Man braucht dazu zwei Dinge. Die neuen BIOS-Datei, deren Daten ins BIOS geflasht werden und ein Tool, mit dem das erledigt wird. Um an diese Daten zu kommen, gibt es verschiedene Wege. Wie bereits erwähnt, sollte man zuerst auf den Supportseiten seines Computerherstellers gucken. Also z.B. bei Medion, oder Asus oder Sony. Eine andere Option ist, bei den Herstellern der Motherboards zu recherchieren. Dort wird mitunter auch aufgelistet, mit welchem BIOS sich das jeweilige Board verträgt. Die dritte Option sind die BIOS-Hersteller selber. Computer- bzw. Motherboard-Hersteller kaufen sich das passende BIOS zumeist bei AMI, Phoenix / Award, ATI oder einem der anderen wenigen BIOS-Produzenten ein. Hier wird man auch fündig, wenn man eine aktuellere Version seines jetzigen BIOS sucht.

Die BIOS-Update-Pakete, mit denen man sein BIOS flashen kann, kommen meist als ZIP-Dateien oder selbst entpackende Archive und sie enthalten die BIOS-Datei, das Update-Tool sowie oft noch eine Erklärungstextdatei. Man muss zumeist nichts anderes machen, als diese Daten zu entpacken und dann das BIOS-Flashprogramm zu starten. Falls das unter Windows nicht klappt, gehen wir im Startmenü wieder auf Ausführen und geben dort cmd ein. Dann öffnet sich ein DOS-Fenster, in dem wir das Programm starten können. Praktischerweise sollte man die Dateien vielleicht auf Laufwerk C in den Ordner BIOS entpacken, weil wir das Programm dann mit C:\BIOS\Programmname.exe aufrufen können.

Nach einiger Zeit ist das neue BIOS gespeichert und der Rechner startet neu. Selbst wenn alles geklappt hat, steht jeder nun vor einem Problem, das er vielleicht vorher nicht bedacht hat.

Vor dem Flashen: Altes BIOS sichern

Auch im Idealfall befindet sich ein neues BIOS im „Auslieferungszustand“. Alle vorherigen Einstellungen zum Startverhalten, zu den Laufwerken, der Sicherheit oder der Grafikkarte, zum Netzwerk oder zur Bootreihenfolge sind weg! Am besten geht man seine BIOS-Einstellungen vor dem Update Fenster für Fenster durch und schreibt bzw. fotografiert sich die Einstellungen ab. Es gibt keine Möglichkeit, die aktuellen Einstellungen so zu sichern, dass man sie ohne Schaden wieder auf den Flash-Speicher schreiben kann!

Das alte BIOS sollte man aber auch sichern, wen man sein BIOS flashen will. Denn niemand kann garantieren, dass das auch klappt. Und dann sollte man zumindest wieder zur alten Version zurückwechseln können. Die meisten Flash-Tools bieten diese Option in einem Menü an. Man sollte sie unbedingt nutzen!

Tipp: Datenträger mit DOS bereitlegen

Es gibt ein kostenloses DOS-Betriebssystem, das von Windows unabhängig ist. Man kann es auf eine CD oder einen bootfähigen USB-Stick brennen. Das FreeDOS gibt dann die Möglichkeit, das BIOS-Flash-Tool von dort zu starten, wenn man die ursprünglichen Einstellungen wiederherstellen will. Aber wie man daran und den ganzen obigen Beschreibungen schon sehen kann, sollte man sein BIOS nur dann flashen, wenn man genau weiß, was man da tut und sich notfalls auch wieder selbst retten kann.