OnePlus: Das Unternehmen hinter den „Flaggschiff-Killern“

Beschreibung

Auch wenn das chinesische Start-Up OnePlus erst ein Smartphone, das OnePlus One, zum Vorschein gebracht hat, gibt es viel über das 2013 gegründete Unternehmen zu erzählen. So steht die Behauptung im Raum, der Smartphone-Hersteller Oppo stecke hinter dem Start-Up, dieses und weitere Aspekte beleuchten wir im Folgenden näher.

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OnePlus One Test: Der Flagship-Killer ist ein Monster

Das Unternehmen OnePlus kündigte im April 2014 etwas, vor allem im europäischen Markt, Undenkbares an: Ein Smartphone mit High-End-Spezifikationen, welches das Samsung Galaxy S5, LG G3 und Konsorten in die Tasche steckt und mehr als die Hälfte günstiger ist. Vor der Produktpräsentation musste das Unternehmen jedoch erst gegründet werden. Gründungsort von OnePlus ist China, genauer gesagt der Technologie-Brennpunkt Shenzhen. Inhaber des Unternehmens ist der ehemalige Oppo-Vizepräsident Pete Lau — ein Grund dafür, dass vermutet wird, dass eigentlich Oppo hinter diesem kleinen Start-Up steckt.

Ist OnePlus nur eine Oppo-Tochter?

Neben der Personalie Pete Lau gibt es weitere Indizien, die auf Oppo als Unternehmen hinter OnePlus schließen lassen. So lieferte Oppo Teile für das OnePlus One; außerdem gelangten im April 2014 Dokumente in Umlauf, aus denen hervorgehen soll, dass Oppo der einzige Teilhaber von OnePlus sei. Zudem gleichen die Spezifikationen des Oppo Find 7a denen des OPO verdächtig. Weiter habe Oppo die OnePlus-Domain registriert, ist auf der englischen Wikipedia-Seite über das Unternehmen zu lesen — jedoch leider ohne Quelle. Die Vorwürfe wies OnePlus in einem Statement zurück und bekräftigte: „OnePlus ist unabhängig von Oppo und teilt sich auch keine gemeinsamen Investoren“.

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OnePlus: Invite-Probleme und feministischer Gegenwind

Doch das war nicht das einzige PR-Problem, mit dem sich das kleine Unternehmen in seiner kurzen Geschichte konfrontiert sah. Das größte Ärgernis der am OnePlus-One Interessierten dürfte wohl die Verkaufspolitik des Unternehmens darstellen: Laut Angaben des Start-Ups werde das OnePlus One zum Selbstkostenpreis verkauft, also lediglich die eigenen Kosten gedeckt und kein Gewinn erwirtschaftet — einzig, um die eigene Marke bekannter zu machen. Um finanziellen Schwierigkeiten aus dem Weg zu gehen, habe man sich dazu entschlossen, erst kleinere Mengen des Gerätes herstellen zu lassen, um das Marktpotential zu sondieren. So wurden zum „Verkaufsstart“ lediglich 100 Leute eingeladen, die das OPO gegen die Zerstörung ihres bisherigen Smartphones für 1 US-Dollar kaufen konnten. Die Kampagne stieß auf heftige Kritik, woraufhin OnePlus zurückruderte und alternativ anbot, dass die Gewinner das eigentlich zu zerstörende Gerät an Bedürftige spenden.

Bis heute ist das OnePlus One fast ausschließlich per Einladungscodes kaufbar, schwierig zu ergattern sind diese aber längst nicht mehr so wie noch zum Verkaufsstart im Mai 2014. Zum Jahresende 2014 gab es zudem gelegentlich kleinere Zeitfenster, in denen das OnePlus One auch ohne Einladung vorbestellt werden konnte. Dennoch musste man mit Wartezeiten rechnen.

Neben dem „Smash the past“-Contest sorgte die „Ladies First“-Kampagne für Trubel. Dabei wurden im August 2014 explizit Frauen dazu aufgefordert, ein Bild mit einem OnePlus-Logo von sich zu posten, um einen Einaldungscode für den Kauf erhalten zu können. Ein Voting und eine firmeninterne Jury sollten dabei bestimmen, welche Damen das OnePlus One bestellen dürfen. Die Kampagne sorgte für herbe Kritik, das Unternehmen handelte sich insbesondere den Vorwurf des Sexismus ein. Wenige Stunden nach dem Start der Aktion entschuldigte sich OnePlus öffentlich für die Aktion, nur isolierte Personen im Unternehmen seine für deren Konzeption verantwortlich gewesen.

Verkaufsverbot in Indien — Clinch zwischen OnePlus und CyanogenMod Inc.

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Außerdem durfte das OnePlus One ab dem 16. Dezember 2014 nicht mehr in Indien verkauft werden. Das Verkaufsverbot wurde ausgesprochen, da der Mitbewerber Micromax dort das Exklusiv-Recht für den Verkauf von Smartphones mit der Android-Iteration Cyanogen OS besitzt, eine lizenzierte Variante der CyanogenMod. Am 21. Dezember 2014 konnte der Verkaufsstopp aufgehoben werden, im Januar 2015 stellte OnePlus schließlich die Alpha-Version seiner eigenen Android-Variante vor, die auch auf kommenden OnePlus-Geräten zum Einsatz kommen soll. Der Cyanogen OS-Support für OnePlus Ones ist noch bis Ende 2015 gesichert, über den weiteren Verlauf der Partnerschaft sind sich OnePlus und die Cyanogen Inc. uneinig.

Anspruch bei OnePlus

Als eigenen Anspruch gibt OnePlus die Kundenzufriedenheit an. Das Start-Up selbst ist nach seinem Leitspruch nie zufrieden — „Never settle“ soll verdeutlichen, dass gut nie gut genug ist und der selbsternannte „Smartphone-Killer“-Hersteller für seine Kunden das bestmögliche Produkt bereitstellen möchte.

Die Zukunft von OnePlus

Im Herbst 2015 möchte OnePlus den One-Nachfolger lancieren, bei dem noch kein Konsens über die Bildschirmgröße herrscht. Diese wird im Internet diskutiert, da das OnePlus One-Display mit 5,5 Zoll-Diagonale manchem Interessierten zu groß ist. In unserer Umfrage mit über 1.000 Teilnehmern wünschen sich knapp 35 Prozent ein 5,5 Zoll großes OnePlus One und 43,1 Prozent 5,0 Zoll Bildschirmgröße. Außerdem wird der Nachfolger des „Flaggschiff-Killer“-Smartphones nicht mehr zum Selbstkostenpreis vertrieben werden. Mit ihm soll, wie auch mit dem Zubehör aus dem OnePlus-Shop, Gewinn erwirtschaftet werden.

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