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Deutsche Post will Geld sehen: Schnelle Briefe sollen bald extra kosten

Die Deutsche Post könnte bald deutlich mehr Geld für Briefe verlangen. (© IMAGO / Christoph Hardt)

Der Briefversand über die Deutsche Post dürfte Kunden bald mehr kosten als bisher – und das nicht wegen einer der üblichen Porto-Erhöhungen. Grund ist eine Umstellung des Auslieferungsmodells auf die Zwei-Klassen-Zustellung, die bei der Post derzeit diskutiert wird. Doch zuvor gilt es noch eine Hürde aus dem Weg zu räumen.

 
Deutsche Post AG
Facts 

Zwei-Klassen-Zustellung: Deutsche Post lässt sich schnelles Austeilen was kosten

Die Zwei-Klassen-Briefzustellung könnte bei der Deutschen Post bald Realität werden. Das will zumindest Personalchef Thomas Ogilvie. „Der Verbraucher kann sich entscheiden, mit welchem Tempo sein Brief transportiert wird. Im Sinne der Angebotspalette halte ich das für einen guten Schritt“, so der Manager gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (via Tagesschau).

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Hinter dem sperrigen Begriff verbirgt sich eine grundlegende Umkehr bei der Post. Bisher muss der ehemalige Staatskonzern eigentlich mindestens 80 Prozent der Briefsendungen schon am nächsten Tag zustellen. So will es das Postgesetz. Das soll aber überarbeitet werden und könnte dann die Zwei-Klassen-Zustellung erlauben: Hier entscheidet der Absender, wie schnell ein Brief zugestellt werden soll.

Der schnellere Versand per Express-Brief dürfte dann für Verbraucher teurer werden. Das System ist Ogilvie zufolge in vielen europäischen Ländern und deren Postdienstleistern erprobt. Um wie viel teurer solch ein schneller Brief für deutsche Verbraucher werden könnte, ist noch offen.

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Wenn die Post nicht mehr überall Briefe zustellt, könnte die Konkurrenz gefragt sein:

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Schneller hieße dann außerdem aller Voraussicht nach genau so schnell, wie Briefe heute standardmäßig verschickt werden. Wahrscheinlich ist, dass der heutige Standardversand zur Express-Option wird, die dann mehr kostet. Wer weniger zahlen will, müsste dann mit entsprechend längerer Zustelldauer leben.

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Kostensteigerung bei der Post: Kein Ende abzusehen

Die 80-Prozent-Regel konnte die Post zuletzt ohnehin nur selten einhalten. Die Beschwerdezahlen über die Deutsche Post gehen entsprechend durch die Decke. Gleichzeitig gehen die Mengen beförderter Briefe bei der Post zurück, was sich auch in Zukunft mit steigenden Preisen bemerkbar machen dürfte. Gründe für die Probleme bei der Zustellung sei außerdem Personalmangel. Der wiederum zeigt sich auch in der rückgehenden Zahl der Postfilialen. Im Extremfall erwäge die Post sogar, sich aus der flächendeckenden Briefzustellung zurückzuziehen.

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