samsung Galaxy Book 12 mit aktiver Kühlung

Während Microsoft beim Surface Pro (2017) und der Konfiguration mit Intel Core i5 der 7. Generation auf einen Lüfter verzichten kann, ist das beim Galaxy Book 12 nicht der Fall. Belastet man das Windows-10-Tablet beim Spielen oder mit dem Berechnen von großen Datenmengen, dann geht der Lüfter relativ schnell an, dreht mit einer recht konstanten Umdrehungszahl und geht dann wieder zügig aus. Das Tablet wird dabei auf der Rückseite zwar warm, aber nie heiß. Der Lüfter arbeitet dabei nicht zu laut. Wenn er sich dreht, ist er aber deutlich wahrzunehmen. Das Lüftergeräusch fällt dabei nicht negativ auf – zumindest nicht für eine gewisse Zeit. Für umfangreiche Berechnungen ist so ein Tablet ja sowieso nicht gedacht.

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80 von 100 Punkten
(25. Juli 2017)

Weitere Themen: MWC 2017: Der Mobile World Congress in Barcelona

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