Schneller Jens Spahn: Während der Gesundheitsminister erst in der kommenden Woche Corona-Schnelltests anbieten kann, gibt es die praktischen Pandemie-Helfer bereits ab heute bei Aldi Nord und Aldi Süd. GIGA erklärt, was die Tests kosten und worauf Käufer sonst nachten müssen. 

 

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Jens Spahn steht im Kreuzfeuer der Kritik: Der mittlerweile als „Ankündigungsminister“ verspottete Chef des Gesundheitsministeriums musste jüngst eine weitere Niederlage einstecken: Die für den 1. März angekündigten kostenlosen Corona-Schnelltests wurden kassiert, stattdessen will der Bund ab 8. März die Kosten für einen Schnelltest pro Bürger und Woche übernehmen. Laut Tagesschau sei aber nicht bekannt, wie viele Tests wirklich bereitstehen. Klarer und auch schneller geht es hingegen bei Aldi.

Corona-Schnelltests bei Aldi: Nur eine Packung pro Kunde

Ab heute verkaufen Aldi Nord und Aldi Süd Corona-Schnelltests in ihren Filialen, wie der Bayerische Rundfunk berichtet. Eine Packung soll 25 Euro kosten und fünf Tests für einen Nasenabstrich erhalten. Die Abgabe wird jedoch auf eine Packung pro Kunde begrenzt, um möglichst vielen Interessierten den Zugang zu Corona-Schnelltests zu ermöglichen. Damit ist der Discounter nicht nur schneller als die Bundesregierung, sondern auch als Drogeriemärkte: dm hatte in dieser Woche angekündigt, ebenfalls Corona-Schnelltests ins Programm aufzunehmen.

Die schnelle Verfügbarkeit von Corona-Schnelltests bei Aldi sorgt für Spott: „Wenn du neben Kaugummi holen noch mal eben einen Corona-Schnelltest bei Aldi mitbringen sollst, weißt du: der Super-Markt betreibt ein besseres Krisenmanagement, als die eigene Bundesregierung“, schreibt etwa Stephan Thomae, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FDP im Bundestag, auf Twitter.

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Stufenweise Lockerung der Corona-Maßnahmen

In der Bund-Länder-Runde haben Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten sich auf eine stufenweise Lockerung der Corona-Maßnahmen geeinigt. So sollen etwa Buchhandlungen, Gartencenter und Blumenläden mit entsprechendem Hygiene-Konzept wieder öffnen dürfen. Auch die Kontaktbeschränkungen werden etwas gelockert. Zentraler Baustein der neuen Strategie sollen aber die Schnelltests werden. Dazu soll eine Taskforce bis April erarbeiten, wie eine Teststrategie aussehen könnte. Angesichts der bisherigen Pannenserie wäre es vielleicht ganz gut, wenn sich die Bundesregierung Hilfe bei Aldi holt.