Streaming-Equipment für YouTube und Twitch: Die besten Mikrofone, Webcams und Co. für den Einstieg

Robert Kohlick

Wer ein erfolgreicher Livestreamer auf Twitch werden will, braucht neben einem Alleinstellungsmerkmal und Geduld vor allem eines: das passende Equipment. GIGA hat für euch ein kleines Streaming-Starter-Paket für den PC zusammengestellt, um euch den Einstieg in die Welt des Livestreamings etwas zu erleichtern.

#1: Das richtige Mikrofon

Eure Stimme ist euer Aushängeschild als Streamer. Niemand, noch nicht einmal eure Mutti, wird eurem Livestream eine echte Chance geben, wenn euer Mikrofon rauscht wie die See und man euch kaum verstehen kann. Doch keine Sorge, ihr müsst nicht gleich mehrere Hundert Euro in die Hand nehmen und euch ein halbes Tonstudio kaufen. Gescheite Einsteiger-Mikrofone sind günstiger als man denkt.

Inzwischen gibt es gute Großmembran-Mikrofone inklusive Poppschutz und Schwenkarm und Stativ schon für 80 Euro*. Ich kann euch vor allem das t.bone SC 440 USB empfehlen, welches ich bereits seit einigen Jahren selbst zum Livestreamen nutze. Dank USB-Interface könnt ihr das Mikrofon direkt an euren PC anschließen, ein separates Mischpult wird nicht benötigt. Der Audioqualität tut das keinen Abbruch. Die Aufnahmen sind ausbalanciert, nicht zu basslastig, wie man es von anderen Großmembranern kennt, auch die Verarbeitungsqualität stimmt. Das t.bone SC 440 USB ist ein preiswertes Qualitätsprodukt. Dafür nimmt die Konstruktion aus Schwenkarm, Poppschutz, Spinne und Mikrofon jedoch einigen Platz in eurem Zimmer ein.

Hier findet ihr das t.bone SC 440 USB Podcast Bundle auf thomann.de *

Wer diesen nicht entbehren kann und zudem etwas knapp bei Kasse ist, greift stattdessen zu unserem Preis-Leistungs-Tipp: dem Lioncast LX30. Das Gaming-Headset kostet nur 40 Euro, besitzt aber trotzdem das wahrscheinlich beste Mikrofon, das ich je bei einem Gaming-Headset testen durfte.

Zwar kann die Klangqualität nicht mit der eines Großmembran-Mikrofons mithalten, aber für ein 40-Euro-Headset* kann sich das Ergebnis durchaus hören lassen. Das Gleiche gilt für den Kopfhörer, aus dem man mit den passenden Einstellungen einen durchaus guten Klang herauskitzeln kann. Alles in allem: Ein passende Lösung für alle, deren Budget knapp bemessen ist und gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen wollen.

Hier findet ihr das Lioncast LX30 auf Amazon *

#2: Die passende Webcam

Zwar kein Muss, aber eine Webcam bietet euch als Streamer mehr Möglichkeiten, um mit euren Zuschauern nonverbal über Mimik und Gestik zu interagieren. Der absolute Renner unter den Streaming-Webcams ist und bleibt die Logitech C920 HD* – eine Full-HD-Webcam mit automatischer Belichtungskorrektur und Autofokus für 60-70 Euro. Und ganz ehrlich, diesen Titel hält sie zurecht. Binnen weniger Minuten ist die Webcam einsatzbereit und liefert fürs Streaming optimale Ergebnisse.

Hier findet ihr die Logitech C920 HD auf Amazon *

Einziges Manko: Bei schlechten Lichtverhältnissen gehen sowohl die Aufnahmequalität als auch die Bildrate der Webcam etwas in den Keller. Mit einer passenden Softbox zum Ausleuchten* ist das jedoch auch kein Problem mehr.

#3: Capture Card für Konsolenspieler

Wer Spielaufnahmen von seiner Konsole streamen will, kann dafür zwar das eingebaute Tool der Playstation 4 oder Xbox One nutzen, muss dann jedoch auf jedwede Form von Overlays und weiteren Integrationen verzichten. Zudem ist die Streaming-Qualität, die von den beiden Konsolen ausgegeben wird, nicht gerade das Gelbe vom Ei. Wer sich damit nicht zufrieden gibt, greift zur Capture Card. Die kleinen Boxen greifen das Videosignal eurer Konsole ab und übertragen es an euren PC.

Platzhirsch auf diesem Gebiet ist die Marke Elgato. Diese bieten mit der Game Capture HD60 S* eine gute Capture Card zum Aufnehmen und Streamen von Full-HD-Gameplay mit einer Bildrate von bis zu 60 FPS. Der Preis fällt mit knapp 180 Euro jedoch recht hoch aus. Die Konkurrenz verkauft zwar ähnliche Geräte für einen günstigeren Preis, dann muss man jedoch Abstriche in der Bildqualität in Kauf nehmen.

