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Ansage für 1&1: Mobilfunk-Provider kann nicht mehr so weitermachen

Bei 1&1 muss sich etwas tun. (© United Internet AG)

1&1 wird das vierte Mobilfunknetz in Deutschland anbieten, der nötige Aufbau läuft. Doch damit stehen auch Veränderungen an, die praktisch alle Mobilfunk-Kunden von 1&1 betreffen. Der Provider aus Montabaur muss sein Geschäft bald auf den Kopf stellen.

Bundesnetzagentur stellt Ultimatum: Jetzt muss 1&1 handeln

1&1 ist in der heißen Phase des Aufbaues eines eigenen Mobilfunknetzes. Erste Standorte laufen im Testbetrieb, doch der Startschuss lässt noch auf sich warten. Lange Zeit kann sich der neue Konkurrent von Telekom, Vodafone und Telefónica/o2 aber nicht mehr lassen. Das hat die Bundesnetzagentur (BNetzA) nun indirekt klargestellt.

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Denn bisher ist 1&1 als sogenannter Diensteanbieter in den Netzen der Konkurrenz von Vodafone und Telefónica/o2 unterwegs, ähnlich wie die vielen günstigen Anbieter, die eben kein eigenes Netz betreiben. Dafür gibt es entsprechende Nutzungsabsprachen mit den Netzbetreibern. Doch die Vorgaben sind klar: entweder Diensteanbieter oder Netzbetreiber. 1&1 hatte hier für die Zeit des Aufbaues seit 2018 zunächst einen nicht zeitlich befristeten Übergangsstatus inne, der dem Unternehmen beides ermöglichte.

Dem macht die Bundesnetzagentur bald ein Ende: Bis Ende 2023 muss 1&1 den Vertrieb für Verträge in fremden Netzen einstellen. Anschließend muss die Geschäftstätigkeit als Diensteanbieter bis Ende 2025 beendet werden (Quelle: heise). Soll heißen: 1&1 darf nur noch bis Ende 2023 Verträge verkaufen, die nicht im eigenen Netz funken. Danach folgt eine Übergangsphase von zwei Jahren, in denen auch die bestehenden Verträge ins eigene Netz von 1&1 migriert werden müssen.

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Dahinter dürfte Kalkül vonseiten der BNetzA stecken: „Mit der Entscheidung über den Zeitpunkt der Beendigung der Doppelstellung von 1&1 wird die wettbewerbliche Unabhängigkeit dieses Netzbetreibers hergestellt. Dadurch wird der Wettbewerb gefördert“, erklärt Klaus Müller, Präsident der BNetzA.

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Einerseits richtig, andererseits baut man auch sanften Druck auf für 1&1, das Netz zügig weiter auszubauen und in Betrieb zu nehmen. Die BNetzA hatte sich schon zuvor mit dem Fortschritt beim Aufbau des eigenen Netzes nicht zufrieden gezeigt. Den Plan von 1.000 Mobilfunkstandorten bis Ende 2022 musste 1&1 kassieren. Stattdessen soll es nun erst Mitte 2023 so weit sein.

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Keine Einschränkungen für Kunden von 1&1 vorgesehen

Mobilfunk-Kunden von 1&1 soll der Schritt nicht einschränken: Die Abdeckung werde weiter gewährleistet. Dafür wird 1&1 per nationalem Roaming auf das Netz von o2 zugreifen können, wo das eigene noch nicht ausgebaut ist. Die Festnetz-Angebote von 1&1 sind von den Schritten nicht betroffen.

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