Mann verkauft eine modifizierte PS3 und wird verhaftet – ob das 131 Euro wert war?

Daniel Hartmann 3

Konsolenhersteller sehen es nun mal nicht gerne, wenn andere an ihrer Hardware rumbasteln. Das musste ein Mann aus dem japanischen Kagawa nun am eigenen Leib erfahren. Er wurde nach dem Verkauf einer umgebauten PS3 festgenommen.

Tadaaki Abe hat eine PS3 so umgebaut, das sie einmal eingelegte Discs kopiert und speichert und so die Datenträger überflüssig macht. Das ist zwar praktisch aber auch eben Software-Piraterie, denn Spiele müssen so nur einmal irgendwo geliehen und eingelesen werden, aber nicht mehr gekauft.

Das diese Modifizierung der PS3 gegen die Nutzungsbedingungen verstößt, ist allerdings das kleinste Problem des Mannes. Zum einen verstößt sein Handeln gegen das Markenschutzrecht aber auch gegen den speziellen japanische Unfair Competition Prevention Act. Diese Gesetzte sollen, wie es der Name schon sagt, einen fairen Wettbewerb zwischen Unternehmen gewährleisten. Wer einem Gerät, Funktionen hinzufügt, die nicht vom Hersteller so gedacht waren und es dann verkauft, verstößt gegen diese Gesetze.

Es trifft aber nicht immer nur die Spieler: 

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Die modifizierte PS3 wurde vergangenes Jahr in einer Online-Auktion verkauft, wie GameRant berichtet. Der Teilzeitarbeiter Taadaki Abe gab bei der Polizei an, dass er einfach Geld brauchte. Die Behörden fanden in seiner Wohnung noch 40 weitere PS3-Konsolen, ist noch nicht bekannt, ob diese auch umgebaut waren. Gebracht hat ihm die PS3 übrigens 145 Dollar (131 Euro). Welche Strafe den Mann erwartet, ist aktuell unbekannt. 131 Euro wird sie sicher nicht aufwiegen.

Die 40 weiteren Konsolen lassen zumindest vermuten, dass er den Verkauf im größeren Stil plante. Was meint ihr zu dem Vorfall?

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