Hier findet ihr die Elgato Game Capture HD60 S auf Amazon *

Preis-Leistungs-Empfehlung von mir: Haltet auf eBay und eBay Kleinanzeigen nach der ersten Elgato Game Capture HD* Ausschau. Diese kann Full-HD-Spielszenen zwar nur mit maximal 30 Bildern pro Sekunde aufnehmen, kostet dafür gebraucht aber nur um die 50 Euro.

#4: Zweiter Monitor für mehr Überblick

Einen zweiten Monitor sollte meiner Meinung nach tatsächlich jeder Streamer sein Eigen nennen. Im Gegensatz zu eurem Hauptbildschirm muss der weder eine besonders hohe Bildwiederholungsrate noch ein Spitzen-Panel besitzen – obwohl das natürlich auch nicht verkehrt ist. Grundsätzlich soll der Sekundär-Monitor nur dazu dienen, um euren Chat und eure Streaming-Software besser im Auge behalten zu können. So müsst ihr nicht ständig hin- und hertabben, oder euer Smartphone bzw. Tablet bemühen, um auf Zuschauerfragen eingehen zu können. Zudem könnt ihr so auch schneller erkennen, wenn euer Stream anfängt zu laggen und Probleme mit der Streaming-Software schneller diagnostizieren.

Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet in diesem Fall der HP 22w, den ihr auf Amazon schon für etwas mehr als 100 Euro bekommt*. Der 21,5 Zoll große Full-HD-Monitor setzt im Gegensatz zur Konkurrenz der gleichen Preisklasse auf ein farbintensives und blickwinkelstabiles IPS-Panel. Dafür wurde jedoch bei der Stabilität gespart: Laut Kundenaussagen ist der Plastikfuß des Monitors etwas wackelig. Bei dem Preis sollte man das verschmerzen können.

Hier findet ihr den HP 22w auf Amazon *

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Das sind die bestbezahlten Twitch-Streamer.

Optional #1: Stream Deck

Wer viele unterschiedliche Szenen in seinem Streaming-Programm einrichtet, zwischen denen er öfters hin- und herwechselt, wird wissen, dass einem nach einer Weile irgendwann auf der eigenen Tastatur die Hotkeys ausgehen oder man schlichtweg den Überblick verliert. Dieses Problem löst das Elgato Stream Deck*. Das kleine Gerät bietet 15 programmierbare Tasten, mit denen ihr Szenen wechseln, den Ton bestimmter Audioquellen an- und ausschalten oder Medien starten könnt. Zusätzlich besitzt jede der Tasten ein eigenes kleines LCD, das ihr beschriften oder mit einem Bild versehen könnt.

Wem 15 zusätzliche Hotkeys nicht reichen, der kann auf den einzelnen Tasten auch Ordner anlegen, die weitere Funktionen beinhalten. Auf diese Weise habt ihr die wichtigsten Umschaltfunktionen eurer Streaming-Software stets auf Knopfdruck parat. Einziges Manko: der Preis. Aktuell müsst ihr für das Elgato Stream Deck satte 150 Euro locker machen – günstig ist das nicht.

Hier findet ihr das Elgato Stream Deck auf Amazon *

Wer wirklich mit dem Gedanken spielt, sich das Gerät zu kaufen, richtet sich am besten einen Preiswecker auf idealo.de ein und wartet, bis Stream Deck wieder für 100 Euro zu haben ist.

Optional #2: Greenscreen

Wer seinen Stream mit einem Greenscreen aufpeppen will, sollte nicht zu geizig sein. Zwar gibt es bei Amazon schon Modelle für knapp 20 Euro*, doch hier gilt: Wer billigt kauft, kauft zwei Mal. Viele günstige Greenscreens lassen sich nur schwerlich gleichmäßig ausleuchten, knittern schnell und sorgen für ein dementsprechend schlechtes Chroma-Keying-Ergebnis.

Damit ihr euch genau mit solchen Problemen nicht herumschlagen müsst, raten wir zum 150 Euro teuren Greenscreen* von Elgato. Mit einer Größe von 1,48 x 1,8 Metern fallen die Abmessungen der grünen Stoffwand zwar recht klein aus, dafür bekommt ihr den knitterfreien Greenscreen in einem Aluminium-Koffer geliefert, aus dem ihr das gute Stück ganz einfach ausfahren könnt. Wenn ihr mit dem Streamen fertig seid, könnt ihr den Greenscreen wieder im Aluminuim-Koffer aufrollen und platzsparend verstauen.

Hier findet ihr den Elgato Green Screen auf Amazon *

Noch ein kleiner Hinweis zum Schluss: Passende Softboxen für die Ausleuchtung* sind im Lieferumfang nicht enthalten.

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