Biegsam wie Stoff: Revolutionärer Akku löst ein großes Problem

Robert Kohlick

Während immer mehr Firmen und Universitäten daran forschen, wie sie die Kapazität von Akkus weiter erhöhen können, hat sich ein Team aus Südkorea einem anderen Problem der Energiezellen angenommen. Dank einer neuen Technik haben sie dafür gesorgt, dass Batterien in Zukunft deutlich „flexibler“ eingesetzt werden können. 

Flexible Akkus: Südkoreanische Firma stellt biegsame Batterien vor

Während der diesjährigen CES in Las Vegas wurden zahlreiche neue Innovationen und Produkte präsentiert. Sony stellte sein erstes Elektroauto vor, bei AMD gab es neue Laptop-Prozessoren zu sehen – und das südkoreanische Unternehmen Jenax hatte flexible Akkus mit im Gepäck.

Im Gegensatz zu anderen Akku-Revolutionen der letzten Zeit handelt es sich beim J.Flex-Akku aber nicht um eine bloße Studie oder einen Prototypen, wie das Spectrum-Magazin berichtet. Der flexible Lithium-Ionen-Akku ist schon einsatzbereit. Die Produktion soll Ende 2020 anlaufen. Vor allem für Wearables scheint die neue Akku-Technik interessant zu sein.

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Während der Präsentation auf der CES stellte das Unternehmen einige Anwendungsfälle vor: In einem Football-Helm konnte durch den Akku ein Sensor mit Strom versorgt werden, welcher für die Messung von Aufschlagskraft und -druck verwendet wurde. Ein französischer Hersteller hingegen nutzt den flexiblen Akku dazu, um medizinische Sensoren in Kleidungsstücken betreiben zu können, die den Zustand des Patienten überwachen.

Ganz oder gar nicht! Das Energizer P18K bietet einen unfassbar großen Akku – doch das bringt auch einige Nachteile mit sich: 

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Biegbare Batterien: Ein großes Spektrum an Einsatzmöglichkeiten

Da die Firma die Akkus in Kapazitäten von 10 mAh bis 5.000 mAh anbietet, könnten zahlreiche Anwendungsbereiche von der neuen Technologie profitieren. Anstatt eine Powerbank rumtragen zu müssen, könnte die Batterie beispielsweise direkt in eine Jacke oder einen Rucksack integriert werden. Durch die flache Bauweise und die weite Fläche, könnte das Gewicht besser verteilt werden – eine komfortablere Lösung im direkten Vergleich zum klassischen „Akku-Block“.

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Ein Sicherheitsrisiko soll durch die flexible Bauweise übrigens nicht entstehen – im Gegenteil. Auf der offiziellen Webseite stellt der Hersteller zwei Videos aus, die zeigen, wie der Akku auch unter extremen Belastungen nicht in Flammen aufgeht oder explodiert. Geschafft haben sie das, indem sie spezielle Elektrolyte und Membranen miteinander kombinierten, die sowohl biegsam als auch robust sind. Das Biegen, Drehen und Quetschen des Akkus hat laut der Angabe von Jenax auch keinen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit.

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