Dank Android 9.0: So macht Google Smartwatches endlich brauchbar

Kaan Gürayer 2

Vor wenigen Wochen hat Google die erste Developer Preview von Android 9.0 P veröffentlicht. Die neueste Betriebssystem-Version läuft aber nicht nur auf Smartphones, sondern bringt auch frischen Wind in den Smartwatch-Markt. Ein erster Test von Android 9.0 P auf der Huawei Watch 2 zeigt jetzt, dass sich technikbegeisterte Uhrenliebhaber vor allem auf eine bessere Akkulaufzeit freuen dürfen. 

Dank Android 9.0: So macht Google Smartwatches endlich brauchbar
Bildquelle: Huawei Watch 2 Sport.

Auch wenn Smartwatches nicht das „Next Big Thing“ wurden, das sich die Technik-Welt erhofft hat, hat Google den zukunftsträchtigen Markt noch lange nicht aufgegeben. Davon zeugt nicht nur die kürzlich erfolgte Umbenennung von „Android Wear“ in „Wear OS“, womit der US-Konzern mehr iPhone-Nutzer anlocken möchte, sondern auch das neue Android 9.0 P. Die erste Entwicklervorschau bringt nämlich eine Reihe von neuen Features, die sich dem größten Problem von Smartwatches annehmen – der Akkulaufzeit.

Android 9.0 P auf Smartwatches: Bessere Akkulaufzeit hat höchste Priorität

Was einem sofort ins Auge springt, so die Kollegen von Android Central, ist der Dark Mode des neuen Betriebssystems. Zwar besaß das ehemalige Android Wear bereits seit Version 2.8 ein dunkles Interface, doch nun ist der Dark Mode offenbar standardmäßig aktiviert. Das nutzt vor allem Smartwatches mit einem OLED-Display, da nur noch die Pixel aktiviert sind, die auch tatsächlich verwendet werden.

Beim aufgebohrten Dark Mode bleibt es aber nicht, denn Googles Energiesparmaßnahmen in Android 9.0 P gehen weiter. So können etwa Apps, mit einigen Ausnahmen wie etwa Zifferblätter, nicht mehr im Hintergrund laufen. Nur wenn die Smartwatch gerade am Ladekabel hängt, macht Android 9.0 P eine Ausnahme und lässt Apps weiterhin im Hintergrund. Drahtlosverbindungen wie WLAN und Bluetooth schalten sich zudem automatisch ab, wenn die Smartwatch gerade nicht getragen wird. Das gilt auch für Mobilfunkverbindungen, wenn die Smartwatch zum Beispiel über ein LTE-Modul verfügt.

Und: WLAN wird nicht mehr automatisch aktiviert, wenn die Bluetooth-Verbindung zum gekoppelten Smartphone unterbrochen wird. In der Vergangenheit haben Android-Wear-Smartwatches WLAN automatisch eingeschaltet, um weiterhin Benachrichtigungen zu erhalten. In Zukunft müssen Smartwatch-Träger diese Einstellung per Hand vornehmen. Diese Entscheidung könnte bei manchen Nutzern aber zu Unmut führen.

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Android P: Genug, um Smartwatches wiederzubeleben?

Google scheint den bisher allenfalls verhaltenen Erfolg von Smartwatches also vor allem auf die dürftige Akkulaufzeit zurückzuführen, weshalb der Suchmaschinenanbieter nun alles daran setzt, in Zukunft mit Android 9.0 P die Laufzeiten zu erhöhen. Ob das reicht, um den eingeschlafenen Smartwatch-Markt wiederzubeleben, dürfte zu den spannendsten Fragen des Technik-Jahres werden.

Quelle: Android Central

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