Kann die Reinigungs-CD ein Laufwerk retten?

Marco Kratzenberg 1

Über den Nutzen einer Reinigungs-CD gibt es geteilte Meinungen. Doch sie können durchaus die Rettung bedeuten, wenn es beim Abspielen von CDs oder DVDs Probleme gibt.

Kann die Reinigungs-CD ein Laufwerk retten?

Manche selbsternannten Puristen bekreuzigen sich, sobald die Rede von der ist. Sie tauchen lieber Ohrenstäbchen aus Watte in Alkohol und reiben damit über die schwer erreichbare Linse, als das Zerkratzen derselben durch einen weichen Pinsel zu riskieren. Doch andere sind begeistert und freuen sich darüber, einen CD-Player, DVD-Player oder ein DVD-Laufwerk am PC durch so ein einfaches Hilfsmittel wieder zum Laufen bekommen zu haben.

Die Reinigungs-CD im Einsatz

Eine Reinigungs-CD hat den Zweck, die Linse des Abspielgerätes von Ablagerungen zu reinigen, die sich aus verschiedensten Gründen ansammeln können. Häufig gibt es beispielsweise Probleme in raucherhaushalten. Der allgegenwärtige Nikotinfilm gelangt auch auf die Linse und führt dann nach einiger Zeit zu Lesefehlern und Aussetzern.

Die Reinigungs-CD besitzt meist auf Ihrer Oberfläche zwei winzige Bürsten. In den häufigsten Fällen sind diese relativ weich. Sie erledigen ihre Reinigungsfunktion trotzdem, weil sie einerseits sehr schnell rotieren und andererseits mit einer Alkohollösung befeuchtet werden. Kritiker dieser Reinigungs-CDs fürchten, dass insbesondere härtere Bürstenvarianten die Linsen beschädigen könnten. Tatsächlich ist die Belastung aber nicht nennenswert stärker, als bei der gründlichen, manuellen Reinigung,

Zwei Bürsten sollte die Reinigungs-CD haben, damit es bei den schnellen Rotationen nicht zu einer Unwucht kommt. Die alkoholische Lösung kann jederzeit durch Isopropylalkohol (Isopropanol) aus der Apotheke oder Drogerie ersetzt werden. Die beiden Bürsten befinden sich nahe beim Loch der CD, denn dort sitzt im Ausgangszustand die Linse und außerdem kollidieren sie dann nicht mit der CD-Halterung, die in etwa gleicher Größe des Rotationskreises eine Öffnung aufweist.

Vor der Nutzung wird zumeist eine der Bürsten mit der Reinigungslösung befeuchtet. Sie sollte nicht tropfnass sein, weil die Feuchtigkeit durch die schnelle Rotation ohnehin nach außen getragen wird. Es besteht allerdings keine Gefahr der Verunreinigung, weder bei Linse noch im Gerät. Die Lösung verdunstet meist innerhalb kurzer Zeit, ohne Spuren zu hinterlassen. Die angeblichen Spuren auf der Linse, von denen Kritiker oft reden, konnten in freier Wildbahn nie nachgewiesen werden. Eher noch handelt es sich um Schmierspuren nicht vollständig entfernbarer Verunreinigungen.

Nach dem Einlegen der CD startet das Laufwerk in der Regel einen Abtastversuch. Dadurch wird die Reinigungs-CD in Rotation versetzt und die feuchten Bürsten fahren über die Linse. Eine reinigt, die andere „trocknet ab“. Immer abwechselnd. Nach einiger Zeit kann der Reinigungsvorgang abgebrochen und getestet werden, ob die vorher problematischen CDs immer noch Schwierigkeiten machen. Im Zweifelsfall wird der Vorgang 2-3 Mal wiederholt. Das sollte man anschließend ruhig alle 6-12 Monate wiederholen.

Einsatzmöglichkeiten der Reinigungs-CD

Meist ist eine Reinigungs-CD das letzte Mittel, wenn das Laufwerk ständig Aussetzer hat oder angeblich „unleserliche“ scheiben bemängelt. Dass bei solchen Problemen tatsächlich Hardwarefehler vorliegen, kommt sehr selten vor. Und eine CD oder DVD selbst können wir als Fehlerquelle ausschließen, wenn das Laufwerk irgendwann bei jeder CD streikt.

Diese Reinigungs-CDs treffen überall auf die gleiche Bauweise der Halterungen und können deswegen ebenso im PC (auch beim seitlichen Einschub eines Notebooks oder Laptops), wie im Auto-CD-Player oder DVD-Rekorder eingesetzt werden.

Man sollte natürlich keine Wunder erwarten. Wenn es irgendwelche Stoffe bis auf die schwer erreichbare Linse eines CD-Gerätes geschafft haben, dann setzen sie sich dort auch fest. Die Alkohollösung ist dazu geeignet, ölige und klebrige Verschmierungen anzulösen. Oftmals wird sie noch von Reinigungs-Enzymen unterstützt.

Aber generell kann damit die Lauffähigkeit eines Gerätes in vielen Fällen wiederhergestellt werden und angeblich kann durch regelmäßige Anwendung sogar die Tonqualität von Audio-CD-Playern verbessert werden.

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