Grundsätzlich sollte sich der Anwender einen E-Mail-Account bei einem Anbieter anlegen, der eigene Filter betreibt. Offensichtliche Spam-Nachrichten bleiben so von ganz alleine dem Posteingang fern. Googles Mail-Service Gmail ist diesbezüglich – so auch die Erfahrung des GIGA-Autors – recht zuverlässig. AOL sollte man nach der Einschätzung Macworlds vermeiden. Drei Yahoo-Accounts, die der GIGA-Autor betreibt, zeigten in den letzten Jahren unterschiedliche, tendenziell aber gute Ergebnisse. Apples iCloud-Service ist ebenfalls mit Spam-Filtern ausgestattet. Objektiv einen Befund zu stellen, ist allerdings schwierig. Hängt die Flut an unerwünschter Werbung schließlich nicht unerheblich vom Gebrauch des jeweiligen Accounts ab.

Wer mit den Fähigkeiten von Apples Mail-Software auch nach Anpassen kein befriedigendes Ergebnis erzielt, kann auf Software von Drittherstellern zurückgreifen. SpamSieve ist ein umfangreiches Tool, das seit einiger Zeit auf dem Markt ist. 30 US-Dollar bezahlt man für die Dienste der Software. Unter anderem durchsucht das Tool Anhänge, stuft Spam nach ihrer Dreistigkeit in verschiedene Kategorien ein, generiert Statistiken zur Erfolgsrate und hält Werbung auch von Apples iOS-Geräten fern. Eine Testversion kann der Anwender kostenlos herunterladen.

Antworten, Anhänge und Links mit Apple Mail öffnen: Das sollte man tunlichst vermeiden

Will man eine immer größer werdende Flut von Spam-Mails verhindern, gilt es ein paar Dinge zu beachten. Niemals sollte man beispielsweise auf eine solche E-Mail antworten. Damit zeigt man lediglich, dass die eigene Mail-Adresse in Gebrauch und damit für weitere Belästigungen empfänglich ist. Hinzukommt, dass niemand die Antworten lesen wird. Manche Spam-Nachrichten enthalten einen Link, über den man sich augenscheinlich aus der Liste der Adressaten entfernen kann. Solche „unsubscribe“-Links kennt man auch aus „gutartigen“ Newslettern. Wirkung zeigen sie bei Spam-Mails allerdings wenig, bestätigen wieder nur die Existenz der Adresse.

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Gefährlich wird es, wenn so genannte Phishing-Mails versuchen, dem Anwender Zugangsdaten zu entlocken. Solche Mails geben sich als Nachrichten der eigenen Bank  und Online-Plattformen und -Diensten wie PayPal oder eBay und zwingen den Anwender zur Preisgabe seines Passworts - mit schlimmen Folgen. Schließlich ist dabei oft Geld im Spiel, das allzu schnell weg ist, wenn man den Betrügern ins Netz geht. Grundsätzlich sollte man gerade in deutschen Landen skeptisch sein, wenn Mails plötzlich in englischer Sprache verfasst sind. Vor allem dann, wenn der Anbieter sich sonst in deutscher Sprache meldet. Wer des Englischen mächtig ist, kann zudem ein Auge auf Orthografie und Grammatik werfen. Wer bei der Fehlersuche schnell fündig wird, hat es mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einem Betrug zu tun.

Links innerhalb der Nachrichten geben in vielen Fällen Aufschluss über den Verfasser. Es genügt, den Mauszeiger auf die Links zu bewegen. Nach kurzer Zeit erscheint die gesamte Link-Adresse auf gelbem Grund. Enthält diese nicht den geringsten Hinweis auf die vorgegebene Herkunft, sollte man im Zweifel vorsichtig sein. Manchmal lassen sich Betrüger entlarven, indem man eine Passage aus der Mail mit Google suchen lässt. Womöglich ist man nicht der einzige Anwender, der eine solche E-Mail erhalten hat.

Über die normale Adresseingabe im Webbrowser sollte man außerdem das Portal des Online-Dienstes aufsuchen. Wenn die E-Mail echt ist, sollte sich dort in vielen Fällen ein Hinweis auffinden lassen, der sich mit dem Inhalt der E-Mail deckt.

Artikelbild: Funny Internet Spam for eMail and Websites is Spicy, auf flickr.com von ePsos.de

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